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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Vergiss es. Was die echten Kenner raus schmecken, schmeckst du nie. Man sagt, dass es etwa 30 – 40 wirkliche Verkoster in Europa gibt. Ich habe mich jahrelang durch die Bewertungen großer Händler „durchgesoffen“ bis ich meinen Händler fand, da passen die Bewertung mit meinem Empfinden und auch das Preis/Leistungsverhältnis.
    Ist das wirklich so?

    Erkennt der Laie nicht das Besondere?
    Meiner Meinung nach kann sich ein Mensch seine Geschmacksnerven ruinieren.
    Aber, so sicher bin ich mir doch nicht.

    Aber, ich gehe auch gerne in einen Weinladen und lasse mich beraten.
    Das hat was. Die Geschmäcker ändern sich wohl auch im Laufe der Jahre.

    Bei mir spielt es auch manchmal ne Rolle wie hochprozentig der Wein ist.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Es hat viel mehr mit individueller Gewöhnung und viel weniger mit "objektiven" Geschmackseigenschaften des jeweiligen Getränks zu tun, als man sich vielleicht eingestehen möchte.
    Das finde ich wirklich total interessant. Wobei sich sog. Weinexperten ja wohl schon generell einig sind, welche Weine eines Jahrgangs z.B. besonders empfehlenswert sind.

    Und das heißt: Auch Kartonwein schmeckt einem irgendwann. Juchee, was ein billiges Vergnügen!
    "Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht mehr los."
    (Gerburg Jahnke)

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    AW: Was ist guter Wein?

    Schöner Thread! .... Als bekennende Anhängerin des Grauburgunders (am liebsten aus der Pfalz), wenn auch nicht wirkliche Weinkennerin hier mal meine Empfehlung zum Herantasten an die guten Tropfen.

    Finde doch erst einmal für dich heraus, ob dir eher Rot-, Rosé- oder Weißweine liegen und ob du eher trockene, halbtrockene oder sogar liebliche Weine magst. Eine weitere Auftrennung in die tieferen Aromen würde ich im allerersten Schritt sein lassen und die Weine zunächst auf mich wirken lassen. Bei einer langsamen Verkostung verschiedener Weine wirst du schnell selbst die Unterschiede und die Aromen feststellen, die einen guten Wein von einem Industriewein abgrenzen. Ein guter Wein ist wie ein Parfum --- mit einer Basis-, Kopf- und Herznote und besitzt wesentlich mehr Tiefe und Charakter, als der Tetrapak-Wein vom Discounter. Zumal letzterer auch IMMER gleich schmeckt. Egal, welches Jahr. Schon einmal darüber nachgedacht, warum das wohl so ist?

    Es wurde bereits mehrfach gesagt, dass ein handwerklich gut gemachter Wein i.d.R. stets höherpreisiger als 5,00 EUR ausfällt. Das ist in meinen Augen auch logisch und richtig. Überlege einmal wieviel Arbeit erforderlich ist, um die Trauben zu pflanzen, richtig zu pflegen, zu ernten, zu verarbeien, zu keltern usw. Das schlägt sich nunmal im Preis nieder. Bei nahezu allen Weinen im 1,99 bis 5,00 EUR-Segment kann es sich also unmöglich um handwerklich gut gemachte Ware handeln.

    Wobei der gar nicht mal schlecht schmecken muss. Der 1,99-Billiggrauburgunder von ALDI-Nord ist durchaus trinkbar, wenn nix anderes da ist oder angeboten wird; ständiger Gast in meinem Weinschrank wird er aber niemals werden. Ein Grund ist hier u.a., dass ich lieber einen Winzer mit meinem Einkauf unterstütze, als die großen Konzerne. Hauptgrund jedoch, weil ich die reichhaltigen Facetten eines Winzerweines überaus schätze, die mir ein industriell hergestellter Billigvino einfach nicht bescheren kann.
    Jede getrunkene Flasche Wein verkürzt das Leben um 13 Minuten. Demnach bin ich 1497 gestorben

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Hier wurde ja schon viel geschrieben, ich ergänze um den für mich bedauerlichen Aspekt:

    Bis mir mal ein Wein so richtig gut schmeckt, dauerts und dann würde ich am liebsten dabei bleiben

    Leider, leider und nochmal leider schmeckt er jedes Jahr anders
    Das liest sich fast so, als ob du dich zum Wein zwingen müsstest und du ihn gar nicht wirklich magst.

    Ich finde es spannend, dass Wein jedes Jahr anders schmeckt. Das macht Weintrinken unter anderem für mich aus, er schmeckt nie gleich.
    Eine Flasche Wein kann einen Tag, nachdem man sie geöffnet hat, völlig anders schmecken, als noch am Tag zuvor. Das liegt nicht nur am Wein, das liegt auch an einem selbst. Wir sind auch jeden Tag anders und daher gefällt es mir, dass Wein das auch ist, dass er lebt, sich entwickelt.
    Nicht immer zu seinem Vorteil, zum Beispiel, wenn man ihn karaffiert, obwohl ihm das gar nicht gut tut. Viele karaffieren Rotwein grundsätzlich, weil sie denken, das gehört so, aber nie einen Weißwein, weil sie denken, Weißweine dekantiert man nicht. Beides stimmt nicht.
    Nicht zuletzt macht auch das Glas, aus dem man den Wein trinkt, sehr viel aus.

    Mit Karaffieren und dem Glas könntest du bei den Weinen, die du eigentlich magst, aber deren aktueller Jahrgang dir nicht ganz so gut schmeckt, einmal experimentieren. Du wirst staunen, was das ausmachen kann.

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich so?

    Erkennt der Laie nicht das Besondere?
    Meiner Meinung nach kann sich ein Mensch seine Geschmacksnerven ruinieren.
    Aber, so sicher bin ich mir doch nicht.

    Aber, ich gehe auch gerne in einen Weinladen und lasse mich beraten.
    Das hat was. Die Geschmäcker ändern sich wohl auch im Laufe der Jahre.

    Bei mir spielt es auch manchmal ne Rolle wie hochprozentig der Wein ist.
    Ich bin immer noch Laie, obwohl ich mich schon seit vielen Jahren intensiv mit Wein befasse (nicht nur damit, ihn zu trinken, wir bauen auch selbst welchen an). Das Besondere erkenne ich durchaus, aber: nicht immer.
    Es gibt Tage, an denen mir meine liebsten Weine nicht schmecken und Tage, an denen mir Wein generell nicht schmeckt.
    Der Akoholgehalt spielt bei mir eine große Rolle. Ich bevorzuge Weine, die weniger Umdrehungen haben, da gibt es inzwischen - auch bei den Rotweinen - einige wirklich gut gemachte, die trotzdem trocken sind. An feinherben Weinen habe ich mich versucht, aber wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr.
    Sie schmecken mir nicht und was noch hinzukommt, ich vertrage sie nicht.

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von Pandamum Beitrag anzeigen
    Das liest sich fast so, als ob du dich zum Wein zwingen müsstest und du ihn gar nicht wirklich magst.

    .
    Ich mag Wein sehr gern und hatte, geschrieben, dass es lange dauert, bis mir einer wirklich schmeckt.

    Läuft auf Grauburgunder und Blanc de Noir hinaus.

    Soviel zur Grobauswahl, aber innerhalb gibt es soviele Geschmacksunterschiede, daher hätte ich gern für immer meinen Lieblingswein.

    Ich weiß, dass das nicht möglich ist, habe aber viel zu viel Geld ausgegeben, für Wein, den ich letztlich nicht trinken mag

    Grade auch bei Verkostungen und Bioweinen. Ein paar Schlucke reichen für mich nicht aus. Grade weil es soviel Feinheiten gibt und sei es das Glas, in dem er ausgeschenkt wird.

    Menschen, die geschmacksflexibler sind, haben da mehr Auswahl
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Es hat viel mehr mit individueller Gewöhnung und viel weniger mit "objektiven" Geschmackseigenschaften des jeweiligen Getränks zu tun, als man sich vielleicht eingestehen möchte.
    Das glaube ich wiederum nicht. Oder zumindest bei mir ist das nicht so.

    Ich habe sehr ausgeprägte Vorlieben, die eher nichts mit Gewöhnung zu tun haben.

    Hier gehen viele (höherwertige) Weine (geschenkt, aus Probierpaketen etc.) nach dem Probieren und eventuell einer weiteren Chance am nächsten Tag in die Pasta oder zum Mitbewohner ein Stockwerk tiefer, weil sie mir nicht zusagen. Und auch bei Blindverkostungen bleibe ich bei meinem Beuteschema: dicht, dunkel, tanninreich, sehr wenig Restsüße, nicht fruchtbetont, ruppig. Das schmeckt man. Das heißt natürlich nicht, das ich wie manche Profis Erzeuger und Lage schmecke, aber ich kann schon öfter die Region oder auch mal die Traubensorte schmecken.

    Ich probiere generell gern Wein, weil ich das sehr, sehr spannend finde, aber mir schmeckt vieles einfach nicht: die meisten Neuweltweine, ganz unabhängig von der Traubensorte, viele Weine ganz aus dem Süden Europas und auch viele deutsche Rotweine liegen mir nicht.

    Auch bei Sekt, Champagner und Verwandten oder Frizzante ist das so.

    Weißwein trinke ich seit gut 20 Jahren fast gar nicht, weil ich die, die mir schmecken, nicht mehr vertrage. Trotzdem ich an diese Weißweine "nicht gewöhnt" bin, wüde ich sie gern mögen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. VIP

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von Pandamum Beitrag anzeigen
    Es gibt Tage, an denen mir meine liebsten Weine nicht schmecken und Tage, an denen mir Wein generell nicht schmeckt.
    Oh ja!

    Der Akoholgehalt spielt bei mir eine große Rolle. Ich bevorzuge Weine, die weniger Umdrehungen haben, da gibt es inzwischen - auch bei den Rotweinen - einige wirklich gut gemachte, die trotzdem trocken sind.
    Großes Thema! Ich bin immer auf der Suche, Geschmacksgranaten, wie ich sie liebe, mit weniger Akohol zu finden. Gibt es natürlich nicht. Bei den Weinen aus dem Süden stört mich neben einer gewissen durchschlagenden Restsüße (auch wenn es nur 6 g/l sind), dass geschmacklich der Sprit so im Vordergrund steht. Oder die Verbindung Sprit, Restsüße, Säure - ohne dass dem genügend Tannin entgegensteht.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    AW: Was ist guter Wein?

    Irgendwie verstehe ich den Sinn nicht so @Avocado Diaboli

    Trink doch einfach, was dir schmeckt

    Ich hab lange sehr gerne Sauvignons blancs getrunken. Und oak freie Chardonnays.

    Dann hab ich die nicht mehr so vertragen und bin wieder zurückgeswitcht auf die Anfänge meiner Weinkarriere: Rotwein (hab mit Lambrusco die Spezi-Phase verlassen in den 80ern )

    Jetzt trinke ich gerne Zweigelt (gut, lebe in Österreich), Blaukränkisch, burgenländische Merlots.
    Und extrem gerne: blancs de noirs von Zweigelt und Merlots. Also, gleichgepresste Rotweine, die dann eher so zart rot sind.

    All das bei trial and error.

    Shiraz aus Australien liebe ich auch. Syrah aus Frankreich weniger.

    Ich schaue mir beim Wein inzwischen übrigens weniger an, was er kostet (mir ist es immer am liebsten, wenn er deutlich !! unter 10 Euro/Flasche im Laden liegt)

    Mir ist inzwischen wichtig, dass das keine Alk-Bombe ist. Leider werden Weine durch den Klimawandel immer alkoholreicher. Es wird immer schwieriger einen Rotwein zu finden, der unter 14% hat. Unter 13, was mir am liebsten wäre, so der klassische frühere 12,5er ist quasi das Einhorn geworden.

    Hast du irgendwie Angst, dass dir (aus Versehen oder so ) ein Wein gut schmecken könnte, der als Fusel gilt? Wäre mir egal... Was nutzt es dir, wenn du einen Grand Cru oder sonst so im Glas hast, den du nicht magst oder von dem du Histaminärger kriegst.

    Ich bleib dabei, gut ist, was gut schmeckt. Dir.

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    AW: Was ist guter Wein?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Hast du irgendwie Angst, dass dir (aus Versehen oder so ) ein Wein gut schmecken könnte, der als Fusel gilt?
    Ach Quatsch *abwink*
    Ich wüsste nur gern, ob guter Wein wirklich merkbar anders (besser) schmeckt als nicht so guter Wein und woran man dieses "gut" allgemein festmacht. Das wurde hier teilweise schon ganz gut beschrieben: Nicht so hart, flach, sauer z.B., mehr Geschmackskomponenten usw.

    Ich habe bisher eher einfachen Wein getrunken und wüsste gern, ob es stimmt, wenn die Weinkenner sagen: "Guter Wein schmeckt totaaaaaal anders!" Für mich hat Wein bisher einfach nach Wein geschmeckt. Daher konnte ich die Begeisterung mancher für guten Wein bislang nicht nachvollziehen.
    "Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht mehr los."
    (Gerburg Jahnke)

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