Hallo,
ich bin gerade dabei, mit meinem Mann eine Immobilie zu erwerben und die verschiedenen Kreditvarianten durchzurechnen. Es ist ja echt ein komplexes Thema, wie ich feststellen muss.Momentan stelle ich mir u.A. die Frage, auf wie viele Jahre wir die Zinsen für das Annuitätendarlehen festschreiben sollen. Die bisher angefragten Banken bieten 10 oder 15 Jahre an. Im Prinzip würde ich 10 Jahre wählen und dann mal gucken. Oder ist das zu riskant? Die langjährigen Durchschnittzinsen liegen laut Auskunft der Banken angeblich bei 8 %; der momentane Zins ist ja viel niedriger.
Kann man vorhersehen, in welche Richtung Bauzinsen zukünftig tendieren oder ist das immer ein Blick in die Kristallkugel?? Würde gern mal ein paar Meinungen dazu hören.
Hermeline
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06.02.2009, 15:54Inaktiver User
Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
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06.02.2009, 16:08
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
15 Jahre, ich kann mich nur an eine Zeit erinnern, in der die Zinsen niedriger waren als jetzt. Und dazu kommt noch, dass es Dir nichts hilft, wenn die Zinsen mitten in Eurer Laufzeit noch niedriger fallen. Du kannst Sie erst einen gewissen Zeitraum vor Laufzeitende sichern, wie lange vorher, weiß ich leider nicht genau.
Ich würde auch eher sagen, dass sich die "normalen" Zinsen im 7,5%-Bereich bewegen. Meine Eltern hatten vor 40 Jahren für ca. 8 abgeschlossen - zum Glück sehr lange - und plötzlich wurden es bei den anderen 11%. Das kann einem finanziell das Genick brechen.
Bei den jetzigen Werten würde ich sagen: Was Du in der Tasche hast, hast Du drin.
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06.02.2009, 16:15
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Am heutigen Tag liegt der Effektivzins bei genau 4,98%.(15 Jahre fest, bei 10 Jahren bei 4,14)
Wir raten in der jetzigen Situation so lange wie möglich fest zu schreiben.Mindestens 15 Jahre.
8% bekomme ich ja schon bei einem Konsumgüterkredit aber für ein Darlehen um eine Immo zu finanzieren ist das viel zu hoch.Viele Gruesse
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06.02.2009, 16:22
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Also 8 % Baudarlehenszinsen zur Zeit! Das ist Schwachsinn.
Die Zinsentwicklung ist hier ganz gut dargestellt.
für eine Ersthypothek sind zur zeit unter 5% auf 10 Jahre üblich.
Wohin sich Zinsen entwickeln weiß niemand, aber wegen der akuten Krise werden sie in den nächsten Jahren nicht sonderlich steigen (vermute ich).Geändert von ascalin (07.02.2009 um 00:05 Uhr) Grund: Verlinkung auf die grafische Darstellung abgeändert
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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06.02.2009, 17:21Inaktiver User
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Zinsen auf 15 Jahre festschreiben. Vereinbare aber auch die Möglichkeit Sondertilgungen zu leisten oder die Tilgungsrate zu erhöhen bzw. zu senken.
Innerhalb von 15 Jahren kann sich viel ändern.
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06.02.2009, 18:39
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Warum teilt ihr die zu finanzierende Summe nicht auf? Ich würde 10 UND 15 Jahre wählen.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)
Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.
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07.02.2009, 10:10Inaktiver User
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Vielleicht wäre das garnicht so dumm. Wir hätten sowieso eine Aufteilung, da ein (kleinerer) Teil der Summe ein KfW-Darlehen und der andere ein "normaler" Bankkredit ist. Event. könnte man den Bankkredit nochmal in 2 Laufzeiten zu 10 und 15 Jahre aufteilen. Wir befürchten nur, dass wir wenn wir zuviel stückeln, nach Ablauf der Zinsbindung mit ein paar Fussel-Restschulden dastehen, deren Refinanzierung dann ungünstiger wird. Der Interhyp-Typ meinte, dass bei einer Summer unter € 50.000,- die Bedingungen schlechter werden.
Die Möglichkeit zu Sondertilgungen will ich auf jeden Fall haben; die einen bieten 7.000,- und die anderen sogar 14.000,- / Jahr ohne Zusatzkosten. Fragt sich nur, ob das reicht, klingt ja erstmal recht üppig.
Opelius, danke für den Link! Das ist ja sehr aufschlussreich.
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07.02.2009, 10:58Inaktiver User
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Hallo
offensichtlich antworten hier einige, die gar nicht soviel Ahnung haben:
Denn im Geschäft mit Bank und Kunde hat der Kunde den wichtigen Vorteil:
Er kann - EGAL wie lange der die Zinsbindung vereinbart - nach 10 Jahren kündigen. Während die Bank daran gebunden ist. Diese kleine Information teilen die Banken einem aber nicht unbedingt von selbst mit.
Also vergibst Dir also nichts, wenn Du dir den derzeit sehr guten Zinssatz (die Spardabanken bieten übrigens gerade 4,1 % auf 10 Jahre bei bis zu 80 % Beleihung - nur zur Info - Recherchieren kann sich lohnen - bei den Summen und sind "komma-Prozente viel Geld über die Laufzeit!) möglichst lange sicherst.
DU kannst nach 10 Jahren aussteigen und neu verhandeln - während die Bank nicht von sich aus kündigen kann.
Zuden würde ich die Möglichkeit von Vorfälligkeitsentschädigungsfreien Sonderzahlungen (5 % der Darlehenssumme pro Jahr sind üblich und problemlos möglich normalerweise) vereinbaren.
Antje
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07.02.2009, 13:04
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Da es sich um die Anschlussfinanzierung, und nicht um die Erstfinanzierung handelt, ist da irgendetwas merkwürdig.
Warum sicherst du dir nicht die Zinsen über 10 und 15 Jahre? Du bekommst einen Zins- und Tilgungsplan. Somit weißt du jetzt schon, welche "Fussel"-Restschulden in 10 und 15 Jahren bestehen. Schließe doch parallel einen Sparplan zum Ansparen der Tilgung ab (Sparplan, Tagelgeld, Festgeld, Bausparen,.....). Dann bezahlst du hiermit die "Fussel"-Restschulden.Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)
Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.
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08.02.2009, 12:38
AW: Länge der Zinsfestschreibung bei Hausfinanzierung
Hhm, pardon, mir war nicht bewusst, dass hier nur Bankenfachleute antworten dürfen. Eigentlich steht im Eingang des Forums auch eher "Keine rechtsverbindlichen Aussagen möglich" - wird hier doch eher die Meinung anderer eingeholt. Manchmal auch der Erfahrungswert. Die Sichtweise?
Schön, dass Du auf diese Möglichkeit der Kündigung hingewiesen hast, die tatsächlich nicht sehr bekannt ist bzw. nicht explizit erwähnt worden ist. Eigentlich hättest Du damit einen wertvollen Beitrag leisten können. Durch das "ach Du meine Güte, hier wagen es Leute zu schreiben, die ja nun echt keine Ahnung haben" hat er allerdings einen bitteren Beigeschmack.
Dir als Fachfrau - Frau mit Ahnung - hätte es besser gestanden, sachlich auf die Kündigungsmöglichkeit hinzuweisen.


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