Hallo,
ich denke zur Zeit über einen Immobilienerwerb und somit über die Aufnahme eines Darlehens nach.
Ich möchte möglichst viel Eigenkapital einbringen, da die Zinsen bei einem Darlehen ja nicht ohne sind.
Zählt als Eigenkapital nur das Geld, dass ich jetzt "bar" auf meinem Sparbuch habe, worüber ich also sofort verfügen könnte oder wird beim Eigenkapital auch Festgeld, Aktienfonds oder Bausparverträge eingerechnet, über die man erst zu Zeitpunkt X verfügen kann?
Grüße
Lottilein
Antworten
Ergebnis 1 bis 4 von 4
-
03.01.2008, 10:58
Darlehen aufnehmen - Eigenkapital
-
03.01.2008, 11:19
AW: Darlehen aufnehmen - Eigenkapital
Das eine sind liquide Mittel, die anderen sind gebunden, für die Kreditbewilligung zählen die aber als Eigenkapital.
Zitat von lottilein
Gelder, die erst an einem bestimmten Zeitraum zugänglich werden, können durchaus in der Kreditplanung berücksichtigt werden. Wenn absehbar ist, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt Mittel freiwerden, lässt sich das über eine Sondertilgungsklausel wunderbar in Kreditverträge einarbeiten.
Andererseits lohnt sich aber auch ein prüfender Blick auf deinen Aktienfonds. Wenn der gut läuft, könnte es sinnvoller sein, ihn unangetastet zu lassen und lieber die niedrigeren Kreditzinsen zu zahlen."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
-
03.01.2008, 13:58
AW: Darlehen aufnehmen - Eigenkapital
Vorsicht!
Zitat von Nocturna
Das sind genau die Art Spielchen, die in die Zwangsversteigerung führen können. Der Kurs von Aktien (direkt oder über den Gesamtmarkt) ist nur schwer vorauszusagen, insofern sollte man sie besser nicht als Eigenkapitalersatz/Sicherung (für hohe Kreditfinanzierungsanteile >60%) verwenden, denn das bedeutet i. d. R., dass die Aktien beliehen werden. Sinken sie in den Keller (siehe DAX ca. 2003/2003), dann ist die Sicherheit und damit der Kredit futsch.
Überlegenswert ist der Tipp dann, wenn man nicht vom Wert des Aktienpaketes abhängig ist, die Sicherheit also das Haus selber ist, z. B. dann, wenn man schon 40% Eigenkapital hat und sich fragt, ob man den Fond lieber in weitere Eigenkapitalanteile umwandelt (verkauft) oder doch lieber 60% Kredit aufnimmt. Natürlich nur dann, wenn man eine höhere Rendite als den Kreditzins erwartet.
-
04.01.2008, 20:50
AW: Darlehen aufnehmen - Eigenkapital
Hallo Lottilein,
als Eigenkapital zählen nur die Gelder oder Grundstücke, die direkt in die Finanzierung einfließen.
Alles andere kann man als Zusatzsicherheiten, oder als spätere Sonderzahlung einfließen lassen.
Zusatzsicherheiten bewirken einen geringeren Beleihungsauslauf und somit auch günstigere Zinsen.
Wenn die Sonderzahlung in einem nicht allzulangen Zeitraum erfolgt, gibt es Banken, die auch solche Beträge nicht in den Beleihungsauslauf einrechnen und somit die günstigeren Zinsen gewähren. Der Zeitraum bis zur Auszahlung der Gelder, kann man mit einer Zwischenfinanzierung überbrücken. Diese sind jedoch meistens teurer als ein normales Anuitätendarlehen.
Beste Grüße


Zitieren
