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  1. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    OK. Aber auch Akademiker können von akademischen Bossen ganz akademisch einen üblen Einlauf verpasst bekommen. Ihr ist wohl nicht klar, dass ein akademischer Titel kein bisschen gegen menschliche Niederungen schützt.
    Genau. Dann dürfte man eigentlich überhaupt nicht arbeiten.

  2. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau. Dann dürfte man eigentlich überhaupt nicht arbeiten.
    Ich denke, das ist der Knackpunkt. Die Freunden kriegt mE. die Kurve zwischen ihrem geschützen Status als Studentin und der freien Wildbahn als Berufstätige nicht so recht hin.

  3. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, das ist der Knackpunkt. Die Freunden kriegt mE. die Kurve zwischen ihrem geschützen Status als Studentin und der freien Wildbahn als Berufstätige nicht so recht hin.
    Außerdem kommt noch das hinzu, was ich hier im Forum bei den jetzigen Studentinnen und Absolventen öfters lese: man geht relativ naiv an sein Studium ran, informiert sich nicht richtig und denkt, nach dem Abschluss geht alles glatt und man macht die geplante Karriere. Hinterher kommt dann das große Erwachen, und viele sind dann anscheinend nicht in der Lage, Handlungsalternativen zu entwickeln.

  4. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hinterher kommt dann das große Erwachen, und viele sind dann anscheinend nicht in der Lage, Handlungsalternativen zu entwickeln.
    Es ist der Übergang von dem geschlossenen Schul-bzw. Universitätssystem in die freie Wildbahn. Wer schon an dieser Stelle seinen Akademiker-Dünkel auffährt und keinerlei Frustrationstoleranz zeigt, ist arm dran.

  5. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Aaaalso, als "Akademikerin" mit fast 30 Jahren im Job könnte ich Bücher schreiben über dumme Kunden, arroggante Chefliebchen (ohne Berufsabschluß), Jobs ohne Freizeit, wo erwartet wurde, trotz Akademikerausbildung während des Kundenbetriebs regulär regelmäßig den Boden zu putzen usw. usf.

    Im Nachhinein kann ich sagen, es hat mir nicht geschadet, ich bin mir nicht zu fein, auch mal nen Boden zu putzen, kann ganz ungerührt Halblaien (mein absoluter "Lieblingssatz" da steht was dazu im Internet, arghhhh....) mir die Welt erklären lassen....ich würde auch Burger braten, wenn ich nix anderes finden würde, für mich zählt sog. "ehrliche" Arbeit....

    Für Deine Freundin mal ein Rat: nicht "woher Geld nehmen" sondern, zuerst die vorhandenen Resourcen gezielt gut einsetzen und wenn es gar nicht reicht, notfalls Böden putzen und Burger braten, beides macht auch satt....

    VG

  6. Inaktiver User

    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Halblaien (mein absoluter "Lieblingssatz" da steht was dazu im Internet, arghhhh....)
    Halblaien - was für ein schönes Wort.
    Was steht denn da im Internet?
    Ich werde beim googeln sofort auf "Halbleinen" umgeleitet

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    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aaaalso, als "Akademikerin" mit fast 30 Jahren im Job könnte ich Bücher schreiben über dumme Kunden, arroggante Chefliebchen (ohne Berufsabschluß), Jobs ohne Freizeit, wo erwartet wurde, trotz Akademikerausbildung während des Kundenbetriebs regulär regelmäßig den Boden zu putzen usw. usf.
    Meine Beispiele wären anders, aber viel besser wären sie auch nicht.
    Akademiker sein heißt erstmal nur, eine längere theoretische Ausbildung genossen zu haben. Viele andere Vorteile wie ein höherer Verdienst oder höheres Ansehen können sich zwar daraus entwickeln, da steht aber noch das kleine Wörtchen "Leistung" davor. Und selbst dann ist nichts garantiert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für Deine Freundin mal ein Rat: nicht "woher Geld nehmen" sondern, zuerst die vorhandenen Resourcen gezielt gut einsetzen und wenn es gar nicht reicht, notfalls Böden putzen und Burger braten, beides macht auch satt....
    *nick* *unterschreib*

  8. Moderation

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    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem kommt noch das hinzu, was ich hier im Forum bei den jetzigen Studentinnen und Absolventen öfters lese:
    Ich sehe das eher historisch: Jede/r hat im Studium Sinnkrisen, meistens vor und nach dem Examen. Will ich das wirklich, kann ich das wirklich, war das nicht eine völlig bekloppte Idee, ich bin zu alt/zu jung/zu schau/zu blöd, oh Gott, ich werde Aussteiger und bau Bio-Tomaten an, niemand war je in so einem Schlamassel... Wenn dann noch eine reale Krise (Beziehung, Finanzen, Familie...) dazukommt, schaukelt sich das gegenseitig hoch, weil einen jede Krise von der anderen ablenkt.

    Freunde können helfen, die Gedanken zu sortieren, Perspektive geben, und gut zureden. Das reicht bei Sinnkrisen meistens schon. Bei realen Krisen ist das nur einer unter vielen notwendigen Schritten. Wenn beides vermischt ist, wird es hakelig.

    Es gibt Sachen im Job die weigere ich mich zu machen. Einmal Webseiten geschrieben, für immer Tippknecht. (Eine Freundin ist seit der Rücken-Reha als "Eingliederung" z.T. mit Sekretariatsaufgaben betraut, das heißt, Getränkekisten und Papierkisten schleppen und das Klo putzen, statt Kundengespräche führen und Etats verwalten. So was muß man vermeiden.) Aber für Studentenjobs ist das völlig irrelvant!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Woher Geld nehmen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass das Thema ziemlich heikel ist. Letzten Samstag hat eine Freundin von uns Geburtstag gefeiert und da sind wir halt auch auf dieses Thema zu sprechen gekommen. Sie reagiert sehr gereizt, wenn ihr andere freundlich klar machen wollen, dass nichts Schlechtes daran ist. Sie meinte, sie haette neben dem Studium schon genug Erniedrigung in den Studentenjobs erfahren und dass sie sich das nicht mehr antut, also sich von Leuten, die weniger gebildet sind als sie, erniedrigen zu lassen. Ich weiss nicht, was dort genau vorgefallen ist, aber es scheint eine sehr praegende Erfahrung gewesen zu sein. Sie ist dann auch sauer abgerauscht und ich hab dann Tage gebraucht, bis wir dann essen gegangen sind und uns wieder vertragen haben. ...
    Ich habe schon nach deinem Eingangspost empfunden, dass da eine gewisse Penetranz und Anmaßung im Spiel ist, mit der du dich da in ihre Angelegenheiten mischst. Hat sie dich um Hilfe gebeten? Du tust so, als wäre sie kurz vorm Ertrinken. Himmel, der Geldautomat hat kein Geld ausgespuckt, sie hat ihr Dispolimit (800 Euro!) erreicht, und das Mitte des Monats. Schockstarrenot! Ich nehme dir dein Mitgefühl nicht ganz ab.
    Vielleicht neidest du ihr den reichen oder gutbetuchten Freund, der ja offenbar das Leben mit seiner Freundin finanziert kriegt. Vielleicht neidest du ihr ihre Haltung, sich mit bescheidenen kleinen Jobs nicht abgeben zu wollen. Irgendwas wurmt dich da! Sie ist doch erwachsen und nicht auf den Kopf gefallen. Sie wird ihre Art von Problemlösung betreiben, bis sie von selbst merkt, dass eine andere Lösung her muss. Und immerhin hat sie einen Freund, der ihr erster Ansprechpartner sein müsste für finanzielle Probleme.

    Für mich hört es sich ja eher so an, dass ihr Freund ihr immer wieder reichlich Geld zusteckt, so dass sie dann solch hohe Summen verspielen kann. Wie könnte sie das sonst? Vielleicht wurmt dich das? 800 Euro im Dispo bei Einkünften von 400 Euro sind jedenfalls noch kein Zeichen für Spielsucht.

    In dem Post nun oben wird doch ganz deutlich, dass sie dich als Einmischung erlebt.

    Dich selbst scheinst du ja jedenfalls für vorbildlich zu halten. Und um dich vorbildlich zu fühlen, musst du vielleicht auch ihre vermeintlichen Probleme rauf und runterdiskutieren in einem Forum.

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    AW: Woher Geld nehmen?

    sie könnte nachhilfe geben . . muss also nicht zwingend bei mcd an der kasse sitzen.

    arbeit hat noch keinem geschadet, auch ich hatte nach dem studium (2. staatsexamen lehramt) erst einmal die arbeitslosigkeit vor mir.

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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