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  1. Avatar von LolloBionda
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Niemand muss eine „gute“ Mutter sein und schon gar nicht die „Beste“. Als Mutter muss man nur gut genug sein.

    Neben den hier genannten Auszeiten finde ich auch die Perspektivierung hilfreich. Zum einen dass diese Phase begrenzt ist, wie Leandra schrieb, zum anderen gibt es die Möglichkeit, die Zeit mit Kind nicht als noch eine stressige Pflicht, sondern als bewusst und positiv auf das Kind fokussierte Zeit, die auch einen selbst zugute kommt, zu sehen (also, wenn einem das gelingt) und in dem Alter lassen sich gewisse Aufgaben mit dem hilfsbegeisterten Kind erledigen, die man vielleicht selbst nicht gern macht (Wäsche sortieren, Waschmaschine befüllen, Spülmaschine ein- und ausräumen...), die dann zwar hundert Jahre dauern, aber dann hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und das Kind beschäftigt und eine Aufgabe erledigt, die man in der knapp bemessenen Kinderfrei-Zeir nicht noch machen muss.

    Ich konnte meine beiden Großen mit 12 Monaten in die Kita geben, für Nr. 3 haben wir nun keinen Platz und ganz ehrlich, dem zweiten Lebensjahr sehe ich (trotz Elternzeit) mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

    LolloBionda

  2. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Manche Menschen können mehr Freude aus der Beschäftigtung mit Kleinkindern als andere.
    Es wirs fast als normal angesehen wenn der Papa mit kleinen Kindern nicht soviel anfangen kann.
    Warum soll es nicht manchen Müttern genauso gehen.
    Für mich gibt es kaum was langweiligeres , als ein Klinkind zu bespielen. Meine sind jetzt 5 und 3. jetzt wird es langsam besser. Die Bücher die man vorliest haben anstzweise ein Handlung, langsam machen Gesellschaftsspiele Spaß. Jetzt fehlt noch das die Kleine sich selber auf der Schaukel anschubst.

    Es ist super wenn man die Zeit als Bereicherung empfindet. Aber wenn man dad nicht schaft sollte man sich nicht selbst zerfleichen. Dann ist das einfach so und es wird besser.
    Und die anderen Mütter sind unwichtig


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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    In aller Regel kommen die Kinder auch mit allen "Müttertypen" klar - man bekommt schon die Kinder, die auch zu einem passen.

    Aber ich hatte oft das Gefühl, eine eher unzureichende Mutter zu sein, es gab nämlich immer mal wieder Tage, an denen ich schon um 8 Uhr morgens der nachstbesten Frau, die am Haus vorbei geht am liebsten Heiratsurkunde und Mutterpass mit den Worten "Hier, übernehmen Sie. Ich habe es mir überlegt, ich möchte doch lieber ein gutverdienender Single sein." in die Hand gedrückt hätte.

    Damit habe ich mir das Leben selbst vergällt, stelle ich heute fest.

  4. Avatar von VanDyck
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Puh, ich bin gerade so froh, dass Ihr mich versteht, dass ich fast am Heulen bin...
    Hier ist noch einer, der dich versteht.
    Wenn man Kinder gekriegt hat, dann lebt man in aller Regel
    ganz plötzlich auf einem anderen Planeten.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile

  5. Avatar von guerteltier
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von LolloBionda Beitrag anzeigen
    und in dem Alter lassen sich gewisse Aufgaben mit dem hilfsbegeisterten Kind erledigen, die man vielleicht selbst nicht gern macht (Wäsche sortieren, Waschmaschine befüllen, Spülmaschine ein- und ausräumen...), die dann zwar hundert Jahre dauern, aber dann hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und das Kind beschäftigt und eine Aufgabe erledigt, die man in der knapp bemessenen Kinderfrei-Zeir nicht noch machen muss.
    Das ist etwas, was ich mir mittlerweile auch angewöhnt habe. Was mit dem Kind erledigt werden kann erledige ich auch mit dem Kind. Hatte früher manchmal ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr nach der Krippe auch noch Haushalt "zumute".
    Aber für meine Tochter ist Einkaufen und Spülmaschine ausräumen zum einen (noch) eine unterhaltsame Aktivität. Und es steht auch nirgendwo geschrieben, dass man als Mutter den ganzen Nachmittag Duplo zu spielen hat (außer in irgendwelchen Mami-Blogs, von denen man sich fernhalten sollte).

  6. Avatar von huppsi
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Ich kann Dich abenfalls gut verstehen, plädiere aber auch für entweder längere Betreuungszeiten oder dafür, dass Dein Mann mehr ran muss. Einmal pro Woche bringst Du morgens die Kleine weg, er arbeitet schon früh und macht früh Feierabend? bei uns ist die Lage grade umgekehrt: mein Mann arbeitet 25h in Elternzeit und ich arbeite voll. Trotzdem versuche ich, an einem Tag pro Woche die Kinder abzuholen, damit er Freizeit hat. Ansonsten könntet ihr noch über einen Babysitter nachdenken. Einen Nachmittag die Woche oder mal am WE. Mir helfen mittlweweile schon ganz kurze Erholungszeiten, um wieder bessere Nerven zu haben Und alleine beschäftigen mit 1,5 Jahren kenne ich von meinen beiden auch nicht....die Kleine ist jetzt 2,5 und länger als 5min alleine beschaäftigen ist noch nicht drin. telefonieren....unmöglich!

  7. Avatar von Historia02
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Daneben arbeite ich noch in Teilzeit. Offiziell sind es 20 Stunden, es werden aber immer mindestens 25 Stunden.
    (...)
    Mein Mann arbeitet viel und kommt eigentlich nie vor 19:30 Uhr nach Hause und dann ist die Kleine schon im Bett. Allerdings bringt er die Kleine - wenn er nicht gerade auf Geschäftsreise ist - jeden morgen in die Kita, damit ich früh zur Arbeit kann.
    Wieviel Stunden hat du denn in der Kita gebucht? So als würdest du 20 Stunden arbeiten?
    Und baust du mit der Mehrarbeit Überstunden auf bzw. kriegst du Geld dafür oder schenkst du die der Firma?

    Die Heimkehr deines Mannes mit 19.30 Uhr finde ich persönlich ganz schön spät. Könnt ihr euch da nicht anders aufteilen, so dass jeder lange und kurze Tage hat?

    Wie ist denn deine Tochter morgens so drauf? Wenn du ehrlich vergleichst: Ist die Zeit für das morgendliche Wecken, Anziehen, Frühstücken und Wegbringen mit dem vergleichbar, was du am Nachmittag an Zeit für Spielen, Vorlesen, etc. einsetzt? Macht deine Tochter in der Kita Mittagsschlaf und du holst ein ausgeschlafenes aktives Kind ab? Ist deine Tochter morgens schon lebhaft oder zieht dein Mann eher ein halbschlafendes Kind an? Steht dein Mann mit dir und eurer Tochter zusammen auf oder kann er noch ein bisschen im Bett chillen oder was für sich selber machen, bevor er das Kind weckt?

    Ich finde, es klingt nach einem ziemlichen Ungleichgewicht bei euch, bei dem du kaum eine freie Minute zum Durchatmen hast.

    Ich habe mich übrigens auch eine Weile selbst so ausgebeutet (unverlangte Mehrarbeit), um zu zeigen, dass ich keine typische "Teilzeit-Muddi" bin. Bis ich gemerkt habe, dass es egal ist, weil ich mit allen anderen Müttern in der Firma in der Teilzeit-Mutti-Vorurteilsschublade stecke. Seit ich pünktlich gehe und auch mein Mann seine Arbeitszeiten so reduzieren konnte, dass wir im Normalfall täglich gleichzeitig zu humanen Zeiten zu Hause sind, frage ich mich, warum ich das nicht schon immer so gemacht habe.

  8. Avatar von huppsi
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Zitat Zitat von LolloBionda Beitrag anzeigen

    Neben den hier genannten Auszeiten finde ich auch die Perspektivierung hilfreich. Zum einen dass diese Phase begrenzt ist, wie Leandra schrieb, zum anderen gibt es die Möglichkeit, die Zeit mit Kind nicht als noch eine stressige Pflicht, sondern als bewusst und positiv auf das Kind fokussierte Zeit, die auch einen selbst zugute kommt, zu sehen (also, wenn einem das gelingt) und in dem Alter lassen sich gewisse Aufgaben mit dem hilfsbegeisterten Kind erledigen, die man vielleicht selbst nicht gern macht (Wäsche sortieren, Waschmaschine befüllen, Spülmaschine ein- und ausräumen...), die dann zwar hundert Jahre dauern, aber dann hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und das Kind beschäftigten.
    Gestern Nachmittag habe ich unsere Büro-Spülmaschine ausgeräumt und meine Kollegin meinte, ob sie mir helfen soll. Ich meinte nur "Neh, Ausräumen ohne Zweijährige, die "helfen" will, ist reines Wellness!"

  9. Moderation
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Wie viele hier kenne ich das auch. Ich finde, die ersten Lebensjahre sind mega anstrengend und man wird da einfach so reingeworfen, ohne sich wirklich vorbereiten zu können. Dem einen fällt es leichter, damit klarzukommen, dem anderen schwerer. Mein zweites Kind ist jetzt etwas über 1,5 Jahre alt und ich merke, wie es aufwärts geht und ich auch wieder mehr "ich" sein kann. Klar ist er noch klein (und die Trotzphase kommt erst noch *grusel*), aber er ist abgestillt, er schläft durch und ist einfach schon weniger abhängig von mir als in der Anfangszeit. Das kann ich inzwischen schon als große Meilensteine, als wiedergewonnene Unabhängigkeit sehen. Beim ersten Kind fiel mir das zugegebenermaßen schwerer. Aber insgesamt hat es mir auch, wie von Leandra so schön geschildert, geholfen, einfach anzunehmen, wie es gerade ist und such zu versuchen, die schönen Seiten in den Fokus zu stellen. Das war aber ein längerer Prozess.
    Ich würde auch versuchen, an der Aufteilung zwischen dir und deinem Mann zu arbeiten. Die klassische Aufteilung ist einfach wahnsinnig anstrengend, ständig muss man sich zwischen Kind, Job und Haushalt zerreißen und hat das Gefühl, man kriegt nichts zufriedenstellend hin. Und für das Kind ist es auch schöner, wenn es mehr Papazeit hat. Bei uns war es anfangs mit einem Kind ähnlich wie bei euch und ich habe schnell gemerkt, dass mir das klassische Modell nicht liegt. Inzwischen studiere ich in Vollzeit mit oft langen Vorlesungszeiten, so dass mein Mann die Kinder phasenweise öfter am Nachmittag betreut als ich. Wenn ich dann zu Hause bin, arbeitet er oft noch weiter. Aber er hat trotzdem insgesamt mehr Zeit mit den Kindern und macht sie mit bettfertig und bringt sie ins Bett. Er selbst empfindet das inzwischen auch als besseres Modell, auch wenn es für ihn stressiger ist als früher. Das war auch bei ihm ein Prozess.
    Ansonsten würde ich auch einmal schauen, was du brauchst und noch tun kannst, um deine Akkus aufzuladen. Vielleicht auch einfach ab und zu mal einen Tag frei nehmen und nur etwas für dich tun. Oder mal ein Wochenende mit einer Freundin verreisen. Auch Mamas dürfen das einfordern ohne schlechtes Gewissen. 😉


  10. Registriert seit
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    AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(

    Ich finde auch, dass dein erster Ansprechpartner dein Mann sein sollte. Weiß er überhaupt wie es dir geht?

    Wir hatten klassische Rollenaufteilung, nur anders herum ... ich sehe das Ganze also eher mit der Sichtweise, die üblicherweise die Väter haben.

    Mein Mann hatte auch solche Krisen ... immer wieder mal, bis Kind so 5, oder 6 war.

    Ich hab mir dann einen Tag frei genommen, mir Kind geschnappt und wir haben zu zweit 'was tolles unternommen. Mein Mann hatte dann also einen ganzen Tag nur für sich. Solche Tage haben uns allen dreien sehr gut getan und wir waren dann alle wieder eine Weile entspannter ...

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