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  1. Moderation

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Und ich konnte selten mal planen, eine Stunde in Ruhe irgendwas zu machen, weil garantiert dann das Kind aufwachte.
    Das war tatsächlich der Punkt, der mir am meisten zu schaffen gemacht hat (was ich vorher niemals gedacht hätte). Diese Fremdbestimmtheit. Ich hatte echte Probleme, mich daran zu gewöhnen. Das lag sicher auch daran, dass meine Tochter schon als sehr kleines Baby tagsüber maximal eine halbe Stunde am Stück schlief. Da lohnte es sich fast nicht, irgendwas im Haushalt anzufangen und meistens war ich auch zu müde und habe die Zeit lieber für mich genutzt. Duschen und Essen hatten bei mir auch immer Priorität. Der Haushalt dagegen weniger.

    Meiner Erfahrung nach kommt es wirklich extrem auf das Baby an. Ich hatte ein wenig schlafendes, viel schreiendes Baby, das man kaum ablegen konnte, und ein recht entspanntes, sich auch mal selbst beschäftigendes Baby. Dazwischen lagen Welten. Bei meinem Sohn wusste ich erst, was es heißt, die Babyzeit zu genießen. Das lag sicher auch daran, dass ich beim zweiten Kind schon erfahren und eingespielt war, aber nicht nur. Ich habe eine Freundin, der in der ersten Zeit mit ihrem Sohn tatsächlich langweilig war, weil er nur schlief und sie so viel Zeit für sich hatte. So kann's auch gehen.

    Und letztenendes ist es ja auch so, dass man nicht wirklich "zu nichts kommt". Man ist eben oft hauptsächlich mit dem Baby beschäftigt. Das ist nun mal der Hauptjob, wenn sie sehr klein sind und gerade auch beim ersten Kind. Da kann es schon mal passieren, dass alles andere nebenher läuft, aber das ändert sich ja auch mit der Zeit und der Erfahrung wieder.

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Vor der Entbindung hatte ich auch jedes Mal große Pläne. Fremdsprachen lernen, viel nähen usw.
    Man unterschätzt einfach die freie Zeit auf der einen Seite und überschätzt den Elan.
    Stillen dauert, dann windeln (manchmal vorher und nachher), Füsschen knuddeln, ganzes Baby knuddeln, im Arm wiegen, lieb haben, ach, das ist so schön und kostet Zeit. Fertig machen zum Spazierengehen, spazieren gehen, wieder alles abrüsten...Und wenn der Spatz dann nachts nicht durchschläft, ist man müde, sehr müde.
    Wäsche waschen, den Anspruch haben, selbst zu kochen, zum Arzt regelmäßig, Verwandte aushalten....

    Ich bin nie im Schlafanzug rumgetabbert und die Wohnung sah auch ganz gut aus. Aber Zeit? Nein, Zeit hatte ich nicht wie gedacht.

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Ich würde immer empfehlen, VOR der Geburt die Vision zu pflegen, dass sich das Leben gar nicht so sehr ändert und all die Pläne zu pflegen, wie man es gut (und besser als andere) hinbekommt.

    Und NACH der Geburt alle Erwartungen ziehen zu lassen und sich in Ruhe neu zu sortieren.

    Deshalb unterstütze ich alle Schwangeren mit dem „also das kann ich gar nicht verstehen“ Anliegen.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Ich kann nun nicht sagen, dass hier viel liegen bleibt oder vernachlässigt wird.
    Wir haben nun 2 Kinder, einen Hund und den Haushalt zu wuppen. Mein Mann arbeitet 40h+ und ich bin zuhause. Morgens macht mein Mann den Hund, wäscht das Baby und macht Frühstück für den Großen. Ich nutze die dreiviertel Std um mich fertig zu machen, Wäsche anzustellen/aufzuhängen oder abzunehmen und den groben wisch im Bad.
    Dann geht mein Mann zur Arbeit, ich bring den Großen in die Kita und erledige mit dem Baby den Einkauf.
    Zuhause wil die kleine dann ihr Fläschchen, danach bereite ich meist das Abendessen vor und sauge durch.
    Zum Mittag holen wir den Großen ab und nutzen den Nachmittag um mit dem Hund raus zugehen und zu spielen.
    2 mal die Woche haben wir dann Spät nachmittags noch Fußballtraining. Also Baby einpacken und Abmarsch.

    Abends, wenn mein Mann nach Hause kommt, koche ich dann und er bespaßt in der Zeit die Kinder. Dann wird gegessen, gemeinsam der Tisch abgeräumt und die Küche aufgeräumt. Mein Mann geht dann duschen mit dem Großen, ich mach die kleine soweit bettfertig und spätestens um 20.30 liegen die Kinder im Bett.

    Dann haben wir Zeit für uns, schauen einen Film und fallen dann ins Bett.
    Unser Tag beginnt morgens um 6 Uhr.

    Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan, aber wenns abends für uns Eltern ins Bett geht, ist im Haushalt alles erledigt, was für den Tag anstand.
    Größere Sachen wie Fenster putzen, staubwischen oder die Betten werden auf Samstags verlegt, da ist mein Mann meist zuhause und wir teilen uns alles 50:50.

    Ich bin gespannt wies dann ab Sommer läuft, da kommt der große in die Schule.

    Klar hängt das auch alles davon ab, wie fit man ist, wie man sich fühlt, wie viel Schlaf man nachts bekommt und so weiter und so fort... Aber auch meine Mama hat mit 2 Kinder (1.5 Jahre auseinander, ein schreikind) und einem oft abwesenden Mann (arbeitsbedingt) alles gewuppt bekommen. Das geht schon irgendwie, man muss nur schauen, wie man am besten zurecht kommt.

    Also... Vorher nicht zu viele Gedanken machen und alles auf sich zukommen lassen. Toitoitoi!
    30.01.2014 - an der Hand
    Feburar 2017
    13.12.2019 - an der Hand
    Juni 2020

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Keine Zeit weil:
    Ich mit Kind auf dem Petziball herumhüpfen muss, wehe es wird eine Pause gemacht...
    Ich stillen muss, an manchen Tagen sehr viel und oft
    Ich wenn das Baby schläft mit ihm schlafe um Schlaf nachzuholen
    Um keinen Stubenkoller zu bekommen mit Baby auch mal raus muss
    Die Hebamme kommt oder wir zur Kinderärztin müssen
    Die ganzen Briefe von Krankenkasse, Kindergeldstelle die beantwortet werden müssen

    Der Rest der Zeit bleibt dann für den Haushalt. Weißt du Bescheid ;-)
    ich habe einen Sohn seit November 2019

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Also... Zeit für hobbies oder außerplanmäßige Sachen bleibt da eher weniger. Und wenns mal nen Notfall gibt, muss ein Babysitter (glücklicherweise haben wir die Großeltern quasi nebenan) ran.
    Hier wird alles genau getaktet, Termine geplant etc pp.. 😅
    30.01.2014 - an der Hand
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    Juni 2020

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Ich erinnere mich daran das ich in den ersten 3-4 Wochen ein ganz eigenartiges Gefühl von verschobener Zeit oder nicht mehr vorhandenen Tageszeiten hatte.

    Nachts wach zu sein und das nicht selbst zu entscheiden weil man irgendeinen Erwachsenenkram machen will ist schließlich völlig neu. Auf Abruf bereit zu stehen 24/7 ist ebenso neu und fordernd, Verantwortung tragen die man nie zuvor hatte ebenso, dazu kommt noch die körperliche und hormonelle Situation nach Schwangerschaft und Geburt und hinzugekommene Stillphase.

    Alles was mensch neu anfängt braucht erstmal mehr Zeit als etwas, was du schon ewig machst. Ganz normal.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Ich hab auch genau diese Frage gehabt in der Zeit Pre Kind

    Vermutlich ist es bei jedem anders, jedes Kind und alle Eltern sind das nun mal. Warum wir zu nix kamen:
    Wir haben ein wenig schlafendes, anfangs sehr viel schreiendes Klebebaby. Sie hat sehr schnell klar gemacht, dass ihr Platz an Mama dran ist. Im Wachen und im Schlafen. Trage ging anfangs nicht gut wg. ungeplantem KS mit nachfolgenden Komplikationen. Als es dann ging (so nach ca. 3 Monaten) fand sie es blöd, weil man sich nicht viel bewegen kann und sie aber schon damals permanent in Action war. Aber der Körperkontakt musste trotzdem sein. Duschen konnte ich aber, habe sie auf eine Decke gelegt und unter der Dusche gesungen.

    Sie hat damals auch nur in 30-60 Minuten Etappen geschlafen (auch nachts), und das nur auf mir drauf oder auf Papa bzw. nach ca. 3 Monaten in meinem Arm. Ich hab damit nicht so gut geschlafen (auch wenn wir uns irgendwann eingegroovt hatten). Ja wir hatten ein hübsches Beistellbett. Kind hat mit 10 Wochen gelernt, sich von da zu mir zu rollen. Das Bedürfnis nach Nähe war bzw. ist bei ihr so immens, das hätte ich auch niemals versucht "abzugewöhnen", man merkt so sehr, wie sie es braucht.

    Also: Am Tage ging ich ein wenig am Stock, Baby meist auf dem Arm. Haushalt wird nebensächlich, das Kind ist ja auch viel wichtiger und die Hauptaufgabe. Zudem will man ja auch was Nettes machen, wenn man schon nicht schlafen darf; es kam dann der Frühling, und mir war eh schon die Decke auf den Kopf gefallen. Also nix wie raus mit dem Baby. Nein, viel anderes geschafft haben wir in der Zeit nicht, aber ich finde das nicht schlimm. Kind ist glücklich, Mama hatte viel frische Luft, alles gut.

    Heute (15 Monate) klappt haushaltsmäßig auch noch nicht alles so gut. Kleinkinder sind dann noch mal aus anderen Gründen eher haushaltsungeeignet aber die Lage ist deutlich entspannter, v.a. weil wir wieder mehr Schlaf als 3-4h pro Nacht (und das in Häppchen) bekommen.

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Weil da jemand ist, der meistens viel Betreuung braucht - zumindest in den Anfangsmonaten. Nicht alle Babys schlafen viel, Stillen dauert lange, manche schreien viel und müssen getragen/getröstet werden.
    Mütter sind hormongebeutelt, beide Eltern leiden unter Schlafentzug/der Umstellung auf permanentes Standby, den vielen neuen Herausforderungen/Lernaufgaben. Den neuen Erfahrungen - die emotionale Umstellung war enorm, auch das will mal verarbeitet werden.
    Selbst bei pflegeleichten Babys wirst du auch oft genug unterbrochen bei dem, was du tust. Und man muss ja meistens noch das tun, was vorher angefallen ist - Essenszubereitung, Haushalt, Papierkram etc - nicht alles davon lässt sich verschieben.

    Ich war und bin fit, arbeitsam, effizient, mag Veränderungen, und mein Kind war relativ genügsam. Trotzdem war's heftig.
    Klar, man kann sich das Kind am Buckel schnallen und dann kochen. Sind drei Kilo - mach das mal ein paar Stunden am Tag. (Muttern kann das ja schon in der Schwangerschaft üben ;-)

    Ansonsten - wirst du es in sehr absehbarer Zeit selbst sehen, wie es wird (wie auch immer das ist)

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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen
    Weil da jemand ist, der meistens viel Betreuung braucht - zumindest in den Anfangsmonaten. Nicht alle Babys schlafen viel, Stillen dauert lange, manche schreien viel und müssen getragen/getröstet werden.
    Mütter sind hormongebeutelt, beide Eltern leiden unter Schlafentzug/der Umstellung auf permanentes Standby, den vielen neuen Herausforderungen/Lernaufgaben. Den neuen Erfahrungen - die emotionale Umstellung war enorm, auch das will mal verarbeitet werden.
    Selbst bei pflegeleichten Babys wirst du auch oft genug unterbrochen bei dem, was du tust. Und man muss ja meistens noch das tun, was vorher angefallen ist - Essenszubereitung, Haushalt, Papierkram etc - nicht alles davon lässt sich verschieben.
    Volle Zustimmung!

    Ich wollte auch noch was zum Schlafbedarf ergänzen - ich glaube, der von Babies wird häufig überschätzt bzw. die Spannbreite ist groß. Unsere Kleine hier schläft aktuell ca. 11-12h am Tag inkl. Mittagsschläfchen. Da ist nix mit "abends geht das Kind ins Bett und wir haben frei". Selbst wenn sie allein schliefe, bliebe da ja kaum noch Zeit. Wir gehen gg. 20h mit ihr hoch, machen uns alle zusammen gemütlich fertig (oder mein Mann macht das und ich hab frei), gegen 21/21:30 pennt sie (bis ca. 7). Da setzen wir und nicht noch mal runter, sondern lesen/quatschen/streamen noch ein bisschen im Bett.

    Der Schlafbedarf ist schon lange so vom Umfang her (etwa seit sie so 9 Monate alt ist, davor wars so 1h mehr am Tag), nur dass bis vor ein paar Wochen 3h auf den Tagsschlaf (mit mir in der Nähe, immer noch) entfielen und entsprechend weniger nachts.

    Ich hatte mir übrigens vorgenommen, in der Elternzeit spanisch zu lernen - haha. Sehr witzig.
    Geändert von Convallaria (24.01.2020 um 14:59 Uhr)

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