@ Duffeline: Du hast es auf den Punkt gebracht :-) Danke
@ Jaws:
Ich zahle die Raten direkt von meinem Lohn in Fremwährung, daher auch der günstige Kredit.
Ca. 2,2 % Festzins auf 17 Jahre Komplettlaufzeit des Kredits. Es gäbe auch die Möglichkeit, einen variablen Zins zu nehmen (1,5% ca), aber das Risiko ist uns zu hoch.
Da ich die Raten zahle, wird mir auch die Wohnung gehören.
Hier ist es üblig, eine Partnerschaft eintragen zu lassen oder zu heiraten und dann sind Ehe- bzw. Partnerverträge die Regel (die exakt regeln, was wem gehört und wie es im Falle der Trennung aufgeteilt wird) und diese Veträge werden auch beim Kauf einer jeden Immobilie vom Notar verlangt.
Eintragen lassen werden wir die Lebensgemeinschaft nach dem Kauf und im darauffolgenden Vertrag ebenfalls alles Weitere regeln.
Mögliche Sondertilgungen sind in der Regel möglich, Zahlungsaussetzungen ebenfalls, sowie eine Variation der Rate oder der Rückzahlzeit. Das kommt aber auf die Bank an und muss dann festgelegt werden. In der Regel wird das hier so geregelt, dass man auch nicht doppelt (Miete der Wohnung und Rate des Eigentums) zahlen muss.
In meinem Arbeitsland gibt es KEINE Elternzeit, also erledigt sich die Frage nach meinem Lohnausfall in der Regel. D.h. wenn ich mit dem Kind daheim bleiben will, ist es mein Problem und ich erhalte keinen Cent (abgesehen von den 14 Wochen Mutterschaft nach Entbindung). In meinem Wohnland ist die Krippenversorgung erheblich besser als in Deutschland.
@Chris2008:
Makler etc. ist im Kaufpreis mit eingeschlossen. Notar, Dossierkosten für die Bank etc regeln wir durch Eigenkapital (und davon bleiben noch ein tausend übrig).
Da es sich um keine Immobilie in Deutschland handelt, gelten einige Regeln hier nicht.
Wohlgemerkt, in der Rate von 1.700 € sind Versicherungskosten für beide Personen für oben genannte Risiken schon mit eingeschlossen (d.h. man ist besser als in D abgesichert).
Selbst eine Doppelbelastung (bisherige Miete + Rate) wäre kein Problem, wobei das hier so geregelt wird, dass man anfängt zu zahlen, wenn man in der Immobilier wohnt und somit Doppelzahlungen weitgehenst vermieden werden können.
Wir haben >5.000 netto, daher sehe ich momentan keine Probleme.
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Thema: Eigentum ohne Eigenkapital
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26.05.2014, 20:41Inaktiver User
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Geändert von Inaktiver User (26.05.2014 um 20:58 Uhr)
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26.05.2014, 21:46
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Einiges habe ich mir selbst zusammengereimt, andere ausländische Gepflogenheiten waren mir neu. Zusammengefasst kann man aber sagen, die Finanzierung sollte ein Klacks für euch sein.
Ich kann natürlich nicht abschätzen wie hoch eure Lebenshaltungskosten sind (ich gehe mal davon aus deutlich höher als in D), aber bei eurem netten Verdienst würden Sondertilgungen Sinn machen. Ich würde die auf jeden Fall reinschreiben, vielleicht gibt’s ja auch mal fette Leistungsprämien oder ein Erbe oder einen Lottogewinn
. Dann wärt ihr lange vor den 17 Jahren fertig.
Kann man den Kredit nicht splitten? Zwei Drittel fix und ein Drittel variabel, den variablen dann mit Sondertilgungsmöglichkeit? Wenn ihr im EU-Raum lebt, dann sind meines Erachtens die nächsten fünf Jahre absolut unbedenklich, was steigende Zinsen angeht. Ihr könntet den niedrigen Zins wählen und das freie Geld sofort in die Sondertilgung stecken.
Ich kenne variable Kredite so, dass man diese in relativ kurzer Zeit kündigen kann. Ich habe ein Euribordarlehen, dass ich jeweils zum Quartalsende kündigen kann, wenn die Zinsen zu sehr ansteigen."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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27.05.2014, 08:58
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Klar, > 5000,-- hört sich toll an und man denkt schnell, dass die Rate davon leicht zu stemmen ist.
Aber wenn Ihr bisher >5000,-- jeden Monat verballert habt, braucht Ihr eine Strategie, um die Ausgaben zu senken.
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27.05.2014, 10:25
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27.05.2014, 11:51
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27.05.2014, 11:59
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, daß der Knackpunkt bei Versicherungen (in manchen Ländern... Kanada...?) ist, daß sie den Gläubiger schützen. Das heißt, wenn der Schuldner nicht zahlen kann, kriegt der Gläubiger sein Geld von der Versicherung und die Schuld wird an die Versicherung übertragen. Die Versicherungsprämie ist also ein "Eintrittspreis" in den Kredit, kein Eigenschutz.
Das Hauptproblem bei "kein Eigenkapital" sehe ich vor allem darin, daß man unweigerlich durch eine Zeit läuft, wo der Verkaufswert der Immobilie geringer ist als die ausstehende Hypothek. Wenn in dem Moment etwas schiefgeht (Krankheit, Scheidung, Jobverlust, Cashflow-Probleme) bleibt man auf einem beträchtlichen Verlust sitzen und hat kein Geld, ihn abzufangen (denn sonst hätte man ja Eigenkapital gehabt -- aber s.u.).
Weil sonst Eigenkapital da wäre.
Wobei es durchaus Umstände geben kann, wo man eine Menge Geld gespart hat und sie trotzdem nicht als Eigenkapital einsetzen möchte, weil es z.B. angelegt mehr Rendite bringt als die 100%-Finanzierung an zusätzlichen Kosten verursacht, oder weil beim Flüssigmachen des Kapitals Kosten (z.B. Steuern) enstünden. Aber ob so etwas zutrifft, weiß man ja selber am besten.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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27.05.2014, 12:18
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
"Verballern" hört sich negativ an und unterstellt, dass der User keine bewussten Ausgaben/Investitionen getätigt hat.
Und ob man EK einsetzt, bleibt ja wirklich jedem freigestellt.
Bei den aktuellen Zinsen hab ich auch kein EK eingesetzt, so billig komme ich nie wieder an Geld. Sondertilgungen mach ich auch keine, das wäre genauso blödsinnig. Wichtig ist die Zinsfestschreibung bis Schuldenfreiheit zur Planungssicherheit.
Und mein Vermögen vermehrt sich derzeit überproportional dazu (das Wunder des Zinseszins).
Klar, ist auch ne psychologische Sache, manche fühlen sich mit Schulden einfach unwohl und wollen sie so schnell wie möglich loswerden (koste es was es wolle).
Ich finde es einfach sehr gewagt, aufgrund von ein paar Posts zu unterstellen, ein Paar mit über 5000 Netto sei quasi unverantwortlich mit den Ausgaben wenn es kein EK einsetzt.Geändert von Duffeline (27.05.2014 um 12:24 Uhr)
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27.05.2014, 12:46
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Kein EK einsetzen und keines haben sind zwei verschiedene Schuhe. Wenn ich mein 5. Haus zu 100 % finanziere, während die ersten 4 abbezahlt sind, ist das etwas anderes, als wenn ich überhaupt nichts selbst besitze. Selbst wenn das finanzierte Haus durch Eigenverschulden abfackelt, können die Schulden dann immer noch durch die Erträge der anderen 4 Häuser abbezahlt werden.
Das wird die Bank sicherlich auch bei ihrem Angebot berücksichtigen.
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27.05.2014, 17:49
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
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27.05.2014, 18:12
AW: Eigentum ohne Eigenkapital
Also, ich mache es anders rum. Ich habe Eigenkapital und kaufe jetzt nix. Ich kuck mir das so in 5 Jahren wieder an. Dann wird vermutlich wieder Masse auf den Markt kommen, weil etliche Finanzierungen (besonders die ohne EK) umkippen.
Insgesamt kann man keine pauschales Urteil fällen darüber, was Sinn macht. Bei uns im Ballungsgebiet sind die Kaufpreise unverhältnismäßig gestiegen, die Mieten, obwohl nicht günstig, hinken dem Einkaufspreis gewaltig hinterher. Oder anders gesagt, das Kaufen ist überzockt. Nicht zuletzt wegen der günstigen Kredite. Hier würde ich jemandem, der 'ne Wohnung braucht also Mieten statt Kaufen empfehlen.
Da lehn' ich mich zurück und kuck mal, wie es wird. So wie jetzt bleibt es jedenfalls nicht.


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