nein, es ist ein Markt, der mindestens in großen Teilen, mit strittigen Forderungen künstlich geschaffen wird. Ich betreibe auch einen Handwerksbetrieb. Wenn ich Forderungen habe, dann bin ich als ehrlicher Geschäftsmann von meinen Ansprüchen überzeugt und vertraue von vorn herein auf unser Rechtssystem. Ich hätte keinen Anlass, ein Inkasso-Unternehmen einzuschalten, um Gelder, die mir rechtmäßig zustehen, auch- schlimmstenfalls mit allen Nebenkosten die legal entstehen, zu erhalten.
edit: Es besteht auch eine Verpflichtung zur Schadensminderung, das bedeutet, ich dürfte nichts unternehmen, was den Schaden weiter erhöht. Im Klartext: es darf gar nicht versucht werden, eine eindeutig vom Schuldner bestrittene Forderung kostenpflichtig über Inkasso einzutreiben.
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Ergebnis 31 bis 40 von 91
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22.03.2015, 13:50
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Geändert von ernesto_01 (22.03.2015 um 14:45 Uhr) Grund: edit
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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22.03.2015, 13:58
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Geändert von ernesto_01 (22.03.2015 um 14:27 Uhr)
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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22.03.2015, 14:22
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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29.04.2015, 21:48Inaktiver User
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Hab beruflich viel mit Inkassounternehmen zu tun, eine Klientin zur Schuldnerberatung geschickt, die raten: Hauptforderung begleichen, Rest aussitzen und nicht kommunizieren. Jede auch noch so geringe Form der Kommunikation wird sofort derart abstrus, dass ich es jetzt tatsächlich einfach lasse. Wir ignorieren die regelmäßig einflatternden Mahnbescheide wegen der unzulässigen Mahngebühren. Für mich sind das einfach Blutsauger.
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29.04.2015, 22:00
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Das war vor gut zehn Jahren noch möglich: zuerst die Hauptforderung bedienen und dann die Mahnkosten abzahlen. Ist heute aber nicht mehr so glatt. Zuerst werden die Mahnkosten und "Inkassokosten" bedient, dann die Hauptforderung. Damit ist die Hauptforderung nur teilweise bezahlt und die Mahnungen gehen weiter, vor allem wenn die Rechnung tatsächlich an das Inkassobüro abgetreten = verkauft ist.
Wenn die Hauptforderung bezahlt werden soll, dann an das "Originalunternehmen" mit der ursprünglichen Bankverbindung. Sonst bleibt man als "Kunde" in der Inkassokartei.
Bei Rechnungen immer sofort zahlen. Wenn das nicht geht, einen Teil anzahlen und dem Betrieb schreiben, dass der Rest in x Raten für y Monate kommt. Die meisten nehmen dafür nicht einmal Zinsen, sondern sind froh, wenn die Rechnung innerhalb eines Jahre abgezahlt ist.
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30.04.2015, 07:38Inaktiver User
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Dazu rät die Schuldnerberatung, im Verwendungszweck der Überweisung den Zusatz "nur anzurechnen auf die Hauptforderung" anzugeben.
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30.04.2015, 07:40Inaktiver User
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
Aber klar, da hast du recht, das Mahnen geht trotzdem weiter.
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30.04.2015, 08:16
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
@ernesto: wie ist die Sache denn weitergegangen?
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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03.05.2015, 11:55
AW: Inkassounternehmen und Inkassogebühren- wer zockt noch ab?
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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03.05.2015, 14:40



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. Da wünsche ich dir weiterhin einen langen Atem.

