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    Feinultraschall ja oder nein?

    Hallo zusammen,

    habe mit Erstaunen festgestellt, dass es gar kein reines Schwangerschaftsforum hier gibt - oder ich habe es nicht gefunden...

    Daher hier mein Beitrag, bzw. meine Frage für die ich um eure Meinungen und Anregungen bitte.

    Ich bin in der 21. SSW. Zusätzlich zu den 3 von der Krankenkasse bezahlten US-Untersuchungen, bekomme ich bei meiner Ärztin ein US bei jedem Routinetermin, also einmal im Monat. Diese zusätzliche Leistung habe ich privat bezahlt.

    In der 12. SSW ist die NT-Messung vorgenommen worden, die zusammen mit den Blutwerten ein sehr gutes Ergebnis hatte - das rechnerische Risiko für eine Fehlbildung liegt weit unter dem für mein Alter üblichen Durchschnitt.

    Aufgrund dieses sehr guten Ergebnisses habe ich mich gegen eine Amniozentese entschieden.

    Nun hat mir meine Frauenärztin - gerade, weil es keine Amniozentese geben wird - eine Feinultraschalluntersuchung ans Herz gelegt. Dabei können durch höhere Auflösung viel mehr Details erkannt werden, d. h. auch Fehlbildungen oder -funktionen, die auf einem normalen US-Gerät nicht sichtbar sind.

    Die Schulmediziner halten US ja für völlig unbedenklich, aber ich weiß, dass diese Einstellung umstritten ist, da beim US Wärme entsteht. Ganzheitlich denkende Mediziner lehnen zu häufige US-Untersuchungen ab.

    Nun habe ich ja schon eine US-Untersuchung pro Monat sozusagen im Voraus gekauft und ich muss sagen, es ist schon sehr beruhigend, gerade am Anfang der SSW, solange man noch keine Bewegungen spürt, das Kind ab und zu mal "live" auf dem Bildschirm zu sehen. Hinzu kommt, dass ich überhaupt keine Beschwerden habe und manchmal stunden-, ja sogar tagelang vergesse, dass ich schwanger bin. Da ist dann so ein Babyfernsehen ab und zu sehr beruhigend.

    Heute hatte ich ein reguläres US, der Termin für das Fein-US wäre in 2 Wochen (diese Untersuchung wird wahrscheinlich ziemlich lange dauern und wäre mit entsprechender "Belastung" für das Kind verbunden) und weitere 2 Wochen später hätte ich wieder ein reguläres US.

    Ich bin nun ganz unsicher, ob das nicht alles ein bisschen viel ist? Bisher deutet nichts darauf hin, dass nicht alles normal ist. Und wenn beim Fein-US irgendetwas Abnormales festgestellt wird, was mache ich dann? Ändert es etwas an der Entscheidung, das Kind zu bekommen? Macht es einen Unterschied, ob ich es jetzt, in ein paar Wochen oder bei der Geburt erfahre, wenn das Kind nicht gesund ist?

    Wie habt ihr euch entschieden und wie sind eure Erfahrungen? Ich bin 40 und somit im medizinischen Sinne "risikoschwanger", auch wenn alle bisherigen Ergebnisse genau so gut wie bei einer 25järigen sind.

    Gibt es Websites, die sich mit der ganzheitlichen Sicht der Schwangerschaft, Pränataldiagnostik und Geburt beschäftigen, bzw. kritsich mit der schulmedizinischen Sicht dieser Dinge?

    Danke für jeden Tipp, Kommentar, Anregung, Erfahrungsbericht!

    Lieben Gruß,

    die Sonnenanbeterin

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Hallo Sonnenanbeterin,

    die einzige seriöse Studie, die ich kenne, die etwas Negatives über Ultraschall aussagt wurde mit Mäusen gemacht, die über Stunden mit extrem hoher Intensität geschallt wurden - Also eine Situation, die absolut nicht mit den normalen Schwangerschaftsuntersuchungen zu vergleichen ist (mal abgesehen davon, dass auch Mäuse nicht so einfach mit Menschen zu vergleichen sind ).

    Da ich ja Zwillinge bekommen habe, wurde ich alle zwei Wochen geschallt und meine beiden sind kerngesund, groß und kräftig zur Welt gekommen - hat ihnen also nicht geschadet. Fruchtwasseruntersuchung haben wir nicht gemacht, aber den Feinultraschall schon.

    Und was die Ergebnisse der Untersuchungen angeht,denke ich, es geht mehr darum, bei eventuellen Missbildungen schon vorbereitet zu sein, sowohl mental als auch rein praktisch, denn dann kann der Kinderarzt nötigenfalls schon direkt nach der Entbindung etwas unternehmen.


    Liebe Grüße

    Jo

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Die Überhitzung des Babies durch Ultraschall ist ein Ammenmärchen, das leider nicht ausstirbt.

    Es gibt keine einzige Studie beim Menschen, daß Ultraschall während der Schwangerschaft schadet.
    Letztes Jahr wurde bei trächtigen Mäusen, die während der Tragzeit extrem viel Ultraschall ausgesetzt wurden, Störungen in der Gehirnentwicklung bei den Mäusebabies festgestellt.
    Die Autoren betonten jedoch, daß es extrem hohe Dosen an Ultraschall gewesen seien. Sie kamen zu dem Schluß, daß der normale Ultraschall während der Schwangerschaft völlig harmlos sei, rieten jedoch vom sogenannten "Babyfernsehen" ab (so ein 3D Ultraschall, den viele zum Spaß in der 28. SSW machen).
    In Amiland kaufen sich viele reiche Leute ihre private Ultraschallmaschine, um sich zum Spaß jeden Tag ihr Baby anzusehen. Das sollte wirklich nicht sein.

    Es gibt bestimmte Mißbildungen, zB des kindlichen Herzens, wo sofort nach der Geburt operiert werden muß, da es sonst beim Baby zu Herzversagen kommen kann. Ist sehr selten, aber passiert. Danach wird beim großen Ultraschall geschaut.

    Ich war 37 bei meiner Schwangerschaft und habe den großen Ultraschall machen lassen.

    Gruß, Nosmo

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Jo 68, Du meinst auch dieses Cell-Paper von der Gruppe um Pablo Rakic aus Yale vom letzten Jahr, nicht wahr?

    LG, N.

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Ich habe zwar keinen Feinultraschall gemacht, jedoch regelmäßig beim Arzt. Und dieser hat teilweise auch länger gedauert, da die Ärztin ein recht gutes Gerät hat und die Körperteile die gerade zu sehen waren sehr genau angeschaut hat. Und auch die Versorgung des Kindes hat sie immer wieder per Ultraschall angeschaut. Also ein "kleiner" Feinultraschall alle 4 Wochen. Ich hatte dabei ein gutes Gefühl und keinerlei Bedenken (obwohl ich ansonsten eher den Homöopathen, als den Schulmedizinern zugeneigt bin). Ich würde mir aufgrund des Feinultraschalles keine Gedanken machen. Er wird Dich beruhigen und das Kind nicht übermäßig aufregen.

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Ja, ich denke, wir meinen dieselbe Studie, ist halt eben auch die einzige seriöse.

    Vor kurzem habe ich übrigens als "Argument" gegen Ultraschall gehört: Der liebe Gott habe die Kinder im Bauch versteckt, weil sie nicht gesehen werden wollen."

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Hallo Sonnenanbeterin,

    ich hatte den Feinultraschall auch gemacht und dabei den schallenden Arzt befragt, wie das denn nun sei mit der Schädlichkeit des US. Er meinte, dass wenn er 24 h lang schallen würde, so würde sich die Temperaturumgebung für das Baby um ca. 1 Grad erhöhen - aber solange dauert das Ganze ja nicht. Ca. 1/2 h würde ich sagen. Dann gibt es ja noch die Aussage, dass für das Kind der Ultraschall so laut wäre, als würde eine U-Bahn in den U-Bahnhof einfahren. Ob das nun wissenschaftlich bewiesen ist, keine Ahnung. Ich denke mir nur, wenns wirklich so laut wäre, warum pennt mein Kleiner dann immer beim Ultraschall??
    Das zur "Technik".

    Ich hatte auch die NT die Bestens ausgefallen ist und habe dann in der 23. Woche den Feinultraschall machen lassen. Leider wurden dabei 2 Softmarker für Tri21 gefunden. Somit war meine, bis dahin unbeschwerte, Schwangerschaft mit einem Schlag erstmal dahin. Obwohl mir der Arzt sehr deutlich sagte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse und schon gar nicht nach dem guten Ergebnis der NT.

    Also, 3 Wochen später nochmal zum Fein-US (bin privatversichert ) und siehe da, der eine Softmarker verschwunden und der andere ist kleiner geworden.
    Danach war ich wieder soweit stabilisiert, dass ich mir keine allzugroßen Sorgen mehr deswegen mache.
    Ich hätte natürlich eine Fruchtwasser-Untersuchung machen lassen können, aber was hätte es mir geholfen? Für einen Abbruch ist es in der 23. SSW zu spät und selbst wenn, ich hätte es nicht gewollt - schliesslich hat der Kleine das schon fleissig gestrampelt.

    Beim nächsten mal würde ich vllt gleich in der SSW 16 die FW-Untersuchung machen lassen. Aber wer weiss das heute schon??

    Das zu meinen Erfahrungen. Tipps kann ich dir keine geben. Aber ich denke, du wirst die richtige Entscheidung für dich/euch finden.

  8. Inaktiver User

    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    ich hab die große organsono machen lassen und halte davon deutlich mehr als von den untersuchungen niedergelassener gyns. technik und ausbildung sind besser, man sieht unendlich viel und kann im ernstfall reagieren.

    ultraschall ist weder laut noch warm für das kind. ich hatte in der schwangerschaft sicherlich 10 untersuchungen. allesamt diagnostisch, und aber unschädlich.

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    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Danke für eure Meinungen.

    Ehrlich gesagt, an "Studien" glaube ich grundsätzlich nicht. Was da rauskommen soll, bestimmen die, die sie bezahlen.

    Dass alle Schulmediziner die US für unbedenklich erklären, ist mir klar, schliesslich verdienen sie Geld damit.

    In anderen Ländern, z. B. den Niederlanden werden nur ein Bruchteil der USs durchgeführt wie hierzulande. Nicht nur, weil es auch dort die Kassen nicht bezahlen, sondern weil man dort eine ganz andere - natürlichere und weniger von Schul- und Gerätemedizin dominierte - Herangehensweise hat. So sehen die Schwangeren die Ärzte nur in Notfällen - alles sonst läuft über die Hebammen - und die Hausgeburtenrate ist wesentlich höher als bei uns. Ich weiss das von einer, die dort lebt und kürzlich ein Baby bekommen hat.

    Die Aussage, dass es einen Grund hat, dass die Kinder im Dunkeln sind, die hier etwas lächerlich gemacht wird, finde ich gar nicht so abwegig, wenn man die Entstehung des Lebens ganzheitlich betrachtet und nicht nur als Heranwachsen eines Körpers, sondern davon ausgeht, dass noch vor dem Körper eine Seele da ist.

    Ich frage mich eben: mache ich das nur für mich, ohne das es wirklich etwas bringt (außer Beruhigung)? Sicher ist die körperliche Gefahr für das Kind minimal, aber wie ist es mit der seelischen?

    Lieben Gruß,

    die Sonnenanbeterin

  10. User Info Menu

    AW: Feinultraschall ja oder nein?

    Ich bin ein bisschen hellhörig geworden als ich gehört habe, dass unter Zahntechnikern umgeht, die Knochenhaut an den Händen könne sich ablösen, wenn man die Hände zu lange in die Ultraschall-Reinigungsbäder (wie auch beim Optiker üblich) hält. Weiß allerdings nicht, ob das die gleiche US-Frequenz ist, müsste man mal googeln. Weiß jemand was dazu?
    Feindiagnostik ist mir trotzdem sympathischer als Fruchtwasseruntersuchung!
    Grüße
    Nepomuk

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