Zitat von Tildaa
Aus meiner Sicht würde ich schnellstmöglichst abbezahlen. Auch bei den gesparten Zinsen gibt es einen Zinses-Zins-Effekt - und der kann sich sehen lassen. Gerade in der Frühphase eines Darlehens sind Sondertilgungen geeignet, die insgesamt aufzuwendende Zinssumme nachhaltig zu reduzieren. Seit ich mir die eigenen Darlehensverläufe mal in Form von Excel-Tabellen dargestellt und Vergleichsberechnungen durchgeführt habe, fließt bei mir jeder Euro in die Sondertilgung. Eine bessere Rendite gibt es nirgendwo. Das rechnet sich sogar noch, wenn man die Schuldzinsen steuerlich absetzten kann.
Hinzu kommt, daß sich bei den derzeit niedrigen Zinsen nach den banküblichen Berechnungsmethoden niedrige Annuitäten ergeben, die zu entsprechend langen Laufzeiten führen.
Direkt vergleichbar sind die Zinssätze eines Darlehens und einer Geldanlage nicht, da man bei der Geldanlage wohl nur selten den Betrag in einer Summe anlegt, sondern anspart. D.h.: 4,5 Prozent Zinsen auf die volle Darlehenssumme sind absolut viel mehr, als 7 Prozent auf die ersten Raten eines Sparvertrages.
Wobei diese Zahlen völlig willkürlich gewählt sind.
Vele Grüße
moripeau
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03.03.2008, 15:46
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
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03.03.2008, 22:57
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
Ich war heute beim Finanzmakler:
KfW-kredit hat Laufzeit von 20 Jahren und 15 Jahre Zinsbindung.
Der "normale" sondertilgungsfähige Kredit hat 10 Jahre Zinsbindung, wobei zusätzlich die Tilgungsrate 2x bis maximal 10% erhöht werden kann.
Die Konditionen sind seit dem letzten Termin besser geworden
Zum einen, weil ich mit einem Familiendarlehen mein "Eigenkapital" aufstocken konnte, zum anderen, weil ich für das normale Darlehen jetzt nur 10 Jahre Zinsbindung nehme statt wie ursprünglich geplant 15 Jahre. Mein Arbeitsziel ist die Abzahlung der Wohnung in 10 Jahren
Die zur Zeit realistische Dauer liegt bei knapp 15 Jahren.
Falls ich jedes Jahr die volle Sondertilgung schaffe, hätte ich den "normalen" Kredit in 12 Jahren abgezahlt. Danach könnte ich die "abgezahlte" Rate sparen und nach Auslauf der Zinsbindung das KfW-Darlehen vollständig abzahlen, hätte die Wohnung also nach 15 Jahren abgezahlt.
Die ersten zwei Jahre werde ich Sondertilgungen aber nicht schaffen, falls ich nicht meine Rücklagen angreife, da ich noch den sehr günstigen "Familienkredit" bekommen habe, den ich allerdings in 2 Jahren abzahlen muß. Aber das ist schließlich auch eine Art von Sondertilgung.
So, jetzt muß ich schnell noch meine aktuellen Kontoauszüge zusammensuchen, damit ich diese morgen dem Finanzmakler für die Bank geben kann als Nachweis des vorhandenen Eigenkapitals.
Liebe Grüße
Tildaa
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13.03.2008, 13:18
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
"KfW-kredit hat Laufzeit von 20 Jahren und 15 Jahre Zinsbindung."
Und wofür ist er bekannt? Dafür, unwahrschienlich teuer zu sein. nach den 15 Jahren hast du bestimmt nur einen Mini-Teil abgezahlt. Ich würde mich nur auf eine Zinsbindung über gesammte Laufzeit einlassen. KfW würde ich NIE machen. Im ersten Jahr tilgt man nur Zinsen, im zweiten Jahr nur 1 % der Schulden.. da zahlt man soviele Zinsen, dass man die Immobilie nie wieder mit Gewinn verkaufen kann.
Du gehst persönlcih HIN zum Finanzmakler? Dann kann er nicht gut sein. NUR im Internet bekommst Du die besten Konditionen, genau deswegen, weil Du nirgendswo hingehen musst... Und kein Büro unterhalten werden muss...
Schon bei Dr. Klein einen Dahrlehnsanfrage gestellt? (wewewedrkleindee)
Die bieten immernoch bessere Konditionen als jeder Direkt-Finanzmakler mti Büro.. .. OHNE KfW.
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24.03.2008, 17:52
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
Also einen größeren "Mist" (entschuldigung) habe ich schon lange nicht mehr gehört als die Behauptung, daß KfW-Darlehen dafür bekannt seien, besonders teuer zu sein. Außerdem: Wenn die Laufzeit 20 Jahre bei 15 Jahren Zinsbindung beträgt (wie angegeben), ist nach 20 Jahren alles getilgt, sonst wäre die Laufzeit ja nicht 20 Jahre. Ein tilgungsfreies Jahr stimmt! Die Höhe der Tilgung nach diesem Jahr hängt davon ab, wie hoch eben die Gesamtlaufzeit gewünscht wird!! Daß man nur im Internet die besten Kondis bekommt, halte ich ebenfalls für ein Gerücht! Darüber hinaus sollte man gerade bei einem so sensiblen Thema wie einer ETW-Finanzierung mit mehreren Beratern sprechen und auch auf persönliche Kompetenz/Vertrauensbasis Wert legen. Was nützt es mir, wenn ich den billigsten Zins irgendwo im Netz bekomme und später wird mein Kredit ohne meine Zustimmung an Dritte weiterverkauft?
Zur Ursprungsfrage "ETW abzahlen oder Altersvorsorge": Ich finde es toll, wenn man eine Totalentschuldung in 15 Jahren schaffen kann und würde das dann auch machen. Im Alter mietfrei zu wohnen, ist (wie schon mehrfach geschrieben) auch eine Art der Altersvorsorge. Wenn Riestern nicht in Frage kommt, weil die Kriterien nicht erfüllt sind, kann man mit "normalen Sparplänen" später immer noch etwas zurücklegen.
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25.03.2008, 07:53Inaktiver User
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
Genau - das Abzahlen einer Eigentumswohnung IST doch Altersvorsorge pur
Wir machen es auch so und uns war wichtig, dass die Wohnung abbezahlt ist, wenn der erste von uns in den Ruhestand geht. Zum Glück schaffen wir es wohl einige Jahre früher und zahlen monatlich nicht mehr, als wir vorher an Kaltmiete zahlten. Und wir haben auch Mittel von der KfW;-)
LG fabiola
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29.03.2008, 20:53
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
Eine abbezahlte Immobilie ist schon auch eine Altersversorgung. Nur sollte man auch bedenken, dass man die nicht essen kann.
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08.05.2008, 17:08
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
hm, und wie hilfreich war nun dieser beitrag?
Zitat von oohjoo
wenn die immobilie bei renteneintritt abbezahlt ist, sollte man beim einkauf von lebensmitteln auch nicht auf dem schlauch stehen müssen.
fioI slipped into the embrace of my wraparound shades.
T.C.Boyle
Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
21Pilots
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09.05.2008, 17:23
AW: Eigentumswohnung abbezahlen oder Altersvorsorge ?
Ich habe zwei Freunde, die sich für den Einstieg eine Eigentumswohnung kaufen wollten. Beide haben sie in sehr jungen Jahren gekauft und sich für eine Dachgeschosswohnung entschieden. Sie hatten dann später, als sie sie verkaufen wollten, weil sie ein Haus kaufen wollten, große Probleme einen Käufer zu finden. Einer musste Verluste hinnehmen, die Andere hat zuletzt nicht verkauft.
Wenn du ohnehin dort wohnen bleiben willst, ist das für dich kein Argument. Dachgeschosswohnungen sind für junge Leute interessant, aber mit Kindern oder im Alter möchte man meist etwas anderes, deshalb sind sie nur schwer zu verkaufen, wenn das Haus keinen Fahrstuhl hat.
Wenn du nicht daran denkst, dich vielleicht irgendwann mal zu vergrößern, kommt es nur darauf an, ob dir die Wohnung gefällt.


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