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  1. Registriert seit
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    Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Hallo liebes Forum, leider haben wir enorme Probleme mit dem stillen. Unser vier Wochen altes Baby musste leider in den ersten Wochen zu gefüttert werden, auch mit der Flasche. Nun geht sie immer seltener an die Brust. Zudem hatte sie eine anatomische Einschränkung ( zu kurzes Zungenbändchen) welche ihr das saugen an der Brust auch erschwerte. Dies haben wir nun operativ entfernen lassen. Die still Mahlzeiten dauerten Stunden. Teilweise habe ich 10 Stunden am Tag gestillt..(mit zwischendurch einschlafen etc)
    eigentlich ist es ein einziger Kampf, ich bin Dauer beschäftigt mit abpumpen still-versuchen und zu füttern. Und nervlich ziemlich am Ende. Brusternährungsset 😖

    Allerdings schaffe ich es emotional nicht, das Thema abzuschließen. Natürlich könnte ich weiterhin nur Milch abpumpen und mit der Flasche geben, aber mir geht es eben auch um das Gefühl der Nähe..
    Jedoch glaube ich irgendwie je mehr ich es möchte, desto weniger klappt es.
    eine stillberaterin habe ich auch..

    Was sind denn da eure Erfahrungen so? Gibt es noch Hoffnung? Und wenn nein wie verarbeitet man das? Mein Mann sagt ich spinne, wir haben ein gesundes Baby, darüber sollten wir uns freuen.
    ich weiß allerdings nicht, wie ich mit dem ganzen fertig werde, wenn ich wirklich nicht mehr stillen sollte..
    Zudem haben mein Freund und ich ständig Streit, er ist sehr leichtfertig ihm zu füttern mit der Flasche. Während ich immer noch alles probiert habe um dies zu vermeiden.

  2. Avatar von overknee
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Du bist aber wirklich eine Rabenmutter! Nicht zu stillen! Geht gar nicht! Ironie aus.

    nein, mehr als Du kann man nicht tun. Du solltest wirklich loslassen und nicht auch noch Stress mit dem Papa machen.
    Es gibt nun mal fleißige Brusttrinker, andere sind einfach zu bequem.
    Das ist eine Gratwanderung zwischen dem Sattwerden Deines Babys und Deiner romatischen Vorstellung von Nähe.

    Natürlich ist Stillen gesünder und besser. Aber wenn es nicht geht, geht es nicht. Dafür wurde viel geforscht und auch gute Ersatznahrung geschaffen.
    Sei nicht so extrem!

    (Ach ja: das schreibt eine Mutter von 3 Kindern, 2 gestillt, eines nicht)

  3. Avatar von twix25
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ich hab nicht gestillt und stattdessen dauernd mit den nackerten Babys Haut an Haut gekuschelt
    Es wird Zeit für eine neue Signatur


  4. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ohje. Ich versteh Dich. Ich hatte damals 4 Monate lang z.T. furchtbare Schmerzen beim Stillen. So schlimm, dass ich wirklich Aggressionen entwickelt habe (die ich natürlich meinem Kind gegenüber nicht ausgelebt habe!) Dann, nach 4 Monaten, konnte ich meine Tochter eines Nachts nicht in Schlaf stillen. Die Schmerzen waren zu schlimm. Das war dann endlich der Punkt, wo ich begriff: Wir haben ein solches Glück, dass unsere Kinder heute ohne diesen 💩 (sorry!) gut leben können. Ab da bekam sie nur noch die Flasche. Heute frag ich mich: Warum konnte ich es nicht einfach nach ein paar Wochen sein lassen? Es wäre für uns alle besser gewesen. Stillen ist nicht für alle Babys / Mütter die Ernährungsform der Wahl.


  5. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ich hatte die gleichen Probleme und habe vor sieben Jahren fast den gleichen Text als EP hier geschrieben, zwar keine Schmerzen, aber maximal 100 ml Milch pro Tag.

    Ich habe nach vier Wochen zugefüttert und mich gefühlt, als ob ich dem Kind Gift eintrichtern würde. Grauenhaft.
    Flasche geben habe ich am Anfang delegiert, ich konnte es emotional nicht. Wir haben eine große Verwandtschaft, meine Tochter wurde ausgiebig von Papa und allen Tanten und Verwandten bekuschelt und gefüttert.

    Nach ein paar Wochen übelstem Gehampel mit der Pumpe (Muh!), hab ich einfach immer dann abgepumpt, wenn Zeit dafür war, meist die schlafende Tochter auf dem Schoß.

    Die mangelnde Nähe beim Stillen haben wir durch intensives Tragen mit einem Tragetuch kompensiert.

    Meine große Angst war, dass das Kind mangels Muttermilch bzw durch die Pulvermilch Allergien oder ein schwächliches Immunsystem bekommt.
    Nunja, meine drei Flaschenkinder, die Menschenmilch in Minimengen zugefüttert bekamen, sind pumperlgesund, riesengroß und schlank und haben auch keinen Sprachfehler entwickelt

    Jahre zuvor habe ich beim Räumen des Hauses meiner Großeltern eine Rechnung über den Kauf einer Ziege mit Zicklein drei Wochen nach der Geburt meiner Mutter gefunden.
    Die wiederum hatte bei meinem Bruder große Probleme zu stillen und hat's bei mir gar nicht erst versucht.
    In der mütterlichen Linie liegt ein Problem.
    RIDENDO CORRIGO MORES


  6. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ein Moment, wo mir vieles klar wurde, war, als mir ein Gynäkologe, den ich fachlich und menschlich großartig finde, erklärt hat, warum das Krankenhaus, in dem er arbeitet, nicht „stillfreundlich“ ist: Um dieses Zertifikat zu halten, müssten sie die Quote der Frauen, die stillen, extrem hoch halten. Und das widerspreche dem Selbstbestimmungsrecht der Mütter ...

    Es handelt sich dabei offenbar um ein auf Kosten der Mütter hart erkauftes Marketinginstrument. Eigentlich müssten diese KHs umbenannt werden in „Krankenhäuser mit Stillzwang“.


  7. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    So ein Quatsch.

    Das ist sicher kein Marketing-Instrument oder Stillzwang, sondern etwas, was ganz viele emotionale und körperliche Aspekte umfasst und gut für Mutter und Kind ist. Nur in den seltensten Fällen klappt es nicht.

    Und für diese Fälle gibt es Gott sei Dank die Möglichkeit sein Kind per Fläschchen aufzuziehen.

    Es gibt eine optimale Lösung... das ist das Stillen und es gibt eine gute Lösung... das sind Fläschchen.


  8. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Es gibt eine optimale Lösung... das ist das Stillen und es gibt eine gute Lösung... das sind Fläschchen.
    Yep. Und für mache kann eben die zweitbeste Lösung aus unterschiedlichen Gründen (zuwenig Milch, Schmerzen, ...) die erstbeste Lösung sein. Ich glaube auch nicht, dass es sooo viele sind. Aber es gibt sie. Und in meinem KH (renommierte deutsche Universitätsklinik) herrschte schon sowas wie Stillzwang.

  9. Avatar von elli07
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Bei mir liegt das Ganze fast ein Vierteljahrhundert zurück, aber auch ich hatte Probleme mit dem Stillen: Riesenbrüste und Schmerzen, aber es kam kaum was raus, trotz Nasenspray, spezielle Massagen etc. etc. Minimengen wurden abgepumpt.

    Nach einer Woche hatte ich die Faxen dicke (nach dem Rat einer älteren Säuglingsschwester, ich solle mir keinen Kopf machen, wenn es mit dem Stillen nicht klappt) und habe abgestillt, blöde Bemerkungen eines jungen Arztes inklusive. Wegen eines Not-Kaiserschnitts war ich eine Woche im KH.

    Meine Tochter ist mit der Flasche großgeworden, im wahrsten Sinne des Wortes. Krank war sie so gut wie nie. Krank waren die Stillkinder, deren Mütter nicht müde wurden, mich zu bedauern (im besten Fall), dass ich nicht stillen konnte. Andere haben mich abfällig betrachtet nach dem Motto "die hat sich nicht genug bemüht", nee, schönen Dank auch ! "Verarbeiten" musste ich nichts, weil es mit dem stillen nicht geklappt hat, was denn auch, meine Tochter ist prächtig geraten !

    In manchen "Eltern-/ speziell Mütterkreisen" und Krankenhäusern wird das Stillen ideologisch schon sehr hoch gehängt. Ist sicher eine tolle Sache, wenn es klappt, aber Mütter damit unter Druck zu setzen finde ich daneben.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (20.02.2020 um 08:29 Uhr) Grund: Ergänzung


  10. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ich denke auch:
    Lieber eine entspannte Mutter, die die Flasche gibt als eine gestresste Mutter, die verkrampft versucht zu stillen.

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