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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    OT: Ich habe eine Frau kennengelernt, der in einer bestimmten Situation nach einer Scheidung 20000 DM brauchte, um ihr Haus halten zu können. Eine Bekannte (die auch nicht auf Rosen gebettet ist) hat es ihr "von alleine" in bar einfach vorbeigebracht mit dem Kommentar:"zahl es zurück, wenn Du kannst". Letzten Monat hat sie die letzte Rate bezahlt.
    Dummheit, wie sie im Buche steht. Und Dummenglück dazu.

    Oder sie hat zuviel Geld.

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Normalerweise lernt man nach dem ersten nicht zurückgezahlten Geld - wobei es hoffentlich um eine kleine, aber doch schmerzhafte Summe geht -, dass man Geld nicht verleiht. Nie und niemals!

    Wenn mal jemand sein Geld nicht dabei hat und 10 Euro für das Bier braucht, dann ist es ja ok, aber ebenso ist es ok, dass er beim nächsten mal das Geld zurück zu zahlen hat, ab dann wird er vollgenörgelt und mit der EC-Karte zur Bank geschleppt.

    Was größere Beträge anbelangt: Steck Dein Geld in einen Psychotherapeuten, dann lernst Du zum einen, Nein zu sagen, zum anderen, dass Du für Dich wichtiger bist als jemand anderes für Dich sein sollte. Das Geld, das Du dem Therapeuten gegeben hast, ist dann zwar auch weg, aber Du hast dafür die Fähigkeit gekauft, Dein restliches Geld zusammen zu halten.

    Wenn man aus irgendeinem Grund doch mal größere Summen an engste Freunde und Verwandte verleiht, dann immer nur schriftlich und gegen Sicherheit, beim Haus ist das z. B. ein Eintrag ins Grundbuch, so dass Du bei ausbleibender Rückzahlung so doch noch an Dein Geld kommst. Aber eigentlich gilt wie immer: Wenn Die Bank nichts leiht, dann hat das einen guten Grund; die sind schließlich Profis in dem Geschäft.

    Gute Gründe für Geld Verleihen (a la Stromrechnung, Essen) gibt es in unserem Sozialstaat eh nicht.

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Zitat Zitat von Opelius
    Hat denn Dein Freund tatsächlich seine Stromrechnung von Deinem geld bezahlt? Wenn ja, dann hast ihm immerhin ein Haufen Unannehmlichkeiten erspart.
    Wenn nicht, dann gute Nacht.
    Die Stromrechnung wurde tatsächlich bezahlt....und nur mal als Ergänzung...es war eine Mutter mit fast erwachsenem Kind, der vorher schon die Zwangsräumung drohte...der Gerichtstermin war anberaumt...ich bin im November mit ihr über Berlins Floh- und Kunstmärkte so lange, bis sie einen Job auf dem Weihnachtsmarkt hatte, mit der dann das Geld reinkam, das Verfahren auszusetzen....soviel zum Einsatz. Und ich habe seit der Bezahlung der Stromrechnung nichts mehr gehört.....deshalb bin ich ja Threaderöffner, da ich das alles kaum glauben kann.
    Um die Bekloppten brauchen wir uns nicht sorgen....die normalen sind das Problem!

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mactipp,


    Hattest Du denn den Eindruck, dass die Leute wieder auf die Füße gefallen sind und dann "üppig lebten", anstatt Dir zurückzuzahlen?

    Gruß, Leonie
    Das weiß ich leider nicht, mangels Kontakt
    Um die Bekloppten brauchen wir uns nicht sorgen....die normalen sind das Problem!

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Zitat Zitat von Mactipp
    .....deshalb bin ich ja Threaderöffner, da ich das alles kaum glauben kann.
    Dann gebe ich Dir noch eine meiner Weisheiten mit, die mein Englischlehrer formulierte:

    Fehler sind gut und lebensnotwendig. Man muss sie erkennen und darf sie nicht wiederholen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich möchte es mal versuchen, zu ergründen.

    Im schlimmsten Falle bist du dann noch die Blöde, wenn du dein Geld zurückhaben willst. Weil du ja genug hast davon und nun eigentlich nicht zu jammern brauchst, außerdem brauchst du es ja nicht. Obwohl mal Versprechen gegeben wurden.
    So halt unter Vertrauten, man weiß ja wieviel jemand ungefähr hat.
    Wenn jemand Geld leiht, hat er es über und signalisiert: Ich habe genug und mehr davon. Signalisiert wohlgemerkt, nicht wiklich wahr manchmal.
    Und wenn es einmal geht, gehts bei solchen Persönlichkeiten die gerne geben auch ein zweites Mal. Weil.. na du hast mir doch schon mal geholfen.

    Das hat viel mit Erziehung, Selbstbewußtsein, Schuldbewußtsein, Erwartunghaltung, Anerkennung, Lügen zu tun. Und Manipulation.
    So meine Erkenntnis.

    Konsequent nein sagen hilft.
    Oder wenn darüber gesprochen wird klar Stellung beziehen.
    Die Geister wird man nie los, sonst aber werden sie nie gesehen
    Dies hört sich sympathisch formuliert ja noch in gewisser Weise verständlich an. wer leihen kann hat mehr als Andere. Daraus zu schließen, es würde nicht gebraucht empfinde ich aber als Hohn. Es wurde durch Arbeit und Konsumverzicht erst möglich zu sparen. Sollte ich das Geld in meinem Leben nie brauchen...okay...dann könnte ich es verschenken.Nur wer meine Beiträge kennt, weiß, daß meiner Frau und mir sparen fürs alter wichtig ist.....und das ist bestimmt dann kein überschüssiges Geld, sondern gesparte Energie für später
    Um die Bekloppten brauchen wir uns nicht sorgen....die normalen sind das Problem!

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Wie heisst es so schön:"Bei Geld hört die Freundschaft auf"

    Dieses Sprichwort trifft leider häufig zu. Auch ich musste es kennenlernen...
    Hab vor einem Jahr einer damals wirklich sehr guten Freundin, die ich auch bereits 3 Jahre kannte und mit der ich ein prima Verhältnis hatte Geld geliehen. Es waren um die 1500 Euro. Sie steckte in Schwierigkeiten wegen einer Ausbildung und der Antrag bei den Behörden GEld zu erhalten war noch nicht mal bearbeitet und sie hatte wirklich nicht mehr viel.
    Sie tat mir wirklich sehr leid, vorallem da sie sich nichtmal traute ihre Eltern zu fragen, obwohl die viel Geld haben. Jedoch ist sie mit ihnen zerstritten.

    Sie versprach mir hoch und heilig dass ich das Geld zurückbekomme wenn es ihr besser geht. Ich glaubte ihr natürlich.
    Nach ca. 6 Monaten hatte die Gute dann einen festen Job, indem sie nach ihren eigenen Aussagen gut verdiente. Sie sagte mir sogar dass sie es mir bald zurückzahlen wird.
    Es vergingen ca 3 Monate und ich bekam noch immer nichts. Also sprach ich sie vorsichtig drauf an (wollte ja kein Streit riskieren). Daraufhin tat sie vergesslich und entschuldigte sich und versprach nochmal mir das Geld zu geben, aber sie könne im Moment nicht weil sie sich erstmal Neue Möbel gekauft hat.

    Gut, ich habs wieder akzeptiert und mir nichts dabei gedacht. Dann wieder 3 Monate später als ich noch immer nichts erhalten habe, sprach ich sie halt wieder darauf an und hab ihr dann eben ne Frist gesetzt die ich mit ihr schriftlich abmachen wollte. Doch das wollte Madame nicht unterschreiben, sagte mir dass sie sich von mir nicht Linken lasse und ich doch sowieso genug Geld hätte und gar nicht drauf angewiesen bin (das stimmt zwar, aber es geht doch ums Prinzip)
    Danach hatten wir nen grossen Krach und seither nicht mehr miteinander geredet, und aufs GEld warte ich heute noch....

    Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht ne geizige frau die auf so dingen rumreitet. Hätte sie mir Gründe gegeben warum sie es nicht zahlen kann hätt ich es sogar verstanden und wäre ihr wirklich sehr grosszügig entgegengekommen, hätte evtl sogar verzichtet und es ihr erlassen.
    Aber nein, Madame musste mich ja anlügen und dauernd vertrösten....Das ist das wo mich so gestört hat!

    Am besten du gibst kein Geld mehr

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Hallo Claudy,

    ich denke, das Problem an solchen Schulden ist, dass sie, wenn der Engpass vorbei ist, nur noch als lästig empfunden werden. Man hat jetzt wieder Geld, könnte sich schöne Dinge leisten, wenn da nicht... Ach was, soooo dringend ist das mit der Rückzahlung schon nicht, und überhaupt, Claudy hat das Geld vermutlich eh schon verschmerzt, sie konnte es ja auch problemlos hergeben... So oder ähnlich redet mans sich sein Weltbild dann zurecht, und irgendwann bist Du dann die Böse - das zeigt sich ja schon daran, dass Du Dich hier schon fast für Deine vollkommenn berechtigte Forderung entschuldigst.

    Ich muss zugeben, dass ich mich bei guten Freunden schwer täte, Geld nur gegen schriftliche Vereinbarung etc. zu verleihen. Es hat sowas Mißtrauisches. Andererseits passiert dann eben genau das, und ich würde mich tierisch ärgern. Daher lieber gar nicht leihen oder nur, wenn der Ausleiher von sich eine schriftliche Abmachung vorschlägt und gutheißt.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  9. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Tja, ich denke, dass Schlimmste daran ist nicht, das Geld nicht wiederzubekommen, sondern von „Freunden“ nach Strick und Faden verarscht zu werden.

    Und wie Quirin schon andeutete: Dinge wie Stromrechnung, Essen, etc. als offenbar alleinerziehenede Mutter mit noch nicht volljährigem Kind – ist dafür nicht das Sozialamt oder wasweissich zuständig?

    Sollte mich jemand wirklich einmal um Geld bitten, würde ich auch lieber direkt die fälligen Rechnungen bezahlen, als einfach € 1000 über den Tisch zu schieben.

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    AW: Geld verleihen/Erfahrungen

    Ich habe meinem Ex-Freund 4.000 Euro geliehen. Habe aber Gott sei Dank einen Darlehensvertrag gemacht. Die Beziehung ist vor einem halben Jahr in die Brücke gegangen, wir haben keinerlei Kontakt mehr.

    Ich bin Ende Februar zum Anwalt gegangen, jetzt läuft der Mahnbescheid, danach kommt der Vollstreckungsbescheid, dann habe ich wenigstens einen Titel. Auch wenn er im Moment nicht zahlen kann ( was ich mir gut vorstellen kann ), aber der Titel verjährt erst in 30 Jahren!!!! Ich bin guter Hoffnung das ich mein Geld irgendwann im Laufe der Jahre doch noch bekomme, vielleicht durch eine Lohnpfändung.

    Ich verleihe nie wieder Geld, das hat mir eine Lehre gegeben. Ich bin mehr als enttäuscht und hatte keinerlei Skrupel die Sache dem Anwalt zu übergeben, auch wenn mich das im Moment noch mal zusätzlich Geld kostet. Das ist mir ein vollstreckbarer Titel wert.

    Grundvoraussetzung für privates Geldverleihen ist ein Darlehensvertrag. Ohne den bekommt man keinen Cent zurück.

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