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    Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Hallo zusammen,

    ich habe kein besseres Forum gefunden, in das meine Frage reinpasst, ich hoffe, hier kann mir jemand eine Antwort geben.

    Ich habe Mitte Dezember ein Schreiben vom Mahngericht bekommen, weil ich angeblich zwei Rechnungen nicht gezahlt habe. Hatte ich aber, anderthalb Monate, bevor der Antrag an das Gericht gestellt wurde. Also habe ich Widerspruch eingelegt und einen Beleg über die Zahlung der Rechnungen beigelegt. Und heute habe ich vom Mahngericht ein Schreiben bekommen, dass durch meinen Widerspruch die Voraussetzungen für eine Abgabe des Verfahrens gegeben seien und das Verfahren ans Zivilgericht xy abgegeben wurde.

    Was soll das denn jetzt? Ist das nur eine Formsache? Oder kommt da doch was auf mich zu? Und was mache ich jetzt am besten? Stillhalten oder mich mal mit der "Gegenseite" in Verbindung setzen? Ich verstehe das gerade nicht... Ich hab doch gezahlt, was wollen die denn von mir?

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Hallo,

    das gerichtliche Mahnverfahren ist ein formalisiertes Verfahren. Das Mahngericht kann mit Deinem Zahlungsbeleg nichts anfangen. Die schauen dort nur darauf, daß Widerspruch eingelegt wurde und geben dann an das eigentlich zuständlge Gericht ab.

    Der Gläubiger muß dann seinen Anspruch schriftlich begründen. Dazu wird er von dem zuständigen Gericht aufgefordert. Du bekommst diese Begründnung vom Gericht und hast anschließend die Gelegenheit, dem Gericht zu schreiben, daß Du bereits gezahlt hast (und wann). Das bekommt auch der Gläubiger zu lesen, der dann seinen Antrag zurücknimmt (sinnvollerweise). Tut er das nicht, kommt es zu einer mündlichen Verhandlung vor Gericht.

    Wichtig ist nur, daß Du den Zahlungsbeleg noch hast (immer nur Kopien herausgeben!) Dann kann Dir eigentlich nichts passieren.

    Du kannst aber natürlich auch mit dem Gläubiger direkt sprechen, der Zahlungseingang muß sich ja bei ihm auch finden.

    lg
    vivi

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Hallo Vivi,

    vielen lieben Dank, das beruhigt mich schon mal ein bisschen... Den Originalbeleg hab ich auf jeden Fall noch. Ich hatte damals auch nur einen Screenshot vom Onlinebanking in den Brief eingefügt.

    Ich rufe morgen mal bei der "Gegenseite" an, mal schauen, was die sagen...

    Danke nochmal und lieben Gruß,
    Bienchen

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Hallo Bienchen,

    wenn du bei Ihnen anrufst, dann lass dir aber wirklich nur ihr weiteres Vorhaben erläutern.

    Sollten sie am Telefon von dir noch irgendwelche Mahngebühren oder sonstigen Kosten verlangen, bitte darum, dass sie dir diese Aufstellung schriftlich zukommen lassen, damit du sie überprüfen kannst.

    Nicht, dass sie dir Kosten in Rechnung stellen, für die du nicht verantwortlich bist, weil du schon 1 1/2 Monate vor Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens bezahlt hattest.

    LG ascalin
    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Ich würde auch mal das Gespräch suchen, schließlich kann es ja auch sein, dass Du durch einen Zahlendreher auf ein falsches Konto überwiesen hast oder die empfangende Bank aus irgendeinem Grund das Geld nicht richtig gebucht hat oder die Mahnabteilung versehentlich eine Rechnung als unbezahlt betrachtet hat. Ev. wollen sie eine Kopie des Kontoauszuges, aus dem die Zahlung ersichtlich ist, so dass sie selber nachforschen können, wieso das Geld dann nicht bei ihnen angekommen ist.

    Ansonsten aber auf nichts einlassen, da Du ja bezahlt hast.

    Mein Tipp: Immer sofort danach ein Gesprächsprotokoll anfertigen und abheften.

  6. Inaktiver User

    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Viel wichtiger finde ich den Kontoauszug, such den mal raus und beware ihn auf oder lege dir ein Lesezeichen rein, wo er ist.
    Mit dem vielleicht mal zu den Firmen gehen, welche das alles beauftragt haben.

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Also, ich habe eben beim Prozessbevollmächtigten des Gläubigers angerufen, den Fall geschildert und gefragt, was daraus jetzt wird. Ich bekam zur Antwort, dass ich jetzt eigentlich verklagt werde. Aber ich solle mal meinen Widerspruch mit dem Zahlungsbeleg hinfaxen, wenn ich schon bezahlt habe, besteht zu einer Klage ja kein Grund und sie würde das mit dem Gläubiger mal versuchen zu klären. Es hat ellenlang gedauert, bis sie meinen Fall rausgesucht hatte und meinte dann, von diesem Gläubiger hätte sie über 500 Fälle offen... Und dann ist mir beim Warten, während sie gesucht hat, aufgefallen, dass der Geschäftsführer des Gläubigers und die Anwältin denselben Nachnamen haben... Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Ich habe alles hingefaxt und warte jetzt mal, was kommt...

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Zitat Zitat von Bienchen71
    Und dann ist mir beim Warten, während sie gesucht hat, aufgefallen, dass der Geschäftsführer des Gläubigers und die Anwältin denselben Nachnamen haben... Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Ich habe alles hingefaxt und warte jetzt mal, was kommt...
    Genau - entspannt zurücklehnen und abwarten, ob überhaupt noch was kommt.

    Ich hoffe nur, es war ein "normaler" Anruf und nicht noch mit erhöhten Gebühren?
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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Nee, war ein normaler Anruf...

    Habe gerade nochmal angerufen und nachgefragt, wie's ausschaut. Die Auskunft war, dass man beim Gläubiger angerufen habe und die Bestätigung bekommen habe, dass die Zahlung eingegangen sei (ach, warum fällt das erst jetzt auf? ) und für mich die Sache erledigt ist. Es kommt nichts mehr auf mich zu. Na, Gott sei Dank...

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    AW: Mahnverfahren - was mache ich jetzt?

    Hey, das ist doch prima! So hast du doch wenigstens den Kopf von dieser leidigen Angelegenheit frei.

    Wer weiß, was bei denen schief gelaufen ist - Fehler können überall mal vorkommen.

    LG und ein schönes Wochenende

    ascalin
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