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    Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Hallo,

    mich würde mal interessieren wie Ihr Wunschmütter um die 40 mit dem erhöhten Risiko für chromosomale Schäden umgeht.
    Habt ihr euch da vor Eintritt einer Schwangerschaft Gedanken gemacht.

    Und wie geht ihr in der Schwangerschaft mit dem Angebot an praenataler Diagnostik um. Nutzt ihr " jedes" Angbot ? und was ist wenn es wirklich ein postives Ergebniss gibt ?

    Dies Thema beschäftigt mich zur Zeit sehr. Mein Kinderwunsch ist noch sehr wackelig. U.a. da ich bereits ein behindertes Kind habe ( kein chromosomen Schaden sondern z.n. extrem-Frühgeburt) und natrülich dadurch viel Kontakt zu anderen Familien hab, die auch behinderte Kinder haben. Grundsätzlich käme für mich ein Schwangrschaftsabbruch nicht in Frage. Ich weiß aber auch mit wieviel Sorgen , mit Zeit des Hoffen, Bangens und Zweifeln die Jahre verbunden sind.

    Kann man sich dem vorsätzlich " aussetzen". Oder ist es wirklich nur die Statistik, die von einem erhöhten Risiko spricht.

    Würde mich freuen, möglichst viele Meinungen zu lesen.

    M.
    "Ganz schön vermessen - Viele verurteilen lautstark, mit gewichtiger Miene Menschen in Situationen, in denen sie selbst noch nie handeln mußten."

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Hallo Maxima, nun bin ich zwar noch nicht 40 plus, dafür aber 39 - und ich werde gut drei Wochen nach ET 40. Ich bin jetzt im 7. Monat und habe keine dieser speziellen Vorsorge-Untersuchungen machen lassen. Es ist unser erstes (und vermutlich einziges) Kind - und natürlich haben Herr Emma und ich uns vorher darüber unterhalten. Aber wir waren uns schnell einig, dass es für uns nicht in Frage kommen würde, ein behindertes Kind abzutreiben. Und daher wollten wir auch keine Untersuchungen, die uns womöglich allein durch statistische Werte in Panik versetzen könnte. Es kommt so, wie es kommt. Bislang ist meine Schwangerschaft auch ohne Probleme verlaufen - trotz meines "biblischen" Alters. Ich bin nur laut MuPa eine Risikoschwangere.. meine FÄ behandelt mich wie jede andere Schwangere.

    Du wirst hier viele verschiedene Meinungen hören, denn dieses Thema ist sehr speziell und sehr subjektiv. Die Freundin meines Schwagers ist auch schwanger - sie hat jetzt eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Für sie wäre es absolut keine Frage gewesen, abzutreiben. Wenn es so gekommen wäre, hätte ich sie sicherlich nicht deswegen verurteilt.
    Niemand ist perfekt, aber Kinder sind schon nahe dran

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Hallo Maxima,
    ich bin zwar noch weit von 40 plus entfernt, aber die Frage nach Pränataldiagnostik stellt sich doch immer. Ich habe mich gegen jede zusätzliche Untersuchung entschieden, eben weil ein Abbruch für mich auch nicht in Frage gekommen wäre.
    Ich denke, die entscheidende Frage ist immer, was ändert das Untersuchungsergebnis für mich. Und wenn die Antwort "nix" ist, dann sollte man die Untersuchung getrost sein lassen.
    Und wie du sicher in deinem Bekanntenkreis erfahren hast, gibt es auch bei gesund geborenen Kindern keine Garantie dafür, dass es so bleibt
    Dir alles Gute! Vera

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Zitat Zitat von Maxima68
    Kann man sich dem vorsätzlich " aussetzen". Oder ist es wirklich nur die Statistik, die von einem erhöhten Risiko spricht.
    Natürlich ist das nur eine Statistik. Ich kenne viele Frauen, die in "hohem Alter" ein gesundes Kind bekommen haben. Und auch eine, die relativ jung ein Kind mit Trisomie 21 bekommen hat.
    Und wenn man nach der Statistik leben wollte, dürfte man seinen Sohn erst mit 20 Führerschein machen lassen - das Unfallrisiko ist nämlich mit 19 am höchsten!

  5. Inaktiver User

    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    ja, es ist "nur" eine statistik. aber es gibt diese statistik, die nun einmal zeigt, dass es ab einem gewissen alter ein erhöhtes risiko gibt. das läßt sich nicht schönreden : es ist nun einmal so.

    ich finde wichtig, dass du dir die frage stellst, ob du einem weiteren behinderten kind gerecht werden könntest. je nachdem wie stark die behinderung bei deinem kind ist, weißt du sicherlich, dass es sehr viel kraft kostet diesen kindern gerecht zu werden. würdest du es bei einem zweiten kind schaffen? eine nervöse mutter, die mit ihren kräften am ende ist, ist kein idealfall für ein kind. welches leben, welche lebensfreude, könntest du einem weiteren behinderten kind bieten.
    auch wenn ein weiteres kind wahrscheinlich gesund sein wird, kannst du leider nicht von diesem idealfall ausgehen.
    ich will dir einen evtl. wunsch nicht madig machen, aber es ist schon ein unterschied, ob man ein oder zwei behinderte kinder hat.
    die kräfte werden mit dem alter auch nicht mehr...
    manchmal ist es besser, es nicht darauf ankommen zu lassen. kinder sind zu kostbar, um mit einem "es-wird-schon-gut-gehen" zu leben, wenn man sich nicht wirklich sicher ist es hinterher auch zu schaffen.

    die untersuchungen sind nach meiner meinung nur wirklich sinnvoll, wenn man bei einem schlechten ergebnis zu einer abtreibung bereit ist.

    alles liebe für dich

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Hallo Maxima,

    ich bin noch 39, aber bin weit vor ET dann 40. Ich bin jetzt in der 17. Woche und habe auch sehr mit mir gerungen, was ich tun soll. ich habe in meinem Umkreis erlebt, dass ein schwerts behindertes Kind kurz vor ET gestorben ist, das war richtig schlimm. Das bekam ich auch nicht mehr so richtig aus dem Kopf.

    Ich habe, ohne wirklich weiter zu denken, was ich dann machen soll, eine Nackenfaltenmessung vornehmen lassen sowie einen Feinultraschall in der 13. Woche. Ich hatte das Glück, dass alles total unauffällig war und ohne Befund. Ich bin also um eine weitreichendere Entscheidung herum gekommen.

    Bei meiner Schwester wurde bei der Nackenfaltenmessung was "Auffälliges" gesehen, sie hat sich für eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden, die unauffällig war. Danach hatte sie dann auch endlich eine entspannte Schwangerschaft.

    Es ist wirklich ein sehr zweischneidiges Schwert. Ich kann jede Schwangere verstehen, die sagt, dass sie es nicht wissen will, auch wenn das Kind nicht überlebensfähig ist. Dann war die Schwangerschaft wenigstens nicht so belastend. Für mich war es, aufgrund der Erfahrungen, nicht so einfach möglich. Aber - eine Abtreibung nach sechs Jahren Kinderwunsch und 3 IVF, eigentlich auch undenkbar.

    Also, Du siehst, Du liest nur meine Geschichte, einen wirklichen Ratschlag kann ich Dir nicht geben ...

    Locke
    minipli wirbelt durch unser Leben seit Mitte Januar 2009
    und im Mai 2011 kam ne Wunderschwester dazu

  7. Inaktiver User

    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Hallo Maxima,

    ich bin zwar "erst" 38, aber mein Mann 52, und das erhöht das statistische Risiko ja zusätzlich. Wir haben viele Jahre, 4 IVF und 2 Fehlgeburten hinter uns gebracht, bis es zu dieser intakten Schwangerschaft (jetzt 36. SSW) kam. Da wir das Gefühl hatten, dass dies unsere einzige Chance war, hätten wir das Risiko einer Fehlgeburt durch Fruchtwasseruntersuchung nicht eingehen wollen, und deshalb haben wir auch die Nackenfaltenmessung abgelehnt. Außerdem war uns klar, dass es Behinderungen gibt, die keine genetische Ursache haben. Den Feinultraschall in der 20. SSW hingegen haben wir machen lassen. Es ging uns dabei nicht um Abtreiben oder nicht, sondern darum, vorbereitet zu sein, falls gleich nach oder sogar vor der Geburt ärztliche/operative Maßnahmen ergriffen werden müssen.

    Ich kann aber jeden verstehen, der die relative Sicherheit durch eine Fruchtwasseruntersuchung braucht - vor allem, wenn schon Kinder da sind, denen durch die Geburt eines behinderten Kindes nicht mehr genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden könnte.

    Es ist einfach eine sehr persönliche Entscheidung, was man mitmacht, und man sollte sich nur vorher die Konsequenzen klar machen.

    Gruß,
    Braunbärin

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Das besonders spannende an diesem thread ist für mich, dass auch ich auf diesem Wege endlich erfahre, dass AusdemWald und Emmma schwanger sind - juhu!! AusdemWald, ich hoffe, es geht Dir einigermaßen... Und Braunbärin, schon 36.SSW, wow!

    Zum Thema: ich habe heute vor 4 Wochen zum 3. Mal entbunden, bin 40 und habe eine Amnio machen lassen. Beim 1. und 2. Kind nicht, aber bei "3 Kindern unter 4" konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich die Zusatzbelastung durch ein beh. Kind noch schaffen kann. Auch wenn es viele Möglichkeiten der Behinderungen gibt, ist die durch Trisomie21 doch die mit Abstand wahrscheinlichste.

    Ich kann alle verstehen, die keine FU machen lassen, das hätte ich beim 1. Kind auch noch nicht gekonnt. Ich kenne aber auch eine Familie im nächsten Umfeld, die ein DS-Kind haben (und keinen 2. Versuch wagen wollen, weil sie nicht abtreiben lassen könnte und beide große Angst vor einem erneuten DS-Fall haben); insofern hatte ich eine ungefähre Vorstellung davon, wieviel Zusatz-Belastung da auf einen zukommt.

    Die FU selber war total harmlos, mir hat allerdings hinter meine Paranoia ziemlich im Weg gestanden, weil ich dauernd dachte, ich würde Fruchtwasser verlieren (was dann aber nicht so war)

    Die NF-Messung würde ICH pers. nicht mehr machen lassen, weil sie einen meiner Meinung nach in einer trügerischen Sicherheit wiegt. Ich hatte beim 2. Kind ein total unauffälliges Ergebnis, dann wurde beim Fein-US in der 22. SSW ein Herzfehler entdeckt, der Softmarker für DS ist und mein Risiko plötzlich verzehnfacht hat. Das war sehr schlimm. Und als Vorbereitung auf eine Behinderung taugt das ja auch nicht, man bekommt ja nur eine Wahrscheinlichkeit, und keine Diagnose. Also nur Verunsicherung und Angst, im schlimmsten Fall.

    Aber wie schon jmd. schrieb: wenn man aus einem "positiven" Ergebnis keine Konsequenzen ziehen würde, würde ich wohl nur die Regeluntersuchungen machen lassen.

  9. User Info Menu

    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Ich bin noch weit entfernt von dieser "magischen Grenze" und mein erstes Kind wurde letztes Jahr völlig gesund geboren. Trotzdem hat mich mein Arzt automatisch in der Schwangerschaft zur NF-Messung (incl Hormonbestimmung, also Combined Test) geschickt, weil ER sich etwas absichern wollte (von wegen, dass ihm dann nachher keiner vorwerfen kann, er hätte mich nicht zu der Untersuchung geschickt, wenn dann was sein sollte...). Ich ging da relativ entspannt hin, weil ich ja wusste, so oder so ist es nur eine Wahrscheinlichkeit, die einem beschieden wird (im Guten wie im Schlechten).

    Ob ich im schlechten Fall auch noch eine FU hätte machen lassen, mit dem Risiko 1:100, dass ich dabei mein Kind verliere...ich denke nicht, denn mein Freund und ich waren uns einig, dass wir auch ein behindertes Kind bekommen würden.

    Was ich allerdings trotzdem gut finde und jederzeit wieder machen und jedem empfehlen würde, ist der Fein-Ultraschall (Organscreening) in der 22. bis 25. SSW. Denn da geht es mMn v.a. darum, im Falle einer operablen Behinderung (Herzproblem zB) das schon vor der Geburt zu wissen und dementsprechend rechtzeitig was machen zu können. Das find ich gut.

    Ob ich die NFM nochmal machen lassen würde...ich kann es echt nicht sagen. Klar ist es trotz allem eine Anspannung...andererseits ist es auch 30 min ausführliches Baby-Watching!

    Alles in allem ist es für mich persönlich also kein Unterschied, ob ich Anfang 30 oder Anfang 40 bin, welche Untersuchungen ich machen lassen würde.
    "Erwachsene verstehen nie etwas und für Kinder ist es ermüdend, ihnen immer und ewig Dinge zu erklären." (Der kleine Prinz, A. de Saint Exupéry)

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    AW: Schwanger werden mit 40 plus u.praenatal Diagnostik

    Maxima
    Da würde ich die Statistik mal völlig außen vor und den Bauch bzw. Dein Herz entscheiden lassen. Die Frau meines Cousins hat im Alter von 24 ein behindertes Kind bekommen (Downsyndrom) das Problem war allerdings nicht die Behinderung sondern der Herzfehler mit dem sie auf die Welt kam. Neben unglaublicher Lieb und Freude mit diesem zauberhaften Mädchen gab es jedoch auch 24/7 Sorgen, Bangen, Hoffen, Weinen, Panikattacken, Verzweiflung....

    Wenn Dein Herz ja sagt, dann mach es! Eine Garantie gibt es nicht.
    Das ist meine Meinung.

    Alles Liebe und Gute!

    p.s. eine Freundin hat gerade mit 41 ihr erstes Baby bekommen. Pumperlgsund!
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    Mini-Guduchi ist 1. Jahr
    Binomette von Carina4
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