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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Bobbie
    Beispiele für Zuschüsse:
    - Einschulungskosten
    - Schulausflüge
    - Strom- und Heizkostennachzahlungen
    - Zahnersatz
    - gerechtfertigte Umzugskosten
    - Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs
    usw.

    Solche Stiftungen gibt es GsD mehr als der Allgemeinheit bekannt ist. Dies sollte aber gerade Mitarbeitern, die mit diesem ärmeren Personenkreis zu tun haben, wohlbekannt sein.

    LG Bobbie
    Hallo Coralee, Du hast mich falsch verstanden. Die o. g. Zuschüsse sind "Stiftungszuschüsse", keine "ALG2- Zuschüsse".

    LG Bobbie

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Ne, das hab ich schon verstanden, vermutlich hab ich mich mal wieder wuschig ausgedrückt

    Ich meinte, das mir solche Stiftungen hier in NRW nicht bekannt sind. Ich werde mich aber mal informieren, ich bin immer froh, wenn ich wirklich Bedürftigen ein paar gute Tipps geben kann

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Karla48
    Ist es nicht völlig normal, dass wer arbeiten kann, auch arbeitet? Heutzutage wird man schon gelobt und gepriesen, nur weil man für seinen Lebensunterhalt nicht andere arbeiten läßt (und das ist ja Hartz IV).
    sorry, aber ich hab hier anscheinend alleine voll die schmarotzer in meiner nähe und es regt mich richtig auf. es ist eben nicht normal, das wer arbeiten kann auch arbeiten geht!

    Zitat Zitat von Karla48
    Was ist das für eine Unsitte, die ich vielerorts höre und lese, das eigene Einkommen mit dem von Sozialhilfe-Empfängern zu vergleichen? Sowas ist doch überhaupt nicht sinnvoll. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen.

    Ich arbeite, ich erziele ein Einkommen, fertig.
    Wenn das nicht reicht, muss ich mich weiterbilden, um weiter zu kommen. Das kann eigentlich jeder. Zweiter Bildungsweg, Abendschule, usw. usf. Das sind aber Belastungen und Einschränkungen, die sich nicht so viele Leute auferlegen möchten.

    Ich kann ja auch nicht sagen "das ist aber sehr ungerecht, dass ein Profi-Fußballer einen höheren Stundensatz verdient als ich". Das ist nicht ungerecht, das ist einfach nur so. Vergleiche strebe ich zu Menschen mit vergleichbarer Ausbildung usw. an.

    Neid, insbesondere Sozialneid ist eine Unsitte geworden.
    Wenn es die betrifft, die ganz normal vor sich hin leben.
    Selbstverständlich finde ich Abzocker und Sozialbetrüger nicht gut, aber das ist ein anderes Kapitel.
    sorry, da muss ich dir widersprechen, es ist kein äpfel und birnen vergleich.
    natürlich schau ich, wer verdient was mit besserer oder gleicher ausbildung, aber hallo: kann es sein, dass jemand, der - wie bobbie es erwähnte - den ganzen tag nur rumgammeln kann mehr zur verfügung hat, als leute, die hart arbeiten gehen?
    es gibt berufe, da kann man sich nicht viel weiterbilden, man hat bereits den höchsten stand in seinem beruf erreicht, man könnte sehen, dass man in eine andere firma kommt, aber das klappt auch nicht immer. eine führungsposition liegt ja auch nicht jedem, also glaube ich, braucht man darüber nicht zu diskutieren.
    und gerade dann finde ich es wirklich beneidenswert, dass die leute nicht das handtuch schmeißen, sondern weiter arbeiten. das ist nämlich heutzutage alles andere als normal!

    mfg
    eun
    solange es mir gleichmäßig schlecht geht, bin ich zufrieden..

  4. Inaktiver User

    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Eun
    es gibt berufe, da kann man sich nicht viel weiterbilden, man hat bereits den höchsten stand in seinem beruf erreicht, man könnte sehen, dass man in eine andere firma kommt, aber das klappt auch nicht immer. eine führungsposition liegt ja auch nicht jedem, also glaube ich, braucht man darüber nicht zu diskutieren.
    Sicher eine Utopie, aber was würde passieren, wenn sich jeder um eine Führungsposition bemüht, zum Akademiker ausbilden lässt, etc. .... Wer macht dann die "niederen" Tätigkeiten, denn auch oder gerade diese sind für die Gesellschaft wichtig. Nicht alles kann von Maschinen und Computern erledigt werden. Und ich denke, auch diese Menschen haben ein Recht darauf, von dem Geld, was sie für ihre Arbeit bekommen (sie arbeiten oft auch sehr schwer, nur eben nicht unbedingt mit dem Kopf), anständig leben zu können. Bevor hier wieder Diskussionen aufkommen: Ich bin nicht der Meinung, dass der Müllmann das gleiche Einkommen haben sollte wie der Akademiker. Aber ein menschenwürdiges Dasein mit finanziellen Möglichkeiten, die über Wohnen, Essen, Trinken und Billig-Kleidung hinausgehen, wie Kultur und Bildung, sollten auch für solche Menschen drin sein.

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sicher eine Utopie, aber was würde passieren, wenn sich jeder um eine Führungsposition bemüht, zum Akademiker ausbilden lässt, etc. .... Wer macht dann die "niederen" Tätigkeiten, denn auch oder gerade diese sind für die Gesellschaft wichtig. Nicht alles kann von Maschinen und Computern erledigt werden. Und ich denke, auch diese Menschen haben ein Recht darauf, von dem Geld, was sie für ihre Arbeit bekommen (sie arbeiten oft auch sehr schwer, nur eben nicht unbedingt mit dem Kopf), anständig leben zu können. Bevor hier wieder Diskussionen aufkommen: Ich bin nicht der Meinung, dass der Müllmann das gleiche Einkommen haben sollte wie der Akademiker. Aber ein menschenwürdiges Dasein mit finanziellen Möglichkeiten, die über Wohnen, Essen, Trinken und Billig-Kleidung hinausgehen, wie Kultur und Bildung, sollten auch für solche Menschen drin sein.
    danke für die zusammenfassung, das habe ich eigentlich ausdrücken wollen

    mfg
    eun
    solange es mir gleichmäßig schlecht geht, bin ich zufrieden..

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Ich kann dem Statement von Cinderella und Eun nur zustimmen.

    Doch leider ist es nunmal so, dass die meisten AG (Arbeitgeber) nicht in der Lage sind ihren AN mehr zu bezahlen. Wohlgemerkt ich rede hier nicht von Großfirmen wie Müller Milch etc., sondern von klein- und mittelständischen Unternehmen.

    Mein Mann hat eine Handwerksfirma mit ca. 50 Beschäftigten. Alleine ein normaler Geselle kostet mit allen NKs im Monat 4.000,-- Hier verdient sein Mitarbeiter ca. 1.400,-- netto. Das ist doch der Hammer!!! Der AG bezahlt 4.000,-- für diesen Mann und der wird abgespeist mit 1.400,--. Hier muss der Staat deutlich mit seinen NK runter und "Pflilchtmitgliedschaften", z. B. bei der Urlaubskasse (die kassieren 18,5% des Bruttolohnes) und der BauBG gehören abgeschafft. Dann kann ein Arbeiter ca. 600,-- mehr in seiner Lohntüte haben!! Fakt!!

    Was mich am meisten ankotzt, sind eben die Sozialschmarozer, die noch nie oder nur einige Jahre gearbeitet haben (und das mit 50!) und es sich auf unser aller Kosten recht gut gehen lassen. Meine Forderung hier wäre gemeinnützige Arbeit, die diese "Nassauer" für einige Std. täglich abzuleisten hätten! Ein Gehalt (von der Allgemeinheit) bekommen sie ja.

    LG Bobbie

  7. Inaktiver User

    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Eun
    ich finde das nicht viel für 4 personen und "alleinverdiener für die familie" mit so einem verdienst, bekommen wirklich meist einen zuschuss, wenn in form von wohngeld etc.
    Du findest 2400 Euro + 462 Euro Kindergeld NICHT viel? Das sind knapp 2900 Euro (umgerechnet fast 5800 DM)...da muss ne alte Frau lange für stricken...und mit 4 Personen sollte man damit zumindest ANSATZWEISE auskommen.

    Zuschüsse gibt's bei dem Einkommen garantiert nicht...das wäre ja auch noch schöner (ohne irgendjemandem was neiden zu wollen).

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du findest 2400 Euro + 462 Euro Kindergeld NICHT viel? Das sind knapp 2900 Euro (umgerechnet fast 5800 DM)...da muss ne alte Frau lange für stricken...und mit 4 Personen sollte man damit zumindest ANSATZWEISE auskommen.

    Zuschüsse gibt's bei dem Einkommen garantiert nicht...das wäre ja auch noch schöner (ohne irgendjemandem was neiden zu wollen).
    stimmt, ich finde das nicht viel.
    es ist ausreichend, aber nicht viel; denn schließlich reden wir hier von 3 erwachsenen und einem kind.
    wenn man nach den sätzen geht, die einem so zum leben bleiben müssen in höhe von 920 euro -ohne miete versteht sich- (das weiß ich, weil ich etwas "unterhalt" für meinen mann abgezogen bekomme, wegen bafög) und das mal 3 nimmt, dann sind das ja schon fast 2900 euro.
    man hat laufende kosten (lebensmittel, benzin oder zuktickets, schulbücher, strom, wasser, heizung, telefon, gez, drogerieartikel, reparaturen an haushaltsgeräten und und und) da sind ist kein urlaub drin oder sonstige freizeitaktivitäten.

    ich würde mit dem geld hinkommen, mein mann und ich haben zu zweit auch nicht sehr viel, wir passen uns eben an.
    aber ich kann meinen "lebensstil" niemanden aufzwingen und kinder sollen kinder sein dürfen; da kann man auch nicht pauschal sagen, die sollen ab 18 arbeiten gehen; die sollen einen guten abschluss machen, das haben die dann mal ihr ganzes leben.

    letztendlich muss ey jeder sehen wo er bleibt, aber man kann nunmal nicht von sich auf andere schließen, wenn man die näheren umstände nicht kennt.

    mfg
    eun
    solange es mir gleichmäßig schlecht geht, bin ich zufrieden..

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Wie kommst Du auf 920 Euro ohne Miete pro Person? Die Lebenshaltungskosten pro Person inkl. einem kleinen Kulturanteil ohne Miete bewegen sich auf Hartz-4-Niveau. So ist Hartz-4 berechnet.

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    AW: Gibt es eigentlich noch Sozialhilfe?

    Zitat Zitat von Eun
    stimmt, ich finde das nicht viel.
    es ist ausreichend, aber nicht viel; denn schließlich reden wir hier von 3 erwachsenen und einem kind.
    wenn man nach den sätzen geht, die einem so zum leben bleiben müssen in höhe von 920 euro -ohne miete versteht sich- (das weiß ich, weil ich etwas "unterhalt" für meinen mann abgezogen bekomme, wegen bafög) und das mal 3 nimmt, dann sind das ja schon fast 2900 euro.
    man hat laufende kosten (lebensmittel, benzin oder zuktickets, schulbücher, strom, wasser, heizung, telefon, gez, drogerieartikel, reparaturen an haushaltsgeräten und und und) da sind ist kein urlaub drin oder sonstige freizeitaktivitäten.

    ich würde mit dem geld hinkommen, mein mann und ich haben zu zweit auch nicht sehr viel, wir passen uns eben an.
    aber ich kann meinen "lebensstil" niemanden aufzwingen und kinder sollen kinder sein dürfen; da kann man auch nicht pauschal sagen, die sollen ab 18 arbeiten gehen; die sollen einen guten abschluss machen, das haben die dann mal ihr ganzes leben.

    letztendlich muss ey jeder sehen wo er bleibt, aber man kann nunmal nicht von sich auf andere schließen, wenn man die näheren umstände nicht kennt.

    mfg
    eun
    Es gibt viele, die im Schichtdienst arbeiten und nicht annähernd dieses hohe Gehalt bekommen und das noch für 6 h täglich. Viele Ehepaare, die voll arbeiten, bekommen noch nicht mal zusammen dieses Entgelt. Deswegen mal bitte schön auf dem Teppich bleiben, mit Zuschüssen ist hier da nix. Diese sind gedacht, um Menschen, die trotz Arbeit unter dem existenziellen Niveau liegen, zu helfen. Meine Freundin arbeítet z.B. als Fleischereifachverkäuferin für monatlich 730 Euro netto und DAS DEN GANZEN TAG. Deswegen bekommt sie noch 150 Euro Zuschuss vom Amt (ALG II). Übrigens "Sozialhilfe" gibt es nur für den NICHT ERWERBESFÄHIGEN HILFEBDÜRFTIGEN", wie Kranken usw. Die Sätze sind gegenüber von früher sehr gekürzt worden....

    Glaub mir eins Tigresse, wenn du mit deinem Lohn oder Gehalt auf dem Amt aufgekreuzt wärest und hättest noch einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt gestellt, die hätten sich gefragt, ob du noch ganz normal bist (sei bitte nicht böse). Selbst eine höher gestellte Bearbeiterin dort verdient nicht annähernd dieses Geld.
    Man kann im Leben solche hohen Ansprüche haben, so das man auch nicht mit 5000 € auskommt.
    Eine kalte Hundeschnauze ist 10 mal mehr wert, als ein kaltschnäuziger Mensch.

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