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  1. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ähem... Wenn man die Natur als Maßstab nimmt, dann kann man über den Daumen von 25 Prozent Kühen, die nicht melkbar sind, ausgehen. Ist meine Erfahrung, ich weiß von Berufskollegen, dass es bei ihnen ähnlich ist. Ich habe keine Quelle, ich weiß nicht, ob es Studien darüber gibt, aber ich gucke gerne nach.

    Und diese Kühe verpassen ihren Kälbern beim Versuch zu saugen kurzerhand einen sehr gezielten Tritt zwischen die Augen. Dann hat sich das erledigt.

    Genauso wie zb Katzen ihren Nachwuchs sich selbst überlassen, wenn sie sie nicht ernähren können.

    Wir sollten uns in diesem Punkt nicht an der Natur orientieren.

  2. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    arancia, wenn ich darf...
    Ich kann Deinen Stress sehr gut verstehen. Rueckblickend muss ich zwar sagen, dass meine Stillprobleme beim ersten Kind nicht so gravierend waren wie Deine, aber gefuehlt bin ich eben auch nicht klar gekommen. Mein Kleiner stillte auch oft und lange, ich hatte aufgrund mehrerer nicht-aus-dem-Lehrbuch Faktoren auch immer Sorge, ob ich genug Milch haette, wollte einerseits stillen, fand es aber andererseits nervig damit sooo lange und so dauernd angebunden zu sein... Und wollte auch nicht noch mehr die Flasche geben (- eine Nachtflasche gab es zu meiner Entlastung bereits vom Papa-). Weil sich in meinem uebermuedeten, hormonellen, gestressten, wochenbettdepremierten Hirn unter der entsprechenden Dauerbeschallung auch festgesetzt hatte, dass das ganz, ganz schlecht ist.
    Wie gesagt, auch wenn die Probleme andere waren: Ich kann Dein Gefuehl, Deine Aengste und Deinen Frust sooooo gut verstehen!

    Und aus der Distanz sagt sich das so leicht: Na und, gib halt die Flasche. Entspann Dich. Frohe Mama, frohes Kind. Usw. Und ganz oft erhoeht das nur noch den Stress, weil man eben nicht so gelassen und entspannt ist.
    Aber trotzdem stimmt es: Du kannst aendern, wie Du damit umgehst. Die erste Erkenntnis, die ich Dir aber auch nur vorbeten und nicht ins Herz hineinkopieren kann: Es ist okay so, wie es ist. Es ist keine Katastrophe. Dein Mann hat (in dem Punkt) recht: Ihr habt ein gesundes Kind. Und das wird gesund und gross werden, an der Brust oder mit einer Flasche. Vielleicht klappt es nochmal besser, mit dem Stillen. Vielleicht findest Du einen Rhythmus mit der Zwiemilchgabe: Ich konnte z.B. meinen Grossen gut im Bett stillen, und hab es irgendwann auch nur noch da gemacht, ansonsten Flasche. Oder Du hast halt ein Flaschenkind. Passiert auch rein gar nichts schlimmes. Twix' Hinweis darauf, dass Du Hautkontakt auch unabhaengig vom Stillen (und auch bei der Flaschenmahlzeit) herstellen kannst, ist ganz wertvoll!

    Ich finde es schoen, dass Du von Deinem Mann Zuspruch erhaelst, hoffentlich auch von anderen Menschen (?). Nun nimm mal den Fokus weg von: "Du spinnst, Du machst Dir unnoetig Sorgen", das ist - auch wenn's in dem Moment lieb gemeint ist, wieder das was Du angeblich falsch machst. Aber irgendwann wird jemand den richtigen Moment, die richtigen Worte, den richtigen Zugang finden und die Botschaft kommt durch: Es ist okay so. Deinem Kind geht es gut. Du hast ein Recht darauf, dass nicht alles 100%ig nach Plan laeuft, die Babypflege nicht, und Deine Gefuehle auch nicht. (Du wolltest das Stillen sicher auch lieber geniessen, so wie - faelschlich! - gefuehlt "alle" in Deinem Umfeld.)

    Es ist wirklich okay so.

    Wirklich.

    Okay.


    Ich wuensch Dir, dass Du das bald auch so erkennst. Du verabschiedest Dich gerade von einer starken Wunschvorstellung. Und Du bist auch nicht so rational und souveraen wie sonst. (Hormonvernebeltes, gestresstes, unausgeschlafenes Hirn und so.)
    Aber sagen wir mal, das absolute Horror-Worst-Case-Szenario: Das Kind wird komplett mit Flasche gefuettert.
    Dann passiert....was denn?
    Was erschreckt Dich daran so? Kannst Du das konkretisieren? Wenn Du das tust, so wette ich, merkst Du ganz schnell, dass es ueberhaupt nichts Schlimmes ist, was in diesem Ultra-Horror-Szenario passieren kann.


    Darf ich noch fragen, was die Stillberaterin so zu dem Thema sagt? Und zum Thema Alternative mit Flasche?
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung


  3. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Und aus der Distanz sagt sich das so leicht: Na und, gib halt die Flasche. Entspann Dich. Frohe Mama, frohes Kind. Usw. Und ganz oft erhoeht das nur noch den Stress, weil man eben nicht so gelassen und entspannt ist.
    Aber trotzdem stimmt es: Du kannst aendern, wie Du damit umgehst. Die erste Erkenntnis, die ich Dir aber auch nur vorbeten und nicht ins Herz hineinkopieren kann: Es ist okay so, wie es ist. Es ist keine Katastrophe. Dein Mann hat (in dem Punkt) recht: Ihr habt ein gesundes Kind. Und das wird gesund und gross werden, an der Brust oder mit einer Flasche. Vielleicht klappt es nochmal besser, mit dem Stillen. Vielleicht findest Du einen Rhythmus mit der Zwiemilchgabe: Ich konnte z.B. meinen Grossen gut im Bett stillen, und hab es irgendwann auch nur noch da gemacht, ansonsten Flasche. Oder Du hast halt ein Flaschenkind. Passiert auch rein gar nichts schlimmes. Twix' Hinweis darauf, dass Du Hautkontakt auch unabhaengig vom Stillen (und auch bei der Flaschenmahlzeit) herstellen kannst, ist ganz wertvoll!

    Ich finde es schoen, dass Du von Deinem Mann Zuspruch erhaelst, hoffentlich auch von anderen Menschen (?). Nun nimm mal den Fokus weg von: "Du spinnst, Du machst Dir unnoetig Sorgen", das ist - auch wenn's in dem Moment lieb gemeint ist, wieder das was Du angeblich falsch machst. Aber irgendwann wird jemand den richtigen Moment, die richtigen Worte, den richtigen Zugang finden und die Botschaft kommt durch: Es ist okay so. Deinem Kind geht es gut. Du hast ein Recht darauf, dass nicht alles 100%ig nach Plan laeuft, die Babypflege nicht, und Deine Gefuehle auch nicht. (Du wolltest das Stillen sicher auch lieber geniessen, so wie - faelschlich! - gefuehlt "alle" in Deinem Umfeld.)

    Es ist wirklich okay so.

    Wirklich.

    Okay.


    Ich wuensch Dir, dass Du das bald auch so erkennst. Du verabschiedest Dich gerade von einer starken Wunschvorstellung. Und Du bist auch nicht so rational und souveraen wie sonst. (Hormonvernebeltes, gestresstes, unausgeschlafenes Hirn und so.)
    Aber sagen wir mal, das absolute Horror-Worst-Case-Szenario: Das Kind wird komplett mit Flasche gefuettert.
    Dann passiert....was denn?
    Was erschreckt Dich daran so? Kannst Du das konkretisieren? Wenn Du das tust, so wette ich, merkst Du ganz schnell, dass es ueberhaupt nichts Schlimmes ist, was in diesem Ultra-Horror-Szenario passieren kann.


    Darf ich noch fragen, was die Stillberaterin so zu dem Thema sagt? Und zum Thema Alternative mit Flasche?
    Hallo zusammen,
    vielen dank für eure antworten und erfahrungen!
    das problem ist denke ich, dass ich nicht happy bin wenn ich die flasche gebe.. mich macht es einfach traurig.. ich weiß gerade nicht, wie ich danach wäre..
    sonst würde ich dem ganzen drama jetzt ein ende bereiten, denn es ist nur stress..


    die stillberaterin meint, es dauert noch bis das baby die saugtechnik lernt und seine zunge zum einsatz bringt.. schließlich konnte es die zunge ja wochenlang nicht bewegen.. flasche zufüttern findet die stillberaterin natürlich nicht gut..


  4. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Zitat Zitat von arancia24 Beitrag anzeigen
    . ich weiß gerade nicht, wie ich danach wäre..
    sonst würde ich dem ganzen drama jetzt ein ende bereiten, denn es ist nur stress..


    die stillberaterin meint, es dauert noch bis das baby die saugtechnik lernt und seine zunge zum einsatz bringt.. schließlich konnte es die zunge ja wochenlang nicht bewegen.. flasche zufüttern findet die stillberaterin natürlich nicht gut..
    Natürlich findet die Stillberaterin die Flasche nicht gut - immerhin wäre sie dann bei dir den Job los.

    Ganz uneigennützig ist diese Beratung auch nicht und das solltest du nicht vergessen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  5. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    arancia, wenn ich darf...


    Ich wuensch Dir, dass Du das bald auch so erkennst. Du verabschiedest Dich gerade von einer starken Wunschvorstellung. Und Du bist auch nicht so rational und souveraen wie sonst. (Hormonvernebeltes, gestresstes, unausgeschlafenes Hirn und so.)
    Aber sagen wir mal, das absolute Horror-Worst-Case-Szenario: Das Kind wird komplett mit Flasche gefuettert.
    Dann passiert....was denn?
    Was erschreckt Dich daran so? Kannst Du das konkretisieren? Wenn Du das tust, so wette ich, merkst Du ganz schnell, dass es ueberhaupt nichts Schlimmes ist, was in diesem Ultra-Horror-Szenario passieren kann.
    ja das worst case horror szenario ist Flasche geben und dann irgendwie keine "Beziehung " zum baby aufbauen,, es fühlt sich für mich einfach anders an.. aber wahrscheinlich gewöhne ich mich irgendwann auch daran..
    das nächste Horror-Szenario ist dann später andere super stillenden Müttern zuzuschauen..

    allerdings bringen vergleiche hier halt nix, ist mir auch klar, aber wenn man es dann vor Augen geführt bekommt, stelle ich mir vor, wie ich dann jedes Mal erneut trauirg werde..

    Natürlich hat es auch Vorteile- ich kann auch mal ins Fitness studio oder abends weg.. das ist mir aber gerade nicht wichtig..

  6. Avatar von coryanne
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum gesunden Nachwuchs!

    Ich habe 3 Kinder gestillt. Beim 2. gestillt während ich mit dem 3. schwanger war. Beim ersten hatte ich anfangs auch massive Probleme. Mir ging es wie dir. Ich wollte unbedingt stillen. Was mir sehr geholfen hat, war Das Stillbuch von Hannah Lothrop. Ohne die Tipps und das Mutmachen in dem Buch hätte ich es nicht geschafft.

    Wenn es tatsächlich nicht klappen würde, ist das natürlich kein Beinbruch, wie hier schon vielfach geschrieben. Aber vielleicht gibst du dir noch eine Frist... Mir hat ein Tag im Bett mit Kind an der Brust, das Stillbuch dabei lesend geholfen. Ich habe das zufällig in einem Buchladen gefunden. Sollte wohl so sein... Mein Sohn war auch schon 4 Wochen alt, bis es richtig geklappt hat.

    Kommst du mit der Stillberaterin zurecht? Liegt sie dir vom Typ her? Seid ihr auf einer Linie? Wenn nicht, würde ich mich von ihr verabschieden. Natürlich ist es ihr Job, Müttern beim Stillen bzw. Anstellen zu helfen und in ihrem Interesse. Aber zunächst sollte das ja mal positiv gesehen werden. Ich denke allerdings, wenn ihr euch nicht richtig versteht, kann das auch blockieren.

    Ich wünsche dir alles Gute!


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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Mir ging es wie dir. Ich war auch am Boden zerstört, als es nicht geklappt hat mit dem Stillen. Schlussendlich habe ich zwei Flaschenkinder und bin sehr glücklich damit. Es hat ein bisschen gedauert, aber dann habe ich die Vorteile zu schätzen gelernt und eine intensive zärtliche Beziehung habe ich trotzdem zu beiden Kindern. Alles Gute!


  8. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Danke, Rheika für deine persönliche Erfahrung..
    wie hast du es denn damals „überwunden „?
    ich versuche jetzt das positive zu sehen- haben gesundes baby etc.. überhaupt dass es mit der schwangerschaft noch geklappt hat etc..


  9. Registriert seit
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Zitat Zitat von coryanne Beitrag anzeigen
    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum gesunden Nachwuchs!

    Ich habe 3 Kinder gestillt. Beim 2. gestillt während ich mit dem 3. schwanger war. Beim ersten hatte ich anfangs auch massive Probleme. Mir ging es wie dir. Ich wollte unbedingt stillen. Was mir sehr geholfen hat, war Das Stillbuch von Hannah Lothrop. Ohne die Tipps und das Mutmachen in dem Buch hätte ich es nicht geschafft.

    Wenn es tatsächlich nicht klappen würde, ist das natürlich kein Beinbruch, wie hier schon vielfach geschrieben. Aber vielleicht gibst du dir noch eine Frist... Mir hat ein Tag im Bett mit Kind an der Brust, das Stillbuch dabei lesend geholfen. Ich habe das zufällig in einem Buchladen gefunden. Sollte wohl so sein... Mein Sohn war auch schon 4 Wochen alt, bis es richtig geklappt hat.

    Kommst du mit der Stillberaterin zurecht? Liegt sie dir vom Typ her? Seid ihr auf einer Linie? Wenn nicht, würde ich mich von ihr verabschieden. Natürlich ist es ihr Job, Müttern beim Stillen bzw. Anstellen zu helfen und in ihrem Interesse. Aber zunächst sollte das ja mal positiv gesehen werden. Ich denke allerdings, wenn ihr euch nicht richtig versteht, kann das auch blockieren.

    Ich wünsche dir alles Gute!
    an der stillberaterin liegt es nicht.. eher die anatomischen probleme des babys u jetzt umlernen müssen.. dazu schon zu bequem u fläschchen gewöhnt.. eventuell auch zu wenig milch.. bzw sie fliesst nicht schnell genug.

    das stillbuch habe ich tatsächlich auch 😊

  10. Avatar von animosa
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    AW: Stillen klappt nicht- verzweifelt u traurig

    Ich würde wohl zu allererst darauf achten, wie es dem Baby damit geht. Schreit es viel?

    Wenn es dem Baby nicht gut geht, dann würde ich auf jeden Fall zu füttern. Mit meinem heutigen Wissen. Denn ich wollte früher auch unbedingt stillen. Das bereue ich heute im Nachhinein.

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