Hallo
vielen dank für eure Antworten. Ich bin noch recht jung das stimmt, nur wenn ich jetzt die Mieten für Mietwohnungen vergleiche, komm ich mit einer Eigentumswohnung besser davon, da die Zinsen zurzeit günstig sind. Ich hab mir auch schon Wohnungen angeschaut, wo ich trotz Kredit und Hausgeld immer noch zum Teil unter der Miete von einigen Mietwohnungen lag. Von daher ist eine ETW gar nicht mal so schlecht;)Ich hab nur keine Ahnung(obwohl ich mich im Internet und bei Banken informiert hab)wo man günstige Kredite bekommen kann. Die Banken erzählen einen ja viel;) Weiss jemand was über die Degussa Bank?Die Mieten werden mit der Zeit immer mehr steigen, von daher geb ich meinem Vorredner recht, dass ich die Wohnung auch noch vermieten kann, wenn sich irgendwann mal was anderes ergeben sollte.
LG
Antworten
Ergebnis 11 bis 16 von 16
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08.02.2008, 15:00
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
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08.02.2008, 15:05
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
Verfall mal lieber nicht in die MIlchmädchenrechnung, dass Kaufen billiger ist als Miete. Die ZINSEN des Kredits kriegst du bei einem Wiederverkauf nicht mehr wieder. Und nicht zu vergessen: bei einer ETW hängst du komplett mit drin, v.a. finanziell, wenn die Eigentümerversammlung kostenintensive Projekte beschliesst.
Bleib noch ein bisschen zur Miete wohnen, spar was an für deine Altersvorsorge PLUS einer Rücklage von mindesten 10% des Kaufpreises für spätere Instandhaltungen und dann sieh, was dir gefällt.
Eine Wohnung von 60.000 Euro ... wo wäre die? Welches Baujahr? Welche Lage? Welche Ausstattung?
Recherchier noch ein bisschen auch hier bei Bri zu diesem Thema ... ich mag nicht immer alles wiederholen, dazu ist das Gesamtthema zu komplex ;)
Gruß
Ak.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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08.02.2008, 16:32
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
Boh, Akademikerin, super Beitrag.
Wenn die anderen Eigentümer pleite sind und nicht mehr zahlen können, werden die anderen, die meinetwegen in Lohn und Brot stehen, zur Kasse gebeten. Für meine Begriffe ist eine ETW nicht wirklich Eigentum.Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.
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08.02.2008, 16:34
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
Doch, ist sie. Wenn man auch eine vernünftige Verwaltung hat, gute MIteigentümer, denen was an ihrem Eigentum liegt und auch langfristige Planungen existieren, die eben genau vermeiden, dass es plötzlich teuer wird.
Beispiel: Heizung - die fällt nicht einfach auseinander. Da WEISS man als Verwaltung, dass nach 15-20 Jahren eine neue fällig wird. Also kann man das planen. Beispiel: Dach - das kommt nicht einfach runter, das hat eine Lebenserwartung von, sagen wir mal, 40 Jahren. Wenn man erst im Jahr 35 anfängt, sich drum zu kümmmern, DANN wird es teuer. Tut man es im 5, dann ist es nicht viel.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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08.02.2008, 19:42
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
Was du schilderst ist der Idealfall.
Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.
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15.02.2008, 11:21
AW: Eigentumswohnunug kaufen. Wo finanzieren?
Hallo Akademikerin :)
ich stimme mit Dir überein: Thematik sehr komplex. Machen wir`s kurz:
Sollte unsere Kaufinteressentin vielleicht ein Sachbuch lesen? Gibt`s bei Amazon genug, z.B. Becks Berater zum Wohnungseigentum...
Bzgl. Kreditvermittler:
Jede Finanzierung ein Einzelfall.
Wenn die Sparda diesen Kredit anbietet mit 3,36 dann frage ich: Effektiv? Andere Nebenkosten? Sondertiltungen möglich? Fest über die gesamte Laufzeit? Restschuld? Ist dieses Angebot schon gebunden an das Objekt gebunden und an Deine Lage oder nur deren Anzeige im Internet? Das wirst Du sicherlich alles verneinen. Aktuelle beste Konditionen sind ca 4.6 eff. Darunter kann keine Bank einen Kredit anbieten sonst wäre er ja fast umsonst :)
Ich rate eindeutig:
Kaufpreis
+ Nebenkosten(Notar etc)
+ Sanierung
+ Finanzierungskosten über gesamte Laufzeit bis Restschuld=0
+ Inflation
+Instandssetzungsrücklage
+ erhofften Gewinn =
WIEDERVERKAUFSPREIS
Kann man diesen viel höher liegenden Preis heute nicht erzielen?
Sind in der zeitung keine anderen Wohnungen die zu diesem Preis, der ungefähr 50% höher sein sollte? -> Finger weg.
Sprich: Geschickte Auswahl des Kaufobjektes dauert mindestens 1,5 Jahre und sollte "roh" eingekauft werden als sei man ein Bauträger.
Dann rechnet sich das auch :)
So rechnet jedoch die Familie mit Reihenhaus in der Walachei leider nicht, deswegen führt dies zu solchen Artikeln wie in der Zeit: http://www.zeit.de/online/2006/39/Lebenslagen?page=3
Auszug:
Auf Sand gebaut
Die eigenen vier Wände sind der Deutschen liebste Altersvorsorge. Ein teurer Irrtum. Thomas Luther erklärt, warum Mieter oft im Vorteil sind.
Wenn Sie demnächst auf eine Party eingeladen sind, auf der keine rechte Stimmung aufkommen will, dann sorgen Sie doch selbst mal etwas für Belebung. [...]
Ich garantiere Ihnen, dass binnen Minuten die Atmosphäre derart hochkocht, dass die Fete jedem Teilnehmer für Jahre in Erinnerung bleibt. Die Chance dafür steigt ganz beträchtlich, wenn der Gastgeber in einer dieser typischen Einfamilienhaussiedlungen im Grünen wohnt und er viele Nachbarn eingeladen hat.
[..] Tatsache ist, dass es kaum ein Thema im Bereich Geld gibt, das so stark polarisiert.
(Wahrscheinlich reden wir deswegen im Forum so sehr darüber? )
Die eigenen vier Wände sind der Deutschen liebstes und gleichzeitig ehrgeizigstes Vermögensziel. [..]
In Wirklichkeit ist aber die Gefahr groß, dass man mit dem Kauf einer Immobilie in Sachen Altersvorsorge mehr falsch als richtig macht und seinen Lebensabend auf Sand baut – viel größer jedenfalls, als die meisten ahnen.
Das erste und beliebteste Argument, [..] lautet: Die Miete ist verloren, damit mache ich nur den Eigentümer reich, meine Immobilie dagegen gehört nach zwanzig oder dreißig Jahren mir.
Das ist natürlich richtig. Aber viele Eigenheimbesitzer blenden aus, dass sie statt des Vermieters eben ihre Bank reich machen. Was nämlich in 20 oder 25 Jahren an Kreditzinsen fällig wird, summiert sich, je nach Zinssatz, mitunter auf deutlich mehr als den eigentlichen Kaufpreis – ein Reizthema, auf das man Bauherren besser nicht anspricht.
[..]
Wirklich stichhaltig ist nur der Einwand, dass es durchaus eine sehr lukrative Sache sein kann, mit viel Fremdkapital eine Immobilie zu erwerben – aber nur, wenn sie nach 20 oder 30 Jahren mit hohem Gewinn verkauft werden kann. Die Rendite auf das tatsächlich eingesetzte Eigenkapital kann ganz enorm sein.
(Deswegen würde ich auch hier im speziellen fall sagen, wenn die Auswahl des Objektes sehr gut ist, dann ist es sehr gut, mit so wenig Eigenkapital eine Wohnung zu kaufen. Nur muss dann der Kredit sehr gut ausgehandelt werden. Denn eigentlich sind die Kredite mit 0% Eigenkapital die teuersten. - Obwohl die Einkäufe der Wohnung am lukrativsten sein können :)
Doch ob sich in Deutschland auf Dauer hohe Preise mit Immobilien erzielen lassen, ist fraglich. Denn statt eine Eigentumswohnung in einer einigermaßen chancenreichen Innenstadtlage von, sagen wir, München oder Hamburg zu kaufen, bevorzugen die meisten Bauherren schon seit Jahren das Reihen- oder Einfamilienhaus im Grünen. Doch genau diese Wohnform wird Studien etwa der Deutschen Bank oder des Instituts für Innovatives Bauen zufolge zu einem kaum verkäuflichen Ladenhüter werden. Der Grund: Der demografische Wandel führt zu immer mehr Verstädterung, während es sich nach dem Wegfall der Eigenheimzulage, der Kürzung der Pendlerpauschale und den hohen Benzinpreisen viele Immobilieninteressenten ganz einfach nicht mehr leisten können, ins Grüne zu ziehen.
Die Nachfrage nach Objekten außerhalb der Stadt wird also drastisch sinken, die Preise ebenso. Das ist übrigens schon seit geraumer Zeit zu beobachten, wie Zahlen der Bundesbank und der Maklerverbände zeigen.
Wer aber bis zur Rente vor den Toren der Stadt wohnt, überlässt nicht selten seinen Kindern ein schweres Erbe – oder schlimmer: gar keins. Denn wenn der Nachwuchs mit dem Ende der Ausbildung aus dem Haus ist, merken die Eltern mit den Jahren mehr und mehr, dass ihnen ihre Behausung zur Last wird, die sie kaum noch stemmen können. Zudem vergessen viele Eigenheimbesitzer, dass ihr bescheidenes Heim auch einer regelmäßigen Pflege und Instandhaltung bedarf. Irgendwann werden beispielsweise eine neue Heizung und ein neues Dach fällig. Das muss sich auch im Rentenalter finanzieren lassen; die laufende Bildung von Rücklagen ist also Pflicht.
Bedrohlich ist auch die von Experten aufgrund der Verstädterung prognostizierte Vergreisung und Verödung der Vororte und der Stadtrandgebiete. Dieser Trend hat für die Immobilienbesitzer dort gravierenden Folgen. Zum Beispiel werden die Einzelkosten für die kommunale Infrastruktur, etwa die Entwässerung, explodieren. [..]
Fazit: Heutige Vorsorgesparer im Alter von 30 bis 40 Jahren sollten den Kauf einer Eigentumswohnung oder den Bau eines Eigenheims eher als Luxus betrachten, nicht aber als eine gute Altersvorsorge – es sei denn, sie halten sie an die drei goldenen Regeln jedes Immobilieninvestments: Lage, Lage, Lage."
Und damit sind wir wieder bei der Ausgangsdiskussion angekommen: LAGE. Vielleicht ist die Diskussion doch gar nicht so kompliziert wie wir zu Anfang gesagt haben :-)
Sylvie


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