Ich wurde in einem anderen Strang aufmerksam auf das Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Eingeweiht wurde das Museum neuerlich am 14. September 2007.Beschreibung im Katalog der Internationalen Architektur-Biennale Venedig 2002
Wir leben überall, aber wir erinnern uns an ganz bestimmte Orte. Ein solcher Ort ist »Kolumba« in der Kölner Innenstadt: Ein verschlossener Garten, ein steinernes Trümmerfeld, ein archäologisches Grabungsfeld von einmaliger Dichte. Die Ruine der gotischen Kirche ist im wiederaufgebauten Köln das eindrucksvollste Bild für den fast vollständigen Untergang der Stadt im Zweiten Weltkrieg. In ihrer Mitte entstand 1949 die Kapelle der »Madonna in den Trümmern« (Architekt Gottfried Böhm) als nahezu improvisiertes Gehäuse einer unversehrt gebliebenen gotischen Marienfigur. »Kolumba« soll ein Ort der Nachdenklichkeit sein. Anlaß ist der Neubau für das 1853 gegründete Diözesanmuseum Köln, dessen außergewöhnliche Sammlung vom frühen Christentum bis zur zeitgenössischen Kunst reicht. Ein Museum als Garten, der stets wenige ausgewählte Werke wechselweise zur Blüte bringt. Die Suche nach einer übergreifenden Ordnung, nach Maß, Proportion und Schönheit ist als verbindendes Element aller künstlerischen Gestaltung der Leitfaden dieser Sammlung. ...
Zur Museumsgeschichte:
Architekt des Museumsneubaus ist der Schweizer Peter Zumthor: 1943 geboren in Basel; 1958 Lehre als Möbelschreiner; 1963 Schule für Gestaltung, Basel, Vorkurs und Fachklasse für Innenarchitektur; 1966 Pratt-Institute, New York, Architecture and Interior Design; 1968 Architekt Kantonale Denkmalpflege Graubünden, Bauberater und Siedlungsinventarisator; Erste Restaurierungen und Umbauten; 1978 Lehrauftrag Universität Zürich, Siedlungspflege und Siedlungsinventarisation; 1979 Eigenes Architekturbüro in Haldenstein, Graubünden, zahlreiche Ehrungen.1853 gegründet vom Christlichen Kunstverein (Gebrüder Baudri) als "Erzbischöfliches Diözesanmuseum". 1854 erste Ausstellung im Gürzenich. 1854–1875 Konservator Franz Bock. 1860 eigenes Haus mit Thomaskapelle (am heutigen Roncalliplatz). 1891–1906 Konservator Alexander Schnütgen. 1923-1965 Wilhelm Neuß Vorsitzender des Museumsvorstandes. 1926–1938 Direktor Jakob Eschweiler. 1943–1945 Kriegszerstörung bei ausgelagerter Sammlung. 1947-1969 Direktor Joseph Hoster. 1954-1971 Räume an St. Gereon. 1959 Übertragung des Grundstückes an das Domkapitel. 1969–1989 Direktor Walter Schulten. 1972 Wiedereröffnung im Erdgeschoss eines Wohn-, Geschäfts-, und Verwaltungsgebäudes an alter Stelle. 1989 Übergang in die Trägerschaft des Erzbistums Köln. Auf Betreiben von Joachim Kardinal Meisner Neukonzeption und Neubauprojekt unter Leitung von Joachim M. Plotzek (seit 1990), Katharina Winnekes, Stefan Kraus (beide 1991) und Ulrike Surmann (1993). "Chronik 150 Jahre!" (Publikationen)
Hier: Peter Zumthor zum Museum.The distinguished Swiss architect Peter Zumthor (*1943) speaks about his experiences and the difficulties in planning and constructing the Museum Kolumba in the centre of Cologne. After Zumthor won the architecture prize in 1997 it continued up to now to realize this extraordinary project in which the ruins of the late Gothic church “St. Kolumba”, the chapel “Madonna in the Ruins” and the unique archaeological excavation are embedded. He reports on the long continuance to find a common agreement with the building owner, the see of Cologne. In the interview Peter Zumthor is also explaining the sharp distinction of the Museum Kolumba to what he calls: “Bilbao-Syndrome“. By Thom de Bock.
Das zweite Video ist dann der virtuelle Rundgang durch das Museum.
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Ergebnis 1 bis 10 von 102
Thema: Museumsarchitektur
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19.06.2009, 04:46Inaktiver User
Museumsarchitektur
Geändert von Inaktiver User (19.06.2009 um 07:48 Uhr)
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19.06.2009, 15:20
AW: Museumsarchitektur
Absolut empfehlenswert das Museum!
Von außen, innen und ebenso von oben (z.B. von der Kölner Dom Aussichtsplattform aus)!
Materialität, Proportion, Städtebau, Konstruktion, alt-neu, Fugen, offen-geschlossen, Habtik, laut-leise, Licht-Schatten, Farben, auch die Entstehung/Ausführung ist spannend - für Interessierte!
LG Minza
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19.06.2009, 19:47
AW: Museumsarchitektur
@ Tom - Schön, daß du meine Anregung übernommen hast
hier gleich eine wunderbare neue Empfehlung - Athen feiert Bernard Tschumis
Akropolis-MuseumGeändert von shiba (19.06.2009 um 20:04 Uhr)
Ich bin verantwortlich für das was ich sage
nicht für das was Du verstehst
mein Avatar zeigt den Ararat von der armenischen Seite im Sommer
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19.06.2009, 20:24
AW: Museumsarchitektur
Ah - jetzt kapier ich!
Es sind weniger Kommentare als Vorschläge gefragt!? Na dann!
www design-museum de (darf nicht verlinkt werden wegen Shopangebot)
Vitra-Design Museum in Weil am Rhein von Frank O. Gehry mit Schmankerln anbei: Bauten von Zaha Hadid, Tadao Ando.
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19.06.2009, 21:00Inaktiver User
AW: Museumsarchitektur
Bahnhof. Ich hatte angeregt, dass Dein Strang einen sinnträchtigeren Namen bekommt. Nachdem nichts geschah, Baselitz sah Dich da in der Entscheidung, habe ich hier diesen Strang aufgemacht, weil ich letztlich mein Posting zum Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln nicht untergehen sehen wollte. Ich verstehe diesen Strang auch nicht als einen "Sammelstrang" wie "Ich höre gerade ..."
, sondern hätte gerne in den Postings vielleicht auch erste Hinweise, vielleicht ein sinntragendes Zitat, verlinkte homepages oder Bilder. Ansonsten könnte ich auch Google anwerfen und Museen Europa suchen lassen.
Ich bin mehr an Diskussion interessiert.
Macht sonst das Ausgangsposting Sinn?Geändert von Inaktiver User (22.06.2009 um 08:24 Uhr)
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19.06.2009, 21:01Inaktiver User
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20.06.2009, 09:24Inaktiver User
AW: Museumsarchitektur
Museumsarchitektur, ja geradezu Museumskunst, da fällt vor allem das Guggenheim-Museum in New York ein:
Von der Schnecke in die Welt: Wenn das Museum selbst zum Kunstwerk wird: In der Bundeskunsthalle in Bonn wurden vor einiger Zeit erstmals spektakuläre Entwürfe für Guggenheim-Museumsbauten von 14 Top-Architekten gezeigt.
1943 erhielt der amerikanische Stararchitekt Frank Lloyd Wright den Auftrag, ein Museum für gegenstandslose Malerei zu entwerfen: das Guggenheim Museum in New York.
Quelle: hierDie Sammlung moderner Kunst von Solomon R. Guggenheim
Der wohlhabende amerikanische Kunstliebhaber Solomon R. Guggenheim begann erst im Alter von 66 Jahren mit dem Sammeln moderner Kunst. Er schätzte vor allem Werke von Wassily Kandinsky, Paul Klee und Marc Chagall. Die junge deutsche Künstlerin und Kunsttheoretikerin Hilla Rebay von Ehrenwiesen stellt Guggenheim Kandinsky vor, der daraufhin mehrere Arbeiten auf Papier von ihm kauft. Später sollte er mehr als 150 Werke dieses Künstlers erstehen. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bringt Guggenheim seine Sammlung in seinem Privatappartment im New Yorker Plaza Hotel unter, wo er sie ab und zu der Öffentlichkeit zeigt. 1937 wird die Solomon R. Guggenheim Foundation gegründet, deren Ziel die Förderung der Kunstausbildung und des öffentlichen Kunstverständnisses ist. Zwei Jahre später wird die Sammlung erstmals in gemieteten Ausstellungsräumen an der 54. Straße öffentlich ausgestellt.
Frank Lloyd Wright erhält den Auftrag zum Bau des Guggenheim Museums
1943 erhält Frank Lloyd Wright, der vor allem für seine neuartige Wohnhausarchitektur der "Präriehäuser" Weltruhm erlangte, in denen er ein Zusammenspiel der Umgebung eines Hauses mit seinem Inneren betonte, den Auftrag, ein Museumsgebäude für ein Museum gegenstandsloser Malerei in New York zu entwerfen. Hilla Rebay, die Kuratorin der Solomon R. Guggenheim Foundation und Direktorin des Museums beauftragt Wright: "I want a temple of spirit, a monument!"
Hier ein Bild des monumentalen Baus. Ich finde ihm grandios. Und noch ein Blick in das Innere.
Architektur
Frank Lloyd Wrights Gebäude hat die Grundform einer Rotunde. Der Kreis ist dabei das Hauptmotiv des Grundrisses und der terrassenförmigen Etagen. Insgesamt vereint das Museum in sich verschiedene geometrische Formen wie Dreiecke, Kreise, Ovale, Bögen und Quadrate. Neben dem Hauptgebäude gibt es noch eine kleine Rotunda, die erst die Wohnungen Guggenheims und Rebays beherbergte und heute als Bürogebäude genutzt wird. Mit der Erweiterung des Museums zu Beginn der 1990er-Jahre wurde ebenfalls der von Wright geplante Turm realisiert.
Die Architektur des Gebäudes ist maßgeblich durch die Lage in der Nähe des Central Parks beeinflusst. Die Natur bildet nicht nur einen Ruhepol zum Rummel New Yorks, sondern bot auch Anlehnung für die Konstruktion Wrights. So ist das Solomon R. Guggenheim Museum ein Versuch die Plastizität organischer Strukturen in die Architektur zu übersetzen. Frank Lloyd Wright schuf eine sich windende Rampe mit einer Steigung von drei Prozent, an der die Kunstwerke ausgestellt werden, im Gegensatz zu den normalerweise in Museen vertretenen Konzepten, in denen der Besucher durch verschiedene untereinander verbundene Räume geführt wird. Wrights Konzept beinhaltet einen Aufzug, der die Besucher zum höchsten Punkt der Rampe transportiert, so dass sie an den Kunstwerken vorbei nach unten laufen können. Die Galerien sind in verschiedene Sektionen unterteilt, was vom Aufbau her der Kammeraufteilung einer Zitrusfrucht nachempfunden ist. Der Rundbau ist nach innen hin offen, so dass der Besucher Kunstwerke aus mehreren Segmenten und Etagen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. 92 Fuß über dem Boden befindet sich eine Glaskuppel als Dach.
Um die Wirkung der Bilder im Raum zu stärken wurden helle, fluoreszierende Lampen installiert, die das Sonnenlicht aufheben und ein solches Hintergrundlicht entsteht, so dass die Bilder eine besondere Leichtigkeit erhalten.Geändert von Inaktiver User (20.06.2009 um 10:07 Uhr)
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20.06.2009, 13:47Inaktiver User
AW: Museumsarchitektur
doch ! es sind persönliche Kommentare (z. B. bei mir
und sicher vielen Lesern..) sehr gefragt ! 
Kommentarlos aufgezählt wird schon genug !
Persönliche Kommentare sind doch erst das, was in einem Forum das, was vorgestellt wird, interessant machen..
In diesem Sinne eröffnete Tom57 diesen Strang und ich finde das sehr schön.
Niemand adaptiert hier große Namen für sich, nur weil er wild kommentarlos aufzählt : ein Miteinander und Austausch darüber ist doch schön : funktioniert im Kunstfundstückestrang wunderbar, ist anregend und bereichernd..
Bitte nicht entmutigen lassen, ich las von Dir im Forum schon sehr, sehr inspirierende Kommentare zu Kunst und Design !
Bitte kommentieren !
Geändert von Inaktiver User (20.06.2009 um 15:12 Uhr)
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20.06.2009, 14:57Inaktiver User
AW: Museumsarchitektur
@ Tom57
ja das Guggenheim in NY : ich erlebte es und war fasziniert..
Und jetzt bitte nicht lachen ( oder gerade ) : In Wuppertal gibt es ein Parkhaus, das diese Schnecke auch zeigt : immer wenn ich mich dort fast schwindlig hoch fahre, denke ich ans GuggenheimNY und Frank Lloyd Wright
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20.06.2009, 15:07Inaktiver User


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