@Chaos, in den genannten Fällen liegt es aber dann auch eher an der Mutter, die offenbar ihr Kind nicht versteht und die Bedürfnisse nicht erfüllt (wobei ich auch staune, was du alles raushörst 😉). Da hilft schreien lassen ja nun gerade nicht, sondern Reaktion der Mutter. // Nähe; klar, stimme zu. Ich glaube allerdings, dass jedes Kind da ein anderes Bedürfnis hat und unterschiedlich schnell soweit ist. So, wir @Linanexx (volle Zustimmung übrigens) es schreibt.
Da kann man sich als Eltern noch so viel auf die Schulter klopfen, wenn es gut läuft - letztendlich brauchen sie mehr oder weniger Nähe, weil sie eben so oder so sind. Ich hab nur 1 Kind, habe aber schon von verschiedenen Mehr-Kinder-Eltern gehört, wie unterschiedlich das auch bei gleichem Umgang (gleiche Eltern, gleicher Stil) ist, und ich bin sicher, dass es einfach eine Persönlichkeitsfrage beim Kind ist.
Wenn ein Baby die Nähe braucht, ist das m. E. n. ein Grundbedürfnis wie essen oder schlafen und sollte erfüllt und nicht wegerzogen werden. Früher oder später strebt es dann sowieso weg und will gar nicht mehr so viel Mama, hat dann aber die Sicherheit, sie immer zu bekommen, wenn nötig.
Edit:
@Lollo, mein Reden 😉 jeder Jeck ist anders... Zum Glück. Deshalb meine ich auch, man muss doch einfach mal akzeptieren können, dass sich jemand fremdbestimmt fühlt?!
@Wolkenschaf,ich glaube, wir meine das Gleich. Meckern lassen ist nicht das Gleiche wie Schreien lassen...
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07.06.2019, 11:26Inaktiver User
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
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07.06.2019, 11:32
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
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07.06.2019, 11:36
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Das Geschilderte verstehe ich nicht unter schreien lassen.
Man kann das motzende oder auch mal schreiende Baby in der genannten Situation (mit Geschwisterkind beschäftigt) ja ansprechen, ggf. in Sichtweite mit Blickkontakt halten usw.
"Schreien lassen" würde ich eher im Kontext mit Schlaftraining oder dem Versuch, dem Kind "Geduld"/"alleine-sein-können" o.ä. anzutrainieren ansiedeln.
Unsere Mittlere schrie. Sie schrie sobald ihr was nicht passte, und zwar ausdauernd, stundenlang. Wir haben sie in der Regel nicht stundenlang schreien lassen, aber in manchen Situationen kam es dazu, dass die Hypothese (das Kind schreit, wenn es nicht das bekommt, was es will, stundenlang) bestätigt wurde: Autofahren, Trennung von der Mutter (denkwürdige Elternbeiratssitzung, 2,5h durchgebrüllt bis ich wieder da war), Eingewöhnung in der Kita.
Sie schrie nicht, wenn sie bei mir war. Ich habe sie getragen, sie hat quasi auf mir gelebt. Absetzen ging so ab 9-10 Monaten zeitweise.
Mittlerweile ist sie 2,5, schläft alleine, ist ziemlich selbstständig und eigenständig - und weiterhin mit einem Willen ausgestattet, der einen auf Granit beißen lässt.
Zur Erinnerung: sie ist unser zweites Kind. Also keine "Anfängerfehler" unsererseits. Der Große war wesentlich einfacher, mein Mann war/ist bei beiden intensiv an der Betreuung beteiligt. Nr. 3 ist sowas von easy. Ein entspannter, glücklicher, selbstschlafender Sonnenschein.
Man steckt nicht drin.
LolloBionda
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07.06.2019, 11:38Inaktiver User
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Wolkenschaf, ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich sehe es wie Lollo. Das ist für mich auch nicht schreien lassen (außer, es wird eben richtig dauergeschrieen und man tut aus "erzieherischen' Gründen nix) . Meckern darf mal sein. Aber richtig, darum ging es eigentlich ja nicht.
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07.06.2019, 11:38Inaktiver User
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Zustimmung!
Man kann dann mit der Situation hadern und sich sehnlichst wünschen mal was in Ruhe fertig machen zu können.
Es hilft aber auch innerlich eine tiefen Seufzer der Akzeptanz auszustoßen (kann natürlich auch laut sein 😄). Ist halt so, muss frau/mann durch und die nächste Phase kommt bestimmt.
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07.06.2019, 11:40
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Ich werde mich hüten, andere Mütter da zu beurteilen, dass es das Baby in bestimmten Situationen schreien lässt oder nicht. Ich eher nicht, aber manchmal dachte ich, du hast keine Geschwister, manche müssten da viel mehr aushalten, also kannst auch mal 5 Minuten schreien während ich mich fertig mache. Pragmatisch sein hilft da sehr.
Es gibt auch gesellteschaftliche Normen. Ich werde immer wieder damit konfrontiert. Wenn ich versuche auszudrücken was in meiner Wahlheimat anders ist, dann ist das wohl das: Man lebt mit den Kindern, nicht für die Kinder. Diese Betreuungszeiten, bloss nicht zu lange fremdbetreuen ist ganz klar was Deutsches, auch dass das Kind um 18 Uhr nichts mehr auf der Strasse zu suchen hat, auch wenn es im Kinderwagen schläft. Hier im Sommer haben die Kinder 12 Wochen Ferien, aber alle Eltern arbeiten mindest 8 davon, meist Vollzeit. Das ist herrlich unkompliziert. Es gibt immer Ferienbetreuung oder die Kinder sind auch mal 10 Stunden mit ihm Geschäft, im Restaurant und spielen da. Um 23 Uhr auf dem Spielplatz neben dem Restaurant. Ich kann mein Kind mit zur Pediküre nehmen. Ich kann ihn eigentlich überall mitnehmen und habe nicht das Gefühl, es würde jemand jucken, und es wird mich keiner anmachen, weil das Kleine bockt. Andererseits ist es auch vollkommen ok, wenn er heute mal 10 Stunden in der Betreuung war, das muss ich vor niemanden rechtfertigen oder für zwei Wochen bei den Gross-Eltern. Eigentlich rechtfertigt sich jeder bei mir, wenn ich in D. bin...Aber mein schlechtes deutsches Gewissen ist trotzdem dabei. Bei der Fremdbetreeung. Dass ich ihn ggf. wie es sich ergibt wo mithin nehme dagegen gar nicht. Ich denke nur, in Deutschland würden mich Blicke dafür tóten ;). Müsst ich ständig überlegen, wo ich mein Kind lasse, wúrde ich mich wohl noch fremdbestimmter fühlen.
Ich denke auch, dass es besser ist, lieber versuchen 15 Minuten für sich mehr zu finden als sofort zum Kind zu rennen und dann in Gedanken nicht dabei zu sein. Ich kenne das von mir schon auch, aber ich habe immer versucht, auf mich zu achten.Geändert von Alemanita (07.06.2019 um 11:46 Uhr)
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07.06.2019, 11:42
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Lollo so ähnlich wenn auch nicht ganz so Nähebedürfig ist unsere 2. auch. Als Baby ging es noch, aber gefühlt kam sie mit 1 Jahr in die Trotzphase. Sie zeigte dann immer wild gestikulierend auf Dinge , wenn wir sie nicht vestanden Gebrüll.
Auch heute mit 3 neigt sie dazu sich alles erschreien zu wollen.
Und jetzt kann man genau sehen , das es ein brüllen ist wenn sie nicht bekommt was sie will. Denn oft ist es inzwischen so dass sie aufhört, wenn man ihr klar macht dass Geschrei nichts bringtGeändert von Wolkenschaf3 (07.06.2019 um 11:47 Uhr)
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07.06.2019, 11:45
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Doch genau dass meinte ich mit
Idie gesellschaftliche Ansicht ist in punkto schreien lassen von einem Extrem ins andere gerutscht.
Von „ Schreien kräftig die Lungen“ zu „bloß nicht schreien lassen“.
Und um diesen Anspruch zu erfüllen reiben sich viele Mütter ganz schön auf.
Spätestens beim zweiten Kind ist das in dem Ausmaß eh nicht mehr möglich
Wenn es so weit geht dass sich Mütter nicht mehr trauen zu Duschen weil das Kimd schreien könnte
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07.06.2019, 11:46
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07.06.2019, 12:01
AW: Fremdbestimmtheit durch Kleinkind macht micht fertig :-(
Um nochmal auf das Ausgangsthema zurückzukommen.
Mir fällt auf dass sich die Threaderöfnerin für ihr Gefühl der Fremdbestimtheit schämt.
Vielleicht ist das der Punkt der alles noch schlimmer macht.
Ich fühlt und fühle mich mit Kindern oft fremdbestimmt , aber ich bin nie auf die Idee gekommen mich dafür zu schämen.
Gefühle sind erstmal wertfrei Gefühle sind da, die kann man nicht abstellen. Ausschlaggebend ist wie ich damit umgehe.
Mir ist aufgefallen dass es da schon irgendwie eine ungeschrieben Norm gibt wie man sich beim Kinderthema zu fühlen hat.
Man soll es genießen.
Das geht schon in der Schwangerschaft los.
Ich verstehe z.B. nach zwei Schwangerschaften immer noch nicht was es da zu genießen gibt.
Und dann Baby und Kleinkindzeit genießen. Fällt mir bei Schlafmangel äußerst schwer.
Sicher gibt es viele tolle Momente mit Kindern, aber vieles auch was einen einfach nur nervt und manchmal möchte man vielleicht einfach nur wegrennen.
Das ist völlig normalGeändert von Wolkenschaf3 (07.06.2019 um 13:21 Uhr)


) es schreibt.
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