Das Problem ist doch,wenn er ihr einmal hilft,könnte es sein,das es bei dem Einmal nicht bleibt.
charmy
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Thema: Kreditfalle?
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18.10.2009, 11:15
AW: Kreditfalle?
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18.10.2009, 11:40Inaktiver User
AW: Kreditfalle?
Kann sie die komplette Rate nicht zahlen? Oder fehlt ihr u. U. nur ein Teil, um die volle Rate zahlen zu können? Und - was für mich, wenn ich der Bruder wäre, ausschlaggebend wäre - warum kann sie nicht zahlen.
Sie muss ja das Geld dann für etwas anderes ausgegeben haben. War das so wichtig, dass sie dafür riskiert die Rate nicht zahlen zu können? Ist es etwas, was einem (in dem Fall ja dem Bruder) auch so wichtig wäre, dass er selbst dafür Ärger wegen nicht geleisteter Raten riskieren würde? Für micht wäre das schon ein Unterschied, ob es gute, sehr gute Gründe dafür gibt, oder ob das Geld für die Rate ohne groß nachzudenken ausgegeben wurde. Das sollte dein Kollege mit seiner Schwester abklären - und auch, ob sie evtl. mit noch mehr Raten in Verzug ist oder ob zu erkennen ist, dass dies u. U. immer wieder passieren wird.
Erst, wenn ich -als Bruder- nähere entsprechende Informationen hätte, würde ich mich entscheiden, ob ich EINE Rate zahle oder nicht. Einfach nur aus dem Grund, weil es meine Schwester wäre, würde ich nicht zahlen.
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18.10.2009, 11:46Inaktiver User
AW: Kreditfalle?
Selbstverständlich würde ich meinem Bruder im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen, nicht als Darlehen, sondern geschenkt. Gemeinsam mit ihm würde ich dann die finanzielle Situation analysieren, und schauen, wo Potenzial für Veränderungen ist, damit es zukünftig hinhaut - Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen. Ich würde auch klar machen, dass die Finanzspritze eine einmalige Sache ist, und es darum geht, die Gesamtsituation zufriedenstellend so zu konsolidieren, dass es dauerhaft funktioniert.
Wenn man sich nicht einmal mehr innerhalb der engsten Familie ohne Quittungen und Schuldscheine hilft, ist das in meinen Augen ein ziemliches Armutszeugnis.
Grüssle
Seawasp
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19.10.2009, 00:30
AW: Kreditfalle?
Die Quittung will ich auf jeden Fall haben, aus zwei Gründen:
1.) Man beseitigt so alle Unklarheiten wie "Ne, das waren doch nur 1.000 €, nicht 2.000 €." oder "Die hab ich Dir doch schon zurück gegeben!" Der Mensch ist ja kein Roboter, der rein von der Vernunft gesteuert wird und ein untrügliches Gedächtnis hat.
2.) Wenn man schon menschlich enttäuscht wird, dann kann man mit Quittung wenigstens den Klageweg beschreiten, ohne ist man menschlich enttäuscht und mittellos. Nicht, dass einem die Quittung etwas garantiert, aber besser als ohne Quittung ist es allemal.
Ich betrachte es nicht nur nicht für ein Armutszeugnis, unter Verwandten eine Quittung für größere Beträge zu verlangen, ich halte es sogar für eine ziemliche Dummheit, keine zu verlangen.
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19.10.2009, 07:12Inaktiver User
AW: Kreditfalle?
Quirin,
dass wir in Sachen Lebenseinstellung und vor allem Grosszügigkeit gewaltig auseinander liegen, haben wir ja schon öfter fest gestellt.
1) Wollte ich von meinem Bruder den Betrag vermutlich gar nicht zurück haben, während ER vermutlich alles daran setzen würde, ihn mir zurück zu erstatten. Ich gebe, was ich erübrigen kann, und bin nicht darauf angewiesen, es unbedingt auch zurück zu bekommen. Interessanterweise habe ich weder das Gefühl, Quittungen zu brauchen, noch fühle ich mich übervorteilt oder zu kurz gekommen. Das, was ich gebe, kommt meiner Erfahrung nach immer zu mir zurück.
2) Würde ich meinen Bruder nicht verklagen. Es gibt keine Veranlassung, das zu tun, wenn ich das, was ich gab, erübrigen konnte.
Dumm finde ich im übrigen eher, nicht von vorn herein abschätzen zu können, wie man sich positionieren kann, ohne Schaden zu nehmen. Kann man das, sind Quittungen eher überflüssig - das sind sie am Ende ohnehin häufig, dann nämlich, wenn der Mensch, dem man Geld "lieh", es nicht zurück zahlt, weil er es schlicht nicht kann. Da nützt dann auch der Klageweg nichts, und verursacht nur unnötige weitere Kosten, und viel, viel Ärger.
Grüssle
Seawasp
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19.10.2009, 09:39
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19.10.2009, 10:55Inaktiver User
AW: Kreditfalle?
Mich dünkt, Du spekulierst gern über das Leben der anderen, und legst dabei erhebliches Misstrauen an den TagMir dünkt, Du bist noch nie in Deinem Leben auf die Nase gefallen.
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Aber Du hast Recht - ich werde in meinem privaten Umfeld von den Menschen, die ich mir ausgesucht habe, fair und liebevoll behandelt. In Vertragsangelegenheiten weiss ich mich zu wehren, und habe eine gute Anwaltskanzlei, die meine Interessen vertritt.
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20.10.2009, 07:58Inaktiver User
AW: Kreditfalle?
Dienschd ischd Dienschd ond Schnaps ischd Schnaps.....
Ich denke, hier muss man die persönliche und die geschäftliche Ebene trennen.
ICH bin auf mein Geld angewiesen und könnte nicht einfach so Geld verleihen, das ich dann vielleicht nicht wieder sehe. Das überlege ich mir in der Tat zweimal, auch wenn es sich um nahestehende Personen handelt.
Und: Geldgeschäfte haben schon viele Beziehungen zerstört.
Wenn es sich um einen Betrag handelt, den der Bruder auch "spürt", fände ich es nur recht und billig, dies vertraglich abzusichern. Nur um eine Beziehung nicht zu gefährden auf Geld zu verzichten, das er in Zukunft für eigene Ausgaben selbst bräuchte: ob das der Beziehung gut tut wage ich zu bezweifeln.
Grosszügigkeit in allen Ehren. Aber auch DIE muss man sich leisten können.
Für die Schwester wäre wohl eher Hilfe nötig, wie sie zu hohe Kreditraten zukünftig vermeidet.
Gruß, Elli
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14.12.2009, 10:43
AW: Kreditfalle?
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Schade das es nichtmal bei der eigenen Verwandschaft klappt :-(


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