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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Wenn wir fitte Großeltern hätten die gerne die Kimder übernehmen würden wir das z.B. Auch mal für ein kindergreies WE nutzen. Glaube auch nicht dass sich das Kind dann ausgeschlossen fühlt, wenn es gern bei den Geoßeltern ist
    Also, unsere waren früher „neidisch“ (warum fahrt ihr einmal mehr in Urlaub als wir?), wenn Mama und Papa alleine Wegfuhren (und dabei war es nix so interessantes, einfach ein paar Tage zu Zwei ohne viel Reiserei).
    Antwort: Ihr macht doch Urlaub bei Oma und Opa! Kinder: Achso!
    Und gut war.

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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Frage: kreisen wir ums Kind oder ist es ins Leben integriert? Oder geht's da um anderes (sofort springen, wenn sie knatscht zum Beispiel). Wenn wir kreisen, was wäre für euch praktisch beschrieben ein integriertes Leben? Wie würde so ein Tag aussehen?
    Ich finde jetzt nicht, daß ihr übermässig uns Kind kreist - FeWo statt Fancy Hotel, Spagetti Bolognese statt Höllen-Arrabiata, Zoo statt Kajaktour ist mit kleinen Kindern normal, das fällt für mich unter „ins Leben integrieren“ - Ich fahre in Urlaub, aber so, daß alle Beteiligten Spaß haben und es gut zu handhaben ist.
    Die Änderung der Abendgestaltung finde ich aber schon krass - bei mir hat es sich auch geändert, allerdings gehe ich am WE jetzt um 23h ins Bett und stehe um 08:00 wieder auf statt um 02:00 gefolgt von 14 Stunden Tiefschlaf.
    Aber Euch fehlt doch dadurch genau die Zeit, die ihr zum persönlichen Austausch genutzt habt?

    Ich meine mit „ums Kind kreisen“ tatsächlich den Gedanken, daß das Kind nur dann „stark“ groß wird, wenn ich mich um jede seiner Befindlichkeiten sofort kümmere, es nicht „frustriere“, es in alle Entscheidungen als führende Person eingebunden wird... ich/das Paar mit seinen Wünschen und Überlegungen hinter das Kind tritt.

    Das halte ich aber erstens für eine Überforderung (ein Kind kann nicht alles bedenken, z.B., daß „Franzbrötchen zum Frühstück“ bei uns 30 statt 5 Minuten Autofahrt zum Brötchenholen bedeuteten - Ökologischer Wahnsinn!).

    Zum zweiten zieht man so “verzogene Ferkel“ groß, die nicht in der Lage sind, sich auf andere Menschen einzustellen, darauf, da- die such Bedürfnisse haben, nd darauf, daß das Leben jede Menge Situationen bietet, in denen jemand anders „das Sagen hat“.
    Im Prinzip wie im Witz über Harvardstudenten:
    Wieviele davon braucht man, um eine Glühbirne reinzuschrauben?“
    Einen, und einen Dreh-Hocker.
    ???
    Er steigt hinauf, hält die Birne hoch und erwartet, daß die Welt sich um ihn dreht!“

    Und zum dritten wird man selbst „zum Appelkörbche“.
    Ich habe eine gute Freundin, die kann ich nur bei ihr zuhause treffen - sie kann Abends nicht weg, weil sie drei Kinder hat. Und einen kinderlieben Ehemann. Aber „der kann den Sven nicht so richtig einkuscheln, und die Petra kommt immer nochmal und will ein Äpfelchen geschnitten, und es muß ja auch immer wieder mal wer nach Andrea gucken, und sie wieder zudecken, die strampelt sich doch so frei“.
    Und dann ist der Abend zuende, wenn das auf den Tisch gestellte Babyphon Tönchen von sich gibt - sie verschwindet dann nämlich nach oben, und kommt erst wieder, wenn sie mindestens eine halbe Stunde mit den Kindern gekruschpert hat.
    Und ich meine „Tönchen“, nicht infernalisches „Alles nass“ oder „Albtraum“Geschrei!
    Und dann stellt sie fest, daß sie „intensive Gespräche unter Erwachsenen vermißt“.
    Auch hier sage ich „selbst schuld“.
    Tagsüber kann man nicht 10 Minuten mit ihr am Stück reden, weil immer Petra, Sven oder Andrea ins Gespräch platzen, einfach mittenrein ihre Sätzchen loswerden dürfen, sofort Kekse geholt bekommen, oderoderoder.
    Meine Freundin ist eigentlich eine tolle Frau, aber seit sie Kinder hat, ist sie etwas abgedreht. Auch unser „Frauenfrühstück“ (früher so jeden zweiten Monat mal Sonntags im Café) kann nicht mehr stattfinden, weil, dann müßte der Papa ja das Sonntagsfrühstück machen, und „die Kinder mögen das nicht so.“
    Umgekehrt wundert sie sich, daß alle drei permanent an ihrem Schürzenband hängen... „so waren Kinder doch früher nicht?“
    Nee. Sind meine und Alinas aber auch heutzutage nicht...
    D
    Jeman schrieb, daß sie es komisch findet, wenn jemand die Kinder zur Oma bringt, für einen Abende bei Freunden.
    Da unterscheide ich nach Anlass und Freunden - Langes Abendessen mit viel reden - ganz klar Oma. Dann WILL ich Zeit für mich und meinen Austausch. Und von den Freunden nicht erwarten, daß es einen ruhigen Schlafplatz für die Kröten gibt.
    Lockere Party, sowieso viele Paare mit Kind - eher mitnehmen - wenn das die Gastgeber genauso sehen. Dann ist das auch ein netter Abend für die Rasselbande.

    Namen und Orte sind von der Redaktion natürlich geändert...
    Geändert von Sacrebleu (08.06.2019 um 04:18 Uhr)

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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    @Wolkenschaf, "mal" ist ja auch Ok, wenn es für alle passt. Wenn es für alle passt, ist es sowieso ok.
    Im speziellen Fall ist es mir nur aufgefallen, dass das Kind sehr häufig nicht dabei ist.
    Hm, als „wir“ Kinder waren, war es doch selbstverständlich, daß Eltern zu „Erwachsenenveranstaltungen“ entschwanden... Papa im guten Anzug, Mutti im Tanzkleid oder kleinen Schwarzen. Und die Kinder eben zuhause blieben, bei Großeltern oder Kindermädchen oder Babysitter.
    Und das war doch faszinierend, ein bisschen geheimnisvoll (was machen die dann), und etwas, auf was man sich freuen durfte für später „wenn ich groß bin, darf ich das auch!“

    Wenn dem Kind aber vermittelt wird, daß man natürlich ein ganz schlechtes Gewissen hat deswegen, und dann ganz bald wieder heimkommt“, dann ist das eine ganz andere Sicht, die das Kind darauf entwickelt - tatsächlich ist das dann etwas, was ihm „weggenommen“ wird!


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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Als ich noch klein war, waren meine Eltern aber auch (beide) jeden Nachmittag zu Hause und hatten im Alltag viel Zeit mit uns.

    Ich gebe zu, dass ich mich auch schwer tue damit, am Abend nochmal zusammen auszugehen, wenn die Kinder im Alltag schon von 8-18 h „fremd“betreut sind.

    Und wenn es nicht die Grosseltern sind, ist es ja auch die Einführung noch einer weiteren Person zusätzlich zu den 4-5 Betreuern der Gruppe tagsüber.

    Dass wir in vielen Jahren nur an selten am Abend zu zweit aus waren sehe ich für uns als den Preis für doppelte Berufstätigkeit und Familie.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Als ich noch klein war, waren meine Eltern aber auch (beide) jeden Nachmittag zu Hause und hatten im Alltag viel Zeit mit uns.
    Waren Deine Eltern beide Lehrer?
    Das ist nämlich der einzige Beruf, bei dem das „normal“ war!
    „Normale“ Berufstätigkeit geht bis 16/17 Uhr Nachmittags, oder es ist Schichtarbeit, dann sind die Eltern normalerweise aber mal hier und mal da nicht da.

    Ich gebe zu, dass ich mich auch schwer tue damit, am Abend nochmal zusammen auszugehen, wenn die Kinder im Alltag schon von 8-18 h „fremd“betreut sind.
    Unter der Woche, klar, wobei da schon zu hinterfragen ist, warum „so lange“ - ist die Kita so weit vom Arbeitsplatz entfernt?
    Am Wochenende sind die Kinder nicht in der Kita - da mal abends wegzugehen, ist doch ok!
    Und wenn es nicht die Grosseltern sind, ist es ja auch die Einführung noch einer weiteren Person zusätzlich zu den 4-5 Betreuern der Gruppe tagsüber.
    „Es braucht ein Dorf, um din Kind großzuziehen!“

  6. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Also wir gehen trotz doppelter Berufstätigkeit ca. 2-3 Mal im Monat aus.
    Wäre jetzt nie auf die Idee gekommen dass ich das wegen doppelter Berufstätigkeit nicht „darf“
    Ok unsere Betreuungszeuten sind etwas kürzer, 8-16 Uhr und an zwei Tagen Zusätzlich Kimderfrau bis 17:30

    Ich war übrigens als Kimd weitaus länger Fremdbetreut als meine jetzt , ca. von 6:00-16:30, DDR halt

  7. Avatar von brighid
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Wär nix für mich, und ich denke, das Kind fühlt sich auch oft ausgeschlossen.
    oder das kind geniesst seine/ihre eltern-freie-zeit.

    ich glaube: jede/r handelt aus ihren/seinen erfahrungen heraus. meine mutter war nicht ausser haus berufstätig- 1960/70er jahre brd. egal zu welchem zeitpunkt: sie war da. im haus, im garten- aber sie war da und präsent. das kann auch ganz schön auf die nerven gehen.
    wir (noch 2 schwestern) haben es alle drei mehr als genossen, wenn uns zugetraut wurde dass wir auch mal ein paar stunden alleine klar kommen. die grosseltern waren im haus. aber wir, alle drei, hätten uns mehr zutrauen in unsere überlebensfähigkeiten gewünscht.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  8. Moderation
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Es ist auch eine Frage der Prioritäten. Wenn mir Kino wichtig ist, werde ich mir einen Babysitter für Kinoabende besorgen. Wenn mir Wellnesstage wichtig sind, werde ich mir dann und wann einen Tag dafür freischaufeln. Unter den Tisch fallen dann eben die Prio-2-Dinge. Ich zb war seit Jahren nicht mehr im Kino... Schade, aber so richtig vermissen tu ich es nicht.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  9. Avatar von Jedimeisterin
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    inspiriert aus einem anderen Strang möchte ich mal die Frage in den Raum stellen, was genau unter diesem "Gegensatzpaar" (?) zu verstehen ist. Ich lese öfter, dass heute viele Ihr Leben z in sehr am Kind ausrichtem, statt es ins eigene Leben zu integrieren. Dies wird häufig auch als Ursache für diverse Probleme genannt.

    Mir ist ehrlich nicht klar, was darunter genau verstanden wird. Hintergrund: Pre Kind (😁) haben wir uns auch gedacht, dass wir vieles machen wir zuvor, nur eben mit Kind. Sehr naiv... Mit Kind sieht das doch anders aus, das Leben hat sich total geändert. Eigentlich auch logisch, da ist ja ein neuer Mensch.
    Ich sage es mal so, beim ersten Kind richtet man das Leben doch etwas anders aus. Aber den Faden für uns (mein Mann und ich) verloren wir trotzdem nicht. Wir sind auch mal weggegangen zusammen, was dann ziemlich selten war. Und eigene Interessen wie Sport zu machen, gabs weiterhin und war auch durchführbar. Lesen im Bett war auch ab und an mal drinne, wenn man nicht zu müde war.

    Das zweite Kind bei uns wurde eher ins Leben integriert. Das hatte vormittags die volle Aufmerksamkeit und nachmittags war der Große dran, der inzwischen zur Schule ging. Und da vielen auch eine Menge Arbeit an wie Hausaufgabenhilfe, Therapietermine , Sport des Großen. Bei den Hausaufgaben wurde eher der Kleine dem Papa aufs Auge gedrückt, weil damit man mit dem Großen in Ruhe arbeiten konnte. Das war während der Grundschulzeit, wo der Große doch viel Hilfe brauchte.

    Beim zweiten Kind war alleine Weggehen eher noch mehr Mangelware. Sondern eher Babysitter zu nehmen um mit dem Großen ins Kino oder sonst wo hinzugehen, wo die Anwesenheit eines Kleinkindes weniger angebracht war. Es kam nämlich auch nicht angehen wegen einem kleinen Geschwisterkind für den Großen keine Zeit mehr zu haben. Zeit für Sport war zwar da, aber das mit dem Lesen abends wurde zur Mangelware, weil man einfach zu müde war. Als der Kleine in die Kita ganztags kam und der Große in Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr damals. Mit der Hausaufgabensituation war es dann auch entspannter, da sie in der Schule während der Nachmittagsbetreuung gemacht wurden. Und ich ging ja wieder Teilzeitarbeiten.

    LG Jedi


  10. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen

    Unter der Woche, klar, wobei da schon zu hinterfragen ist, warum „so lange“ - ist die Kita so weit vom Arbeitsplatz entfernt?
    Am Wochenende sind die Kinder nicht in der Kita - da mal abends wegzugehen, ist doch ok!
    Was ist an der Zeit bitte lang???

    Wenn man von einem Vollzeitarbeitsplatz inkl. Fahrzeiten ausgeht (gesetzliche Pausenzeiten miteinrechnet), dann reicht das gerade so.

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