Hallo Trambahn,
vielleicht hast Du ja meinen Eingangstext nur überflogen und nicht ausführlich gelesen. Mit meiner Frage ziele ich nicht darauf ab, Ratschläge zu erhalten, wie man den Staat auspressen kann. Nein, meine Familie war und ist immer fleißig, rechtschaffend und steuerzahlend.
Mir geht es lediglich um Tipps, wie man so eine Situation einfach ein bisschen erträglicher machen kann. Und da bin ich dankbar für Ratschläge, wie man evtl. günstigen Wohnraum finden kann. Oder was es für Vereine gibt, die gute Ratschläge übrig haben. Hier geht es nicht darum, zu schmarotzen.
Im Gegenteil. Meine Mutter hat bis vor kurzen bei Wind und Wetter, eisigster Kälte und brennender Hitze auf dem Wochenmarkt gearbeitet, hat für wenig Geld die schwersten Kisten herumgeschleppt usw. Leider hat sie den Job verloren und ist seither auf der Suche. Sie bewirbt sich auf ALLES, wirklich ALLES, was angeboten wird. Wie ich es oben schon geschrieben haben. KEINER will eine Rentnerin. Sie ist auch über diese Tatsache sehr frustriert, dass man ihr einfach überall das Gefühl gibt, so eine Alte will niemand mehr.
Jetzt hat sie ganz schlimme Beschwerden an den Kniegelenken. Sie schafft kaum den Weg zur Toilette. Sonst wären sämtliche Zeitungen in ihrer Region bereits von ihr ausgetragen worden.
Aber nichts für ungut, liebe/r Trambahn. Es gibt sehr viele Schmarotzer, da magst Du Recht haben.
Grüße von Mini
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26.05.2008, 14:01Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
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26.05.2008, 19:03
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Ich würde mich auf jeden Fall um eine Genossenschaftswohnung kümmern (wenn denn die Miete günstiger ist etc.).
Zitat von Inaktiver User
Was leider die meisten vergessen (daher kann ich Pusteblume nicht recht geben): Ja, man muss Anteile kaufen, aber die sind nicht weg (wie z.B. die Maklercourtage) und werden verzinst. Man muss lediglich eine Aufnahmegebühr bezahlen, die aber nicht so hoch ist. Bei Austritt aus der Genossenschaft bekommt man die gekauften Anteile wieder ausbezahlt. Von daher ist das sogar billiger als freivermieteter Wohnraum, der meistens über einen Makler vermietet wird.
Außerdem muss man (zumindest bei unserer Genossenschaft) keine zusätzliche Kaution zahlen (und Deine Mutter bekommt von ihrem alten Vermieter die Kaution zurück, so sie denn eine bezahlt hat). Klar kostet ein Umzug auch Geld, es ist aber ein Rechenexempel (natürlich auf längere Sicht gesehen, Ihr müsst halt zusehen, das zu überbrücken, bis die Einsparungen greifen).
Alles Gute
Traeumchen2
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27.05.2008, 07:15Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Sicher ist das Geld nicht weg. Ich war auch mal Mitglied einer Genossenschaft. 1,5 Jahre nach meiner Kündigung dort habe ich meine Anteile (unverzinst) wiederbekommen. Ich bin damals dort ausgezogen, weil die Miete ständig stieg und Anteile nachgezahlt werden mussten. Ich habe mir dann eine frei vermietete Wohnung gesucht (ohne Makler) gesucht, die preiswerter war. Da musste ich dann lediglich 3 Kaltmieten Kaution hinterlegen.
Zitat von Traeumchen2
Aber egal, Fakt ist doch, dass man das Geld erst mal "vorschießen" muss. Und dazu muss man es erst mal haben. Der Sohn meiner Bekannten hat die 1.500 Euro leider nicht. Da bringt's ihm auch nicht viel, wenn er sie irgendwann beim Austritt aus der Genossenschaft wieder bekommt.
Ich persönlich stehe auch bald vor dem Problem eine neue Wohnung suchen zu müssen. Ja, einige Genossenschaftswohnungen würden mich schon reizen. Wobei die Mieten auch nicht wesentlich günstiger sind. Aber die Anteile. Für 2 Zimmer lege ich locker 3.000 Euro hin.
Die lass ich lieber auf dem Sparbuch und habe sie für Notfälle in der Rückhand.
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27.05.2008, 07:38Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Ja, weiß ich
Zitat von Inaktiver User
Je nach Bundesland kann das ganze ein wenig differieren aber generell liegen die Beitragssätze derzeit zwischen 12,3% und 16,5%
Für Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt generell der allgemeine Beitragssatz der jeweiligen Kasse. Bezahlt werden muss der Beitrag auf Renten, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen. Diese Regelung gilt für freiwillige Mitglieder, als auch für Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzugerechnet werden alle Kapitalleistungen, die seit dem 01. Januar 2004 fällig werden und für die persönliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeschlossen wurden. Diese werden zu 1/120 für die Zeit von 10 Jahren in die Beitragspflicht mit einbezogen, wenn sie einen Bezug zum früheren Arbeitsleben aufweisen, wie z.B. eine betriebliche Altersvorsorge.
Aber ich denke, daß die Beitragsunterschiede zu Zeiten des Gesundheitsfonds evtl. noch deutlich größer sein werden (die einen verlangen den Zuschlag, die anderen erstatten Beiträge zurück).
lg. justiiGeändert von Inaktiver User (27.05.2008 um 07:42 Uhr)
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27.05.2008, 07:57Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Den Sozialtarif der Telekom sehe ich mit gemischten Gefühlen.
Dieser wird in Form von freien Telefoneinheiten gewährt und gilt nicht für die Grundgebühr, nicht für Telefonate in Mobilfunk-Netze, nicht für Sonderrufnummern und nicht für vergünstigte Auslandstelefonate.
Die Höhe der Telefoneinheiten-Gutschrift beträgt dabei 8,26 Euro pro Monat wenn der Anschlussinhaber ist von der Rundfunkgebühr befreit oder der Telefonkunde eine Ausbildungsförderung aufgrund des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) erhält.
Nur wenn der Teilnehmer blind, gehörlos oder sprachbehindert mit einem Grad der Behinderung von mindestens 90 Prozent ist, steigt die Einheitengutschrift auf 10,38 Euro an.
Doch in den meisten Fällen telefonieren die Senioren gar nicht für 8.-Euro oder mehr sondern liegen mit ihrem Verbrauch deutlich niedriger. Bei 3 Cent pro Minute (Telekom/Deutschlandweit/Nebenzeit) wären dies immerhin 275 Minuten telefonieren, um die volle Einheiten-Gutschrift zu nutzen. Das sind mehr als viereinhalb Stunden !!!
Abgezockt wird aber weiterhin über die Grundgebühr der Telekom mit mtl. 16,37 Euro. Da nützt auch der schönste Sozialtarif nichts.
Meine Mutter nutzt die Telefonflatrate eines Mobilfunkanbieters für Festnetz und ins eigene Mobilfunknetz. Sie zahlt dafür keine 16,37 Euro wie bei der Telekom sondern nur 14,95 Euro pro Monat und es fallen keine weitere Kosten an, wenn sie ins deutsche Festnetz telefoniert oder wenn sie uns (ihre Kinder) auf dem Handy erreichen will. Egal wieviel sie telefoniert!
Damit ist der normale Flatrate-Tarif dieses Mobilfunkanbieters deutlich günstiger als der Sozialtarif der Telekom. Die Telekom ist also auch hier nur Scheinsozial.....
Das Umgehen mit einem Standardhandy (Siemens A55) war für meine 75-jährige Mutter nur anfänglich ein kleines Problem. Jetzt ist sie begeistert...
Schöne Grüße
justiiGeändert von Inaktiver User (27.05.2008 um 08:00 Uhr)
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27.05.2008, 09:53Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Ihr Lieben,
immer wieder Danke für Eure Gedanken!
Den ersten Teilerfolg haben wir erzielt. Die Bank legt die Ratenzahlung von 100 Euro bis zum Jahesende erstmal still. Dann wird geschaut, ob sich die Situation wieder gebessert hat. Aber erstmal ist hier ein bisschen Luft. Im Juni muss sie nochmal zahlen, weil es verwaltungstechnisch nicht schneller geht. Aber ab Juli ist sie dann befreit. Aber auch hier der Gebühren-Haken: 60 Euro sind für die Bearbeitung fällig.
Meine Freundin und auch ihre Eltern leben in recht preiswerten Eisenbahner-Genossenschafts-Wohnungen. Habe gerade mit der Genossenschaft telefoniert. Ergebnis: lange Wartelisten, Eisenbahner bevorzugt (was ich durchaus verstehe), Einschreibungsgebühr für die Warteliste: 50 Euro.
Ich werde mir mal die anderen Genossenschaften raussuchen und telefonieren. Das Ergebnis wird zwar ähnlich sein. Aber ich habe ja auch keinen wirklichen Zeitdruck. Lästig sind aber diese ewigen Gebühren. Hier 60 Euro, dort 50 Euro. Aber das kriege ich nun auch noch hin.
Und noch einen Erfolg kann ich verbuchen. Wie oben erwähnt hat meine Ma augenblicklich richtige Probleme mit den Knien, besser gesagt mit einem. Ihr letzter Doktor hat ihr irgendwelche Medikamente verschrieben, die überhaupt nicht helfen.
Jetzt hat sie mit viel Bitten und Betteln einen Termin bei DER Koryphäe in Sachen Orthopädie ergattert. Da ist sie nächsten Montag. Es heißt, er kann alle und jeden heilen. Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Es ist in jedem Fall wieder ein Hoffnungsschimmer. Wenn sie dann wieder richtig laufen kann, wird sie sich sofort wieder auf die Suche nach einen Job machen.
Manchmal ist es ja wirklich die Ironie des Schicksals. Als sie gestern von der Bank zurückgehumpelt ist, hing in der Bäckerei bei ihr um die Ecke ein Schild mit "Verkäuferin gesucht". Und das ausgerechnet jetzt, wo sie sich kaum bewegen kann.
Aber wie sagte Nina Ruge immer so schön: Alles wird gut!
Mini
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28.05.2008, 15:28
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Ich habe nicht alles en detail gelesen, aber Frage: Wenn deine Mutter nun nicht wirklich viel Geld hat, aber möglicherweise v.a. bei der Wohnung eingespart werden könnte ... gäbe es die Möglichkeit, dass DU eine Wohnung kaufst (z.B. 1-1,5 Zimmer) und deine Mutter als Mieterin einzieht? Dann würdest du zwar möglicherweise noch ein bisschen was oben drauf legen, um die Zins-Tilgungs-Zahlungen zu machen, aber du hättest auch einen Gegenwert. Aktuell gibst du Geld aus, ohne realen Gegenwert - versteh mich da jetzt nicht falsch, gell?
Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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28.05.2008, 15:31
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Zitat von Inaktiver User
Ich habe weder was von "Schmarotzern" geschrieben noch behauptet, dass Deine Mutter nicht arbeiten gegangen ist.
Deine Unterstellungen finde ich doch sehr ärgerlich.
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28.05.2008, 16:30Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Das bringt sicherlich mehr Geld ein, als wenn man überlegt, was der Staat beisteuern könnte.
Diese Aussage verstehe ich schon so, als meintest Du, meine Mutter würde für den Gedanken, Geld vom Staat zu bekommen, mehr Energie aufwenden, als für den Gedanken, sich einen Job zu suchen. Und auf diesem Hintergrund habe ich die Lage noch einmal geschildert.
Sorry, ich wollte Dir nichts unterstellen.
Gruß Mini
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28.05.2008, 16:49Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Hallo Akademikerin,
eine Wohnung in meinen "Breitengraden" zu kaufen, ohne nenneswertes Eigenkapital einzubringen, würde mich schon so ziemlich an die Grenzen des Machbaren bringen. Der Betrag, den sie für die Miete ausgibt, würde bei weitem nicht reichen und der Betrag, den ich dazusteuere, den benötigt sich nur zum "Über"leben. Die Zins-Tilgung und ihr Leben einigermaßen sichern, das schaffe ich beileibe nicht, zumal ich mich ja selber dabei nicht vergessen darf. Irgendwann kommen auch mal meine Zähne, sicher bald eine Brille und Sonstiges, was die Kasse nicht übernimmt. Und da sind dann gleich ein paar Tausender fällig.
Aber grundsätzlich ist es ein guter Gedanke. Ich habe ja jemanden, der meine "Fiananzen" verwaltet. Ihm kann ich ja mal diese Rechenaufgabe vorlegen.
Gruß Mini


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