Wieso!? Es gibt doch Einzelhandelsverbände. Und im Zweifel schliesslich noch die IHK. HAbt ihr da mal gefragt? Die können euch ggf. seriöse Hilfe vermitteln oder sagen, wo ihr jemanden findet.
Und es gibt auch noch die Verbraucherschutzzentrale, gell?! Haben die nicht jemanden, der was für euch tun kann?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 22
-
10.11.2005, 13:36
Re: Privatinsolvenz ohne Anwalt - geht das?
-
11.11.2005, 08:06Inaktiver User
Re: Privatinsolvenz ohne Anwalt - geht das?
Bei Einzelhandelsverbänden haben wirs noch nicht probiert, er war keinem angeschlossen, die IHK sagt, sie könne nur bei *Vollzeitselbständigen* helfen. Da es ja eine PRIVATE und keine normale Insolvenz ist.
Ziemlich komplizierte Sache. Er hat eine Eigentumswohnung, deren Verkäufer nun wegen Betrug im Knast sitzt. Gegen die Sparkasse wird ermittelt, weil denen der überhöhte Kaufpreis hätte ins Auge springen müssen und die den Kredit nie und nimmer hätten bewilligen dürfen.
Gestern kam ein Schreiben vom Anwalt, der die Wohnungsgeschichte regelt... die Zwangsversteigerung ist erstmal auf Eis gelegt. Vielleicht kommen wir um die Inso also doch drumrum!
LG
nele
-
16.11.2005, 08:30Inaktiver User
Re: Privatinsolvenz ohne Anwalt - geht das?
Hallo,
wenn man Schulden aus einer selbständigen Tätigkeit hat, kann er das auch selber machen. Regelinsolvenzantrag mit Restschuldbefreiung beim gericht holen und Stundungskostenantrag ausfüllen, da sonst 1500 € vorab beim Gericht eingezahlt werden müssen. Liste mit den Verbindlichkeiten machen, Name, Adresse, Aktenzeichen dazu und beim Gericht abgeben.
Die teilen Euch dann einen Insolvenzverwalter zu und mit dem wird dann der Rest besprochen. Das ist einfacher, als wenn man eine priv. Insolvenz macht.
Private Insolvenz geht erst nach mangels Masse abgelehnten Regelinsolvenzantrag. Und den kann man, wie oben gesagt, direkt miteinreichen.
Viel Erfolg.
-
14.12.2005, 14:55
geht, sagt die Anwältin
Hallo,
ich bin selbst Rechtsanwältin und begleite viele Mandanten bei der Vorbereitung und Beantragung eines Regel- oder Verbraucherinsolvenzverfahrens.
Wie von mehreren Vorposterinnen bereits mehrfach angesprochen, braucht man dafür in vielen Fällen keinen Rechtsanwalt. Zum einen beraten auch die Schuldnerberatungsstellen (wobei meines Erachtens dabei der Schwerpunkt weniger auf der juristischen sondern mehr auf der psychologischen Seite liegt), zum anderen sind letztendlich nur Glaubiger und Schulden einerseits und Vermögen und Einkommen andererseits in Übersichten aufzustellen und der Papierkrieg mit den Formularen zu bewältigen. Für viele Schuldner ist es aber ein Problem, dass sie sich mit ihren Schulden nicht so intensiv befassen wollen, wie es für die Vorbereitung und Beantragung des Insolvenzverfahrens erforderlich ist. Außerdem vertrauen uns unsere Mandanten auch während des Insolvenzverfahrens oft mehr als dem Insolvenzverwalter, so dass sie sich bei Fragen und Problemen lieber an uns wenden.
Ich würde Dir dazu raten, Dich zu den Fragen, die Du noch hast, gezielt anwaltlich beraten zu lassen (und Dir dabei auch einen im Insolvenzrecht erfahrenen Anwalt zu suchen) und das Insolvenzverfahren - wenn Du es Dir zutraust - selbst in die Hand zu nehmen.
Viele Grüße
Mondlicht
-
18.12.2005, 06:19
Re: geht, sagt die Anwältin
Hallo,
Mondlicht hat sicher recht!
Aber geh doch trotzdem einfach mal zum amtsgericht. Frag die leute einfach. Bestimmt gibt es da Tipps. Vor allem wenn man nicht am Freitagmittag kommt.
Man kann ja auch fragen, welcher Anwalt erfolgreich so etwas abgewickelt hat. An der stelle werden sie natürlich still wie eine Auster.
Aber immer probieren. Mehr als 20 Euronen für falschparken wird es nicht kosten.
Wünsch euch viel Erfolg!!!!!!
petra
-
31.12.2005, 13:27Inaktiver User
Re: geht, sagt die Anwältin
Hier mal der Stand der Dinge.
Der Anwalt (Fachanwalt für Insolvenzrecht) der für den Vergleich schon jede Menge Kohle gekriegt hat, sagt natürlich alleine geht gar nix.
Jetzt sieht es aber so aus, dass meinem Mann auch noch gekündigt wurde und wir und so oder so die 350€ für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch den Anwalt nicht mehr leisten können.
Also wird mein Mann den Antrag beim Gericht selbst stellen.
Eine Regelinsolvenz geht übrigens nicht, weil er auch private Schulden hat.
Wir werden sehen, nächste Woche muss es erledigt werden, sonst muss er erst nochmal einen Vergleich anbieten.
Vielen Dank für eure Tipps!
Einen schönen Jahresanfang wünscht
NELE
-
11.01.2006, 10:51
Re: geht, sagt die Anwältin
Hallo Nele!
Wieso soll denn Regelinsolvenz nicht gehen. Es kommt meines Wissens nicht darauf an, woher die Schulden stammen, sondern ob der Schuldner vorher selbständig tätig war.
Da erkundige dich noch mal ganz genau. Eine Regelinsolvenz ist bedeutend einfacher abzuwickeln als eine Privatinsolvenz.
Geht am Besten zum Amtsgericht und lasst euch dort die Vordrucke geben. Und so weit ich weiß, sind die meisten Insolvenzverwalter ganz in Ordnung.
LG Zweite
-
13.01.2006, 16:48Inaktiver User
Re: geht, sagt die Anwältin
Regelinsolvenz geht nicht, weil mein Mann hauptberuflich Angestellter war und nur nebenbei ein Geschäft hatte.
Der Antrag ist nun eingereicht, die beim Gericht waren/sind wirklich sehr nett.
LG
-
24.07.2006, 14:03
Re: Privatinsolvenz ohne Anwalt - geht das? *DELETED*
Nachricht gelöscht durch Chico
Grund:
Werbung pur!
-
24.07.2006, 17:27
Re: Privatinsolvenz ohne Anwalt - geht das?
Na wenn das denn mal keine Eigenwerbung ist, was?
Nachdem du im anderen Thread eine "schwarze" Liste von Schuldnerberatungen veröffentlichst, machst du hier großspurig Werbung mit insopoint und insosoft???
Solltest mal dazuschreiben, dass diese Software 90 Euro!!! kostet und dass man sich erst anmelden 'darf', wenn man seinen Namen und Geburtsdatum öffentlich preisgibt.
Namen und Inhaber der Domain oder Software findet man auf den Eingangsseiten eher nicht. Wer sind die Betreiber/Entwickler?? Rechtsanwälte? Schuldnerberater?
Bitte die Red. der Bricom die Links des vorhergehenden Beitrags umgehend zu löschen (unerlaubte Werbung)


Zitieren
