Hallo,
mein Beitrag könnte genauso gut unter "Sucht etc." gepostet werden, ich möchte meine Fragen aber zunächst einmal hier stellen ... in der Hoffnung auf einige Antworten, da ich mich in der Materie so gut wie nicht auskenne und meine Google-Suche keinen rechten Ansatz brachte.
Eine sehr gute Bekannte von mir ist mit einem Einzelhandelsgeschäft selbständig, das im Grunde ganz gut zu laufen scheint.
Es ist ihr ca. fünfter oder sechster Laden innerhalb der letzten 15 Jahre. Die Läden zuvor wurden jeweils von ihr z.B. wegen mangelnder Liquidität, Mietschulden bis zur Räumung etc. pp aufgegeben.
In regelmäßigem Turnus gibt sie wohl die Eidesstattliche Versicherung ab, wenn sie die Vielzahl ihrer Gläubiger (private als auch geschäftliche offene Rechnungen) nicht befriedigen kann.
Vor wenigen Jahren stellte eine größere Gruppe von Gläubigern wohl gemeinsam einen Antrag darauf, dass sie wieder einmal die Eidesstattliche Versicherung abgeben sollte. Zudem wurde Insolvenz beantragt. Dies konnte sie wohl irgendwie abwenden, nach ihrer Auskunft mir gegenüber handelt es sich alleine hierbei wohl um ca. 50 Gläubiger, die sich "zusammengetan" hatten, und um eine Summe von ca. 60.000 Euro, die noch heute offensteht.
Weitere Gläubiger (Bank, Firmen, die Leistungen oder Waren für ihren Laden und für sie privat lieferten) hängen ihr wohl auch aktuell an den Hacken, die sie teilweise dann irgendwann aus den aktuellen Tageseinnahmen befriedigt oder zunächst mal ins Leere laufen lässt. (Mit der Begründung mir gegenüber, sie müsse ja erst wieder im nächsten Jahr die Eidesstattliche Versicherung abgeben. Bis dahin habe sie "Luft" und Ruhe).
Ich halte die gesamte Haltung für mehr als bedenklich. (Von moralischen Momenten einmal abgesehen). Denn vor allem gibt es dabei nicht nur das Problem, dass sie keinerlei Rücklagen bildet, sondern auch noch meiner Auffassung nach schwer kaufsüchtig ist.
Im Grunde genommen könnte sie sich mit einem monatlichen Reingewinn von ca. 4.500 Euro auch diese Bedürfnisse befriedigen, wenn nicht die Gläubiger und deren Interessen auf der anderen Seite wären. Aber dies ist nochmal ein anderes Thema.
Meine Frage nun an Euch, da ich hier absolut kein gutes Gefühl mehr habe, dass sie sich in derselben Manier wie seit Jahren in der Vogel-Strauß-Taktik durchhangelt:
Neulich sagte sie zu mir, dass das Schlimmste, was passieren könnte, der Umstand wäre, ihre Gläubiger erführen davon, dass sie im Grunde ein sehr gutes Einkommen hat und auf ziemlich großem Fuße lebt.
Mein Kenntnisstand in Sachen Eidesstattliche Versicherung ist (lt. google) allerdings, dass diese nur eine Momentaufnahme der aktuellen Finanz-, Vermögens- und Einkommenslage am Tag der Eidesstattlichen Versicherung ist.
Was trifft nun zu?
"Darf" sie überhaupt ihren erzielten Gewinn einfach so nach Gutdünken verjubeln oder erwächst ihr aus der Eidesstattlichen Versicherung heraus die Pflicht, die unbefriedigten Gläubiger zu bedienen?
Ich kenne mich da überhaupt nicht aus. Mein Gefühl sagt allerdings, dass es hier zum großen Showdown kommen könnte.
Noch ist es bei mir so, dass ich ihr in irgendeiner Form helfen möchte, gewisse Verhaltensweisen zu ändern und es nicht zum Äußersten kommen zu lassen. Ja, ich weiß, dass jeder seines Glückes Schmied ist und man niemanden mit Zureden zu einem veränderten Verhalten zwingen kann.
Ich sehe hier - rein gefühlsmäßig - u.U. den großen Showdown heranrollen. Aber dies ist, wie gesagt, nur reine Intuition. Ich kann mich auch irren.
Allerdings hatte sie mich vor wenigen Wochen gebeten, sie zu ihrem Steuerberater zu begleiten, weil sie diese Dinge eh nicht so kapiere und im Grunde ihr das alles lästig sei. Ich sollte mit ihr gemeinsam und dem Steuerberater ihre aktuelle Situation (einige eigentlich weniger relevante Details) durchsprechen.
Der Steuerberater meinte, dass er sie eindringlich warne und bitte, endlich diszipliniert ihre Geschäfts zu führen. Er sehe in diesem Laden jetzt ihre letzte Chance. Zumal im nächsten Frühjahr eine Steuerzahlung in Höhe von 10 k sowie kurz drauf weitere 10 k fällig seien.
Ich riet ihr daraufhin, im Monat alleine hierfür mindestens 1.000 Euro (eher mehr) zur Seite zu baggern.
Sie meinte, sie habe bislang immer ihren Kopf irgendwie aus der Schlinge gezogen. Das würde schon alles werden ...
(Am Rande sei angemerkt, dass sie nebenbei noch Privatkredite an einen Herrn vergibt, von dem sie sich mehr verspricht, der allerdings auf dieser Ebene schon mehrere Frauen ausgenommen und nahzu ruiniert hat. Auch das wäre ein Thema für sich und fände eher Raum im Sucht-Forum. *seufz*)
Dieses Posting hier stellt einen Versuch für mich dar, abzuwägen, ob ich mich noch in irgendeiner Form an ihrem Leben interessiert zeigen sollte oder ob ich mich insgesamt als Ratgeber, befreundete Bekannte etc. aus allem herausziehen sollte, weil es mir witzigerweise schlechter damit zu gehen scheint als ihr selbst. (Aber dies ist nicht die Frage an Euch. Das mache ich dann mit mir ab, wenn ich entsprechende Antworten zu der faktischen Seite habe).
Ich danke Euch schonmal vorab fürs Lesen dieser langen und verwickelten Sachverhalte und für Eure Antworten.
LG
ibeik
P.S.: grrrrrrrrrr
Sorry für den Tippfehler in der Thread-Überschrift. Dämlich ...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
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31.03.2009, 13:18
Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Geändert von ibeik (31.03.2009 um 13:21 Uhr)
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31.03.2009, 14:04
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Was willst du daran machen? Die Dame ist offenbar von allen guten GEistern verlassen und reitet sich selber in die Insolvenz und - wie ich das sehe - geradewegs in Haft. Lass sie doch machen. Oder bist du Missionarin? So einer ist nicht zu helfen. Sie WILL ja gar nichts ändern, sondern scheint das auch noch selber Klasse zu finden, dass sie die Leute bescheisst. Würde ich so jemanden kennen, dann kannst du sicher sein, dass ich nicht ruhig daneben sitzen würde. Ich würde geeignete Stellen über die Tatsachen informieren. EInzige ALternative: Abbruch jeglichen Kontakts. Sie will es ja nicht anders haben als auf die harte Tour.
Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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31.03.2009, 14:14
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Danke für Deine klaren Worte, @akademikerin.
Natürlich bin ich in gewisser Weise schon "Missionarin", indem ich bis dato versuche, (allerdings ohne rechte Fachkenntnis, sondern eben aufgrund meines üblen Gefühles) ihr aufzuzeigen, dass sie mit diesem Verhalten geradewegs ins Chaos läuft bzw. schon lange mittendrin ist.
Bislang habe ich auf ihre Kommentar wie "Du weißt ja alles besser." nicht wirklich reagiert. Wer lässt sich schon gerne offen bestimmte Dinge vor Augen führen? Von daher ist ihr Gegenangriff verständlich.
Allerdings erzählt sie mir eben auch ausführlich und zeitintensiv von ihren Sorgen etc. pp, und ich bin eben ein Mensch, der dann klar sagt, was er darüber denkt.
Ja, auch hier scheinst Du recht zu haben. Egal, was es letztlich ist: wenn nicht das eigene Einsehen da ist, hilft jede Gebetsmühle und aller Good Will nicht.So einer ist nicht zu helfen. Sie WILL ja gar nichts ändern,
Mir liegt es fern, hier einen Brandbeschleuniger zu bedienen. Ich möchte mir da offen gesagt die Finger nicht schmutzig machen.sondern scheint das auch noch selber Klasse zu finden, dass sie die Leute bescheisst. Würde ich so jemanden kennen, dann kannst du sicher sein, dass ich nicht ruhig daneben sitzen würde. Ich würde geeignete Stellen über die Tatsachen informieren.
Allerdings erzeugt mir das alles mittlerweile körperliche Übelkeit (ernsthaft), wenn ich mich mit ihr unterhalte.
Von daher läuft es wohl darauf hinaus, was ich vermutlich eh schon weiß und was Du hier schreibst:
Es ist vermutlich wie mit einem Alkoholiker oder Junkie: der Aufschlag muss wohl zwangsläufig vor dem Aufwachenkönnen sein.EInzige ALternative: Abbruch jeglichen Kontakts. Sie will es ja nicht anders haben als auf die harte Tour.
Aber in wieweit macht sie sich, wie Du ja andeutest, de facto strafbar?
Danke jedenfalls nochmal für Deine klare Antwort.
LG
ibeik
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31.03.2009, 14:31
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Wenn sie eine EV abgibt, ohne deren Inhalt nun zu kennen, und dabei womöglich vorsätzlich falsche Angaben hinsichtlich ihres Einkommens und ihrer Vermögensverhältnisse macht, dann macht sie sich strafbar.
Und - nebenbei bemerkt - DU ebenfalls, weil du davon gewusst hast und nichts unternommen hast. Und so jemandem willst du helfen? Manche sind beratungsresistent und merkbefreit. Die kriegen es erst ansatzweise mit, wenn die Türe mit einseitigem Schloss hinter ihnen zugeht.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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31.03.2009, 14:47
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Ich kenne ihre Umstände bzw. ihre Finanzen zum Zeitpunkt der letzten Eidesstattlichen Versicherung nicht.
Ich weiß nur, dass sie momentan nicht schlecht lebt, etliche Anschaffungen im letzten Jahr getätigt hat (Möbel, TV-Geräte etc.). Ich weiß außerdem aufgrund des Gespräches beim Steuerberater, welchen Gewinn sie im letzten Jahr erzielt hat. Und der war, finde ich, recht stattlich und müsste eigentlich für einen Single ausreichend sein. (Zumal sie mietfrei im eigenen Haus lebt, das zur Hälfte Erbteil ihres Bruder ist. Die andere Hälfte, also ihre, ist mit einer satten Hypothek belastet. Dieses Darhehen wurde wohl irgendwann in den letzten vier Jahren für Renovierungsarbeiten aufgenommen, diente aber de facto zur Tilgung einiger angelaufener Schulden, deren umgehende Begleichung sich wohl nicht vermeiden ließ. Ihr Bruder (Banker) hatte ihr den Kredit beschafft und wurde da wohl auch hinters Licht geführt, wofür er eigentlich dienen sollte).
Es mag also schon zutreffen, dass sie zum Zeitpunkt der Eidesstattlichen Versicherung nichts auf den Rippen hatte, da das Geschäft zu diesem Zeitpunkt noch auf ihren mittlerweile geschiedenen Mann lief. Hier bin ich nicht sicher, ob sie bei der EV angegeben hatte, sie beziehe nur ein kleines Gehalt aus dem Arbeitsverhältnis mit ihrem damals Noch-Mann oder aber ob sie angegeben hatte, dass der Laden nicht ausreichend abwerfe. Keine Ahnung. Es interessiert mich auch nur am Rande.
Wobei mir immer noch übel wird bei dem, was Du da so anführst und eher andeutest.
Nö, zum Glück bin ich da außen vor. Allerdings habe ich jetzt, also zu diesem Zeitpunkt, einen recht tiefen Einblick in ihre Situation, da sie, wie gesagt, stundenlang offen bei mir darüber lamentiert. (btw: Schuld an allem sind allerdings immer "die anderen").Und - nebenbei bemerkt - DU ebenfalls, weil du davon gewusst hast und nichts unternommen hast.
Nein, Du hast recht. Helfen kann man da sicherlich nicht. Womit und wie auch?Und so jemandem willst du helfen? Manche sind beratungsresistent und merkbefreit. Die kriegen es erst ansatzweise mit, wenn die Türe mit einseitigem Schloss hinter ihnen zugeht.
Es ist nicht mein Leben.
Allerdings möchte ich eine Frage der Vollständigkeit halber noch hinterher schieben:
Wenn die Gläubiger, die seinerzeit die Abgabe der EV erreicht hatten, nun Wind von ihren momentanen Einkommensverhältnissen bekämen, hätte das Konsequenzen für sie?
D.h. MUSS sie zwangsläufig diese Gläubiger bei gestiegenem Einkommen bedienen oder kann sie ruhig sitzenbleiben und darauf getrost warten, dass diese sich dann mit einem weiteren Anlauf ihr Geld holen?
D.h. stehen die dann nach Ablauf der Frist, bis eine neue EV verlangt werden kann, auf verlorenem Posten und kann sie während dieses Zeitraumes der "Ruhe", wie sie sagt, jedwedes Einkommen erzielen und dann auch fleißig bis auf den letzten Cent verpulvern?
Dies ist jetzt meine Neugierde, die da fragt.
Denn Du hast mir an sich das bestätigt, was ich ohnehin schon wusste: da hülft nix außer drauf warten, dass ich mal irgendwann vom großen Peng erfahre.
LG
ibeik
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31.03.2009, 14:51
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
WEnn die Gläubiger Ahnung davon bekommen, dass etwas zu holen ... nun, sie wäre nicht die erste, die zur Insolvenz gezwungen wird. Unabhängig von allem anderen solltest du dir sicherheitshalber eine Beratung bei einem Anwalt zu gemüte führen. Damit du WEISST, dass DIR nichts angehängt werden kann. MIt ein bisschen Geschick lässt sich das ohne weiteres machen, dass du als Mitwissern drin hängst.
Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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31.03.2009, 14:52Inaktiver User
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Mir ist gar nicht ganz klar, wie jemand nach einer EV noch ein Geschäft eröffnen kann?
Von meinem Exchef weiß ich, dass er nach seinem EV die neue Firma nicht auf seinen Namen hat laufen lassen können.
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31.03.2009, 15:24
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Das war das, was ich gerade eben auch ergoogelt hatte:
"Vor Ablauf der Dreijahresfrist kann der Gläubiger eine Abgabe der Erklärung nur verlangen, wenn er nachweit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners z.B. durch die Aufnahme einer Arbeit, wesentlich geändert haben."
Also ist wohl das Schlimmste, was ihr passieren kann (ich gehe jetzt mal von der Richtigkeit ihrer Angaben bei der EV aus), dass die Gläubiger Wind von ihren jetzigen Möglichkeiten kriegen und sie erneut am Wickel haben. Wie auch immer. Also entweder mit Pfändung oder aber mit erneuter EV.
Ansonsten scheint das ja keine Konsequenzen für sie zu haben.
Waren die Angaben zur Zeit ihrer EV richtig, dann ist sie da auf der sicheren Seite.
Kommen ihr die Gläubiger hinter ihr gutes Einkommen, dann können sie pfänden lassen.
Also sehe ich das richtig, dass ihr Verhalten ansonsten keinerlei Konsequenzen hat? Also bis auf die Tatsache natürlich, dass sie in die Insolvenz getrieben werden könnte? Aber hier gilt wohl: wo kein Richter, da kein Henker. Also wenn die Gläubiger davon nichts wissen, dann ist sie auch da relativ frei in der Gestaltung ihrer Finanzen.
Ich wollte zwar mit diesem Päckchen im Kreuz nicht leben, aber es scheint doch einigermaßen sicher zu sein, dass sie so weitermachen kann wie bisher. Bis zur nächsten EV halt.
P.S.: Und da sie sich offensichtlich alleine damit nicht strafbar macht, ihr Geld zu verprassen und die alten Gläubiger NICHT zu bedienen, gehe ich mal davon aus, dass ich da auch nicht als jemand, der um die Dinge weiß, strafbar machen könnte. Hmmm, oder?
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31.03.2009, 15:46
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
"P.S.: Und da sie sich offensichtlich alleine damit nicht strafbar macht, ihr Geld zu verprassen und die alten Gläubiger NICHT zu bedienen, gehe ich mal davon aus, dass ich da auch nicht als jemand, der um die Dinge weiß, strafbar machen könnte. Hmmm, oder?"
Das ist falsch. Mit der Abgabe der EV unterschreibt sie, dass sie dazu verpflichtet ist über Veränderungen ihrer Vermögenslage zu informieren. Sie hat sich somit schon strafbar gemacht.
Erstaunlich finde ich auch Deine Ängste über den weiteren, eventuellen Verlauf, der sich für die Bekannte ergeben könnte ...
Keine Angabe zu den Gläubigern, die die Bekannte, die nach dem aktuellen Stand der Dinge durchaus den Begriff Betrügerin auch im rechtlichen Sinne ausfüllt (und entsprechend verurteilt werden kann), nach Strich und Faden ver...
Aber spätestens mit dem Finanzamt sollte sich die Sache demnächst erledigen. Die Querverbindungen der Ämter sind bekanntlich auch besser geworden. Auf der einen Seite EV, auf der einen Seite Einkünfte ... Ui, das kann heiter werden. Aber ob die Einkünfte überhaupt angemeldet sind? Denn normalerweise kann das Finanzamt das Gewerbe wegen Unzuverlässigkeit untersagen lassen und macht das gerne auch spätestens bei Steuerrückstand.
Die Prüfmöglichkeiten größerer Gläubiger - die innerhalb der 3 Jahre schon einmal prüfen lassen - sollte man auch nicht unterschätzen.
Ich wünsche solchen Leuten und denen, die sie unterstützen und deckeln ziemlich miese Sachen an den Hals. Bei denen, die ein Gewerbe haben, kracht es meistens auch heftig.Geändert von Tabetha (31.03.2009 um 18:15 Uhr)
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31.03.2009, 16:01
AW: Eidesstattl. Versicherung/Selbstverständigkeit etc.
Okay, dann ist der Fall ja klar.
Sie hätte also spätestens, als das Geschäft auf sie lief und Gewinne abwarf, ihre Gläubiger (oder den Gerichtsvollzieher?) darüber in Kenntnis setzen müssen.
Da ich davon ausgehe, dass sie das weiß, tut sie es willentlich nicht.
(Abgesehen davon hat sie einen Anwalt, dem es bereits mehrfach scheinbar gelungen ist, sie aus verschiedenen Dingen rauszuboxen.)
Wir kennen uns jetzt seit ca. 3 Jahren.Erstaunlich finde ich auch Deine Ängste über den weiteren, eventuellen Verlauf, der sich für die Bekannte ergeben könnte ...
Wir haben uns oft ausgetauscht - auch und vor allem über andere Dinge aus unseren Leben.
Sie suchte immer sehr stark den Kontakt zu mir, wohl nicht zuletzt deshalb, weil ich als Single eine der wenigen bin, die sie auch mitten in der Nacht anrufen kann, wenn sie mal wieder down war wegen Beziehungsthemen etc.
Bislang hatte ich immer den Eindruck (ihrer Schilderung nach), dass das Verhalten ihres damaligen Mannes sie in die Misere trieb. Ich mag sie recht gerne und wir verstehen uns auf vielen Ebenen sehr gut.
Deshalb setzt es mir jetzt so langsam, wo ich mehr als nur die Spitze des Eisberges erfahre, sehr zu. Ich bin da eben in dem Zwiespalt, Mitleid zu empfinden (da andere Verhaltensweisen für mein Dafürhalten schon krankhaft sind) und eben brutal abgestoßen zu sein.
Aber vermutlich ist es so, dass ich das alles zu nah an mich ranlasse, weil - wie oben schon geschrieben - ich natürlich ein Typ bin, der da in irgendeiner Art ... und sei es nur mit Ratschlägen ... "helfen" möchte. Das ist aber wohl ein aussichtsloses Unterfangen.
Sind sie wohl. Also das Gewerbe läuft auf sie und die Steuererklärung ergab wohl den vom Steuerberater genannten Betrag.Aber spätestens mit dem Finanzamt sollte sich die Sache demnächst erledigen. Die Querverbindungen der Ämter sind bekanntlich auch besser geworden. Auf der einen Seite EV, auf der einen Seite Einkünfte ... Ui, das kann heiter werden. Aber ob die Einkünfte überhaupt angemeldet sind?
Hmmm meinst Du also, dass ich sie in ihrem Tun schon alleine dadurch unterstütze, dass ich jetzt vieles weiß, aber sie - um Klartext zu sprechen - nirgends hinhänge?Ich wünsche solchen Leuten und denen, die sie unterstützen und deckeln ziemlich miese Sachen an den Hals. Bei denen, die ein Gewerbe haben, kracht es meistens auch heftig.
Der Gedanke kam mir vor diesem Thread nicht wirklich. Also der Gedanke, dass ich durch das Wissen um diese Dinge auch einer gewissen Verantwortung gerecht werden müsste .... (???)
Mir geht es nicht gerade gut bei dem, was Ihr so insgesamt sagt.
Vor allem aber jetzt eben mit dem, was an mich gerichtet ist.
LG
ibeik



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