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  1. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Ich habe vor etlichen Zeiten Zwangsvollstreckung beruflich gemacht. Einiges hat sich geändert, die Basics sind geblieben.

    Inkassobüros können, wie Anwälte auch, Auskünfte bei Einwohnermeldeämtern und bei der Post einholen.
    Kostet Gebühren, die man als Gläubiger zahlen muss. Die Anfrage bei der Post war zu meinen Zeiten billiger, ausserdem war die Post damals in aller Regel besser informiert. Wer sich nicht ummeldet, stellt aber trotzdem schon mal einen Nachsendeantrag.

    Du kannst folgendes tun:

    Aufkleber auf den Briefkasten ( Nur Post für XY einwerfen)
    Wenn es nur ein Gläubiger ist, der nervt: Per Einschreiben anschreiben, evtl. Abmeldebescheinigung des Ex in Kopie beilegen. Ruhig energisch auftreten ( ehrlich gesagt: Die Aussage, Fritz Fridolin wohnt schon lange nicht mehr hier, haben uns getrennt...hab ich irgendwann auch nicht mehr geglaubt. Das ist nämlich DIE Standartlüge, um erstmal Ruhe zu haben). Die können Dir nix!

    Umgang mit Zustellungsurkunden wurde schon gesagt.

    Sollte tatsächlich mal ein Gerichtsvollzieher auftauchen und dich nicht antreffen, hinterlässt er dir eine Nachricht.
    Kontaktiere ihn, fertig.

    Aufbrechen von Wohnungstüren geht tatsächlich erst mit richterlichen Beschluss. Da sind dann aber im Vorfeld schon diverse erfolglose Besuche eines Gerichtsvollziehers gelaufen und der Schuldner hat quasi "tot gestellt".

    Die gesamten Kosten müssen ja vom Gläubiger erstmal bezahlt werden, deshalb sind solche Massnahmen das letzte


  2. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Ich habe vor etlichen Zeiten Zwangsvollstreckung beruflich gemacht. Einiges hat sich geändert, die Basics sind geblieben.

    Inkassobüros können, wie Anwälte auch, Auskünfte bei Einwohnermeldeämtern und bei der Post einholen.
    Kostet Gebühren, die man als Gläubiger zahlen muss. Die Anfrage bei der Post war zu meinen Zeiten billiger, ausserdem war die Post damals in aller Regel besser informiert. Wer sich nicht ummeldet, stellt aber trotzdem schon mal einen Nachsendeantrag.

    Du kannst folgendes tun:

    Aufkleber auf den Briefkasten ( Nur Post für XY einwerfen)
    Wenn es nur ein Gläubiger ist, der nervt: Per Einschreiben anschreiben, evtl. Abmeldebescheinigung des Ex in Kopie beilegen. Ruhig energisch auftreten ( ehrlich gesagt: Die Aussage, Fritz Fridolin wohnt schon lange nicht mehr hier, haben uns getrennt...hab ich irgendwann auch nicht mehr geglaubt. Das ist nämlich DIE Standartlüge, um erstmal Ruhe zu haben). Die können Dir nix!

    Umgang mit Zustellungsurkunden wurde schon gesagt.

    Sollte tatsächlich mal ein Gerichtsvollzieher auftauchen und dich nicht antreffen, hinterlässt er dir eine Nachricht.
    Kontaktiere ihn, fertig.

    Aufbrechen von Wohnungstüren geht tatsächlich erst mit richterlichen Beschluss. Da sind dann aber im Vorfeld schon diverse erfolglose Besuche eines Gerichtsvollziehers gelaufen und der Schuldner hat quasi "tot gestellt".

    Die gesamten Kosten müssen ja vom Gläubiger erstmal bezahlt werden, deshalb sind solche Massnahmen das letzte Mittel.


  3. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Hallo,

    der Dienstleister erzählt da Quark.
    Vermutlich rufen da aber auch oft genug Schuldner an und behaupten dasselbe 😉. Deshalb wollen die auch nicht einfach so die Adresse ändern.

    Denen deshalb mit Anzeige drohen, ist mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

    A) Schreib denen per Mail oder Brief, dass der Empfänger bei dir nicht mehr wohnhaft ist und du jegliche Post kommentarlos zurück schickst.

    B) Wenn Post vom Gericht kommt, pack die in einen Umschlag, selbiges Schreiben (s.o.) dazu und schick das zurück.

    Du kannst dir vom Einwohnermeldeamt bestätigen lassen, dass ausser dir kein anderer an dieser Anschrift gemeldet ist und diese in Kopie dem Schreiben beifügen.

    Oder dem GB vorlegen, wenn er klingeln sollte.

    GV hinterlassen immer eine Nachricht mit Telefonnummer. Sollte er also tatsächlich klingeln und dich nicht antreffen, kannst du ihn anrufen und die Lage schildern.

    Aber vor dem GV kommt der Mahnbescheid, da kannst du das Gericht ja schon informieren und dann gehts zurück zum Dienstleister.

    Ich hab selbiges durch, mit einem namensgleichen Verwandten.

    Ich habe jegliche Post mit dem Vermerk „Empfänger verzogen“ in den nächsten Postkasten geworfen. Als dann Post vom Amtsgericht kam, Schreiben wie oben und Meldebescheinigung dazu und zurück ans Amtsgericht.

    Seitdem ist Ruhe.

    Nerviger sind allabendliche Anrufe, wo Fa. X Herrn Y sprechen möchte.
    „Ja, der wohnt hier nicht.“
    „Aber Sie haben sich doch gerade mit Y gemeldet!“
    „Weil ich so heiße! Herr Y wohnt deswegen trotzdem nicht hier.“

    Herr Y ist übrigens der Vorbesitzer unseres Hauses mit gleichem Namen, aber schon vor dem Verkauf jahrelang hier nicht gemeldet. Und mittlerweile verstorben. Ich vermute, da hat ein Enkel mit der Anschrift Schindluder getrieben 😕.
    Geändert von na_ich (25.07.2018 um 19:38 Uhr)


  4. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Das man dabei soviel Nerven lassen muss ( weil andere Leute ihre Schulden nicht bezahlen und sich nicht darum kümmern) finde ich am schlimmsten.

    Man kann zahlungsunfähig sein. Das geht mitunter schneller als man glaubt.

    Aber man kann sich kümmern.


  5. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Mir fällt gerade ein: vielleicht kannst Du zu Deiner Meldebehörde gehen und Dir bescheinigen lassen, dass Du allein in Deiner Wohnung gemeldet bist? Ist aufwändig, aber dann hast Du einen Beleg für alle Fälle.
    Ich schreib das mal auf meine Liste. Wenn gar nichts hilft, mache ich das.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Der Gerichtsvollzieher darf deine Wohnung nicht aufbrechen, weil dein Ex dort längst nicht mehr wohnt und dort gemeldet ist. Aber ich verstehe, dass du im Vorfeld bereits die unangenehme Begegnung verhindern möchtest.
    Es ist gut zu hören, dass ihr das alle so seht!
    Dass ich die Briefe wegwerfen darf, habe ich letztens auch schon gehört. Aber damit wäre das Problem aber nicht aus der Welt. Ich habe dem Unternehmen schon mit dem Verbraucherschutz gedroht aber da meinte der nur: Das wird ihnen auch nicht helfen.

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Hast du diese Adressänderung nur telefonisch zu machen versucht?
    Ich würde diesem Dienstleister einen Brief schreiben, ganz sachlich die Adressänderung klarstellen und das per Einwurfeinschreiben schicken.
    Dann hast du mit der Kopie, die du davon samt Einlieferungsbeleg aufbewahrst, einen Nachweis, dass du es zumindest für dich zu klären versucht hast.
    Ja, telefonisch. Einer von denen meinte, es würde auch nichts bringen, wenn ich einen Brief schicke. Sie ändern die Daten trotzdem nicht.

    Zitat Zitat von Leilas Beitrag anzeigen
    Hi, das müsste man dringend der Polizei melden bzw. auch dem Postamt - bei uns war es der Fall, dass ein Familienmitglied (3.Grad) bei uns angemeldet war und wir laufend auch Besuch von der Polizei gehabt haben! - dann haben wir das gemeldet und die und sind ebenfalls auch zum Magistrat gegangen und haben das ebenfalls bekannt gegeben, danach hatten wir Ruhe.
    Polizei war zum Glück noch nicht da. Ich hätte somit gar keine Ahnung, was ich melden soll. Er selbst tut mir ja nichts und ist nicht mal hier gemeldet. Das ist ja das seltsame an der Sache. Es wäre so einfach, zumindest seine letzte Adresse zu ermitteln. Nur man will offensichtlich nicht und begründet es damit, dass man es nicht dürfe. Verstehe das, wer will.

    Zitat Zitat von greta1 Beitrag anzeigen
    Frage beim Gericht nach, welcher Gerichtsvollzieher für Deinen Bezirk zuständig ist und dann nimm Kontakt zu ihm auf. Schildere ihm Deine Situation, damit er schon im Vorfeld bescheid weiß. Vielleicht hat er ja auch noch eine Idee, wie man den Gläubiger dazu bewegen kann, die nun ungültige Adresse zu löschen.
    Das mach ich gleich morgen. Das Gericht wollte ich sowieso morgen anrufen. Rechtspfleger wissen in der Regel sehr gut bescheid. Vielleicht erwische ich ja einen. Welches muss ich da anrufen? das Amtsgericht? Weiß das zufällig jemand?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Inkassobüros können, wie Anwälte auch, Auskünfte bei Einwohnermeldeämtern und bei der Post einholen.
    Kostet Gebühren, die man als Gläubiger zahlen muss. Die Anfrage bei der Post war zu meinen Zeiten billiger, ausserdem war die Post damals in aller Regel besser informiert.
    Ist bisher noch kein Inkassobüro, sondern der Anbieter selbst. Aber es kann sein, dass die auch noch kommen, oder? Oh man! Und da hat der gute Mann das dann wohl mit der Post her. Wenn die das früher wirklich gemacht haben.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    auf den Briefkasten ( Nur Post für XY einwerfen)
    Werde ich gleich erledigen. Zumindest etwas, was ich sofort in Angriff nehmen kann. Bin ziemlich unruhig, weil ich sonst nichts machen kann.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    es nur ein Gläubiger ist, der nervt: Per Einschreiben anschreiben, evtl. Abmeldebescheinigung des Ex in Kopie beilegen.
    Ich habe leider keine. Er war hier nie gemeldet. Es gab nur diese c/o-Adresse. Gemeldet war er zu der Zeit noch ganz woanders.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    von Wohnungstüren geht tatsächlich erst mit richterlichen Beschluss. Da sind dann aber im Vorfeld schon diverse erfolglose Besuche eines Gerichtsvollziehers gelaufen und der Schuldner hat quasi "tot gestellt".
    Er stellt sich ja tot. Zumindest von einem gelben Brief weiß er nämlich. Der kam schon vor einer ganzen Weile bei mir an und da hab ich ihn angerufen und es ihm gesagt. Er tat ganz erschrocken. Abgeholt hat er ihn aber trotzdem nicht. Mittlerweile hat er wohl eine neue Nummer und ich kann ihn nicht mehr erreichen. Wundert mich ehrlich gesagt nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Du kannst auch den Dienstleister anschreiben und Auskunft über deine Daten sowie den Grund der Speicherung erfragen und dann die Löschung von c/o sowie deiner Adresse verlangen. Die Grundlage dafür ist die Datenschutzgrundverordnung.
    Dein Name ist ja definitiv gespeichert. Wenn dann die Post ohne deine Namensangabe versendet wird, kommt sie auch nicht mehr bei dir an.

    Gerichtspost würde ich persönlich im Gericht abgeben, um die Situation schildern zu können.


  7. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Du kannst dir vom Einwohnermeldeamt bestätigen lassen, dass ausser dir kein anderer an dieser Anschrift gemeldet ist und diese in Kopie dem Schreiben beifügen.

    Oder dem GB vorlegen, wenn er klingeln sollte.
    Das hatte schubidu auch schon geschrieben. Mache ich also unbedingt. Davon hatte ich vorher noch nie was gehört.

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    vor dem GV kommt der Mahnbescheid, da kannst du das Gericht ja schon informieren und dann gehts zurück zum Dienstleister.
    Auf das Gericht sollten die dann ja hören.
    Der Mahnbescheid kam ja schon, fürchte ich. Zumindest nehme ich an, dass er in dem gelben Umschlag war. Das ist ja das Problem, nach dem Mahnbescheid kommt irgendwann der Vollstreckungsbescheid. Und ewig werden die nicht damit warten.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Das man dabei soviel Nerven lassen muss ( weil andere Leute ihre Schulden nicht bezahlen und sich nicht darum kümmern) finde ich am schlimmsten.

    Man kann zahlungsunfähig sein. Das geht mitunter schneller als man glaubt.

    Aber man kann sich kümmern.
    Sehe ich auch so. Das hier ist ja nicht das einzige Problem mit ihm. Nur das, was mir aktuell am meisten Sorge bereitet, weil ich bisher das Gefühl hatte, machtlos gegen eine Wand zu laufen. Geld, Zeit und Nerven hat der nette Herr mich auch so schon genug gekostet.


  8. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Darf sie nicht. Postgeheimnis.
    Aber dass ein verdächtiger - also offizieller? - Brief ohne Absender kommt, ist auch nicht anzunehmen.


    Schon klar. Ist auch nur für den äußersten Notfall gedacht, sieh es als "Notwehr" an, um eine Gefahr abzuwehren (nämlich das befürchtete Aufbrechen der Wohnung, scheint ja nicht soweit hergeholt die Befürchtung). Ich kann mir vorstellen, dass Gerichtsvollzieher neutrale Umschläge benutzen ohne Absender, damit 1. der Brief von seinen Kunden auch geöffnet wird und nicht auf dem Stapel ungeöffneter Briefe landet und 2. aus Diskretionsgründen. Schließlich steht auf seinem PKW auch nicht groß Gerichtsvollzieher drauf, obwohl er seinem Kundenkreis höchstwahrscheinlich bekannt ist.

    Das zuständige Gericht ist übrigens das Amtsgericht, in dessen Bezirk Du wohnst. Die zuständige Abteilung wird zunächst das Mahngericht sein, falls Du einen Rechtspfleger sprechen willst.

    edit: Ich sehe gerade, dass der Mahnbescheid wohl schon angekommen ist. Dann hast Du ja das entsprechende Gericht und das Aktenzeichen müsste auch auf dem Umschlag oder im Fenster zu sehen sein?


  9. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du kannst auch den Dienstleister anschreiben und Auskunft über deine Daten sowie den Grund der Speicherung erfragen und dann die Löschung von c/o sowie deiner Adresse verlangen. Die Grundlage dafür ist die Datenschutzgrundverordnung.
    Dein Name ist ja definitiv gespeichert. Wenn dann die Post ohne deine Namensangabe versendet wird, kommt sie auch nicht mehr bei dir an.

    Gerichtspost würde ich persönlich im Gericht abgeben, um die Situation schildern zu können.
    Die Post hab ich nicht mehr. Schon wieder zurück geschickt.

    Meinst Du, die lassen sich darauf ein, dass sie meine Daten löschen? Das ist ja die Adresse, die er ihnen, mit meiner Zustimmung damals, gegeben hat, also gehen die davon aus, es ist seine. Wenn sie die löschen, können sie die Post auch gleich in den Reißwolf werfen.
    Die gehen ja so den gesetzlichen Weg. Sie mahnen - auch wenn ihn die Mahnungen nicht erreichen, mahnen wieder, mahnen noch einmal, schicken einen gelben Brief, usw. Wenn sie die Adresse nicht angeben können, läuft das ja ins Leere.
    Gerade schreiben sie ja auch wieder eifrig normale Briefe.


  10. Registriert seit
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    AW: Mahnungen und Gerichtspost an den Ex kommen zu mir

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Das zuständige Gericht ist übrigens das Amtsgericht, in dessen Bezirk Du wohnst. Die zuständige Abteilung wird zunächst das Mahngericht sein, falls Du einen Rechtspfleger sprechen willst.
    Danke!

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