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  1. Avatar von Blueberry82
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Kann ich ehrlich gesagt von den Eltern im Freundeskreis nicht bestätigen. Klar, ganz am Anfang bleibt mal die Wäsche einen Tag länger liegen oder man schlurft schonmal den ganzen Tag in Schlabberklamotten rum, weil man es erst abends in die Badewanne schafft - aber die meisten, die ich kenne, haben das ganz gut gewuppt, nachdem sie sich ein paar Tage oder wenige Wochen eingegroovt haben.

    Einzige Ausnahme, die ich so mitbekommen habe, war meine Cousine, die ein absolutes Schreikind hatte. Die gingen irgendwann wirklich auf dem Zahnfleisch, die konnten nicht mehr.

    Ich bin gespannt, wie Mr. Blue und ich das hinbekommen werden. Ein bisschen Respekt vor der neuen Situation habe ich jetzt tatsächlich auch schon.

  2. Avatar von LolloBionda
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Es gibt Kinder, die wollen alle 2-3 Stunden trinken (gerechnet von Anfang bis Anfang, nicht vom Ende bis Anfang der Stillsessions), brauchen dann eine Stunde bis sie mit dem Stillen fertig sind, wollen dann herumgetragen werden fürs Bäuerchen und müssen dann noch gewickelt werden. Also ein Durchgang dauert 1,5-2 Stunden. Und dann geht es gleich von vorne los.
    Und zwar läuft dieser Rhythmus 24 Stunden durch.
    Es gibt auch Kinder, die brauchen 24 Stunden Körperkontakt und kurz nach der Entbindung kann oder sollte die Mutter noch nicht viel und lang tragen....
    Es gibt wirklich Kinder, mit denen kommt man phasenweise wirklich zu nichts.
    Und man steht mit Kindern immer mal vor der Entscheidung: schlafen, duschen oder essen? Es ist typ- und erschöpfungsgradabhängig, wozu man sich entscheidet.

    Mein Erster war kein so schrecklich anstrengender Neugeborener und habe mir dazu auf die Schulter geklopft und mich gefragt, worüber die anderen so klagen.
    Das war nicht mein Verdienst, sondern Glück.
    Nr. 2 war ein anderes Kaliber, die musste ich viel tragen und da habe ich die Klagen dann nachvollziehen können.
    Allgemein wurde es mit dem 2. Kind schwerer, weil dann die einfache entlastende Rechnung (einer nimmt das Kind, der andere hat kindfrei) nicht mehr aufging. Es haben dauernd beide Elternteile mindestens ein Kind an der Backe und Solozeit ist nicht mehr so einfach zu haben.
    Geändert von LolloBionda (24.01.2020 um 10:43 Uhr)

  3. Avatar von LolloBionda
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    ich kann aber von außen betrachtet überhaupt nicht nachvollziehen warum das eigentlich so sein soll.
    (Gekürzt von mir)

    Das ist, denke ich, so universell anwendbar wie zentral.

    Man kann von außen nicht nachvollziehen, warum etwas so oder so läuft. Wenn man dann eigene Erfahrungen gemacht hat, hat man vielleicht eine Vorstellung, aber immer noch keinen Einblick in die Realität Anderer. Das betrifft das Elternsein genauso wie vieles Anderes.

    Und ich finde gerade die Elternschaft betreffend ist es wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen, um einen guten und respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.
    Und die Dinge auf sich zukommen zu lassen und nicht so hart zu sein mit sich, wenn Theorie/Vorsatz/Ideal und Realität (wie es unvermeidlich ist) auseinanderdriften.

    (Ich meine das nicht auf diesen Strang hier bezogen, auch nicht auf die Bri, sondern ganz generell. Aufs Leben.)

  4. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    Ich bin gespannt, wie Mr. Blue und ich das hinbekommen werden. Ein bisschen Respekt vor der neuen Situation habe ich jetzt tatsächlich auch schon.
    Oh, ist ein kleines Beerchen unterwegs? Wie schön!
    May you be surrounded by friends and family,
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    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner


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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Hängt vom Baby ab.

    Bei Nr. war ich 1 Jahr lang ein Zombie. Unruhiges Kind, nicht einmal Schreikind, einfach unruhig + doofe Stillroutine. Ich habe nicht geschlafen. Naja, vielleicht zwei Stunden am Tag. Da kann man noch so oft sagen: leg Dich hin, wenn das Baby schläft. Wenn man nicht schläft, schläft man nicht, es lässt sich nicht erzwingen. In dem Jahr bin ich gefühlt um 5 Jahre gealtert. Schlafmangel ist einfach beschxxx. Ich stand neben mir,

    Nr. 2 war ein entspannter Wonneproppen. Alle zwei - drei Stunden wach, kein Problem: Etwas müde, ja, aber es ging.

  6. Avatar von Sugarnova
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Ich hab keine Kinder ... und würde so einen Satz nie raushauen.

    Wenn ich babygesittet habe (zwar nur stundenweise bei Babys, aber durchaus schon mal ganze Tage bei 1 bis 2-Jährigen) bin ich zu nichts eigenem gekommen.

    Essen bzw. Trinken zubereiten, evtl. Bäuerchen, Spazierengehen (da schlief dann zwar das Baby, aber kannste ja auch nix anderes nebenher machen), wieder Essen bzw. Trinken ... wenn die Kinder dann älter werden, natürlich mit ihnen spielen. Von wegen Mittagsschlaf.

    Natürlich ist der Tagesablauf bei einer Mutter anders, aber selbst meine eigene Mutter meinte auch mal schockiert "da kommste zu gar nix". Und sie selbst, sowie ihre eigene Mutter mussten noch einen Hof versorgen.

    Kinder wachsen heute auch anders auf - Laufstall gibts nicht mehr, Tragetücher, viele wohnen in Stadtwohnungen (also muss man zum Spielplatz raus).

    So "nebenher" ist da gar nix.

    Und nur mal so - ich gönn jeder Mutter und jedem Vater, die Vollzeit betreuen, die Pausen.

  7. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Genau hängt vom Baby ab.

    1. Kind wollte Tag und Nacht alle 2 Stunden für eine Stunde gestillt werden. Auch nach dem Abstillen hieß es nachts bis zu 6x Flasche geben. Kind schlief erst mit 9 Monaten durch. Schlafdefizit wurde nun elterlich geteilt.
    2. Kind war ein Schreibaby (und Nr.1 noch nicht 2). 6 Wochen dauerhaft tragen oder schreien ertragen.

    Ich nehme lieber durchschlafende Kleinkinder als nicht durchschlafende Babys.
    „We know how to bring the economy back to life.
    What we don‘t know ist how to bring people back to life“
    President Akufo-Addo


  8. Registriert seit
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Alle Neugeborenen- Eltern höre ich sagen, sie haben oft keine Zeit mehr für irgendwas, der Haushalt bleibt liegen, manchmal rennt man noch bis in den Nachmittag im Schlafanzug rum, Duschen und Haare waschen wird vernachlässigt weil nicht möglich.. usw. .
    Hört sich eher nach dem ersten Kind an. Mit dem zweiten funktioniert es so nicht mehr, weil das große Kind dann zur Kita / Schule muss und man sich dem Rhythmus anpassen muss.

    Ich denke, es ist eine Kombi aus Kind, Eltern und persönlichen Prioritäten. Duschen war mir immer wichtig, anziehen auch. Küche aufräumen weniger.
    Beim ersten Kind fiel mir die Umstellung ziemlich schwer. Klar schlafen die im ersten Halbjahr noch viel. Allerdings auch gern nur zu ihren Konditionen. Mein Kind also eher wenig und wenn, dann nur mit Körperkontakt. Im Tragetuch gerne Stunden. Im Bett eher Sekunden. Und ich konnte selten mal planen, eine Stunde in Ruhe irgendwas zu machen, weil garantiert dann das Kind aufwachte. Achso und bei Papa / Oma / wem auch immer wie am Spieß schrie.

    Dagegen war das Leben mit Kita- / Schulkind und neugeborenen/kleinen Zwillingen entspannt. Ich erinnere mich da tatsächlich an aufgeräumte Küchen, ordentliches Essen und wenige ruhige Stunden on top. Aber da hatte ich den Anspruch, (vorhersehbare) Zeit für mich zu haben auch schon 6 Jahre ad acta gelegt.

  9. Avatar von ja-aber
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Mir ging es während beider Schwangerschaften nicht gut (Hyperemesis Gravidarum), und nach Schwangerschaft eins habe ich Postpartale Depressionen gehabt (mitten in den Babyblues krachte 9/11). Da war ich ganz ohne Baby schon ziemlich am Limit. Mein Exmann musste damals sehr schnell wieder in den Job zurück, Elternzeit war noch nicht erfunden, und er war sowieso reichlich untalentiert im Umgang mit seinem Nachwuchs (das wenn man vorher gewusst hätte... nun ja). Also war ich 24/7 gefragt.

  10. Avatar von twix25
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    AW: Warum kommen in Babyzeit viele zu nix?

    Die nächste Stufe der Eingangsfrage ist :

    wieso kam ich eigentlich damals zu nix?

    ich weiß es heute wirklich nicht mehr

    beim dann nächsten Kind:

    wieso kam ich denn mit nur einem Kind zu nix?

    ich empfinde die Frage tatsächlich nicht als Provokation

    ***********

    was ich heute definitv anders machen würde:

    mich ausschließlich auf diesen Zustand einstellen wollen und nicht daran verzweifeln, gefrustet sein, dass ich zu nix komme

    ich hatte Wunschkinder und es gab oft Zeiten, da wünschte ich, einer kommt u betreut sie mal oder aber sie schlafen

    ich ging vorher davon aus, immerzu glücklich u zufrieden und liebevoll zu sein
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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