Hallo,
bei mir wurde in der Schwangerschaft im März ein 3,5 cm großes submuköses Myom (direkt unter der Gebärmutterschleimhaut) diagnostiziert. Dieses hat sich nach der Fehlgeburt und weiteren 6 Wochen auf 2,5 cm zurückgebildet.
Ich war bei drei Ärzten, um zu erfahren, was man mit dem Myom machen soll. Ein Frauenarzt meinte, das wäre alles überhaupt nicht schlimm und die FG wäre wahrscheinlich wegen eines Chromosenfehlers passiert. Eine andere Frauenärztin fand das Myom bedenklich und schickte mich zu einem Gynäkologischen Operateuer zur Abwägung, ob die Operationsrisiken größer als der Nutzen der OP wären. Der Operateur riet mir unbedingt zur Operations, weil er meinte, mit so einem Myom würde ich sowieso wieder FG bekommen.
Jetzt frage ich mich, ob jemand, der mit OPs Geld verdient, nicht zwangsläufig zur OP rät und ob es wirklich operiert werden muß. Immerhin hat der erste FA, mit viel Berufserfahrung, das Myom so überhaupt nicht ernst genommen. Ich habe in einem Buch gelesen, dass sowieso viel zu viel operiert werden würde (und Ärzte sich im Verhältnis nur Normalbevölkerung viel seltener operieren lassen würden) und bin misstrauisch.
Gibt es Frauen hier, die Erfahrungen mit Myomen haben? Wer hat sich Myome wegoperieren lassen,um schwanger zu werden (und hat es geklappt?). Wer hat sich gegen eine OP entschieden. Warum und was wurde stattdessen gemacht?
Für Antworten wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße
BP
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06.06.2007, 09:19
Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
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06.06.2007, 10:28
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
hallo brautprinzessin,
erst mal tut es mir leid, von deiner fehlgeburt zu hören.
ich habe auch myome, habe sie schon seit jahren, 2 frauenärztinnen haben mir von einer operation abgeraten (u.a. mit dem argument, dass es durch die operationsnarben an der gebärmutterwand evt schwierig sein könnte, dass sich ein befruchtetes ei einnisten kann).
mir wurde auch gesagt, dass ich aber auch mit dem myomen evt. schwierigkeiten haben könnte, schwanger zu werden. na ja, bei mir hat´s sofort geklappt.
die myome wachsen durch die schwangerschaftshormone leider auch... eins ist richtig groß geworden. bei mir sitzen sie aber so, dass das kind nicht beeinträchtigt wird. evt. ist ein kaiserschnitt notwendig, weil es durch die wehen in der gebärmutter zu blutungen an den myomen kommen kann.
meine schwangerschaft verläuft bisher sehr gut.
also aus meiner erfahrung ist es nicht unbedingt notwendig, sich operieren zu lassen, aber ich hatte wahrscheinlich auch einfach viel glück.
ich würde dir trotzdem wohl eher zu einer operation raten (gerade weil du nur ein myom hast).
ganz viel glück für die nächste zeit,
prinzessin
Sommerkind 2007 
Sommerkind 2013 
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06.06.2007, 11:43
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
hallo Brautprinzessin,
bei mir ist ein Myom (2 cm) an der Gebärmuttervorderwand im Zuge einer Bauchspiegelung (wg. Kinderwunsch - warum klappt es nicht usw.) entfernt worden. Die Ärztin sagte mir nachher, das wäre an sich nicht gefährlich, nur hätte sie es, weil sie gerade dabei war, eben weg gemacht. Im Falle einer (bei uns sehr heiß ersehnten) Schwangerschaft könnte es sein, dass es mitwächst, und das müsse ja nicht sein. Einer Schwangerschaft stünde das an der Stelle jedenfalls nicht grundsätzlich im Wege.
Ich habe das nun so verstanden, dass es auch ohne OP in Ordnung wäre, und ob ich mich jetzt extra dafür unters Messer gelegt hätte - ???
Aber ich kann mir vorstellen, dass nach einer FG die Perspektive ganz anders aussieht. Deine Bedenken ggü. den Leuten, die von OPs lebenund sie darum gerne wärmstens empfehlen, kann ich gut nachvollziehen...
Alles Gute Dir!
40Fieber
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06.06.2007, 13:17Inaktiver User
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Brautprinzessin, das ist pauschal total schwer zu beantworten.
Zu mir: ich hatte vor 7 Jahren 2 subseröse Myome (also außen auf der Gebärmutter aufsitzend), von denen eines leider relativ nah am Gebärmutterhals war und die beide relativ schnell wuchsen. Position und Größe hätten im fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft Probleme machen können. Ich habe sie damals operativ entfernen lassen (auf Anraten meiner FÄ).
Vor 3 oder 4 Jahren begann wieder eines (wieder subserös) zu wachsen, allerdings langsamer und an einer viel unkritischeren Stelle (wenn Du dir die Gebärmutter als Birne vorstellst, mit Gebärmutterhals als schmalem Teil der Birne, war das Myom auf dem dicken Teil der Birne am anderen Ende). Bei Eintreten meiner Schwangerschaft hatte es schon ca. 3 cm Durchmesser. Es ist in der Schwangerschaft weitergewachsen, hat aber, ebenso wie die Stellen, wo die alten Myome wegoperiert wurden (das war dann allerdings auch schon 5 Jahre her), keine Probleme gemacht. Ich habe 5 Tage nach Termin problemlos spontan entbunden.
Bei Dir sitzt das Myom allerdings innendrin - keine Ahnung, welchen Effekt das haben kann.
Auch bei mir siehst Du ja, dass es durchaus auf die genaue Position in oder an der Gebärmutter ankommen kann, ob man was unternehmen muss oder nicht.
Ich würde glaube ich an Deiner Stelle allerdings am ehesten dem ersten FA vertrauen. Ich habe meiner FÄ auch vertraut, da sie sehr viel Erfahrung hat und mir auch genau erklärt hat, wieso die ersten Myome weg sollten (ebenso wie die (wegen Umzug) neue FÄ fand, dass das Neue gar kein SS-Hindernis sein würde).
Aber die Entscheidung ist immer schwierig.
Alles Gute, Tigerente
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06.06.2007, 14:02Inaktiver User
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
zwei freundinnen sind davon betroffen. die eine musste es dann IN DER schwangerschaft operieren lassen, weil das ding einfach viel zu groß wurde (saß wohl am muttermund). bei der anderen war es eine zitterpartie, da die teile ordentlich gewachsen sind, und die geburt wurde dann vorsichtshalber ein kaiserschnitt.
ich würde es operieren lassen. ich habe auch narben am muttermund und wurde sofort schwanger. mir wäre es lieber, diese unkalkulierbare kleine bombe wäre weg. sonst ist man die gesamte schwangerschaft lang immer nur besorgt.
alles liebe
lilly
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06.06.2007, 15:45
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Hallo Brautprinzession,
ich habe auch ein Myom, direkt in der Gebärmutterwand.
Meine FG im Dezember soll aber lt. Auskunft von 3 FÄ nichts damit zu tun haben und laut zweier FÄ auch absolut unbedenklich für weitere Schwangerschaften.
Ergebnis der Gewebeproben ergab auch ein Fehlen embryonaler Anlagen.
Mittlerweile bin ich in der 21. SSW und alles läuft gut.
Ich hoffe, du triffst die richtige Entscheidung, alles Gute, Honig
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07.06.2007, 13:31
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Hallo,
herzlichen Dank für Eure Antworten.
Das ist ja ein bunter Strauß an Antworten. Anscheinend gibt es keine eindeutige, klare Antwort, für die eine oder anderer Richtung.
Ja, die Lage ist entscheidend und deswegen kann man es wohl nicht theoretisch beurteilen. Den HInweis auf die Zitterpartie, die "unkalkulierbare kleine Bombe" finde ich auch sehr berührend.
Ich bin immer noch nicht entschlossen, neige aber derzeit zur OP, denn ich finde den Gedanken, mit 39 einen "TÜV" zu machen, eigentlich ganz gut. Denn wenn wir noch HIlfe zum Kindermachen brauchen, dann sollten wir sie dieses Jahr in Anspruch nehmen.
Viele Grüße
BP
.... die sich auch noch über mehr Antworten freut.
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08.06.2007, 16:01
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Hallo Brautprinzessin,
ich habe eine ähnliche Situation hinter mir. Hatte auch ein Myom, dass innerhalb 6 Monaten von 2 auf 5 cm im Inneren der Gebärmutter gewachsen ist. Meine FA hat mich in die Klinik geschickt und von beiden Seiten wurde mir gesagt, dass eine OP das Beste wäre.
Hinzu kommt bei mir aber noch, dass ich was im Eierstock hatte, dass sich als Endometriose nach der OP herausgestellt hat. Weil man das vorher nicht sagen konnte und es auf keinen Fall ein Myom oder eine Zyste war, musste ich mich quasi operieren lassen.
Ich habe mir aber eine weitere Meinung eingeholt und zwar bei meiner guten Freundin, die selber Frauenärztin im Krankenhaus ist. Jetzt ausgehend davon, wenn ich NUR Myome gehabt hätte, die ja nicht unbedingt wegoperiert werden müssen.
Sie sagte mir, dass die meisten Ärzte mir zu einer OP raten werden. Einfach, weil man bei mir davon ausgehen konnte, dass das Myom weiter in diesem Tempo wächst und es tatsächlich eine Schwangerschaft verhindern bzw. eine Fehlgeburt auslösen kann.
ABER als Freundin, hätte mir (wie gesagt, wenn das andere nicht gewesen wäre...) von einer OP abgeraten. Einfach, weil jede OP das Risiko von Vernarbungen erhöht. Sie hat viele Frauen betreut, die trotz Myome, gesunde Kinder auf die Welt gebracht haben. Daher hätte sie gesagt, versuch einfach so schwanger zu werden und wenn es dann nicht klappt, dann kann man immer noch über eine OP nachdenken.
Ich bin zwar keine Ärztin, aber Du hast ja geschrieben, dass sich das Myom sogar etwas verkleinert hat. Das ist doch erst mal ein gutes Zeichen. Mir wurde auch gesagt, dass das während einer Schwangerschaft vorkommen kann. Ich kann mich erinnern, dass bei der Grösse durchaus eine gute Schwangerschaft ohne Risiko für das Baby stattfinden kann. Vielleicht wartest Du noch ein wenig, denn anscheinend kannst Du ja, trotz des Myoms, schwanger werden. Falls Du später bemerkst, dass da doch Schwierigkeiten auftauchen, kannst Du Dich immer noch operieren lassen.
Liebe Grüsse
Miya
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08.06.2007, 16:44
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Hallo Miya,
danke für deine ausführliche Antwort.
Das Problem mit dem Abwarten bei mir ist, dass ich 39 bin. D.h. ich neigen schon dazu, das Jahr, in dem es noch die Möglichkeit gäbe, von der Krankenkasse Unterstützung zu bekommen, optimal nutzen zu wollen, deswegen neige ich im Moment auch zu der OP.
Aber Überzeugt bin ich von der OP immer noch nicht. Und wenn eine befreundete Gynäkologin solche Ratschläge gibt...
Viele Grüße
BP
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08.06.2007, 16:52
AW: Wer hat Erfahrung mit (operierten) Myomen und KiWu?
Hallo Brautprinzessin,
ich habe zwar selbst keine Erfahrung damit, aber ich habe einen wunderbaren Stiefbruder von jetzt 17 Jahren, den meine Mum mit 41 bekommen hat.
Sie hatte mehrere Myome, hat jahrelang vergeblich versucht schwanger zu werden und der behandelnde Arzt sagte ihr, damit könne sie gar nicht mehr schwanger werden.
Ich glaube, als die Hoffnung schon weg war, hat es dann geklappt und bis auf die Tatsache, dass mein Bruder etwas früher geholt werden musste, war alles gut.
Ich weiss nicht, ob dir diese laienhafte Schilderung etwas bringt, aber ich will sagen: Wunder geschehen und Ärzte sind auch nur Menschen, die ihr Vermutungen oftmals als eindeutige Diagnose verkkaufen (müssen).
Lass dich nicht zu sehr verwirren und vor allem nicht entmutigen ...
Hör auf dein Gefühl und den Arzt, der dir am meisten zusagt ... auch menschlich.
Alles Gute und viel Glück
KB


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