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    AW: Privatinsolvenz..!?

    Keine Angst Ascalin, ich fuehle mich nicht angesprochen stimme deinem Kommentar aber voll zu (darf man Mods Leckerlie geben? )

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    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na ihr Zwei dann macht es euch eben so einfach.

    Da kann man doch nur hoffen, dass ihr nie in die Lager kommt gelle
    Hallo,

    ich meine nicht nur die Schuldner, die in Saus und Braus gelebt haben, und jetzt vor einem Berg Schulden stehen. Sondern auch die Frauen, die mit Teilzeitjob für einen Kredit des Mannes bürgen oder den Kreditvertrag gleich mit unterschreiben. Die, die Immobilien finanzieren, und nicht damit rechnen, oder blind darauf vertrauen, dass das jetzige Einkommen von zwei Verdienern dauerhaft verfügbar sein wird. Diejenigen, die sich gleich mehrere Schrottimmobilien im Osten haben andrehen lassen, ohne kritisch zu prüfen. Und noch viele andere mehr...

    Ich habe als Anwältin viele Schuldner in die und durch die Verbraucherinsolvenz begleitet (inzwischen arbeite ich nur noch nebenbei als Anwältin).

    Und jeder, aber auch jeder hat wenigsten eine falsche bzw. dumme Entscheidung getroffen.

    Und mir war immer wichtig,dass die Schuldner, soweit sie das brauchten, auch psychologische Begleitung bekamen (es gibt hier eine sehr engagierte Selbsthilfeorganisation) und dass die Schuldner sich auch mit den eigenen Fehlern auseinandersetzten.

    Ich bin gerne dafür offen, wenn mir jemand von Konstellationen berichtet, in denen jemand völlig ohen Schuld in die Überschuldung geraden ist.

    Mandelblüte
    Geändert von Mandelbluete (12.10.2010 um 21:18 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von ascalin Beitrag anzeigen
    Sibina, hättest du die von dir verlinkte Seite aufmerksam gelesen, wäre dir auch aufgefallen, dass es darum geht, dass 10 Jahre nach Restschuldbefreiung nur unter ganz bestimmten Bedingungen erneut eine PI beantragt werden kann.
    OT... es ging darum ob eine zweite RSB möglich ist oder nicht... und ja sie ist möglich, mehr habe ich damit nicht gesagt.

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    AW: Privatinsolvenz..!?

    Hallo,

    mir geht es nicht darum, der TE irgendwelche Vorwürfe zu machen.

    Ich hoffe für die TE, dass sie sich ehrlich und selbstkritisch fragt, wie sie in diese Sitation kommen konnte.

    In diesem Forum sind die von Ascalin gestellten Fragen wichtig.

    Der erste Schritt für die TE ist das Sammeln und Sortieren der Unterlagen und eine Aufstellung aller Gläubiger und Verbindlichkeiten.

    Und dann die Klärung welches Einkommen verfügbar ist oder noch generiert werden kann. So kommt man zu einem Vorschlag für die Gläubiger.

    Wenn die TE dazu selbst nicht in der Lage ist, helfen die Schuldnerberatungen oder auch Anwälte (vorher aber bitte klären, ob der Anwalt bereit ist, über Beratungshilfe abzurechnen).

    Mandelblüte

  5. Inaktiver User

    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Sondern auch die Frauen, die mit Teilzeitjob für einen Kredit des Mannes bürgen oder den Kreditvertrag gleich mit unterschreiben. Die, die Immobilien finanzieren, und nicht damit rechnen, oder blind darauf vertrauen, dass das jetzige Einkommen von zwei Verdienern dauerhaft verfügbar sein wird. Diejenigen, die sich gleich mehrere Schrottimmobilien im Osten haben andrehen lassen, ohne kritisch zu prüfen. Und noch viele andere mehr...
    klar hätten sich die Leute das besser überlegen sollen.

    aber gerade in diesen Fällen habe ich mit den Kreditgebern, die dann leer ausgehen, kein Mitleid - ein Kreditvertrag hat immer zwei Unterschriften, auch die des Gläubigers, und wo das Risiko ist, weiß die Bank besser als der Kreditnehmer.

    oder meinst Du vor allem die "daraus folgenden Schulden" - etwa, wenn jemand deshalb seine Miete nicht mehr bezahlen kann und der Vermieter wird zum weiteren Gläubiger?

  6. Inaktiver User

    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von sohalt Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen..

    ich bin 26 jahre alt und mutter von einem 5 jährigen sohn, mein partner verdient ca 1600 euro und ich hab ca 15000 euro schulden, arbeite auf 400 basis und möchte gerne in die pi gehen.

    wird das gehalt meines partners angerechnet? und wie ist das wenn wir in der zeit der pi heiraten möchten..!?

    liebe grüße

    Ok, dann nochmal bezogen auf Deinen Fall.

    Deine Schulden sind Deine Schulden ganz allein, egal ob Du heiratest oder nicht. Dein Partner ist Dir gegenüber nach der Heirat maximal unterhaltspflichtig, aber bei ihm kann man Deine Schulden nicht eintreiben.

    Allerdings würde ich es mir an Deiner Stelle sehr gut überlegen, diesen Schritt zu gehen. Inklusive des Insolvenzverfahrens und Wohlverhaltensphase kann das rund 7 Jahre dauern, in denen Du dem Insolvenzverwalter und dem Amtsgericht gegenüber Deine Finanzen offen legen musst.

    Es wird Dir nur ein pfändungsfreies Minimum verbleiben und Du wirst über Dein Geld nicht einfach so frei verfügen können. Wenn Du später mehr als einen Aushilfsjob suchst, wird das unter Umständen negativ beeinflussen. Du wirst in dieser Zeit auch nicht einfach so einen Vertrag (Autokauf, Hauskauf etc.) abschließen können, erstmal haftet ein Makel auf Deiner Schuldnerweste.

    Ich rate Dir erstmal eine Schuldnerberatung aufzusuchen und Wege zu finden, die PI zu umgehen.

    Viel Glück

  7. Inaktiver User

    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Ich bin gerne dafür offen, wenn mir jemand von Konstellationen berichtet, in denen jemand völlig ohen Schuld in die Überschuldung geraden ist.

    Mandelblüte
    völlig ohne sein Zutun nicht.

    aber ich bin ja schon so alt, dass ich mich an die Zeit erinnern kann, bevor es die PI gab.

    und da kenne ich jemanden, der jung mit einem kleinen Betrieb, den er übernommen hatte, pleite gegangen ist. Er hat einen Arbeitsgerichtsprozess gegen einen Schwerbehinderten, den er "mitgekauft" hatte verloren - das hat er nicht verkraftet.
    Es fing mit 20000 DM Schulden an - vor ca, 30 Jahren.
    Er hatte keine Möglichkeit, da wieder herauszukommen, denn bis alles abgewickelt war, waren es wesentlich mehr als die 20000 DM - Strafzinsen etc. laufen ja sehr schnell auf.

    Damals, als junge Frau schon, habe ich gedacht: Der hat weniger Perspektive als jemand, der ein Verbrechen begangen hat und nachdem er gesessen hat, mit Bewährungshelfer "reintegriert" wird, und fand das nicht gerecht.
    (was natürlich nicht ganz zutrifft, denn die meisten, die aus dem Gefängnis kommen, haben natürlich auch Schulden aus dem, was sie angestellt haben. Trotzdem.)

    das ist schon richtig, dass es eine Möglichkeit zur PI gibt.
    (abgesehen davon, dass das nicht Thema des Threads ist)

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    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    klar hätten sich die Leute das besser überlegen sollen.

    aber gerade in diesen Fällen habe ich mit den Kreditgebern, die dann leer ausgehen, kein Mitleid - ein Kreditvertrag hat immer zwei Unterschriften, auch die des Gläubigers, und wo das Risiko ist, weiß die Bank besser als der Kreditnehmer.

    oder meinst Du vor allem die "daraus folgenden Schulden" - etwa, wenn jemand deshalb seine Miete nicht mehr bezahlen kann und der Vermieter wird zum weiteren Gläubiger?
    Um Mitleid mit der einen oder anderen Seite geht es ja nicht.

    Einer Bank als institutionellem und professionellem Gläubiger ist das Risiko bewusst, sie kalkuliert mit ihm und verdient damit ihr Geld, dass diese Kalkulation im Regelfall zu ihren Gunsten ausgeht.

    Man soll niemals nie sagen, aber ich würde sagen, dass ich mir kaum vorstellen kann, in die Situation der Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit zu kommen: ich kaufe nichts, was ich nicht sofort bezahlen kann (insbesondere keine Autos, keine Möbel, keine Urlaube). Die einzige Ausnahme wäre eine Immobilie zur Eigennutzung, aber auch diese käme für mich nur in Frage, wenn ich den größten Teil selbst bezahlen kann (50 %). So lange kann ich in Miete wohnen (und jederzeit in ein Miniapartment umziehen, sollte das erforderlich werden). Ich würde nie für jemanden bürgen oder gemeinsame Kredite eingehen (Immobilie eventuell ausgenommen - aber nur, wenn ich die Finanzierung im Ernstfall auch alleine stemmen könnte).

    Zum Teil ist das Erziehung, zu einem großen Teil aber die Erfahrung aus der Schuldnerberatung.

    Mandelblüte

  9. Inaktiver User

    AW: Privatinsolvenz..!?

    Mandelblüte,

    ich würde das von mir auch sagen, dass ich wohl nicht in die Situation kommen könnte.

    Aber mit soviel Risikoscheu, wie Du es beschreibst, würde unsere Wirtschaft nicht funktionieren - das meine ich jetzt nicht speziell auf "Auto auf Kredit" bezogen, das muss wirklich nicht sein, sondern auf Unternehmen, deren Aufgabe es ist, etwas zu unternehmen und dabei Risiko auf sich zu nehmen.
    Und keiner könnte 50% Eigenkapital ansparen, wenn es nicht auf der anderen Seite Kreditnehmer gäbe, die auch Risiko auf sich nehmen.

    und in bestimmten Situationen könnte ich mir durchaus vorstellen zu bürgen.

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    AW: Privatinsolvenz..!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    völlig ohne sein Zutun nicht.

    aber ich bin ja schon so alt, dass ich mich an die Zeit erinnern kann, bevor es die PI gab.

    und da kenne ich jemanden, der jung mit einem kleinen Betrieb, den er übernommen hatte, pleite gegangen ist. Er hat einen Arbeitsgerichtsprozess gegen einen Schwerbehinderten, den er "mitgekauft" hatte verloren - das hat er nicht verkraftet.
    Es fing mit 20000 DM Schulden an - vor ca, 30 Jahren.
    Er hatte keine Möglichkeit, da wieder herauszukommen, denn bis alles abgewickelt war, waren es wesentlich mehr als die 20000 DM - Strafzinsen etc. laufen ja sehr schnell auf.

    Damals, als junge Frau schon, habe ich gedacht: Der hat weniger Perspektive als jemand, der ein Verbrechen begangen hat und nachdem er gesessen hat, mit Bewährungshelfer "reintegriert" wird, und fand das nicht gerecht.
    (was natürlich nicht ganz zutrifft, denn die meisten, die aus dem Gefängnis kommen, haben natürlich auch Schulden aus dem, was sie angestellt haben. Trotzdem.)

    das ist schon richtig, dass es eine Möglichkeit zur PI gibt.
    (abgesehen davon, dass das nicht Thema des Threads ist)
    Hallo,

    mit der Übernahme eines Betriebs mit Arbeitnehmern hat er ein Risiko übernommen - das wir ihm bewusst gewesen sein. Genauso wie es dem Paar, das eine Immobilie finanziert, die es nur bezahlen kann, wenn es zusammenbleibt und ein bestimmtes Einkommen erwirtschaftet, bewusst sein muss, dass es im Fall einer Trennung oder von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Tod, ... böse ausschaut.

    Ich halte die Verbraucherinsolvenz als solche auch für richtig. Den Gläubigern eines hochverschuldeten Schuldners, der seine Schulden ohnehin nie wird bezahlen können und ohne Verbraucherinsolvenz niemals motiviert sein wird, sich in besonderer Weise um die Rückzahlung zu bemühen, hilft der bloße Vollstreckungstitel auch nichts. Und dem redlichen Schuldner ermöglicht die Verbraucherinsolvenz eine Perspektive auf ein Leben "danach".

    Mandelblüte

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