Ich schließe mich Helfer vollumfänglich an.
Ist übrigens Blödsinn mit dem Vater in die Elternteilzeit schicken.
Das hinkt vor allem dann, wenn z.B. eine Frau allein erziehend ist und keinen Partner hat.....
Wer wird dann geschickt ? ;-)
Nein - es ist schlicht so, dass in der Zeit wo man zu Hause ist - nichts an die Gläubiger abgeführt wird oder ggf. geringfügiger und später wieder alles nach der Tabelle läuft.
Liebe Grüße und alles Gute!
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Thema: Schwanger während PI
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27.03.2008, 04:45
AW: Schwanger während PI
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27.03.2008, 10:40Inaktiver User
AW: Schwanger während PI
Bleibt die Summe dann am Ende gleich oder ist sie durch die Elternzeit geringer? Und kann man sich vollumfänglich die Elternzeit nehmen ...
Zitat von Mel25
Wenn letzteres stimmt, sehen die Gläubiger ja noch weniger von ihrem Geld, denke ich.
Puh, wenn da Gläubiger dran sind, die aufgrund dieser PI in noch größere Schwierigkeiten kommen, hätte ich als werdende Mutter ein arges Problem mit meiner Mutterfreude.
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31.03.2008, 11:37
AW: Schwanger während PI
Deine Gläubiger dürften damit wohl deutlich mehr Bauchschmerzen haben. Die sehen NOCH weniger von ihrem Geld, das wissen sie schon bei Beginn der PI und kriegen dann noch gesagt, dass es wegen Schwangerschaft NOCHmal weniger wird, weil ... - oh ja, Freude ohne Grenzen.
Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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31.03.2008, 11:43Inaktiver User
AW: Schwanger während PI
Nun könnte man als Gläubiger ja hoffen, daß die junge Mutter nicht die Augen vor ihren Verpflichtungen verschließt und nicht in aller Seelenruhe den kompletten Erziehungsurlaub nimmt ...
Zitat von akademikerin
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31.03.2008, 12:02
AW: Schwanger während PI
Oder sie widersprechen der Restschuldbefreiung und führen eine gerichtliche Klärung der Frage herbei, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang ein Schuldner Elternzeit nehmen darf...
Zitat von Inaktiver User
Mandelblüte
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31.03.2008, 12:05Inaktiver User
AW: Schwanger während PI
Das ist ein Punkt, über den ich nachgedacht habe. Eigentlich wärs ja logisch, denn die Gläubigerin kann ihren Verpflichtungen, die sie unterschrieben hat, nun nicht mehr nachkommen.
Zitat von Mandelbluete
Oder, die 2. Möglichkeit - vom Vater wird ein fiktiver KU und EU gerechnet, der dann zur Tilgung der Schulden im Rahmen der PI verwendet wird.
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02.04.2008, 11:41
AW: Schwanger während PI
Mal unabhängig nun ob es Gläubigern gegenüber moralisch oder unmoralisch ist in der PI schwanger zu werden.
Es gibt genug Menschen in der PI welche keinen pfändbaren Betrag haben aufgrund geringen Verdienstes.
Deren Gläubiger sehen generell nichts.
Niemand geht mal eben aus Lust und Dollerei in die PI um Gelder zu prellen.
Das möchte ich doch gerne mal festgehalten haben.
Und ich kenne sogar einen Fall - nämlich meinen eigenen wo theoretisch Gelder da wären und der Insovlenzverwalter sich nicht ausreichend darum kümmert.
Und da denkt der Laie immer der IV kümmere sich in erster Linie um die Belange der Gläubiger.
In der Realität und Praxis ist immer vieles anders.
das nur mal BTW
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02.04.2008, 12:02
AW: Schwanger während PI
Nun... dem möchte ich jetzt mal widersprechen. Unsere ehemaligen Nachbarn sind durchaus "aus Jux und Dollerei" in die PI gegangen. Sie hatten nämlich keine Lust mehr, ihr Haus abzuzahlen. Sicherlich hatten sie auch Geldprobleme.. aber es hat immer noch gereicht, um die Raten zu zahlen. Wollten sie aber nicht mehr - und so haben beide PI angemeldet - und konnten es sich sogar noch leisten, zwei geleaste Autos zu behalten und ein größeres Haus zu mieten.
Zitat von Mel25
Bei den beiden würde ich durchaus behaupten, sie sind in die PI gegangen, um Gelder zu prellen. Sie haben festgestellt, dass sie ihr Haus vor ein paar Jahren zu teuer gekauft haben - dass die Ratenbedingungen im Gegensatz zu jetzt shitty sind - und dass der Gesetzgeber es ihnen relativ leicht macht, von den Schulden wegzukommen (nicht wertend gemeint - zumindest nicht in all den ernstgemeinten Fällen).Niemand ist perfekt, aber Kinder sind schon nahe dran
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02.04.2008, 13:08
AW: Schwanger während PI
Hallo Emma,
die Sachlage Deiner Nachbarn kann ich selbstverständlich nicht beurteilen.
Ich kann nur berichten, dass ich nachweisen musste nicht mehr in der Lage zu sein meine Verbindlichkeiten abzutragen.
Ich musste eine Tabelle meiner Einnahmen (Verdienst, Kindergeld usw.) und Ausgaben (Fixkosten, Raten Gläubiger etc.) darlegen und dann wurde meine Insolvenz eröffnet.
Ich denke nicht, dass so lange jemand ausreichend Einkommen zur Abtragung zur Verfügung hat, eine Insolvenz genehmigt wird.
Sprich es müssen faktisch Eröffnungsgründe vorliegen welche auch vom zuständigen AG geprüft werden - anhand der eingereichten Unterlagen (§17+18+19 Inso).
Ich kann nur für mich sprechen.
Anstelle mich 6 Jahre in der PI zu befinden hätte ich lieber "Lust gehabt" weiter zu bezahlen sofern ich es gekonnt hätte.
Denn es ist durchaus einfacher mtl. Raten abbuchen zu lassen als offiziell insovlent zu sein, finanziell degradiert und mit Vorurteilen bzgl. dieser Sachlage konfrontiert zu sein.
lieben Gruß
Mel
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02.04.2008, 18:36
AW: Schwanger während PI
Hallo,
rein aus Spass geht sicher niemand in die Insolvenz, aber nicht selten ist die Insolvenz gut vorbereitet (Insolvenzberatung durch den Anwalt ist oft ein bisschen mehr als das, was Herr Zwegat im Fernsehen macht):
Die Ehefrau meldet plötzlich ein Gewerbe im gleichen Geschäftszweig an und der insolvente Schuldner wird angestellt mit einem Lohn, der mehr oder weniger der Pfändungsfreigrenze entspricht, und kommt damit seiner Erwerbsobliegenheit nach. Die Gewinne aus der Selbständigkeit sind aber natürlich der Ehefrau zuzurechen. In bestimmten Branchen, wie z.B. am Bau, möchte ich sagen ist das fast die regelmäßige Konstruktion, wenn eine Frau das Gewerbe betreibt.
Alternativ (oder auch gleichzeitig) flüchten sich manche Schuldner in die Schwarzarbeit. Oder haben einen Minijob, den offiziell die Tochter ausübt.
Der Schuldner fährt mit einem schönen Auto durch die Gegend, das aber leider der Frau gehört, das gemietete Haus wird von den Gewinnen der Frau bezahlt...
Man kann bei der Insolvenz nicht rein schwarz- oder weissmalen: es gibt die Schlitzohren, die sich mit der Insolvenz gut arrangieren und "Lösungen" für die mit ihr verbundenen Unannehmlichkeiten finden, und es gibt die ganz ehrlichen Schuldner, die brav durch die Wohlverhaltensperiode gehen und sich wirklich für das finanzielle Desaster, das sie verursacht haben, schämen.
Mandelblüte


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