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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Für mich wenn man die Eigenen Schmerzgrenzen massiv überschreitet. ... Beispiele die ich im Bekanntenkreis erlebt habe.
    Eine Mutter beklagt sich dass sie den Schlafmangel nicht mehr aushält, weil sie alle 2h nachts stillt. Das Kind ist 2,5J.
    Eine Mutter, die ihr zweieinhalb jähriges Kind nachts so häufig stillt, die kommt in den Bereich hinein, mit dem ich beruflich arbeite. Mit offensichtlichen Schwierigkeiten, die Signale ihres Kindes richtig zu lesen und seine Bedürfnisse zu erkennen. Und möglichem Mangel an emotionaler Abgrenzung. Das ist nicht gut fürs Kind.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  2. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Grrrr.... Habe getippt und weg ist es 😕
    Kurzfassung: Das mit der Schmerzgrenze finde ich einleuchtend. Ich denke allerdings auch, dass die wenigsten Leute langfristig drüber gehen, sofern sie psychisch gesund sind. Die 2,5 Jahre Stillerin klingt da eher ungut, ggf. fühlt sie sich in der Opferrolle wohl? 5 Jahre nicht allein rausgehen - wenn es für das Paar wirklich doof ist, ja. Ggf. ist es aber ok und sie stellen es nur so dar, weil es ja schon fast erwartet wird, dass man auch mal was ohne Kind macht? (gewagte These, geb ich zu).

    Aber ja, über die eigene Schmerzgrenze sollte man nicht lange gehen. Ist nur schwierig, das von außen zu beurteilen.


  3. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Ich denke, wir haben die Kinder in unser Leben integriert und richten es teilweise nach ihnen aus. 😁
    Typisches Beispiel für ein "nach den Kindern richten", ist für mich Urlaub. Wir machen Urlaub in einer Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz, das sind tolle Urlaube, aber eben anders als früher. Ein Städtetrip nach New York kommt dann eben in 10 Jahren mal wieder.
    Auch das Kochen richte ich zumindest unter der Woche nach den Kindern aus, da ich mittags alleine mit Beiden esse.
    Wir haben ein Haus mit Garten, ohne Kinder hätte ich eher eine Wohnung mit Dachterrasse.
    Integriert werden die Kinder natürlich in unser Leben, aber man macht eben viele Dinge, die man zuvor gemacht hat nun nicht mehr (regelmäßig abends essen gehen, ins Kino, samstags gemeinsam in der Stadt Shoppen, vor dem Fernseher Abendessen, im Urlaub stundenlang lesen,nach dem Aufwachen am Wochenende im Bett Fernsehen, ...). Dafür macht man viele andere Dinge, die man vorher nicht gemacht hat. In meinem Fall jeden Tag Kochen, viel Draußen aufhalten, Babyschwimmen, Zoobesuche, Spielplatzbesuche, Familienurlaub, selbst gemalte Kinderbilder aufhängen....)
    Aber das halte ich für völlig normal. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass beide Elternteile eine ähnliche Einstellung haben. Wenn einer von beiden dem Leben "vorher" ernsthaft nachtrauert, finde ich das schwierig.

  4. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Urlaube sehen bei uns z.B. So aus, dass wir auch bei Ferienwohnungen meist essen gehen, weil wir im Urlaub nicht kochen wollem.
    Als unsere Große im Buggy saß gingen Städtetripps super und ich denke bald können wir wieder welche machen, sicherlich mit kinderkompatiblen Attarktionen.

    Unter der Woche kochen wir z.B. überhaupt nicht. Wir essen Mittags in der Firma die Kinde rin der Kita warm. Da bleibt Abends die Küche kalt.

    Manchmal kochen wir uns Samstag abends was nicht kindgerechtes oder lassen uns Sushi bringen wenn die Kinder im Bett sind. Stadtbummel am Samstag machen für immernoch öfters, gestaltet sich mit Kindern halt etwas anders, aber sie mögen z.B. Den Wochenmarkt

    Ich muss aber ehrlich sagen, wie ein Paar damit klar kommt, 5 Jahre lang nichts zu zweit zu unternehmen ist für mich schwer nachvollziehbar

    Eine. Riesenstück Freiheit ist für mich inzwischen, dass man ihnen wenn sie am Wochende wach werden eine Schüssel Müsli hinstellen kann. Die futtern sie auf und spielen. Und man selber kann noch eine Stunde liegenbleiben


  5. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Klar ändert sich das Leben mit Kindern, das widerspricht sich nach meiner Ansicht nicht damit, die Kinder in sein Leben zu integrieren. Mir geht es eher darum, wer entscheidet, wonach man sein Leben ausrichtet.

    Z.B. wenn ich einkaufen will, muss das Kind halt mit. Will es helfen, darf es, auch wenn's eher hinderlich ist, aber Einkaufen gehört zum Leben.

    Ich habe Freunde, die nehmen ihre Kinder nie mit, weil es für die doch langweilig ist. Und wenn sie mal mit"müssen", kriegen sie was geschenkt, als Entschuldigung, dass sie mit einkaufen.

    Was anderes finde ich es da, wenn man das Kind nicht mitnimmt, weil es einen zu sehr stresst. Gilt z.B. auch für das von Convallaria erwähnte "Kind abends mitnehmen". Haben wir beim Sohn viel gemacht. Klar beschäftigt sich dann mal einer mit ihm, aber nicht allein nach seinen Vorstellungen.

    Mit der Tochter geht es schlechter, also einfach weil sie anders ist, also haben wir das mit ihr seltener gemacht. Aber nicht, weil es nicht kindgerecht ist, sondern weil's nicht ging.

    Bei unseren Freunden behaute ich, dass sie sich "nach den Kindern ausrichten": als die Tochter knapp 2 war, hat sie in unserem Urlaub zwischen 2 Ausflugszielen entschieden. Wenn wir vorschlagen "wollt Ihr zu uns kommen " oder "in den xy-Park" kommt zurück, dass sie uns gerne träfen, aber es ihren Kindern das zu langweilig ist und wir hatten schon diverse Verabredungen, wo dann je ein Elternteil mit je einem Kind irgendwas exklusiv an unterschiedlichen Orten gemacht hat und wir haben was anderes gemacht. Oder sie sind gegangen, weil Kind 2 (damals 5) Hunger hatte und ein Brot ging nicht, also musste man irgendwo hin, wo man Sonntag Nachmittag noch eine Brezel bekommt.

    Klar erfüllen wir den Kindern auch mal einen Ausflugswunsch oder gehen drauf ein, wenn Spielplatz X zu langweilig ist und wir nicht verabredet sind. Aber wir verabreden uns auf Spielplatz X oder auch bei Leuten zu Hause ohne "um Erlaubnis" zu bitten und gehen dann da auch hin. Wir essen nicht nur Nudeln mit Tomatensoße mit Wienerle, sondern was wir wollen mit Einschränkungen (nicht zu scharf, sondern Tabasco dazu, für die Tochter im Zweifel halt auch Nudeln ohne Sauce statt alles gemischt).

    Ich finde den Kindern entgeht auch viel, wenn man sie nicht inss Leben im Sinne von Alltag integriert, also nicht mit ihnen kocht, putzt und einkauft, zumindest zeitweise finden sie das ja auch toll da mitzuhelfen.

    Bei unseren Freunden finde ich das mitunter auch krass viel Verantwortung fürs Kind, wenn es alles in der Familie entscheidet, vom Essen bis zum Urlaubsziel.

  6. Avatar von LolloBionda
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    5 Jahre ohne auszugehen?
    Hier! *handheb*

    Es sind noch keine fünf Jahre, aber bald. Wir haben 3 Kinder in knapp über 4 Jahren bekommen und seitdem der Große da ist (wird im August 5), kann ich die Gelegenheiten, zu denen mein Mann und ich alleine weg waren, an einer Hand abzählen. Und würde wahrscheinlich nur drei Finger dafür brauchen.
    Die Geburt der Jüngsten vor 5 Monaten war die letzte Gelegenheit. Sie war so freundlich, über nacht eine Wehenpause einzulegen, so dass wir im Kreißsaal-Wehenzimmer im Fernsehen Pulp Fiction sehen konnten. Sozusagen Programmkino.

    Das heißt nicht, dass wir keine gemeinsamen Aktivitäten als Paar hätten, diese finden eben zuhause statt. Horizontal z.B. (irgendwoher müssen die ganzen Kinder ja kommen).

    Wir haben was Unternehmungen angeht eine Menge "abgehakt", haben lange ein unbürgerliches Nachteulenleben geführt, sind gereist, waren oft aus usw.

    Jetzt sind wir häuslicher, das ist jetzt auch gut so.
    Klar, manchmal denkt man, dass es ganz schön wäre, dies oder jenes zu tun, aber dazu kommt die Gelegenheit schon wieder.

    Ich erinnere mich an eine Szene in unserem letzten Sommerurlaub (kinderkompatibel: Föhr): Wir waren auf dem Weg vom Strand nach Hause, vorbei an den Cafés wo die Leute ihren Sundowner getrunken haben. Da haben wir ein bisschen geseufzt, wie schön das jetzt wäre, sich da hinzusetzen ohne die Kinder (knapp 4, 1,5 und eins im Bauch) und die Leute im Café haben uns hinterhergeguckt und auch ein bisschen geseufz angesichts der jungen Familie in der Sommerfrische. Und dann haben wir uns alle wieder der Gegenwart (den Kindern bzw. dem Hugo-Glas) zugewandt.

    Also wir leben unser Leben weiter, die Kinder sind dabei, aber es ist nicht mehr das Leben von Endzwanzigern - und damit sind wir mit uns im Reinen.

    LolloBionda
    Geändert von LolloBionda (07.06.2019 um 21:32 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    @Jenufa, ah 🙂 ja, so finde ich es prima. In den Alltag integriert. Mit kindgerechter Anpassung, wo nötig. Ich denke, so ist auch unser Weg. Ja, ich denke auch, den Kindern entgeht viel. Umgekehrtes Beispiel im Vergleich zu deinen Freunden: wir haben Freunde, da wird das Kind häufig außen vorgelassen. Treffen mit Freunden: Kind ist bei Oma. Silvester: Kind wird (als Früh-Teenie) um 22 Uhr ins Bett gebracht (schon klar, hängt vom Kind ab. Ich wundere mich eh, dass das klappt 😁). Urlaub: 1x Familienurlaub, 1x Paarurlaub im Jahr. Nicht mein Bier, aber man denkt so drüber nach. Wär nix für mich, und ich denke, das Kind fühlt sich auch oft ausgeschlossen.

  8. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Wenn wir fitte Großeltern hätten die gerne die Kimder übernehmen würden wir das z.B. Auch mal für ein kindergreies WE nutzen. Glaube auch nicht dass sich das Kind dann ausgeschlossen fühlt, wenn es gern bei den Geoßeltern ist
    Geändert von Wolkenschaf3 (07.06.2019 um 22:07 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    @Wolkenschaf, "mal" ist ja auch Ok, wenn es für alle passt. Wenn es für alle passt, ist es sowieso ok.
    Im speziellen Fall ist es mir nur aufgefallen, dass das Kind sehr häufig nicht dabei ist.

  10. Avatar von twix25
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    AW: Kind ins eigene Leben integrieren vs. Leben am Kind ausrichten

    Gute Beispiele
    Zitat Zitat von Jenufa Beitrag anzeigen

    Z.B. wenn ich einkaufen will, muss das Kind halt mit. Will es helfen, darf es, auch wenn's eher hinderlich ist, aber Einkaufen gehört zum Leben.

    Ich habe Freunde, die nehmen ihre Kinder nie mit, weil es für die doch langweilig ist. Und wenn sie mal mit"müssen", kriegen sie was geschenkt, als Entschuldigung, dass sie mit einkaufen.



    Was anderes finde ich es da, wenn man das Kind nicht mitnimmt, weil es einen zu sehr stresst. Gilt z.B. auch für das von Convallaria erwähnte "Kind abends mitnehmen". Haben wir beim Sohn viel gemacht. Klar beschäftigt sich dann mal einer mit ihm, aber nicht allein nach seinen Vorstellungen.


    Bei unseren Freunden behaute ich, dass sie sich "nach den Kindern ausrichten": als die Tochter knapp 2 war, hat sie in unserem Urlaub zwischen 2 Ausflugszielen entschieden.

    Oder sie sind gegangen, weil Kind 2 (damals 5) Hunger hatte und ein Brot ging nicht, also musste man irgendwo hin, wo man Sonntag Nachmittag noch eine Brezel bekommt.


    Aber wir verabreden uns auf Spielplatz X oder auch bei Leuten zu Hause ohne "um Erlaubnis" zu bitten und gehen dann da auch hin.

    Wir essen nicht nur Nudeln mit Tomatensoße mit Wienerle,

    Bei unseren Freunden finde ich das mitunter auch krass viel Verantwortung fürs Kind, wenn es alles in der Familie entscheidet, vom Essen bis zum Urlaubsziel.

    "Das Kind braucht Sicherheit durch Regelmäßigkeit und gehaltenen Versprechen"

    Jaaa, aaber : nicht in allen Bereichen, z.B muß es möglich sein, den Essensplan, der eh nach Kind erstellt wird, kurzfristig zu verändern, weil.....es Gründe dafür gibt!

    Das Kind geht nicht allein innerhalb des Zuhauses in sein Zimmer sondern quengelt den Besuch und die Eltern voll

    Es hat" Angst"

    Die kommt immer gut, so die gemachte Erfahrung

    Auch kann es nicht mehr allein aufs Klo....Angst

    Da die Eltern natürlich für Sicherheit sorgen wollen, gehen sie natütlich mit
    Unterhaltungen sind eher kurz

    Mit 5 gibt es lautstarke Weigerungen mit zum Einkaufen zu gehen
    Teilen sich also die Eltern auf

    Kind wird auch niemals aus der Abendroutine gebracht, wird -ebenfalls 5 - immer noch bis zum Einschlafen begleitet
    Kann schonmal dauern

    Unsere Kinder wurden mitgenommen, ihr Bettzeug, Kuschetier, Spieluhr etc dabei
    Nachts dann wieder nachhause

    Das ging nur bis zu einem bestimmten Alter und nicht mit vielen Kindern, aber es ging

    Sie waren es von Beginn gewohnt
    Ende wars dann, als sich sich Gedanken machten, ob wohl einer ins Bett pupst
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

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