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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Ich hab mal gelesen dass es den Babys innerhalb der ersten 6 Monate völlig wurscht sei, welcher Mensch sich um es kümmert Hauptsache es kümmert sich wer - keine Ahnung ob das stimmt. D
    Das ist definitiv fachlich falsch.
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  2. Registriert seit
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Ok. Ich weiß leider auch nicht mehr wo ich das her habe. Aber gut zu wissen dass es nicht so ist.

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Das ist definitiv fachlich falsch.
    Was sagst du denn zur Ausgangsfrage, mqc?

    "Dürfte" der Vater auch eine Woche mit dem Baby verreisen?

  4. Avatar von ereS
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    denkt mal dran wie viele fruehgeborene teilweise monatelang auf ihre eltern verzichten muessen
    insbesondere auf den intensiven koerperkontakt, gerade wenn sie nich nicht stabil genug sind, um das liegen auf der brust der eltern machen zu koennen
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

  5. Moderation Avatar von leandra28
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Stabile Beziehungen sind wichtig; "Bindung" ist hier das Stichwort.

    Also nicht ständig wechselnde Bezugspersonen, aber eben auch nicht nur Mama.

    Im Regelfall sind Mutter und Vater die engsten Bindungspersonen, vielleicht gefolgt von Großeltern.

    Die engsten Bezugspersonen können aber auch Adoptiveltern sein, oder zwei Männer, oder zwei Frauen... Hauptsache stabile Bindung und Bedürfniswahrnehmung! Das in Kurzform.

    Zur Ausgangsfrage: Drei Stunden (oder so) mit Papa und Oma sind nicht nur kein Problem, sondern sogar wünschenswert! (vorausgesetzt das Kind signalisiert nichts Gegenteiliges)
    Moderation "Kinderwunsch und Babyjahre"
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  6. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Ja du siehst das zu eng
    Ich habe auch nicht gestellt und da konnte das Baby genausolange mit den Vater allein sein wie mit de rMutter. Wir haben uns aber auch vom Anfang an als gleichwertige Bezugspersonen gesehen. Ich war froh über diese Möglichkeit von Freiheit

  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Was sagst du denn zur Ausgangsfrage, mqc?


    Ich habe zur Ausgangsfrage nichts gesagt, weil ich mich klinisch wie wissenschaftlich mit dem Feld frühkindliche Entwicklung/Bindung - Interaktion befasse, und es für solche Fragen wie "wie lange darf der Vater mit dem Säugling von der Mutter weg sein?" nicht immer belastbare Forschungsergebnisse gibt.


    Wovon reden wir hier? Von einer optimalen Bindungsentwicklung?
    Von der Verhinderung von Bindungsschäden, im Sinne von "wieviel kann ich dem Kind zumuten, bevor es messbare Auswirkungen hat"?
    Das sind ja ganz unterschiedliche Fragen.

    Für die meisten Eltern wird es darum gehen, dass sie sich für ihr Kind eine gute Entwicklung wünschen und überlegen, wie sie das gestalten.



    Noch dazu haben ganz junge und etwas ältere Säuglinge auch in bezug auf Bindung einen unterschiedlichen Entwicklungsstand. In den ersten sechs Monaten ist die Kernphase der Bindung (@Copic). Danach können wir in "Labor"beobachtungen schon Bindungsvorläufer beobachten. In den Monaten danach stabilisiert sich das weiter, allerdings können die Kinder auch schon aktiver Nähe suchen und auf Trennung hin protestieren.

    Das klassische "Fremdeln" ist auch ein Zeichen von Bindungspräferenz. Aber nur, weil jüngere Säuglinge das noch nicht zeigen und kurzfristig auf dem Arm von Fremden beruhigt werden können, heisst das bei weitem nicht, dass es keine Bedeutung hat, wer mit ihnen zusammen ist.




    Man kann mit Sicherheit sagen, dass die ersten sechs bis zwölf Monate (und damit sage ich ausdrücklich nicht, dass der Prozess dann abgeschlossen ist) eine grundlegende Bedeutung für die Bindungsentwicklung haben, und dass zu dieser Entwicklung die wiederkehrende, verlässliche Erfahrung notwendig ist, dass meine ganz wenigen (in dem Alter) Bindungspersonen in sensitiver Weise für mich da sind, wenn ich Regulierung und Nahrung und Nähe brauche, und das ist oft.


    Wie sehr sich in dieser Zeit die primäre Bindungsperson (für gewöhnlich die Mutter, kann aber auch eine andere Person sein) und die sekundäre(n) Person(en) abwechseln können, ist aber nicht so leicht zu veranschlagen. Es gibt dann ja hauptsächlich noch Forschung dazu, wie sich Fremdbetreuung im ersten Lebensjahr auf die Bindung auswirkt, und wie Bindungsstörungen entstehen, die allerdings eine ernste Entwicklungsstörung darstellen.


    In den meisten Familien finden die Eltern heraus, wie es für das Kind am besten passt, indem sie das Kind beobachten und kennelernen und wahrnehmen können, wie sich das Kind wohlfühlt, vielleicht auch mal, was eine zu lange Abwesenheit gewesen ist. Diese wird sich vermutlich im Stundenbereich, nicht Tagebereich abspielen.

    In der Literatur findet sich die Beschreibung der Trauerreaktion von Säuglingen/Kleinkindern bei Verlust der Mutter. Ab wann die eintritt, ist unklar. Robertson/Robertson haben in ihrer klassischen Filmstudïe eine Trauerreaktion nach wenigen Tagen beobachtet, allerdings unter schlechten Fürsorgebedingungen. Wir erleben die Problematik, wenn zum Beispiel eine Mutter eine gravierende postpartale Depression/Psychose bekommt und vom Kind getrennt stationär aufgenommen werden muss, allerdings kann dann der Vater einiges kompensieren. Wie sich das auf die Mutter-Kind-Bindung auswirkt, ist unterschiedlich.



    Von Patienten/Eltern weiss ich, dass Säuglinge auf mehrtägige Abwesenheit der Mutter mit Rückzug reagiert haben (waren solange bei den Grosseltern), die Mutter nach der Wiedervereinigung erst einmal nicht "erkannten" und also eindeutige Signale gaben, dass sie mit der Trennung überfordert gewesen waren.



    Für die Ausgangsfrage hier spielt sich das sicher alles im grünen Bereich ab. Und wie gesagt, wenn man das Kind beobachtet (und nicht selbst von grossen Verlustängsten geplagt ist, die einem den Blick trüben können), kann man am Kontaktverhalten und der Körpersprache auch des jungen Säuglings ganz gut erkennen, was für ih gut geht, und was für ihn nicht passt.
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    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
    Geändert von maryquitecontrary (27.03.2020 um 08:29 Uhr)

  8. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Kann ich in allen Punkten nur bestätigen.
    Vieles konnten wir erst nachvollziehen und für uns im Nachhinein erklären, nach jahrelanger Therapie und Traumatherapie.

    Aber für die TE sicher kein Thema. Hier geht nur der Papa ein paar Stunden mit dem Baby spazieren oder besucht die Großeltern. Finde ich doch eine sehr schöne Sache
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.


  9. Registriert seit
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Danke, liebe Mary! :-)


  10. Registriert seit
    26.01.2009
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    AW: Baby 2 Monate- wie lange weg mit dem Papa?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ja, du siehst das zu eng. Als ich den Strangtitel las, dachte ich, der Vater will mit dem Kind verreisen...
    Dem gibt es nichts hinzu zu fügen! Außer, freu Dich dass der Kindsvater sich gut kümmert und auch eine Bindung aufbaut!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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