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  1. Inaktiver User

    Ein Leben im Minus ...

    Seit ein paar Jahren leben wir (Ehepaar, anfang 50, ohne Kinder) vom Dispokredit, d.h. immer Konto überzogen um Altschulden, hohe Miete und ganz normalen Lebensunterhalt zu finanzieren. Manchmal wenn wir darüber nachdenken wird uns schlecht und ich könnte kotzen ... aber man hat sich ja so dran gewöhnt ... es läuft ja alles weiter. Die Frau hat einen Vollzeitjob, der Mann seit vier Jahren arbeitslos kommt über einen 400-Eurojob nicht hinaus. Was das Schlimme an der gesamten Situation ist: Wir haben die Steuerklasse so verändert, dass meine Frau Klasse III ist und ich Klasse V, damit die Vollzeittätigkeit besser "netto entlohnt" wird, versteht sich ... allerdings das Finanzamt schlägt jedes Jahr erbarmungslos zu: Wegen der Steuerentlastung meiner Frau und meines geringen Einkommens müssen wir mehr als 500 Euro ans Finanzamt nachzahlen ... bei einem permanentem Minusstand bricht es einem das Genick umso mehr ... aber es geht ja immer weiter, und das seit Jahren, kein Urlaub, wir gönnen uns nix ... wir wollen den Altkredit abzahlen und geraten immer tiefer ins Minus. That's life

  2. Inaktiver User

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Termin bei der Schuldnerberatung ausmachen.

    Zur Vorbereitung schriftlich sämtliche Einnahmen und Ausgaben sowie Verbindlichkeiten auflisten.

    Zur Schuldentilgung auf keinen Fall mehr den Dispokredit benutzen (das solltet ihr aber eigentlich wissen).

    Schon mal überlegen, wo gespart werden kann:

    Du schreibst, dass die Miete hoch ist, also hier über Alternativen nachdenken.

    Mit der Schuldnerberatung überlegen, wie die Altschulden getilgt werden können. Ratenzahlung, Stundung?

    An und für sich müsstet ihr als kinderloses Ehepaar mit eine Vollzeit- und einem 400euro Job schon über die Runden kommen!

    Die Steuerklassenwahl hat übrigens keinen Einfluss auf die Steuerlast, nur auf die Höhe der monatlichen Vorauszahlung.

  3. User Info Menu

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Um der Nachzahlung ans FA zu entgehen, solltet ihr wieder in die Steuerklassen 4/4 wechseln.
    Dann sind die monatl. Steuern zwar höher, aber die Nachzahlung entfällt.
    Vorher eure Ein und Ausgaben prüfen! Haushaltsbuch führen.

    Beim Lohnsteuerkahresausgleich gibt es dann sicher etwas raus.
    Wenn ihr so schon nix zur Seite legen könnt, dann bleibt dadurch ein kleines Polster.


    Und wie schon gesagt; Schuldnerberatung aufsuchen und den Dispo meiden!!!


    Und wenn eurer monatliches Budget wirklich so niedrig ist, dann mal schauen, welche staatl. Hilfen ihr event. in Anspruch nehmen könnt.


    Wird denn der Minijob über die Lohnsteuerkarte besteuert oder wird er pauschal versteuert?
    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
    (Vaclav Havel)


    Liebe Grüße Clematis

    Pro-Aging anstatt Anti-Aging

  4. Inaktiver User

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Danke ... allerdings, wenn man keine Geldreserven hat, wie sollte man dann umziehen in eine billigere Wohnung? Ein Umzug allein kostet heute doch schon mehr als 1000 euro und dann noch die neue Whg mit Kaution usw.? Oh je, wir leben in einer teuren Großstadt, hatten uns in guten Zeiten für ein gehobenes Wohnniveau entschieden ... also Umzug aus Geldmangel nicht möglich!

    Wenn wir wieder in Stkl. 4/4 gehen kommen wir nochmehr ins Minus, wegen den monatlichen Belastungen.

    Ich arbeite ohne Lohnsteuerkarte einen üblichen 400 euro-Job.

    Wohngeld wurde abgelehnt wegen zu hohem Einkommen des Vollzeitbeschäftigten ... also über 1300 euro netto ... das ist eh ein Witz!

  5. User Info Menu

    AW: Ein Leben im Minus ...

    ok, wenn ein Umzug nicht drin ist, müsst ihr eure monatlichen Belastungen senken. Könnt ihr nicht umschulden? Wenn ihr immer im Minus seid, wäre doch zu überlegen, einen Kredit abzuschließen. Die Zinsen wären geringer. Über die Laufzeit und die Raten (Zins und Tilgung) müsstet ihr mal mit eurem Bankberater sprechen. Sei mutig.
    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)

    Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.

  6. Inaktiver User

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh je, wir leben in einer teuren Großstadt, hatten uns in guten Zeiten für ein gehobenes Wohnniveau entschieden ... also Umzug aus Geldmangel nicht möglich!!
    Und deshalb bleibt ihr lieber in einer Wohnung, die ihr euch ganz offensichtlich nicht leisten könnt und häuft weiter Schulden an? Kluger Plan.

    Hast du konkrete Angebote für einen Umzug eingeholt? Hast du nach Alternativen gesucht (Freunde/Bekannte/gering entlohnte private Helfer)? Hast du dir Wohnungen angesehen? Hast du geprüft, ob es auch Wohnungen ohne Kaution gibt? Hast du einen Haushaltsplan gemacht und überprüft, an welcher Stelle man einsparen kann? Hast du eine aktuelle Aufstellung der Schulden und in Erwägung gezogen, neu über Raten zu vehandeln? Hast du einen Schuldnerberater aufgesucht?

    Falls nicht, habe ich für dein Jammern wenig Verständnis.

  7. User Info Menu

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Da die Situation schon länger so ist (seit mehreren Jahren ...), ist nicht von einer Besserung (erhöhtes Einkommen, neuer Job) auszugehen.
    Insofern rechnet sich bei höherer Miete nur ein Umzug. Alles andere führt nur zur weiteren, noch höheren Verschuldung (dann muss man umziehen, da man Miete fällig bleibt).
    Einmal in den sauren Apfel beißen und den Umzug in eine dem Lohn angemessene, dann eben nicht ganz so gehobene Wohnung ziehen. Was man sich nicht leisten kann, kann man sich eben nicht leisten.
    Die Kosten vom Umzug (kann man ja gut mit anpacken, wenn man keinen Vollzeitjob hat) sind dann durch die ersparten Mieten flott wieder drin. Ganz ohne neue Schulden.

  8. User Info Menu

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Wenn man mit dem Geld nicht hinkommt, gibt es folgende Möglichkeiten:
    Einnahmen erhöhen
    Ausgaben verringern.

    Nimm noch einen Job an, Rasen mähen, Putzmann. Irgendwas was Geld reinbringt.
    Stellt zusammen, was Ihr für Ausgaben habt. Bildet Budgets zu Kategorien. Und dann heißt es, aufschreiben, wieviel wo ausgegeben wird. Das müßt Ihr kritisch hinterfragen und rigoros sparen. Kosmetika, Kino, Auto (??!!), Klamotten, Vereine, Taschengeld, Coffee to go -muß man sich mal klemmen. Was gebt Ihr für Lebensmittel aus? Wie kocht Ihr? Da ist viel Sparpotential. Essen gehen, Biergarten...

    Die Wohnungkönnt Ihr spätestens nicht mehr halten, wenn Ihr Rentner seid. Also zieht jetzt um. Wieso kostet ein Umzug 1000 EURO? Muß ja auch nicht Großstadt sein.

  9. Inaktiver User

    AW: Ein Leben im Minus ...

    Noch eine Frage: Du hast an anderer Stelle geschrieben, dass du zu deiner Internet- Liebe in eine andere Stadt ziehen wolltest. Warum war für diesen Umzug Geld da, für den jetzigen aber nicht?

  10. User Info Menu

    AW: Ein Leben im Minus ...

    So so.

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