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  1. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Wir haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und Lebensziele. Wenn aber jemand aus dem Grunde seines Herzens sagen kann, dass er sich wohl fühlt und zufrieden ist - das ist doch super! Soll doch jeder nach seiner Fasson glücklich werden (dürfen).
    Wer sich das leisten kann, ohne in die Taschen seines Nachbarn zu greifen, nur zu.
    Der soll das bitte aber auch gleich ansagen und nicht nach staatlicher Solidarität heulen, wenn es doch nicht so läuft.
    Probezeit im Leben gibt es nun mal nicht.

    Übrigens das, was heute mit Unterschicht bezeichnet wird, gabs schon immer, hieß früher bloß Lumpenproletariat.
    Solange mir jemand ins Gesicht sagt, für 6,50 € brutto geht er nicht arbeiten, weil die Abzüge ihm weniger lassen als wenn er ALg oder Hartz4 bezieht, solange glaube ich demjenigen nicht, das er ernsthaft aus der stütze raus will.
    6,50 € sind im Osten ein üblicher Stundenlohn für Facharbeiter Vollzeit.

  2. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Keiner wird gezwungen, in Steuerklasse 5 zu arbeiten. Es ist doch klar, dass die sich nicht rentiert. Der Sinn dieser Steuerklasse ist doch, den mitarbeitenden Ehegatten vom Arbeitsmarkt zu vergraulen und zur Kinderaufzucht abzustellen.

    Wenn die Arbeitsplatzbesitzer mal etwas kürzer treten würden - alle miteinander - und nicht soviel und solange arbeiten würden, dann gäbe es auch mehr Arbeitsplätze für die ganzen "Schmarotzer". Wie wäre es denn mal mit 30 - 35 Stunden/Woche für alle?

    Wobei ich zugeben muss, dass mich die Gleichung glücklicher Arbeitsloser = Schmarotzer unglaublich wütend macht. Ein Mensch, der aus seiner Situation das Beste macht ist also ein Schmarotzer? Toll!
    Dann erkläre mir mal bitte schön, wie du mit nur einem Verdiener (Arbeiter) leben willst. Für "Stütze ist es zu viel, zum Leben zu wenig.

    Und die Entscheidung, in StKl V zu hängen, liegt an der tollen Arbeitsmarktpolitik (mit einem befristeten Arbeitsvertrag werde ich bestimmt nicht in eine andere Klasse wechseln).

    Und: solange junge Menschen ohne Schulausbildung (Schule ist doof, da hab ich keinen Bock drauf) und ohne Job (ich bin doch nicht blöd und geh für unter 2300 Euro arbeiten) von meinen Steuern leben, nehme ich mir das Recht heraus, diese als Schmarotzer zu bezeichnen.

  3. User Info Menu

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    @Hillary:
    Jetzt mal ganz ernsthaft:
    Könntest Du von einem Stundenlohn von 6,50 leben?
    Also, ich nicht! Und ich habe keine Riesenansprüche, wohne in einer pupsigen Mietwohnung und habe einen Kleinwagen!
    Für eine Akademikerin wie mich ist das strenggenommen ein Witz!(Besonders die Mietwohnung, find ich nämlich zum abgewöhnen, da ich Mietshäuser hasse)
    Obwohl auch ich gerne für mich mehr hätte, richtet sich meine Abneigung nicht gegen Menschen, die gerade so überleben können, denn so etwas finde ich unanständig, gerade ein studierter Mensch sollte sich nämlich nicht dem pöbelnden Mob anschließen, der sozial Schwächere anprangert.
    Wozu hat man denn eigentlich sonst studiert, man sollte doch in der Lage sein, die heutige Situation in D und ihre Ursachen genauer zu hinterfragen.
    Schade, daß man in Deutschland immer noch verissen wird, wenn man offen zugibt, daß viele Löhne nicht besser sind als "Stütze" und wenn man Verständnis hat, daß sich viele das nicht antun wollen und sich lieber weiter vom "Amt" stützen lassen wollen.
    Meine Steuern sind mir wurscht, sind so oder so zu viele Abgaben, als Angestellter wird man heute überall nur noch betuppt, so auch ich.
    Ich bin aber auf ganz andere Personenkreise stinksauer als auf Stützeempfänger, ich kann da beim besten Willen keinen Groll empfinden!
    Sollen die Menschen sich etwa zu Tode schuften (am Besten im Steinbruch in Ketten), nur damit einige gefrustete Arbeitnehmer endlich ihre "Sündenböcke" arbeiten sehen und zufrieden drauf abnicken können?!

    sultan tanimun
    Geändert von tanimun (06.11.2006 um 20:18 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Liebe Laetitia,
    ich denke es gibt hier ein Missverständnis bezüglich meiner email. Ich wollte Dich nicht kritisieren oder Dir irgendetwas vorwerfen, auch nicht die deutsche Mentalität. Durch das Leben im Ausland wurde mir nur bewusster, welche Dinge typisch für Deutschland sind, im Vergleich mit anderen Ländern, so wie es typische Dinge in Frankreich, USA etc. auch gibt, wie Du richtig anmerkst. Natürlich. Mehr wollte ich garnicht sagen, war vielleicht etwas dumm ausgedrückt.
    Bei meiner Aussage über die Kraft der Gedanken bleibe ich jedoch. Ich bin aus Erfahrung zu der Einsicht gekommen, dass etwas, was ich mir nicht vorstellen kann, nur schwer oder garnicht realisierbar ist, oder umgekehrt, dass alles, was ich mir vorstellen kann, realisierbar ist, wenn ich bereit bin, den entsprechenden Einsatz zu bringen, Wunder dauern etwas länger. Meiner Meinung nach ist es typisch deutsch, bestimmte Sachverhalte zuallererst als unmöglich hinzustellen und dann sich darüber zu beschweren, dass sie unmöglich sind. Bestimmte Dinge dürfen einfach nicht sein, sonst gibt es nichts mehr, worüber man meckern kann, mal etwas platt ausgedrückt. Der "Beschwerdeton" zieht sich nahezu durch alle Gespräche in Deutschland, egal auf welcher hierarchischen Ebene und ist eine riesige Energieverschwendung, meiner Meinung nach. Ein erster Schritt, um aus solchen selbstgestrickten mentalen Sackgassen herauszukommen, ist, alle Probleme in Ziele umzuwandeln.

    Der Grund, warum ich das Wort "Staat" mit "wir" ersetzen wollte, ist, dass ich die Spaltung zwischen Bevölkerung und staatlichen Organen sehr unrealistisch finde und auch hier überzeugt bin, dass die Erwartungen der Bürger den Staat stärker beeinflussen als sie annehmen, und zwar positiv und negativ, immerhin sind das auch Menschen. Ich habe selbst einen Kindergarten gegründet in einem strukturschwachen Gebiet und kenne die "das ist unmöglich etc."-Argumentation zur Genüge. Sie kam nie von den Behörden und staatlichen Organen! Von dort kamen klare Regeln und Vorgaben und eine Menge Entgegenkommen für die Extrawünsche aufgrund unseres pädagogischen Konzeptes. Um es mal ganz hart zu formulieren: die Deutschen erwarten vom Staat einen Einsatz für die Kinder, den sie selbst nicht bereit sind zu bringen und das funktioniert nicht, denn der Staat ist ein Spiegelbild der Bürger, was sonst? Dass es in Skandinavien besser funktioniert, liegt daran, dass die Leute voll und selbstverständlich hinter ihren Kindern stehen und es so erwarten, also passierts auch so. Ursache und Wirkung scheinen mir einfach vertauscht. Das wollte ich nur anmerken.
    Was sind denn Deine Ziele?
    Lieben Gruss
    orava
    P.S. Ich wohne nicht in den USA, bin doch nicht wahnsinnig....

  5. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von tanimun
    @Hillary:
    Jetzt mal ganz ernsthaft:
    Könntest Du von einem Stundenlohn von 6,50 leben?
    Also, ich nicht! Und ich habe keine Riesenansprüche, wohne in einer pupsigen Mietwohnung und habe einen Kleinwagen!
    Für eine Akademikerin wie mich ist das strenggenommen ein Witz!(Besonders die Mietwohnung, find ich nämlich zum abgewöhnen, da ich Mietshäuser hasse)
    Obwohl auch ich gerne für mich mehr hätte, richtet sich meine Abneigung nicht gegen Menschen, die gerade so überleben können, denn so etwas finde ich unanständig, gerade ein studierter Mensch sollte sich nämlich nicht dem pöbelnden Mob anschließen, der sozial Schwächere anprangert.
    Wozu hat man denn eigentlich sonst studiert, man sollte doch in der Lage sein, die heutige Situation in D und ihre Ursachen genauer zu hinterfragen.
    Schade, daß man in Deutschland immer noch verissen wird, wenn man offen zugibt, daß viele Löhne nicht besser sind als "Stütze" und wenn man Verständnis hat, daß sich viele das nicht antun wollen und sich lieber weiter vom "Amt" stützen lassen wollen.
    Meine Steuern sind mir wurscht, sind so oder so zu viele Abgaben, als Angestellter wird man heute überall nur noch betuppt, so auch ich.
    Ich bin aber auf ganz andere Personenkreise stinksauer als auf Stützeempfänger, ich kann da beim besten Willen keinen Groll empfinden!
    Sollen die Menschen sich etwa zu Tode schuften (am Besten im Steinbruch in Ketten), nur damit einige gefrustete Arbeitnehmer endlich ihre "Sündenböcke" arbeiten sehen und zufrieden drauf abnicken können?!

    sultan tanimun
    Liebe tanimun,
    natürlich ist das kein gerechter Lohn, aber er ist Fakt.
    Ich kenne einige Leute, keine Akademiker, die hier in der ostdeutschen Provinz dafür arbeiten. Anfahrtswege von bis zu 2 Stunden in Kauf nehmen.
    Junge Akademiker aus dem Osten wandern meist ab, da wir Mittvierziger noch ca 20 Jahre auf unsren Plätzen kämpfen werden. Irgendwann gibt es hier bloß noch ein paar Zentren wie Berlin, Leipzig oder Dresden und dann zappenduster.
    Tanimun, ich hab die Wende ganz bewußt als Jungakademiker erlebt, ich kenne gar kein Geld und ich kenne genug Geld. Derzeit wieder knapper Geld, weil die Honorare um 30 % zu Anfang des Jahres gekürzt wurden. Ich habe 16 Jahre meine Kinder allein großgezogen, ohne große finanzielle Hilfe, ich bin aus der Großstadt in die Provinz gezogen, u.a. der Miete wegen.
    Ich steige jeden Morgen ins Auto und fahre 45 Kilometer um ins Büro zu kommen, freu mich jetzt schon auf den Winter .
    In meiner Branche gibt es keine geregelten Arbeitszeiten, da mußte raus, wenn was passiert. Hinderlich für junge alleinerziehende Mütter.
    Diese Gesellschaft ist nicht menschenfreundlich, das hat nie einer behauptet, aber das wissen wir doch auch schon seit Jahren, auch um die Probleme der Globalisierung. Die Welt verändert sich und es gibt immer ups und downs. Früher kam dann ein Krieg, der Massen in Tod und Armut trieb. Dieser Mechanismus funktioniert gottseidank nicht mehr.
    Tanimun, wenn ich eine Lösung hätte, würde ich mich für's Präsidentenamt bewerben, *smile*.
    Seit Jahren lese ich jedes Wahlprogramm jeder Partei und keine hat auch nur ansatzweise eine für mich akzeptable Lösung, obwohl oder gerade weil wir in einer Demokratie leben.
    Die Gewerkschaften??? Was tut die Gewerkschaft, wo sind ihre Mitglieder?
    Und dann die dritte Welt, wir können sie nicht einfach mehr so ausbeuten, auch sie haben ein Recht an ihrem Reichtum, der in ihrem Boden lagert. Allein schon das fördert eine Umverteilung des Reichtums.
    Sorry, bin kein Volkswirt, hab BWL + Marketing studiert, arbeite heute im Medienbreich. Sehe es also enger.
    Hilly

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dann erkläre mir mal bitte schön, wie du mit nur einem Verdiener (Arbeiter) leben willst. Für "Stütze ist es zu viel, zum Leben zu wenig.

    Und die Entscheidung, in StKl V zu hängen, liegt an der tollen Arbeitsmarktpolitik (mit einem befristeten Arbeitsvertrag werde ich bestimmt nicht in eine andere Klasse wechseln).

    Und: solange junge Menschen ohne Schulausbildung (Schule ist doof, da hab ich keinen Bock drauf) und ohne Job (ich bin doch nicht blöd und geh für unter 2300 Euro arbeiten) von meinen Steuern leben, nehme ich mir das Recht heraus, diese als Schmarotzer zu bezeichnen.
    Gerade bei einem befristeten Arbeitsvertrag wäre das aber zu überlegen. Das ALG wird doch nach dem letzten Netto-Gehalt berechnet. Und das ist in Steuerklasse IV oder sogar III doch wesentlich höher. Die zuviel bezahlten Steuern gibt es doch später wieder zurück.

    Aber vermutlich willst Du kein ALG beantragen, um nicht zu schmarotzen? Wirklich löblich!

    Hast Du denn auch schon mal nachgedacht, wie solche Sprüche zustande kommen? Sind die Betreffenden wirklich nur zu faul, oder schaffen sie es einfach nicht, genug Bildung und einen Arbeitsplatz zu erreichen? Jugendliche aus bildungsfernen Schichten sehen für sich persönlich gar keine Chance und blocken deswegen vorzeitig ab. Um nicht als Versager dazustehen, kommen dann diese Sprüche!

    Wie wirkt sich das denn auf das Selbstwertgefühl aus, sagen zu müssen: "Tja, leider bin ich nicht besonders begabt. Deshalb bräuchte ich eigentlich intensive Hilfe, um überhaupt einen Schulabschluss zu schaffen. Meine Eltern sind aber zu blöd/faul/desinteressiert dazu und Geld für Nachhilfe haben wir nicht. Und wenn ich dann mit Mühe und Not einen Abschluss geschafft hätte, findet sich vermutlich kein Arbeitgeber, der sich die Mühe macht, mich auszubilden."

    Dann doch lieber "Schule ist doof - keinen Bock!" - das ist auch nicht so kompliziert und geht schnell. Das stimmt doch auch, wenn man immer nur Noten zwischen 4 und 6 kassiert! Damit Schule Spaß macht, muss auch mal eine 2 oder 3 dabei herausspringen - und nicht nur in Sport und Kunst.

    Wenn man diesen Leuten eine echte Perspektive bietet, irgendwann ein Durchschnittseinkommen zu erreichen, wird man sie auch für vieles begeistern könnnen. Aber mal im Ernst: Wer will sich schon den Arsch aufreißen um später ein Einkommen auf dem Niveau von Hartz IV selbst zu verdienen? Diese Klientel bestimmt nicht!

    Und solange es nicht genug Arbeitsplätze für alle gibt, ist es unter dem Strich doch egal, wen man mit seinen Steuern finanziert. Lieber einen relativ glücklichen Arbeitslosen, als die verzweifelten.
    Geändert von Ebayfan (07.11.2006 um 12:00 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Gerade bei einem befristeten Arbeitsvertrag wäre das aber zu überlegen. Das ALG wird doch nach dem letzten Netto-Gehalt berechnet. Und das ist in Steuerklasse IV oder sogar III doch wesentlich höher. Die zuviel bezahlten Steuern gibt es doch später wieder zurück.
    Hier irrst du gewaltig, das ALG I wird nach aktueller Steuerklasse bezahlt, nicht nach der Klasse, nach der du eingezahlt hast.

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Aber vermutlich willst Du kein ALG beantragen, um nicht zu schmarotzen? Wirklich löblich!
    Falsch vermutet. ALG I hätte ich mir erarbeitet, da es eine Versicherungsleistung ist.

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Hast Du denn auch schon mal nachgedacht, wie solche Sprüche zustande kommen? Sind die Betreffenden wirklich nur zu faul, oder schaffen sie es einfach nicht, genug Bildung und einen Arbeitsplatz zu erreichen? Jugendliche aus bildungsfernen Schichten sehen für sich persönlich gar keine Chance und blocken deswegen vorzeitig ab. Um nicht als Versager dazustehen, kommen dann diese Sprüche!
    Ich denke nicht nur darüber nach, ich arbeite täglich mit Jugendlichen, die von ALG II leben müssen. Da könnte ich dir Stories erzählen ...

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Wie wirkt sich das denn auf das Selbstwertgefühl aus, sagen zu müssen: "Tja, leider bin ich nicht besonders begabt. Deshalb bräuchte ich eigentlich intensive Hilfe, um überhaupt einen Schulabschluss zu schaffen. Meine Eltern sind aber zu blöd/faul/desinteressiert dazu und Geld für Nachhilfe haben wir nicht. Und wenn ich dann mit Mühe und Not einen Abschluss geschafft hätte, findet sich vermutlich kein Arbeitgeber, der sich die Mühe macht, mich auszubilden."
    Komm einfach einmal zu uns und schau dich um. Wie gesagt, das ist mein Job.

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Dann doch lieber "Schule ist doof - keinen Bock!" - das ist auch nicht so kompliziert und geht schnell. Das stimmt doch auch, wenn man immer nur Noten zwischen 4 und 6 kassiert! Damit Schule Spaß macht, muss auch mal eine 2 oder 3 dabei herausspringen - und nicht nur in Sport und Kunst.
    Hier stellt sich die Frage, was war zuerst da? Kein Bock und dann die schlechten Noten oder umgekehrt? Der tägliche Umgang mit meinen Jugendlichen hat mich gelehrt, dass erst die Lust fehlte und dann die Noten schlecht wurden.

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Wenn man diesen Leuten eine echte Perspektive bietet, irgendwann ein Durchschnittseinkommen zu erreichen, wird man sie auch für vieles begeistern könnnen. Aber mal im Ernst: Wer will sich schon den Arsch aufreißen um später ein Einkommen auf dem Niveau von Hartz IV selbst zu verdienen? Diese Klientel bestimmt nicht!
    Ich steh nach wie vor zu meinem Angebot: hospitiere einmal bei uns.

    Zitat Zitat von Ebayfan
    Und solange es nicht genug Arbeitsplätze für alle gibt, ist es unter dem Strich doch egal, wen man mit seinen Steuern finanziert. Lieber einen relativ glücklichen Arbeitslosen, als die verzweifelten.
    Die Frage ist, ob ich das will.

  8. User Info Menu

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    @Citronella:
    Meine Kenntnis ist auch die, daß die Höhe des Alg 1 sich nach dem letzten Nettoverdienst berechnet, vorrausgesetzt man hat innerhalb eines Zeitraumes von 2 Jahren insgesamt 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet (früher war es ein Zeitraum von 3 Jahren).

    In einer Sache muß ich Dir aber recht geben:
    Es gibt sie wirklich, diese Klienten, die einen zur Weißglut treiben können mit ihrem Egoismus und ihrer verächtlichen Haltung gegenüber der "malochenden" Bevölkerung.
    Hat man einen solchen Klienten z.B in einer Einrichtung mit betreuter Wohnmöglichkeit, ist es möglich, daß man für seine weiteren 10 Klienten keine Zeit mehr findet, auch ausgelöst durch unsoziales Verhalten wie Mobbing des Klienten gegenüber den anderen Klienten!
    Das ist wirklich schlimm und ich habe es leider auch schon erleben müssen, auch daß "vernünftige" Klienten deswegen ihre Beratung abgebrochen haben und lieber in ein gewalttätiges und desolates Umfeld zurückgekehrt sind!

    Solche Menschen gehen mit einer Brechstange durchs Leben und können einem sogar gefährlich werden, denn wer droht, eine Bombe vorm Sozialamt zu zünden (wenn es nicht bald den 30sten Vorschuß gibt) und sein Kind an irgendwelche Männer weiterreicht, was hat der vielleicht noch auf Lager???

    Leider ist das wahr und ich wünschte, es wäre anders.

    Trotzdem darf man nicht aus den Augen verlieren, daß die Mehrheit der Leistungsempfänger ungewollt in diese Zwangslage gekommen sind, viele schämen sich auch ganz fürchterlich dafür.

    sultan tanimun

  9. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von tanimun

    Trotzdem darf man nicht aus den Augen verlieren, daß die Mehrheit der Leistungsempfänger ungewollt in diese Zwangslage gekommen sind, viele schämen sich auch ganz fürchterlich dafür.

    sultan tanimun
    So ist es, die meisten wollen aus der Misere heraus.

  10. Inaktiver User

    AW: Diskussion zur Unterschichtsdebatte

    Zitat Zitat von tanimun
    In einer Sache muß ich Dir aber recht geben:
    Es gibt sie wirklich, diese Klienten, die einen zur Weißglut treiben können mit ihrem Egoismus und ihrer verächtlichen Haltung gegenüber der "malochenden" Bevölkerung.
    Hat man einen solchen Klienten z.B in einer Einrichtung mit betreuter Wohnmöglichkeit, ist es möglich, daß man für seine weiteren 10 Klienten keine Zeit mehr findet, auch ausgelöst durch unsoziales Verhalten wie Mobbing des Klienten gegenüber den anderen Klienten!
    Das ist wirklich schlimm und ich habe es leider auch schon erleben müssen, auch daß "vernünftige" Klienten deswegen ihre Beratung abgebrochen haben und lieber in ein gewalttätiges und desolates Umfeld zurückgekehrt sind!

    sultan tanimun
    Vielleicht sticht mir das so ins Auge, weil ich in einer Gegend wohne, wo es leider eine Anhäufung dieser Klientel gibt.
    Vor 8 Jahren gehörte ich auch noch zu den Leuten, die keine Steuern zahlen mußten,weil ich am Existenzminimum verdiente, heute zahel ich viel Steuern und ich zahl sie eigentlich gern, weil ich so etwas an die Gesellschaft zurückgeben kann, was sie mir damals zur Hilfe bot.
    Nur wenn ich dann eben sehe, das sich manche so ganz drauf verlassen, das ihnen irgendwie gegeben wird und es sind beileibe nicht nur AEs oder ältere Menschen...
    Sorry, dann mutiere ich zum intoleranten Sozialfascho.
    Hilly

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