Danke Crocus,
ich habe meine Mutter gebeten, erstmal die Unterlagen rauszusuchen. Ich werde dann für sie tätig werden. Über die Entfernung geht halt immer alles nur auf dem Postweg. Aber Geduld ist wohl in dieser Situation ein wichtiger Begleiter.
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23.05.2008, 12:30Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
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23.05.2008, 12:51Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
[QUOTE=Golda]
Bei den Genossenschaften gibt es schon günstige 1-Zimmer-Wohnungen. Hier würde ich mich auch erkundigen.
QUOTE]
Ob das machbar ist, möchte ich bezweifeln. Genossenschaftswohnungen sind erst mal teuer, ehe man überhaupt einziehen kann. Der Sohn meiner Freundin sucht gerade eine bezahlbare 1-Zimmer-Wohnung. Stimmt, bei den Genossenschaften gibt es diese. Aber erst einmal wollen dafür ca. zwischen 1500 und 2000 Euro Genossenschaftsanteile auf den Tisch gelegt werden.
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23.05.2008, 13:59
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
In Sachen Krankenversicherung prüfe, ob sie in der gesetzlichen KV aufgenommen werden kann.
Ab dem 1.4.2007 müssen gesetzliche KV auch sog. Pflichtaufnahmen als Auffangmaßnahme durchführen. (Auch private KV sind dazu seit dem 1.7.2007 zu Pflichtaufnahmen in den Standardtarif verpflichtet.) Gesetzliche dürfte aber kostengünstiger sein und auch Pflegeversicherung beinhalten.
Es wird auch schon fleißig gestritten.
Erkundige Dich beim Sozialamt und ggf. bei der AOK.
Der Wohngeldantrag dürfte auch lohnen, die Einkommensgrenzen liegen meines Wissens bei deutlich über 800 EUR.
GEZ-Befreiung sowie Telefon zum sog. Sozialtarif wären auch zu prüfende Maßnahmen. Bescheinigungen gibt es beim Bürgeramt.
Und zuguterletzt das endgültige Aufräumen mit den Schulden. Welcher Gesamtschuldenbetrag steht den der Rate von 110 EUR gegenüber? Wie viele Raten stehen noch aus?
Man sollte nicht vergessen, dass eine Privatinsolvenz letztlich auch Gerichts-, InsoVerwaltergebühren usw. kostet. 1200,00 EUR können sich da je nach Fall zusammenläppern.
Ist der Schuldenberg gering, lohnt es sich nicht die PI-Kosten auf sich zu nehmen und 7 Jahre lang einen Verwaltungsaufwand zu betreiben.
Ist er größer, wird sie durch die PI durch müssen und letztlich auch können, denn sie kommt schon eh jetzt mit knappem Geld unterhalb des Pfändungsfreibetrags aus.
Insoweit muss zunächst ein totaler Kassensturz her.
Dann solltest Du vielleicht vor jedem Kontenwechsel ein Gespräch mit dem Geschäftsstellenleiter der Bank oder anderm Banker mit Entscheidungsspielraum ein Gesprächstermin ausmachen und die Lage vollständig schildern und auch die erwogene PI in den Raum stellen. Das ist meist ein Stichwort, das die Banker hellhörig werden läßt und ggf. Zugeständnisse ermöglicht.
Die Mutter allein dort noch einmal hinzuschicken und nur ohne jeden Zusammenhang zur Gesamtsituation um Ratenabsenkung zu bitten, macht keinen Sinn.
Beim Bankwechsel ist es übrigens ratsam, das Konto zum Monatsanfang zu eröffnen (kurz nach Rentenzahlung) und sofort die neue Nummer an die EINzahler (Rentenkasse/Amt) weiterzugeben, damit es bis zum Monatsende mit der Umstellung in der trägen EDV und Verwaltung klappt.
Daueraufträge und Abbucher kommen erst an zweiter Stelle.Geändert von Grace_Kelly (23.05.2008 um 14:15 Uhr)
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26.05.2008, 09:56Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Hallo Pusteblume,
das mit den Genossenschaftswohnungen habe ich auch schon gehört. Aber ich wäre auch bereit in Vorkasse zu gehen, wenn dann eine Wohnung zum günstigen Mietsatz drin wäre. Meine Freundin wohnt auch in so einer Wohnung und hat mir schon gesagt, wo ich einen Antrag stellen kann. Alle ist besser als Nichtstun.
Liebe Grace,
ja, Kassensturz! Auch wenn Du davon abgeraten hast, ist meine Ma gerade unterwegs zur Bank. Sie hat gleich einen Termin bekommen. Mal sehen, was sie für Infos bekommt.
Ansonsten komme ich immer mehr zu den Schluss, dass, egal an welcher Stelle man irgendwo ein paar Euro sparen kann, ohne Zuverdienst wird sie immer ein Leben am Minimum führen und das macht mich schon sehr traurig.
Bei alledem belastet mich natürlich die Sorge um meine Mutter. Auf der anderen Seite habe ich auch ein schon ein ganz schlechtes Gewissen, bei allem, was ich mir selber gönne. Ich traue mich gar nicht mehr, ihr zu erzählen, dass ich beispielsweise am Wochenende irgendwo am See bei Kaffee und Kuchen saß.
Vielen Dank für Eure Gedanken und Ratschläge. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Liebe Grüße
Mini
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26.05.2008, 10:14
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Bei all Deiner Sorge musst Du Dir aber auch mal eines vor Augen halten: Jeder ist für sich selber und sein eigenes Glück selbst verantwortlich.
Das heißt: Deine Mutter hätte zu ihren guten Zeiten für sich vorsorgen müssen.
Du gehst arbeiten und verdienst Geld, deshalb ist Dein Kaffee und Dein Kuchen von Dir selber verdient und Dein allerbestes Recht.
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26.05.2008, 10:28Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Hallo mini-maus,
es gibt doch bestimmt dort wo deine Mutter lebt eine Seniorenvertretung. Die können ihr bestimmt gute Ratschläge geben und ihr die entsprechenden Anlaufstellen nennen.
Erkundige dich doch mal danach.
Wünsche dir alles Gute.
Gruss Lorolli
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26.05.2008, 10:44Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Ja Quirin, da hast Du völlig recht. Und wenn es mich nicht gäbe, dann müsste sie auch selber schauen, wie es weitergeht. Aber ich tue mich so schwer mit solchen Gedanken. Ich bin ein sehr verantwortungsbewusster Mensch und da lasse ich mich auch ganz leicht emotional packen.
So versuche ich ja, ihr möglichst Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Klar unterstütze ich sie finanziell, aber gleichzeitig gebe ich ihr auch Eure Tipps weiter. Und für sie ist es dann auch ein besseres Gefühl, wenn sie selber tätig werden kann.
Ich muss jetzt wirklich daran arbeiten, dass mir der Kaffee bei Sonnenschein auch wirklich wieder schmeckt. Es bringt keinen von uns ein Stück weiter, wenn es mich auch noch runterzieht.
Danke für die klaren Worte!
Gruß Mini
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26.05.2008, 10:48Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Hallo Lorolli,
auch Dir herzlichen Dank für den Gedanken. Seniorenvertretung hört sich interessant an. Werde ich gleich mal googeln.
Ich bin sehr erfreut und dankbar über die vielen Tipps von Euch!
Mini
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26.05.2008, 11:18Inaktiver User
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
http://www.ihre-seniorenvertretung.de/sv.php
Schau mal da, wünsche dir viel Erfolg.
Gruss Lorolli
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26.05.2008, 11:36
AW: Rente der Mutter reicht nicht zum leben! Bitte um Rat und Infos!
Zitat von AIDA
Das sind sehr gute Tipps und für jemanden, der nicht schon buchstäblich am Stock geht, machbar.
In unserer Nachbarschaft geht auch ein Rentner mit der Tageszeitung herum.
Das bringt sicherlich mehr Geld ein, als wenn man überlegt, was der Staat beisteuern könnte.


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