Mein Freund (wir leben nicht zusammen, beruflich bedingt) steckt seit 5 Mon in der PI. Er war selbständiger Subunternehmer, Arbeitgeber ging Pleite.Nach Pfändung durch PI verbleibt ihm nun nicht genug Geld zum Leben.Derzeitige Arbeitsstelle 36 km entfernt,tägl. Fahrtstrecke 72 km.Die hohen Fahrtkosten,Autoversicherung, Steuern wurden nicht mit berücksichtigt. Warmmiete incl Strom 540€. Umzug nicht finanzierbar, Kaution kann er nicht aufbringen, zudem Mieten am Arbeitsort teurer und derzeitiger Arbeitgeber wird Standort ca 2009 verlassen und ins Ausland wechseln, Verträge laufen dann aus. Wo kann er sich noch hinwenden, PI läuft schon? Kosten für Lebensmittel trage oft ich, bzw. betanke immer wieder das Auto, damit er zur Arbeit kommen kann, weil die anderen Fixkosten wie Miete, Arbeitsstrecke, Autoversicherung, Steuern etc den Restbehalt fast komplett auffressen. Er lebt äußerst sparsam, und wir wissen echt nicht mehr, wo er noch irgendwas aktuell einsparen kann, um alleine ohne "Zuschuss" von mir oder Familie über die Runden zu kommen (außer zum Jahresende Versicherungswechsel). Die Nerven liegen bei ihm blank. Auto muss in Reperatur, er braucht es um zur Arbeit zu kommen, offentliche Verkehrsmittel nicht möglich. Wem geht/ging es ähnlich, wer kann ihm ggf. weiterhelfen? Wo kann er sich hinwenden? DANKE!
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Ergebnis 1 bis 10 von 15
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10.05.2007, 21:15
Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
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11.05.2007, 06:29
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Wieviel Geld hat denn dein Freund monatlich zur Verfügung?
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11.05.2007, 06:30
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Kann er ein ZImmer untervermieten?
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13.05.2007, 12:17
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Er hat doch einen treuhänderischen Anwalt, der die Abwicklung der PI für das Gericht durchführt, nicht wahr?! Ich würde dort anrufen und nachfragen. Ein Bekannter von mir ist in einer ähnlichen Situation und wir haben dort gute Tipps bekommen, die aber sehr indviduell sind und nicht jeder Anwalt mitmacht.
Eine Möglichkeit könnte sein, mit seinem Arbeitgeber zu reden, ob dieser evtl. Fahrtkostenzuschüsse gibt.
Gäbe es für ihn evtl. die Möglichkeit, im jetzigen WOhnort eine Untermietung zu machen? Statt einer komplett eigenen Wohnung in eine WG umzuziehen? Oder selber einen Untermieter aufzunehmen? Ich nehme an, dein Freund liegt mit dem, was er übrig hat, im Rahmen der Pfändungsgrenzen, d.h. irgendwo bei 1000 Euro. Es hilft letztlich alles nichts. Seine Kosten müssen runter.
Sprecht mit dem Anwalt, ob mehr gepfändet werden würde, wenn er einen Freibetrag auf der Steuerkarte hätte wegen der Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte. Vielleicht könnt ihr darüber mehr übrig behalten.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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15.05.2007, 13:19
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Welche Alternative gibt es zu den enormen Kosten, die ein Auto verursacht?
36km - Mofa möglich? Fahrrad? Mitfahren, mit Personen, die die Stadt anfahren? In Supermärkten Zettel aufhängen, Mitfahrermöglichkeit gesucht? Wurde das schon mal probiert?
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15.05.2007, 15:18
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Kann er sich nicht einen Job in der Nähe suchen, so dass er auf das Auto verzichten kann? Ich finde ein Auto ist wirklich purer Luxus, wenn man schon sonst keine Kohle hat. Aber wenn nichts in der Nähe ist, verstehe ich es ja.
Liebe Grüsse
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21.05.2007, 17:04
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Ich habe hier noch links zu Mitfahrzentralen, ich hoffe, sie werden nicht gelöscht:
www.mitfahrerzentrale.de
www.mitfahrzentrale.de
www.mitfahrgelegenheit.de
www.hitchhikers.de
www.mfz.de
nur für weibl. Pendlerinnen: www.frauenfahrgemeinschaft.de
Grüße
M.
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22.05.2007, 10:41
Erhöhung des unprändbaren Betrages
Hallo,
§ 850 f Abs. 1 ZPO sieht vor, dass der Schuldner die Erhöhung des pfändungsfreien Betrages beantragen kann. Guckst Du hier http://bundesrecht.juris.de/zpo/__850f.html.
Ich würde mich mit allen Unterlagen auf den Weg zur Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts machen. Wenn das nicht klappt, kann Dein Freund immer noch einen Rechtsanwalt beauftragen.
Mandelblüte
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23.05.2007, 17:51
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
540 € Warmmiete fonde ich für eine Person viel (das hängt aber auch stark von der Region ab). Kann er in eine günstigere Wohnung / 1-Zi-Appartement umziehen?
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Typ3
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28.05.2007, 10:21
AW: Privatinsolvenz, Geld reicht nicht zum Leben
Wenn die Schulden z. B. sechsstellig sind, würde ich zuschauen, dass ich noch was vom Leben habe und mit dem Anwalt sprechen. Sind sie so hoch, dass ich sie vielleicht in 10 Jahren los bin, würde ich mir ein WG-Zimmer suchen und das Auto abschaffen.


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