Wenn er als Mediator und nicht als Anwalt beauftragt ist, ist sein Verhalten vollkommen korrekt. Er ist allparteilich. Er kann und darf Deine Wünsche und Vorstellungen nicht vertreten und Deine Teilnahme oder Verhinderung nicht bewerten.
Eine Vereinbarung über die Auseinandersetzung kann nur mit Deiner Mitwirkung zustande kommen. Daher wäre es schon hilfreich, wenn Du teilnimmst. Möglich aber etwas unkonventionell wäre es aber auch eine Vereinbarung, die die Anderen ohne Dich ausgearbeitet haben, quasi zu genehmigen. Deine Interessen werden aber nur vertreten, wenn Du teilnimmst. Der Mediator kann Deine Darstellung den Anderen nur neutral zur Kenntnis geben. So ist sein Job und sein Verhalten ist keinesfalls komisch.
Antworten
Ergebnis 11 bis 17 von 17
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06.12.2012, 16:45
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
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06.12.2012, 16:51Inaktiver User
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
Du könntest den Mediator ablehnen - ich hätte das sofort getan. Seine Person verstösst meines Erachtens gegen einen Grundsatz der Mediation, nämlich den der Allparteilichkeit. Er ist ein Freund Deines Onkels, und damit eben nicht allparteilich. Ein Mediator sollte bei Erbschaftsangelegenheiten von allen Beteiligten gemeinsam ausgesucht und beauftragt werden.
Über diese Beauftragung müsste es im übrigen eigentlich einen Vertrag geben, dem Du zugestimmt haben müsstest.
Darüber hinaus macht ein Mediationstermin nur Sinn, wenn alle Beteiligten auch anwesend sein können. Nur dann kann gewährleistet werden, dass jeder Beteiligte die Gelegenheit bekommt, seine Position, seine Anliegen einzubringen. Das ist die GRUNDLAGE der Mediation - fehlen Beteiligte, ist auch die Grundlage für den Prozess an sich nicht gegeben.
Wenn Du keinen Urlaub bekommst, sollte der Termin verschoben, und ein neuer Termin fest gelegt werden, an dem ALLE Beteiligten ihr Erscheinen zusagen können. Es sollte für alle Beteiligten nachvollziehbar sein, dass berufliche Verpflichtungen Vorrang haben können.
Also - nicht ärgern und die Klappe halten, sondern umgehend aktiv werden.
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06.12.2012, 17:46
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
Ich kann dem Beitrag von chironex-fleckerli nur zustimmen. Bist du denn überhaupt zur Wahl des Mediators befragt worden?
Oder ist das schon wieder so eine Mauschelei, dass ein Freund des Onkels von den anderen dazu ausgesucht wurde?Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
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08.12.2012, 08:34
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
Freund des Onkels, das geht gar nicht.
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11.12.2012, 09:43
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
emerle,
wenn Du zum angesetzten Termin nicht kannst, dann solltest Du nicht sagen, dass Du da "wahrscheinlich" nicht kannst, sondern dass Du da nicht kannst und folgende alternative Termine vorschlägst.
Wie sah denn der Vorlauf aus? Hast Du Dich denn auch aktiv an der Auswahl des Mediators beteiligt? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. Es ist nämlich auch für die andere Partei doof, wenn Du keinen Einwand erhebst und erst im letzten Moment bekannt gibst, dass Du erstens nicht kommst und zweitens den Mediator ablehnst.
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11.12.2012, 09:56
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
Meditationen finden statt, weil die Ratsuchenden sich nicht einig sind bzw. sich gegenseitig regelmäßig Knüppel in die Beine werfen.
Ein Mediator mit Erfahrung sollte das wissen.
Wenn dann ein Teilnehmer der Runde kurzfristig absagt, erweckt das schon den Anschein einer „Sabotage“.
Als Mediator dann noch solche provozieren Schreiben zu verfassen, halt ich im Sinne einer Meditation für kontraproduktiv.
Mittlerweile steht an fast jedem Anwaltschild „Mediator“.
Ob es nun dem Arbeitsmangel oder Gier eines Anwaltes zuzuschreiben ist, dass die sich als „Meister aller Klassen“ verkaufen, vermag ich nicht zu beurteilen.
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11.12.2012, 11:49Inaktiver User
AW: Verhalten von Mediations-Anwalt korrekt?
Ich glaube ja, dass er einfach nur auf der neutralen Sachebene gesprochen hat und Dir sagt, dass er deine Absage registriert. Mehr nicht.
Alles, was jetzt an Interpretationen hochploppt, findet in dem statt, der das liest. Der Empfänger macht hier die Botschaft.
Ihr geht ja sicher nicht ohne Grund zu einem Mediator. Also hat das ganze schon eine belastete Vorgeschichte. Und sein Job ist schließlich, den Dampf rauszunehmen.
Dieses Jobargument finde ich allerdings immer etwas fragwürdig, denn ein guter Arbeitgeber weiß, dass seine Mitarbeiter auch privat wichtige Dinge zu regeln haben. Und auf einen miesen Arbeitgeber braucht man keine Rücksicht nehmen. Den findet man allemal. (Meine ganz unmediatorenmäßig persönliche Meinung)
Trotzdem, wenn Du das so einstufst und nichts riskieren willst, nimm es hin, dass Du keine Zeit hast und es nicht anders geht. Dann läuft es eben, wie es läuft.


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