Liebes Forum!
Ich bin Anfang 30 und habe leider schon 18.000 Euro Schulden (Privatkredit bei der Diba).
Glücklicherweise habe ich einen sehr sicheren Job mit einem festen Einkommen.
Ich habe mir bereits eine Ausgabenliste gemacht, führe monatlich ein Haushaltsbuch, versuche zu sparen um so die Schulden konsequent zu tilgen.
Ist es dennoch sinnvoll mal eine Schuldenberatung, z.B. von der Verbraucherzentrale aufzusuchen?
Was könnte das bringen? Erhält man evtl. Tipps den jetzigen Kredit umzuschulden und diesen dann günstiger zurück zu zahlen?
Über eure Tipps oder Erfahrungen bezgl. einer Beratung würde ich mich freuen!
Herzliche Grüße!
Lennon
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Thema: Schuldenberatung sinnvoll?
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26.05.2011, 17:31Inaktiver User
Schuldenberatung sinnvoll?
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26.05.2011, 17:57
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Es ist immer sinnvoll, bei einem kaum noch zu überschauenden Schuldenberg sich beraten zu lassen. Kredite umzuschulden bedeutet nahezu immer, dass noch mehr Provisionen fällig werden. Es sei denn, man kann soetwas als Hypothek ( Eigentum erforderlich) aufnehmen.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.05.2011, 19:14
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Meiner Erfahung nach gibt es ne Menge Leute, die Schuldnerberatung brauchen, und Wartezeiten. Deswegen würde ich, obwohl es nicht schaden kann, mal mit den Leuten zu reden, ob man vielleicht etwas übersehen hat und besser machen könnte, überlegen, ob man bedürftig genug ist, um einen Platz in der Warteschlange in Anspruch zu nehmen.
Erste Frage:
Hast du die Lage im Griff?
Falls nein, Schuldnerberatung. Falls ja:
Ist in den letzten sechs Monaten etwas Unvorhergesehenes passiert, womit du echt nicht rechnen konnstest, was deinen Finanzplan durcheinander gebracht hat und die Rückzahlung gefährdet oder verzögert?
Ist in den sechs Monaten *vorher* etwas Unvorhergesehenes passiert, womit du echt nicht rechnen konnstest, was deinen Finanzplan durcheinander gebracht hat und die Rückzahlung gefährdet oder verzögert?
Zweimal ja: Auf jeden Fall Schuldnerberatung.
Keinmal ja: Muß nicht sein.
Einmal ja: Hat das Unverhergesehe zu Ärger mit den Gläubigern, schlaflosen Nächten, Panikattacken, spätnächtlichen Anrufen bei Freunden, die Geld haben könnten, o.ä. geführt? Wenn ja: Beratung muß. Wenn nein: Beratung kann.
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20.06.2011, 23:55
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Wenn Du Deine Situation in den Griff bekommst brauchst Du keine Schuldnerberatung, das ist sinnlos.
Die Vorgehensweise (Haushaltsbuch und einen Überblick zu verschaffen) ist sehr löblich und zu begrüssen.
Umschuldungen und/oder neue Kredite bringen meistens nichts, da man dann nur neue Löcher aufreisst. Ausnahme: Die Zinsen der alten Kredite sind an der Grenze zur Sitenwidrigkeit.
Welche Tips sollte Dir ein Schuldenberater geben? In die Insolvenz zu gehen? Zu sparen?
Mehr sagen die Dir nicht...schon gar nicht wenn es ein staatlicher oder öffentlicher ist.
Also vergiss Schuldenberater und versuche die Probleme selbst zu lösen.Viele Gruesse
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26.06.2011, 12:54
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Das sehe ich auch so!
Sieh dir die Tipps im Sparforum an und überlege bei jeder Geldausgabe, ob die wirklich sein muss. Mache Sparen zu deiner Lieblingsportart! Versuche noch mehr Geld einzusparen, als du es für die Raten musst. Überlege, ob Sondertilgungen möglich sind, erkundige dich darüber bei deiner Bank. Tilge wann immer es geht. Geht es nicht, lege das Geld für Unvorhergesehenes sicher und kurzfristig an. Damit kannst du notfalls die Raten weiterbezahlen, wenn im Leben mal irgendwas schief geht.
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26.06.2011, 13:16
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Nun, ich bin der Meinung, Beratung kann nie schaden. Man übersieht leicht etwas.
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26.06.2011, 13:42
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Ich bin der Meinung, dass es doch schaden kann.
1.)
Man gibt unnötig Daten preis, was nicht sein muss...und..wir haben aus verschiedenen Artikel unserer Kanzlei gelernt, dass diese Daten auch oft (auch unter der Hand) weiter gegeben werden.
Zum Beispiel an die ARGE.
"Es gibt Hinweise von Schuldnerberatungsstellen aus ganz Deutschland, wonach die Jobcenter Einzelheiten aus den Beratungen erfahren wollen, die weit über das notwendige Maß hinausgehen", sagte SFZ-Leiter Joachim Wenzel. Die Preisgabe solcher Informationen widerspreche sowohl den Datenschutzbestimmungen als auch der Schweigepflicht.
Quelle2.)"Überall dort, wo die Schuldnerberatung in kommunaler Hand ist, besteht die Gefahr eines Interessenkonfliktes", befürchtet Claudia Kurzbuch, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung. Denn bestimmte persönliche Informationen über den Klienten könnten dazu benutzt werden, Leistungskürzungen zu begründen.Quelle
Man verliert Zeit
Zudem was soll man denn übersehen.
Ich kenne doch meine eigenen Unterlagen und Schulden besser als jemand der eine Ausbildung im sozialen Bereich gemacht hat und dann aufgrund von Muschelei und "Pöstchenverschieben" vom Staat zum Schuldenberater ernannt wurde....wurde .meist ohne Wissen und Ausbildung.
.................wenn man sich nur die Ausführungsgesetze der Länder sich genauer ansieht sind nach deren Aussage Rechtspfleger, Sozialerbeiter, Sozialpädagogen, Bankkaufleute, Betriebswirte und Ökotrophologen geeignet Menschen mit Schulden zu beraten und die Insolvenz für diese vorzubereiten......
Ökotrophologen =
Die Lehrgebiete umfassen die Ernährungslehre einschließlich Diätetik, das Personalmanagement, die Ökonomie und die Gesundheitslehre sowie die Sozialpolitik, die hauswirtschaftlich relevante Technik und die Haushalts- und Verbrauchslehre.
........Was nun ein Ökotrophologen zur Insolvenzberatung qualifiziert ist ist mir dies ein Rätsel, und so sehen die "Beratungen" bei den staatlichen Stellen meistens auch aus.
Gehen wir noch weiter zu den Ursprüngen:
Als die Institution der "geigneten Stelle" ins Leben gerufen wurde waren in den Verbraucherzentralen eine ganze Reihe von Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen. Diese mussten "unter kommen" und man wollte Ihnen ein Betätigungsfeld geben.
Ausserdem wollte die Verbraucherzentralen Ihren eigene Position stärken.
Deshalb setzen sie diese "Qualifikation" durch, die als "Berater" bei der "geiegneten Stelle" langen sollte. Dies taten sie 1999 und bis heute hat sich dort nichts verbessert......
Quelle:
Auszüge aus unserer KanzleihomepageGeändert von ascalin (26.06.2011 um 22:55 Uhr) Grund: Zwei Erstquellen statt deren Verarbeitung auf der Kanzleihomepage ergänzt
Viele Gruesse
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26.06.2011, 17:18
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Das Risiko, daß ich sehe, ist, daß man glaubt, etwas im Griff zu haben und es nicht hat. Eben weil ständig etwas "Unvorhergesehenes" kommt und die Situation verschlimmert. Man hat ja (meistens) auch geglaubt, die lage im Griff zu haben, während die Schulden aufgelaufen sind.
Deswegen würde ich es von der andereren Seite betrachten: Wenn über ein Jahr stetig zurückgezahlt wurde und die Schuldensumme schrumpft, hat man's (derzeit) im Griff. Wenn nicht, sollte man aufhören, sich was vorzumachen...
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26.06.2011, 22:56
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Grundsätzlich finde ich, dass bei den Fakten: Schuldenhöhe x, festes Einkommen die Sache klar ist.
Wer Geld geliehen hat, muss es auch zurück zahlen. Wer ein festes Einkommen hat, kann überblicken, ob sein Einkommen hoch genug ist, Tilgung und Lebenshaltung zu finanzieren. Wenn das nicht reicht, muss man sich einschränken. Wenn das immer noch nicht reicht, kann man sich ansehen, ob die Rate über der Pfändungsgrenze liegt. Ob man aber will, dass der Lohn gepfändet wird, muss man sich vorher überlegen.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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04.07.2011, 11:19
AW: Schuldenberatung sinnvoll?
Hallo,
ich würde vielleicht statt einer Schuldenberaterin eine unabhängige Finanzberaterin aufsuchen - so wie z. B. Helma Sick, die die Finanzkolumne in der "Brigitte" schreibt. Das kostet zwar, aber dafür bekommt man einen qualifizierten Rat, ohne dass man etwas kaufen soll und/oder die Beraterin von Banken oder Versicherungen Provision bekommt.
LG,
Kate


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