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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Zitat Zitat von No_Ra Beitrag anzeigen

    Nur... allen, denen ich das erzähle, sind fast ein bisschen entsetzt, dass ich so empfinde. "Schade, dass du dich nicht freuen kannst" oder "Jetzt sei halt glücklich, ist doch toll". Es ist fast, als ob man als werdende Mutter keine ambivalenten Gefühle haben dürfte.
    Ich habe sogar bei der Schwangerschaftsberatung angerufen und die Frau am Telefon war ganz entsetzt darüber, dass ich so empfinde. "Aber Sie haben sich doch für ein Kind entschieden, wo ist dann das Problem?"
    Lass dich nicht verunsichern. Ich habe immer darauf gewartet, dass sich bei der Geburt diese wahnsinnigen Glücksgefühle einstellen werden (meine Tochter war absolut ungeplant, aber ich habe mich sehr auf sie gefreut). Die Glücksgefühle waren aber nicht da bzw. sie haben sich ganz anders angefühlt, als mir von anderen immer suggeriert wurde. (Wenn ich wirklich glücklich bin, dann werde ich einfach ganz ruhig, nicht euphorisch, sondern ganz ruhig im Geist/Kopf)

    Ein Kind stellt vieles auf den Kopf, auch ich hatte Probleme die Einschränkungen zu akzeptieren. Andererseits war für mich alles andere auch keine Option.
    Never be afraid, never.

  2. Moderation

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Ambivalente Gefühle sind ganz normal, zumal muss dein Körper gerade mit jeder Menge ungewohnter Hormone klarkommen, das kann ein bisschen dauern.
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

    Moderation von:
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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Also, ich habe hier ja nun wirklich ein sehr gewünschtest Wunschkind hier sitzen (mit sieben Jahre nicht verhüten und ein Jahr Kinderwunschbehandlung) und trotzdem kann ich jetzt nicht behaupten, dass ich nicht immer wieder Angst hatte. Angst, ob die Schwangerschaft problemlos verläuft, um meine Gesundheit, um die Gesundheit des Babys, darüber und auch über das Danach. Wie verändert sich die Beziehung mit Kind, wie klappt es finanziell mit Elternzeit/Elterngeld/Teilzeitbeschäftigung, wie geht es danach mit meiner Berufstätigkeit weiter, werde ich jemals wieder Zeit für mich haben, haben wie je wieder Pärchenzeit?

    Ich denke, bis zu einem gewissen Punkt ist das relativ normal. Nur eben vermutlich bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Vielleicht liegt das daran, wie verkopft man ist? Wenn man sonst schon immer sieben mögliche Horrorszenarien im Kopf hat, was passieren könnte, wenn man irgendwas in seinem Leben ändern würde... dann wäre es ja unwahrscheinlich, dass man das bei so einem offensichtlichen Einschnitt in das Leben bisher nicht auch solche Gedanken hätte. Der Körper ist ja mit Eintritt der Schwangerschaft auch in einem hormonellen Ausnahmezustand.

    Angst, Sorge, Unsicherheit... ganz normal. Ob "große Katastrophe" für dich noch im Rahmen ist, das musst du wissen. Ich finde, eine nicht-ungeplante Schwangerschaft als "große Katastrophe" zu sehen, wenn man ganz rational als Paar entschieden hat, auf die Verhütung zu verzichen, aber schon schade. Hattest du gehofft, du würdest aufgrund deines Alters vielleicht gar nicht schwanger werden? Hast du dich gedrängt gefühlt in die Schwangerschaft (damit meine ich nichtmal von deinem Partner, sondern eher "gesellschaftlich"? weil man das eben so macht mit den Kindern)?
    Vielleicht ist die Schwangerschaftsberatung da der falsche Ansprechpartner? Da laufen vermutlich eher die ungeplanten Schwangerschaften auf, als die gewollten. Andererseits sollten so Organistationen wie profamilia da ja eigentlich doch der erste Anlaufpunkt sein. Nochmal anrufen und auf einen anderen Telefonpartner hoffen? Oder such dir eine Hebamme?
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Bei mir war es damals ähnlich, dass die Freude nicht unbedingt überwiegte.
    Ich hatte sehr starke Ängste und teilweise sogar depressive Verstimmungen.
    Ich bin auch damals zu einem Heilpraktiker gegangen, der mit mir gesprochen hat und auch Akupunktur gemacht hat. Meine damalige Hebamme war auch sehr hilfreich. Die habe ich mir relativ schnell gesucht…
    Die Hormone sind tatsächlich nicht zu unterschätzen.
    Gib dir ein bisschen Zeit, dich daran zu gewöhnen. Es ist noch alles so frisch… Die ganze Schwangerschaft ist eigentlich aufregend und wird immer wieder neu erlebt.
    Ich denke erst mal es ist völlig normal wie du dich fühlst, du wirst das schon rein wachsen.
    Ihr werdet da rein wachsen.

    Natürlich wird alles ungewohnt sein und sich neu anfühlen und alles wird sich verändern, aber ihr habt es ja auch ein wenig so gewollt und ich denke es ist auch einfach der Lauf der Dinge.
    Es kommt jetzt etwas Großes unbekanntes, vertraue darauf dass alles gut wird. Alles Liebe

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Wenn der Kinderwunsch nicht soooo groß war, dann halte ich ambivalente Gefühle für total normal.

    Ob sich alles verändert? Ja, definitiv. Vor allem die erste Zeit wird Dir viel (alles) abverlangen. Dran bin ich tatsächlich auch gewachsen im Nachhinein betrachtet.

    Ob ihr zu dritt glücklich werden könnt?
    Ja, definitiv könnt ihr das. Es ist sehr gut möglich, dass du in ein paar Jahren dein neues Leben nicht mehr hergeben möchtest und du eine tiefe Liebe zu deinem Kind aufgebaut hast. Du wirst wahrscheinlich immer nach Freiraum für dich lechzen. Mit einem Kind aber machbar.

    Zuletzt rate ich dir, dich nicht zu sehr auftreiben. Du willst nicht oder nur kurz stillen? Mach es!
    Du brauchst Freiraum? Plane Zeiten für dich u.s.w. Man muss es sich nicht zu schwer machen.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Wenn der Kinderwunsch nicht soooo groß war, dann halte ich ambivalente Gefühle für total normal.
    Der KiWu kann auch sehr groß sein, und trotzdem ambivalente Gefühle verursachen.
    Ich will unbedingt ein Kind und habe dafür auch einiges auf mich genommen (OP im Vorfeld usw) und dennoch, als ich im Frühjahr plötzlich schwanger war (hatte dann eine FG), hatte ich auf einmal Angst und Panikattacken.
    Die Hormone spielen verrückt, es steht eine große Änderung bevor. Ich finde es völlig normal. Wie Lucienne schon sagt, ich glaube ein wichtiger Aspekt ist, dass du dich nicht dafür verurteilst! Du bist nicht allein, es gibt nur kaum jemand zu!

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Danke für eure Antworten.
    Tut gut, zu wissen, dass ich nicht alleine mit diesen Gefühlen bin.
    Ich bin irgendwie nicht wirklich davon ausgegangen, dass es gleich klappt, weil ich auch eine leicht ausgeprägte Endometriose habe und eben aufgrund des Alters. Ich bin mir durchaus bewusst, wieviel Glück ich habe, weil viele andere jahrelang vergeblich auf ein Kind hoffen.
    Trotzdem sind die Gefühle eben ambivalent und im Moment überwiegt eben die Panik und das Gefühl von Sinnlosigkeit. Da kommen alle möglichen Gedanken zusammen: Was für eine kranke Welt das ist, sollte man in solch eine Welt überhaupt ein Kind setzen?

    Ich denke schon, dass mein Partner und ich das gemeinsam stemmen können, aber dass es anstrengend werden wird, mir Freiräume zu schaffen.
    Ich bin zum Glück freiberuflich tätig und kann meine Arbeit flexibel einteilen, aber diese große Lebensveränderung ängstigt mich einfach.

    Ich hatte früher immer schon mit Depressionen zu tun, auch mit PMS, bin auf hormonelle Veränderungen also sowieso recht sensibel (aber auch in Therapie).

    Mir hat es geholfen, dass mein Partner auch solche Gefühle hat und wir darüber offen und ehrlich sprechen können. Ihm gehts ähnlich wie mir, er kann das aber noch ein bisschen mehr verdrängen. Mein Körper signalisiert mir hingegen schon sehr, dass da was anders ist, und deswegen ist es für mich so stark präsent.

    Ich denke, wir müssen da einfach reinwachsen und aufhören, so verkopft zu sein.
    Ich tendiere sowieso sehr dazu, dauernd verkopft zu sein und habe das Bedürfnis, immer die Kontrolle über mein Leben zu haben, weil ich als Kind schwer traumatisiert wurde und das Gefühl von totalem Kontrollverlust erlebt habe. Solche Situationen machen mir dann natürlich zu schaffen.
    Ich werde das alles mal mit meiner Therapeutin besprechen und hoffe einfach das Beste.

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Ich finde es mutig, dass du hier schreibst, denn der allgemeine Tenor ist ja: Schwanger - Überglücklich! Das ist aber nicht unbedingt so. Ich wurde mit 23 nicht unerwünscht aber doch ungeplant das 1. Mal schwanger. Die Freude auf das Baby war da, aber auch durchaus ambivalente Gefühle.

    Bin ich reif genug, ist die noch recht neue Partnerschaft stabil genug dafür usw. Zum Glück war mein Sohn ein sehr liebes und pflegeleichtes Baby, 2 Jahre später meine Tochter war da schon etwas komplizierter.

    Jedenfalls, die Kinder sind längst erwachsen, es war eine super anstrengende, spannende und ereignisreiche Zeit. Man bekommt durch Kinder auch ganz neue Perspektiven und lernt Leute kennen, die man sonst wohl kaum kennengelernt hätte. Das habe ich als große Bereicherung erlebt.

    Du bist ja nicht alleine verantwortlich für das Baby, deine Partner wird ja auch seinen Part übernehmen. Stillen musst du nicht unbedingt, oder du kannst auch mal abpumpen und der Vater gibt das Fläschen. Dann kannst du auch mal ab und zu etwas Freiraum haben, mit Freundinnen treffen usw.

    Vielleicht gibt es ja auch in der Familie Menschen (muss ja nicht in deiner sein), die euch hilfreich zur Seite stehen. Es ist einfach wichtig, dass man auch mal als Paar etwas unternimmt. Ansonsten kann man frühzeitig einen Babysitter etablieren, der beim Kind bleibt und ihr geht aus.

    Ein Baby ist nicht das Ende alles Zeiten, es ändert sich vieles, aber vieles ist auch toll und interessant, du wirst sehen. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du dich doch noch auf das Baby freuen kannst. Vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit, es einfach besser zu machen, als du es als Kind erleben musstest.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    P.S als ich Anfang des Jahres Oma wurde, waren auch wieder ambivalente Gefühle da, ob ich das Baby lieben könnte, ob ich es annehmen kann, jetzt schon Oma zu werden usw.

    Was soll ich sagen: ich liebe die Kleine sehr und sie ist mir wirklich ans Herz gewachsen.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Schwanger aber ambivalente Gefühle

    Ich habe in Erinnerung, dass es vor einiger Zeit schon einen ähnlichen Strang gegeben hat, vielleicht hilft Dir dieser? Such mal
    Ansonsten solltest Du die Gefühle einfach zulassen, Dich aber auch nicht verrückt machen (lassen)
    Ein Kind bedeutet Veränderung, aber man muss sich nicht selber aufgeben. Weder musst Du 18 Monate stillen, noch 24 Stunden um das Kind kreisen. Du bist auch zukünftig nicht nur Mutter, sondern der gleiche Mensch mit eigenen Bedürfnissen.
    Einfach gesagt, aber lass es laufen und nicht in irgendeine Rolle drängen.

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