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  1. Registriert seit
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Das klingt alles sehr entschlossen ("gepfefferter Brief", "keinerlei Diskussion" ) - aber wenn man genau hinschaut, ist das Einzige, was du bisher getan hast, ihm die bereits überfällige Rate bis zum 01.10. zu stunden, und das sogar schriftlich. Warum? Damit ist er nicht mehr im Verzug und du hast aktuell überhaupt nichts mehr in der Hand.

    Dein weiteres Vorgehen scheint mir auch recht unklar: Mal schreibst du, wenn zum 01.10. nicht gezahlt werde, könntest du nach dem Vertrag das gesamte Darlehen "gerichtlich eintreiben", mal schreibst du, dann hättest du erst das Recht, den Darlehensvertrag zu kündigen. Vielleicht solltest du dich da erstmal über den Inhalt eures Vertrags informieren (und hoffen, dass da keine Vereinbarung durch deine großzügige Stundung hinfällig geworden ist, denn z.B. ein Zahlungsverzug oder eine erhebliche Pflichtverletzung als Voraussetzung für eine außerordentliche Kündigung könnte durch eine Stundung entfallen sein).
    Geändert von stefanie63 (13.09.2018 um 21:07 Uhr)

  2. Avatar von Antje3
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Meine Mama ist auch so eine kleine – „ältere Dame, über 70, nur 1,50 m klein“…

    Die hat inzwischen auch gelernt – und steht ihre Frau, wenn es um ihre Anliegen geht. Die bleibt höflich, aber gibt so lange nicht nach, bis ihre Angelegenheit zu ihrer Zufriedenheit geregelt ist. Egal, ob es darum geht in einem Land (Rußland…) einen Zimmerwechsel durchsetzt (weil man sie und ihre Freundin ins letzte abgewohnte Zimmer verfrachtet hatte – mit denen kann mans ja machen – konnte man nicht…) oder eine Reklamation bearbeitet.

    Manchmal dauert es ein bißchen, bis das Gegenüber kapiert, daß sie sich wohl nicht „abbügeln“ lassen wird.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  3. Registriert seit
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Jeder macht im Leben diese Erfahrung, Mafalda. Wenn du das Geld nicht zurück bekommst, dann hast du damit eine der wertvollsten Waren gekauft, die man für Geld kaufen kann: Weisheit. Die Frage ist immer nur, wie hoch der Preis dafür ist.

    Ich fand es damals durchaus befriedigend, meinen Schuldner vor Gericht wiederzusehen, als gegen ihn wegen des Betruges verhandelt wurde, wegen dessen ich ihn bei der Polizei angezeigt hatte.

  4. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Das klingt alles sehr entschlossen ("gepfefferter Brief", "keinerlei Diskussion" ) - aber wenn man genau hinschaut, ist das Einzige, was du bisher getan hast, ihm die bereits überfällige Rate bis zum 01.10. zu stunden, und das sogar schriftlich. Warum? Damit ist er nicht mehr im Verzug und du hast aktuell überhaupt nichts mehr in der Hand.

    Dein weiteres Vorgehen scheint mir auch recht unklar: Mal schreibst du, wenn zum 01.10. nicht gezahlt werde, könntest du nach dem Vertrag das gesamte Darlehen "gerichtlich eintreiben", mal schreibst du, dann hättest du erst das Recht, den Darlehensvertrag zu kündigen. Vielleicht solltest du dich da erstmal über den Inhalt eures Vertrags informieren (und hoffen, dass da keine Vereinbarung durch deine großzügige Stundung hinfällig geworden ist, denn z.B. ein Zahlungsverzug oder eine erhebliche Pflichtverletzung als Voraussetzung für eine außerordentliche Kündigung könnte durch eine Stundung entfallen sein).


    Ich habe von Finanzdingen wenig Ahnung, aber mir scheint die Idee der Stundung bis zum 1.10. noch zu der Lesart zu gehören, der Bekannte sei prinzipiell willig, seine Schulden zu bezahlen und müsse nur auf einen neuen Gehaltseingang warten. Also basierend auf einer kooperativen Haltung des Schuldners.


    Da dieser ja aber zu erkennen gegeben hat, dass er keine Absicht hat zu zahlen, ist der Aufschub widersinnig.


    Ich lese dich so @Mafalda, daß du immer noch nicht kühl und konsequent dein Geld eintreiben möchtest. "Gepfefferte" Briefe klingen eher machtlos, "wenn du nicht .. dann passiert aber wirklich was Übles. .." .

    Lies euren Vertrag und frage deinen Juristen nach dem besten Vorgehen. Oder lass dich beraten. Bei höheren vierstelligen Beträgen könnte das sinnvoll sein zur Schadensbegrenzung.



    Oder auch nicht. Es ist ja dein Geld, vielleicht rechnest du eigentlich nicht wirklich damit, es wiederzusehen. Denn absehbar war die Chose schon.


  5. Registriert seit
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Zitat Zitat von Mafalda66 Beitrag anzeigen

    ich habe soeben nochmals einen gepfefferten Brief aufgesetzt und ihm geschrieben, dass ich die erste Doppelrate bis spätestens 1. Oktober erwarten und keinerlei Diskussionen über Fristerstreckung führen würde. Bis 1. Oktober kann ich nun nichts mehr tun und halte euch auf dem Laufenden.

    Mafalda
    Je nachdem was in dem aufgesetzten Vertrag steht und wie Du den o.g. Brief formuliert hast, würde ich unter Bezug auf den o.g. Brief noch einen hinterhersenden, in dem Du konkret ihm für die Rate September 2018 in Höhe von xx Euro Nachfrist setzt bis zum 01.10.2018 eingehend und in dem Fall, dass die Rate nicht nachgezahlt wird, den Vertrag als hinfällig betrachtest.

    Am 02.10.2018 schreibst Du dann die Kündigung und setzt eine letzte 3-Tage-Frist. Wenn dann nichts kommt oder nicht vollständig - Mahnbescheid. Das kann man auch selbst ausfüllen auf www.online-mahnantrag.de Das kostet Dich dann erstmal nur die Gerichtskosten. Lass das mit den Briefen nochmal von deinem Juristen-Freund angucken, damit der MB nicht für die Katz ist aus Formmängeln.

    Beide Briefe bitte nachweisfähig zustellen, damit er später nicht behaupten kann, er hätte sie nicht erhalten, also entweder mit einem Zeugen (der den Inhalt des Briefes kennt) in den Hausbriefkasten des Schuldners einwerfen und auf einer Briefkopie den Einwurf vom Zeugen mit Datum und Unterschrift bezeugen lassen - oder mit Einwurf-Einschreiben, nicht mit Einschreiben-Rückschein.

    Ich wünsche Dir viel Glück, sehe aber bei der Konstellation (Alter des Schuldners, andere Schulden, Lebensführung) ehrlich gesagt wenig Erfolg, dass Du Dein Geld wiedersehen wirst. Außer er zahlt freiwillig.


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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    geht das rechtlich? dann würde ich das vermutlich so handhaben.
    Klar geht das. Wenn sie die Bankverbindung kennt und einen Titel hat. Dann aber gleich parallel Gehalts- und Kontenpfändung in einen Beschluss. Das ist effektiver.

    Ich schrieb es gerade schon in meinem anderen Post. Ich glaube nicht, dass sie das Geld auf dem Titulierungs- und Pfändungsweg wiedersehen wird bei dieser Konstellation, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Der Mann ist 60 Jahre alt, kann nicht mit Geld umgehen, die Partnerin auch nicht. Er verdient zwar gut, hat aber Konsumkredite laufen, die möglicherweise auch nicht immer alle bedient werden und daher möglicherweise auch bereits tituliert sind und vollstreckt werden/wurden?!?

    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, er hat bereits Lohnpfändungen laufen, die bedient werden, möglicherweise auch Kontenpfändung bzw. deshalb bereits ein Pfändungsschutzkonto und deshalb auch nur begrenzt Geld zur Verfügung, trotz des vermeintlich guten Gehaltes.

    Das wird schwer und ggfls. zahlt die TE durch die Eintreibungsmaßnahmen ordentlich drauf bzw. kann sich bei der Gehaltspfändung hinten anstellen und lange warten, bis ihre Forderung bedient wird, je nach Höhe der möglicherweise vorliegen Vorpfändungen. Und dann hoffen, dass er noch so lange dort arbeitet, bis ihre Forderung dran ist.

    Ich würde dass auch in jedem Fall versuchen, dass kann man mit ein wenig Einarbeiten auch selbst hinbekommen mit der Titulierung und dem Pfänden, dann wird's auch nicht so teuer.


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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Ich fress nen Besen, wenn Dein Noch-Freund am 01.10. was zahlt. Allenfalls kommt von ihm ein Betrag kleiner als eine Rate. Ich wünsche es Dir natürlich nicht, nur mein Bauchgefühl sagt mir, der kann gar nicht zahlen, selbst wenn er wollte. Der Typ stopft immer wieder irgendwelche Löcher, sodass er gar kein Geld für Dich übrig hätte, selbst wenn er wollte.

    Bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Halte uns bitte auf dem Laufenden. Und lass Dich von ihm nicht nicht wieder abspeisen, sondern leite die notwendigen Schritte ein, wenn er nach dem 01.10. weiter in Verzug ist.


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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Mein Tipp wäre übrigens, in seine zukünftige Rente zu pfänden und zu hoffen, dass es da keine Vorpfändungen gibt. Wenn er schon 60 ist, ist es nicht mehr allzu lange hin. Du weißt ja, wo er arbeitet und vielleicht ob er evtl. Zusatzrenten (z. B. VBL im ÖD) zu erwarten hat. Die kann man dann zusammen pfänden lassen, weil eine Rente wahrscheinlich rein von der Höhe her unter dem Pfändungsfreibetrag liegt, aber zusammengerechnet liegen sie meist drüber.

    Gehalts- und Kontenpfändung sind aber natürlich derzeit auch zu empfehlen. Fährt er einen großen neuwertigen Schlitten oder nen Oldie, der ihm gehört und nicht der Bank oder der Frau? Überlege, welche Wertgegenstände er sein eigen nennt (Kunst oder vielleicht den 4.000 € Flatscreen z. B.).

  9. Avatar von Sandra71
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    AW: verliehenes Geld zurückfordern - wie weit gehen?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ich fand es damals durchaus befriedigend, meinen Schuldner vor Gericht wiederzusehen, als gegen ihn wegen des Betruges verhandelt wurde, wegen dessen ich ihn bei der Polizei angezeigt hatte.
    Betrugsanzeige käme hier ja ggf. auch in Frage.

    Wer sich Geld leiht, in dem Wissen, dass er es nicht zurückzahlen kann, begeht einen Betrug.

    Inwiefern das in diesem Fall gegeben ist, weiß ich ja nicht...aber wenn schon die erste Rate nicht gezahlt wird (gezahlt werden kann), liegt der Verdacht durchaus nahe.

    Und sollte der Schuldner in der Lage sein zu zahlen, könnte ihm mit einer Betrugsanzeige möglicherweise auf die Sprünge geholfen werden.

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