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  1. Registriert seit
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Mit jedem Jahr wird es besser, aber das Fremdbestimmgefühl kenne ich auch noch, vielleicht gerade weil ich jahrelang durch die Weltgeschichte gereist bin, zum grössten Teil gewollt alleine.

    Männer können sich besser abgrenzen, ist einfach so. Es ist auch zu schwarz/weiss, wenn man sagt, es liegt an den Müttern, wenn sie zu belasted sind oder es an ihr liegt, wenn das Kind auf sie fixiert ist. Mein Mann hat 5 Jahre gebraucht, um nicht mehr mir die Schuld in die Schuhe zu schieben. Er hat schon immer das Kind versorgt, Windel gewechselt, Kitabringen/holen usw. aber zugewandt war er ihm eigentlich nie. Das hat sich mittlerweile geändert. Neben der Prinzipienreiterei (Kind hat dies und das zu können, auch wenn es jede Nacht dabei heult und es selbst beim 10. Mal nicht kapiert hat statt sich zu überlegen, ob es wirklich wichtig ist, es alleine zu machen. Siehe da, seitdem ist es viel, viel besser. Auch das Handy wird eher mal weggelegt. Ich werde noch bevorzugt, aber Papa ist ok. Liegt übrigens nicht an langen Arbeitszeiten, mein Mann hat eine sehr familienfreundliche Arbeitszeit...Mir fehlt vor allem mal das zu Hause alleine sein. Daran arbeiten wir noch.

  2. Avatar von twix25
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    "Damals" kamen die Kinder erst frühestens mit 3, fast immer erst mit 4 in den Kiga

    Dazu wurden sie bis 12.30 wieder abgeholt

    Aber bis zum Kigaalter......ich hab mich oft gefragt, warum ich eigentlich Kind/er wollten, um sie möglichst oft abzugeben

    Jedenfalls hab ich mit der Fremdbetreuung zu lange gewartet, wenn der Akku leer ist, nützen einem maal 2 freie Stunden nix
    "lohnt sich garnicht erst mit xyz anzufangen"

    Und : ich hätte mich öfter mit Kind ins Cafe, Biergarten etc setzen sollen

    Heute seh ich die Mütter in Kindercafes entspannt sitzen und beneide sie um ihre Gelassenheit (oftmals und scheinbar)

    Selbst wenn grad kein Spielgefährte in der Nähe ist, Kind kann mit den Kieseln an Boden spielen, bekommt was Leckeres und beschäftigt sich damit und man selbst hat auch das Gefühl, sich was zu gönnen, statt zuhause den Haushalt nicht auf die Reihe zu kriegen

    Also : gönn dir Gutes, was immer das für Dich ist
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"


  3. Registriert seit
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Ich finde nicht, dass es bei dem Thema so stark darum geht, den Vater stärker einzubeziehen. Oder nur am Rande. Es würde ja auch mehrfach erwähnt, da vielleicht eine andere Regelung zu finden. Es geht ja um die Fremdbestimmtheit in der Zeit, in der man zuständig ist. Mein Mann und ich teilen uns alles nach meinem Empfinden recht fair, aber wenn ich tags über Stunden mit dem kleinen zuckersüßen Küken allein bin, kann ich trotzdem nicht ohne Gebrüll aufs Klo 😕😉 das nervt bzw. mir ganz persönlich (bin aber ja nicht die TE...) fehlt auch einfach mal Zeit allein. Ganz allein. Ruhe. Einsamkeit.
    Dass man einfach keine Minute für sich hat während des Tages, find ich schon auch schwierig. Hier wird Küche klar Schiff machen auch aktuell hoch gehandelt 😁 aber das darf ich machen in der Regel, da Herr C. abends das Küken hütet.
    Ich denke auch, dass man das kinderlos nicht wirklich einschätzen kann und es einen, gerade wenn man vorher unabhängig und selbstbestimmt gelebt und gearbeitet hat, hart treffen kann. Zumal man ja weiß, dass das normal ist und alle das irgendwie haben, ggf. kommt dann noch schlechtes Gewissen hinzu....

  4. Moderation
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Ich kann ja nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, aber bei mir ist es definitiv so, dass ich mit der Fremdbestimmung besser umgehen kann, wenn nicht alles allein auf meinen Schultern lastet. Wenn ich so an die Zeit, in der ich Vollzeit gearbeitet habe, zurückdenke, fand ich das manchmal wesentlich entspannter als den Spagat zwischen Kind, Haushalt und Job. Und wenn es einem Partner mit dem aktuellen Modell nicht gut geht, sollte man doch gemeinsam besprechen, was man daran verändern kann. Ich sehe da nicht allein die Mutter in der Verantwortung. Ich glaube auch, dass Frauen zu oft denken, dass an den Arbeitszeiten des Mannes nicht zu rütteln ist. Da nehme ich mich gar nicht aus. Bei uns kam das sogar von meinem Mann. Ich hätte mein Studium gar nicht aufgenommen mit dem Argument, dass das ja sowieso nicht geht, weil mein Mann die Kinder nicht abholen kann. Er steht dann an diesen Tagen eben sehr früh auf und arbeitet ggf noch später weiter. Sicherlich geht das nicht in jedem Job, aber es wäre ein Punkt, den ich ansprechen würde. Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass es dir, Wassernixlein, helfen könnte, wenn du an dieser Stelle etwas mehr Entlastung hättest.


  5. Registriert seit
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    @Phoenic, witzig, genau andersrum so sind die Menschen verschieden bzw. verstehen ein Problem anders. Wobei ich dir total zustimme, ich hätte nur das Problem woanders geswhen/verstanden, wohl aus meiner aktuellen eigenen Situation raus.

  6. Moderation
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Convallaria, ich musste gerade auch schmunzeln. 😊 Bei mir liegt es gerade am Gefühl der neu gewonnenen "Freiheit". Aber dann kann sich Wassernixlein ja das herauspicken, was für sie passt.

  7. Avatar von Admaro
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Ich glaube, die Fremdbestimmtheit fühlt man so lange, wie man nicht zu 100 % hinter dem steht, was man gerade hat oder tut.

    Ein Kleinkind braucht mental durchgehend Aufmerksamkeit. Das kann man nicht wie ein Projekt einstellen und dann funktioniert es, wie gewünscht. Das wichtigste bei Kindern ist, dass man sein Leben den Kindern anpasst und nicht die Kinder seinem Leben.

    Das geht schief und gibt einem das Gefühl der permanenten Überforderung.

    Auf ein Kind muss man sich einlassen und die damit verbundenen Strapazen neben den vielen schönen Momenten akzeptieren und in sein Leben als gegeben einbauen.

    Wenn du am Freitag frei haben willst, dann setzte das durch und ordne das Kind nicht deiner Arbeit unter. Dieser Tag galt deiner mentalen Erholung, die du dir aus falscher Sichtweise verwehrst.

    Die Zeit wird kommen, in dem du deine Prioritäten wieder mehr auf dich fokussieren kannst. Jetzt gilt sie zuvorderst deinem Kind. Und zwar mental und nicht nur organisatorisch.
    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Goethe -

  8. Avatar von chaos99
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Ich glaube, die Fremdbestimmtheit fühlt man so lange, wie man nicht zu 100 % hinter dem steht, was man gerade hat oder tut.

    Ein Kleinkind braucht mental durchgehend Aufmerksamkeit. Das kann man nicht wie ein Projekt einstellen und dann funktioniert es, wie gewünscht. Das wichtigste bei Kindern ist, dass man sein Leben den Kindern anpasst und nicht die Kinder seinem Leben.

    Das geht schief und gibt einem das Gefühl der permanenten Überforderung.

    Auf ein Kind muss man sich einlassen und die damit verbundenen Strapazen neben den vielen schönen Momenten akzeptieren und in sein Leben als gegeben einbauen.
    Unterschreib*
    Sehr treffend ausgedrückt;)

    Ich sehe es auch so, dass Viele genau den Fehler machen, ein Kind als Projekt zu sehen...ein "Goodie" für die Partnerschaft.
    Die Wahrheit kommt dann mit der Feststellung, dass sich die Partnerschaft, wie ausgedrückt, nach dem Kind neu ausrichten muss...das Kind eben kein "Beiwerk" ist.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  9. Registriert seit
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    @Admaro und Chaos, ach ich weiß nicht. Ich finde es etwas einfach zu sagen, man steht nicht 100% dahinter. Ich kann von mir/uns nur sagen, doch. Und nein, als Projekt haben wir die Kleine bestimmt nicht gesehen. Ich denke schon, dass man 100% dahinter stehen kann und trotzdem fühlt man sich fremdbestimmt. Man ist es ja auch, und man ist es nicht gewöhnt.

  10. Avatar von chaos99
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    @Admaro und Chaos, ach ich weiß nicht. Ich finde es etwas einfach zu sagen, man steht nicht 100% dahinter. Ich kann von mir/uns nur sagen, doch. Und nein, als Projekt haben wir die Kleine bestimmt nicht gesehen. Ich denke schon, dass man 100% dahinter stehen kann und trotzdem fühlt man sich fremdbestimmt. Man ist es ja auch, und man ist es nicht gewöhnt.
    Wie man es nennt, sei doch dahin gestellt.
    Fakt ist es doch, dass zwischen Vorstellungen, wie es laufen soll und der Praxis eine Diskrepanz gibt.
    Natürlich steht man dahinter....aber packt es nicht praxisgerecht an....und das zeigen doch die angesprochen Möglichkeiten deutlich.
    Das Potential, den Status Quo zu andern, ist hoch genug, um sogar Freiräume für Alle zu schaffen.
    Das zu verneinen wurde dann Verweigern bedeuten...das führt bekanntetweise nicht in die positiven Gefilde in einer "Familie".
    Chaos
    .................................................. ....................
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