Liebes Forum,
zum ersten Mal habe ich tatsächlich finanzielle Sorgen und möchte mir gern Rat suchen.
Ich verdiene normal viel Geld (nicht zu wenig, nicht zu viel) und könnte eigentlich gut allein leben.
Leider habe ich durch meine Trennung im Juli einen Kredit über 15.000 EUR aufgenommen, den ich mit monatlich 270,00 € zurückzahlen muss.
Normalerweise wäre das alles kein Problem. Leider ist mein Auto dann teuer kaputt gegangen, meine Katze tödlich erkrankt und ich habe gesundheitliche Probleme bekommen, die viele Arztbesuche notwendig machten (bei denen ich noch nicht weiß, ob meine KV und die Beihilfe alle Rechnungen komplett erstatten).
Alles in allem: Mein Konto bewegt sich im Minus. Ich habe so monatlich grundsätzlich noch keine Probleme (auch, wenn mein Konto immer im Minus ist gegen Mitte des Monats), nur mache ich mir ein wenig Sorgen für die Zukunft: Was ist, wenn eine meiner Katzen wieder krank wird? Mein Auto kaputt geht? Ich wieder so viel zum Arzt muss?
Ich habe keine Rücklagen. Ich meine klar - zur Zeit spare ich. Aber wenn eins von diesen unverhofften Dingen eintritt, bricht es mir das Genick
Okay, man muss sich vielleicht noch nicht soo viele Sorgen machen über Dinge, die noch nicht sind, aber es belastet mich.
Nun muss ich sehen, dass ich in der nächsten Zeit, in der noch nichts passiert ist, wirklich doll spare.
Meine Frage ist nun... Muss ich wirklich umziehen? Muss ich mein Auto abschaffen?
Es ist so, dass ich von meiner Arbeitstätte 22 km entfernt wohne. Ich fahre also mit dem Auto rund 50 Kilometer am Tag. Dazu bin ich nahezu jedes Wochenende nachhause gefahren (80 Kilometer einfache Strecke). Das mache ich nicht mehr - habe ich drastisch eingeschränkt.
Naja, meine Wohnung ist groß für mich und meine zwei (90 qm) aber verhältnismäßíg, für die Größe, sehr günstig. Ich fühle mich sehr wohl.
Jetzt ist die Frage, ob es vielleicht doch nicht Sinn macht, in eine kleinere Wohnung zu ziehen und dann auch noch an den Ort meiner Arbeitstätte, um Kosten zu sparen.
Der Gedanke bedrückt mich, ich mag hier eigentlich nicht wegziehen und schon gar nicht dahin, wo ich arbeite.
Aber jeder sagt mir, wenn du Sparen willst, musst du die größten Posten angreifen. Das sind bei mir nunmal die Wohnung und die Fahrtkosten.
Deshalb meine Frage: Muss das wirklich sein? Oder kann ich auch noch bei kleineren Posten sparen?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 206
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13.11.2012, 20:56
Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Liebe Grüße,
Hirschhornsalz






96 - alte Liebe
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13.11.2012, 21:54Inaktiver User
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Erstmal tut es mir leid, dass Dir in letzter Zeit soviel Unangenehmes widerfahren ist
! Ich hoffe, Du hast Deine Pechsträhne jetzt überwunden.
Ansonsten finde ich es etwas schwierig, Deine Lage zu beurteilen, ohne dass Du konkret sagst, wie viel Geld Du zur Verfügung hast und wie sich das auf verschiedene Positionen verteilt. Dabei musst Du es hier ja nicht öffentlich machen, wenn Du nicht willst, aber zumindest für Dich selbst solltest Du unbedingt ein Gefühl dafür bekommen, wofür Du wieviel Geld ausgibst. Führst Du ein Haushaltsbuch? Weißt Du genau, wo Dein Geld braucht? Grundsätzlich kann man natürlich besonders viel Geld sparen, wenn man an die großen Blöcke geht, aber auch kleine Einsparungen bringen auf Dauer viel. Jeden Werktag ein Cappuccino bei Starbucks sind in einem Monat zum Beispiel 60 Euro, im Jahr 720 (sehr vereinfacht gerechnet).
Ein Umzug kostet übrigens auch in der Regel Geld, da müsste man also erstmal prüfen, ob Dir das viel hilft. Aber vielleicht reicht es ja, auf das Auto zu verzichten? Oder Fahrgemeinschaften zu bilden? Vielleicht kannst Du auch die Einnahmen erhöhen, indem Du vorübergehend einen Nebenjob annimmst oder ein Zimmer temporär untervermietest?
LG Tulipali
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13.11.2012, 22:01
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Liebe Hirschhornsalz,
auch von mir eine dicke Runde Mitgefühl.
Ein ganz unschönes Gefühl, wenn man das nicht kannte.
Ich bin damit nach einer Trennung vom Kindsvater erstmal in Kontakt gekommen.
Je nachdem wo du wohnst, gibt es die Möglichkeit ein Zimmer bei airbnb oder wimdu zur Verfügung zu stellen.
In den USA machten das vielle ua um ihr Einkommen aufzubessern.
Sie hatte durchweg gute Erfahrung damit.
Und selbst bei mir "um die Ecke" nicht sooo zentral gibt da jede Menge Inserate.
Alternative Wochenendfahrer oder mal nur für 1-3 Monate jemanden..schau mal unter WG gesucht.....da suchen viele nur im Rahmen eines Zeitfensters
LG
twix
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13.11.2012, 22:22
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Hast du schon einmal Haushaltsbuch geführt? Schreib mal zwei oder drei Monate lang konsequent auf, wie du dein Geld ausgibst. Dann hast du konkrete Zahlen, dann siehst du auch, wo die großen Posten sind und ob es evtl. Sparmöglichkeiten gibt außer Miete und Auto.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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13.11.2012, 22:38
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Danke für eure Antworten
Und natürlich die lieben Mitgefühl-Worte. Aber in diese missliche Lage habe ich mich selbst gebracht, so dass ich jetzt schauen muss, dass ich auch selbst wieder rauskomme 
Tulipali
Ehrlich gesagt habe ich nicht so das Problem damit, meine Einnahmen und Ausgaben öffentlich zu machen.
Hier mal meine Liste mit den Fixkosten.
1.880,00 EUR Bezüge. Das sind meine Einnahmen.
Ausgaben fix:
570,00 Miete
70,00 Strom
220,00 Krankenversicherung
270,00 Kredit
52,00 für mein Gesundheitsstudio (ich weiß, ziemlich teuer, aber für mich, meinen Rücken und mein Wohlbefinden einfach nötig...)
60,00 für Handy, Festnetz und Internet
Macht 638,00 Euro Rest. Davon rechne ich ca. 200,00 EUR für Fahrtkosten (ich muss DRINGEND ein Fahrtenbuch/Benzinbuch führen, denn darüber habe ich so gar keinen Überblick....), ich rechne so mit einer Tankfüllung in der Woche.
Bleiben also 438,00 EUR für mich und meine beiden Katzen. Klingt viel, aber so viel ist das irgendwie nicht...
Dazu kommen alle 3 Monate 222,00 EUR für die Autoversicherung.
Das sind so die Fixkosten.
Auf das Auto verzichten, das habe ich auch schon überlegt, dann ist allerdings die Frage, wie ich zur Arbeit komme. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, ohne das Auto zu sein. Fahrgemeinschaft kommt nicht in Frage, da keiner meiner Kollegin bei mir hier wohnt. Mit Bus/Bahn geht gar nicht (Der Bus fährt nur einmal alle zwei Stunden und die Bahn gar nicht, da an meiner Arbeitsstätte kein Bahnhof ist).
twix
Ich habe kein Zimmer, dass ich vermieten könnte
Das wäre sonst eine so gute Idee.
skirbifax
Erstmal ein Lob an deine Beiträge und auch ein Danke, du hast schon in einigen Fäden von mir mitgewirkt, immer kompetent.
Ich habe mal einen Monat versucht, ein Buch zu führen. Da ich aber schluderig war, hat das nicht geklappt.
Deswegen kann ich auch total schlecht einschätzen, wieviel Geld genau ich denn nun eigentlich für die Katzen brauche und für Lebensmittel für mich!
Auch mit den Fahrtkosten, habe ich weiter oben ja geschrieben.
So ein Haushaltsbuch, schreibe ich dann einfach ab dem 01. eines Monats auf, was ich jeden Tag ausgegeben habe?Liebe Grüße,
Hirschhornsalz






96 - alte Liebe
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13.11.2012, 22:39
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Hallo Hirnhornsalz,
Deine Angaben sind zu ungenau, um Dir wirklich eine Empfehlung zu geben, wie Du demnächst finanziell über die Runden kommen kannst.
War der Kredit für Dein Auto? Und was zahlst Du an Miete bzw. Nebenkosten im Monat?Ich verdiene normal viel Geld (nicht zu wenig, nicht zu viel) und könnte eigentlich gut allein leben.
Leider habe ich durch meine Trennung im Juli einen Kredit über 15.000 EUR aufgenommen, den ich mit monatlich 270,00 € zurückzahlen muss.
Notfalls könntest Du noch Samstags einen Nebenjob annehmen, bis der Kredit abgezahlt ist.
Was meinst du?
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer
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14.11.2012, 00:35Inaktiver User
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Hallo, mir kommt die Versicherung fürs Auto ziemlich viel vor. Kommt natürlich auf das Auto und deine Einstufung an. Vielleicht kannst du da noch mal vergleichen?
Was bei mir relativ viel ausgemacht hat, als ich noch gearbeitet habe, war das Auswärts-Mittagessen.
Und, wie jemand schon meinte, die Nebenher-Sachen, wie Kaffee-auswärts.
Im Moment verkaufe ich vieles, das ich seit meiner Jugend aufbewahre, aber nicht benutze und bin
manchmal erstaunt, was ich bei Ebay noch so dafür bekomme.
Vielleicht fällt dir da noch was ein? Ich habe zum Beispiel eine Original-Zeichnung von einem Disney-Zeichner versteigert, für mich aber eine Kopie gemacht. An der Wand sieht es genauso aus und ich habe 200 Euro mehr
Ansonsten würde ich sagen: Aussitzen. Du hast ja ein festes Einkommen und wirst ja in einem überschaubaren Zeitraum (max 5 Jahre oder doch mehr?) das Geld wieder abbezahlt haben.
Wenn du sehr unsicher bist und dir viele Gedanken machst, frag doch noch mal auf der Bank, was die in
dem Fall der Fälle raten würden. Ob sie Raten aussetzen können oder sonstwas.
Alles Gute
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14.11.2012, 06:55
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Hallo Hirschhornsalz,
bei Deiner Auflistung würde ich sagen, es sind zu viele Ausgaben für Dein Einkommen. Ohne die Kreditrate ging es sicher ganz gut, aber ich denke, die 270 Euro brechen Dir langfristig den Hals, denn von dem frei verfügbaren Einkommen kannst Du praktisch nichts sparen, und wenn man die Autoversicherung (was ist mit anderen Versicherung? Haftpflicht? Hausrat?) noch dazu rechnet, rutschst Du vermutlich langsam aber kontinuierlich weiter ins Minus, einfach weil keinerlei Reserven vorhanden sind.
Wenn sich auf der Ausgabenseite nur schwer was drehen lässt, bzw. Du es ungern willst, dann hilft nur die Einnahmenseite zu erhöhen. Nebenjob auf 400 Euro Basis, bis der Kredit abbezahlt ist? Ansonsten hilft wohl wirklich nur an Deiner gesamten Lebens- und Wohnsituation was zu ändern und die Kosten zu drücken. Fitness-Studio würde bei mir schon mal rausfliegen. Sport - auch Rückentraining - kann man günstiger im Sportverein machen, jedenfalls bis der Kredit abbezahlt ist. Fahrgemeinschaften kann man vielleicht auch über Inserat bilden. Kommt aber natürlich auch ein wenig darauf an, ob Du zeitlich etwas flexibel bist, sonst wird es schwierig.
Ansonsten stellt sich noch die Frage, ob Dir jemand (Eltern, Geschwister) das Geld für den Kredit leihen kann und Du zahlst es dann in geringeren Raten als bisher zurück.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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14.11.2012, 09:28
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Wenn die 15.000 € Kredit für ein Auto waren, dann zahlst du im Monat 544 € für Dein Auto. Da ist ein ordentliches Sparpotential drin. Insbesondere die Idee mit dem Bus solltest Du Dir nochmal ganz konkret überlegen.
Sparpotential gibt es auch bei stromsparenden Elektrogeräten, Energiesparlampen hat man gern mal nach einem Jahr drin, alte Waschmaschinen und Kühlschränke verbrauchen gern in ein paar Jahren mehr an zusätzlichem Strom als ein Neugerät kostet. Müsstest Du konkret für Deinen Fall ausrechnen.
Du schreibst von zwei Katzen. Sollte traurigerweise eine sterben, dann nicht wieder auf zwei aufstocken.
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14.11.2012, 09:38
AW: Zum ersten Mal finanzielle Sorgen
Was du bei der Kostenauflistung vergessen hast: die Dispozinsen. Du schreibst du bist ab der Mitte jeden Monat im Minus. Das ist verschenktes Geld. Ich würde auf jeden Fall so lange mal extrem sparen, bis ich nicht mehr jeden Monat dieses Geld verschleudern würde.



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