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    Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Ihr Lieben,

    da meine Frage im Nachbarstrang ("Überfordert mit Babyalltag") so langsam doch den Rahmen sprengt, eröffne ich hier einen neuen Strang .

    Für alle, die es bislang nicht mit verfolgt haben:

    es geht darum, dass ich aktuell nicht das Gefühl habe, dass mein Mann und ich was das Kümmern ums Kind angeht wirklich ein Team sind, sondern dass sehr viel an mir hängen bleibt. Bzw. dass um das "letzte bisschen Freiheit" gekämpft wird...
    Bislang (er Vollzeit arbeitend, ich in Elternzeit) war das noch einigermaßen ok, das wird sich jetzt aber ändern, wenn ich demnächst wieder anfange zu arbeiten.
    Ich schwanke innerlich gerade sehr zwischen "mein armer Mann - er arbeitet eh so viel, ich muss ihn entlasten, wo es nur geht" und "Ich hab keine Lust mehr unter der Woche quasi Alleinerziehend zu sein und auszubaden, dass er sich von der Firma ausnutzen lässt zulasten der Familie" (an alle Alleinerziehenden: ich weiß natürlich, dass das noch eine ganz andere Nummer ist, für die ich wirklich riesengroßen Respekt habe )

    Daher die Frage an Euch: wie organisiert Ihr Euch? Wer ist für welche Aufgaben zuständig und bekommt welche Freiräume?

    Liebe Grüße vom
    Wassernixlein

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    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Kurzes Update von mir:

    nach den ganzen Beiträgen heute (danke!) ist mir bewusst geworden, dass ich bisher viel zu viel in mich "reingefressen" habe.
    Ich hab es echt verpennt mal rechtzeitig zu sagen "halt, jetzt brauche ich bitte mal Unterstützung" und hab halt immer weitergemacht, in dem Glauben dass ich als "Vollzeitmama" halt auch für den Löwenanteil zuständig zu sein habe.
    Beispiel: ich hab in der Elternzeit noch eine Weiterbildung gemacht und hatte mir das so vorgestellt, dass mein Mann dann auch mal freiwillig anbietet, am Wochenende die Kleine eine Weile zu übernehmen, damit ich lernen kann. Dem war aber nicht so. Heißt, ich hab das Ganze in einem ziemlichen Kraftakt nur dann durchgezogen, wenn die Kleine geschlafen hat.

    Und ich habe keine Unterstützung eingefordert, weil ich gedacht hab, dass ich es schon irgendwie hinkriege und die Zeit am Wochenende ja auch als Familie nutzen möchte und er seine Freizeit auch braucht.
    Aber enttäuscht bin ich darüber trotzdem etwas.

    Es kommt hier wahrscheinlich auch so rüber, dass mein Mann so ein "Macho-Man" ist, das ist er aber überhaupt nicht. Aber ich glaube, er ist einer, der nicht selbst kapiert, dass jetzt mal Hilfe angesagt wäre, sondern dem man das ganz deutlich sagen muss. Dann macht er auch, damit hat er kein Problem.
    Da muss ich mich also an die eigene Nase packen, dass ich zu viel Frust angestaut habe und nicht früher mal (deutlich) den Mund aufgemacht habe...

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    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Wassernixlein, meine Beobachtung ist, dass ganz ganz häufig genau das "Ich würde mir wünschen, dass mein Mann /meine (erwachsenen) Kinder / meine (alte) Mutter da von selber drauf kommt, dass ich ... brauche /mag / nicht möchte. Das einzige was da hilft: drüber reden, was man braucht/mag/nicht möchte. Anders wird sich nichts verändern. Viel Erfolg dir dabei!

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    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Da beide das Gefühl haben, zu kurz zu kommen, und oft beide recht haben, ist es kein guter Ansatz, "darauf zu warten, dass er ganz freiwillig anbietet".
    Und wenn die Mutter, die Elternzeit hat und mehr mit dem Kind zusammen ist, "Zeit für sich zuhause" haben möchte, dann muss das ja sowieso vereinbart sein, dass er zuständig ist - man kann ja nicht bei jedem Kieksen des Kindes erst einmal festlegen, wer sich jetzt kümmert.

    Ich bin ja nun eine Generation älter, aber wir haben das für damalige Zeit unkonventionell gemacht, dass beide berufstätig waren und vereinbart war, dass ich im Beruf durchstarte und mein Mann "im Beruf zurücksteckt" und sich mehr um Kinder und Haushalt kümmert.

    In einer (frühen) Phase der Kleinkindzeit war ich sehr unzufrieden und hatte das Gefühl, dass ich "alles mache" - wobei mir klar war, dass das objektiv falsch war.
    Als ich der Sache auf den Grund ging, wurde mir klar, dass ich immer, wenn mein Mann und ich gleichzeitig zuhause waren, automatisch für die Dinge zuständig war, die nicht auszuschieben sind - Kind und Küche. Im Zweifel lief ich zum Kind, dachte daran, dass es demnächst mal Abendessen geben müsste, etc. Alles andere - ob nun Haushalt, Zeit für sich oder anderes - kann man einteilen.

    Das Ergebnis war, dass wir vereinbarten, dass er samstags und ich sonntags "frei von Kind und Küche" hatte. Das heißt nicht, dass wir nichts als Familie gemacht haben, oder der jeweils andere das Kind nicht angeschaut hat. Und sowieso nicht, dass wir an den "freien Tagen" vor allem unserem Hobby nachgegangen sind und nichts im Haushalt, am Schreibtisch o.ä. gemacht haben. Aber jeder konnte sich mal Dinge vornehmen, die einen längeren Handlungsbogen brauchen.

    Ungeklärte Zuständigkeiten reiben auf. Deshalb fand ich im anderen Thread auch das Beispiel schlecht, dass "er jetzt mal aufstehen könnte, und mir helfen, das quengelnde Kind anzuziehen". Wenn er das täte, hätte m.E. wirklich keiner etwas davon.

  5. Inaktiver User

    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Und ich habe keine Unterstützung eingefordert, weil ich gedacht hab, dass ich es schon irgendwie hinkriege und die Zeit am Wochenende ja auch als Familie nutzen möchte und er seine Freizeit auch braucht.
    Aber enttäuscht bin ich darüber trotzdem etwas.
    Einfordern ist besser als gedacht zu haben. Hat sowohl meine Frau bei mir als ich auch bei ihr gemacht. Bei einem Baby kann man mal eine Zeit lang auf seine angestammten Freizeitrechte verzichten. Also Reden mit klaren Ansagen.

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    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Noch ein Aspekt:
    Öfter mal hapert es daran, dass die Mutter nicht loslassen kann und erwartet, dass der Vater das genauso macht wie sie das täte.
    Nicht jede hält aus, z.B. am Schreibtisch etwas zu arbeiten oder zu entspannen, während in der gleichen Wohnung der Vater für ein unzufriedenes Kind zuständig ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Noch ein Aspekt:
    Öfter mal hapert es daran, dass die Mutter nicht loslassen kann und erwartet, dass der Vater das genauso macht wie sie das täte.
    Nicht jede hält aus, z.B. am Schreibtisch etwas zu arbeiten oder zu entspannen, während in der gleichen Wohnung der Vater für ein unzufriedenes Kind zuständig ist.
    Stimmt. Dann die Finger still halten bzw. sich sonst nicht beklagen, wenn die Aktivitäten auf null zurückgeschraubt werden. Es sei denn, man sieht oder erahnt richtige Fehler. Da muss man eingreifen.

  8. Moderation

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    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Ich glaube, das A und O ist wirklich, wie du ja schon erkannt hast, darüber zu sprechen und dem Partner mitzuteilen, was man braucht. Darauf zu hoffen, der andere sieht von selbst, dass... finde ich immer schwierig. Generell, nicht nur was die Arbeitsteilung rund um Kind und Haushalt betrifft. Das war bei uns auch ein Prozess. Mich hat zum Beispiel oft genervt, dass mein Mann sich gemütlich aufs Sofa setzte, wenn ich die Kinder ins Bett brachte, und er weder den Tisch abräumte noch alles aufräumte, was vom Tag so herumflog. Das durfte ich dann anschließend erledigen. Irgendwann habe ich das mal angesprochen und seitdem erledigt er das meistens, außer er ist total ko. Solche Ausnahmen finde ich aber ok.
    Generell hat sich unsere Aufteilung mehr in Richtung Gleichgewicht verschoben, seit unser 2. Kind auf der Welt ist. Da hat es öfter mal zwischen uns gekracht, eben wegen solcher Punkte wie oben genannt, und das hat ihm sichtlich zu denken gegeben. Seit Herbst studiere ich und muss manchmal schon sehr früh los oder habe bis abends Uni. Da haben wir uns entsprechend aufgeteilt, was das Bringen und Holen der Kinder angeht. Früher kam er morgens auch oft nicht aus den Federn und war dann entsprechend spät im Büro und auch wieder zu Hause. Jetzt verbringt er deutlich mehr Zeit mit den Kindern, das gefällt ihm gut und ich glaube, er versteht nun viel besser, wie anstrengend die Zeit mit den Kindern sein kann. Mir gefällt die Aufteilung so auch viel besser, weil nicht alles an mir hängt. Zwischen den Kindern war ich 1 Jahr in Teilzeit arbeiten und fühlte mich oft zerrissen zwischen Kind, Job und Haushalt, der natürlich größtenteils an mir hing. Mein Traum ist, dass wir irgendwann beide in Teilzeit mit gleicher Stundenzahl arbeiten.

  9. User Info Menu

    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Momentan arbeiten wir beide 35h (das ist laut unserme Tarifvertrag VZ) und teilen etwa hälftig. Es läuft gut , abe wir haben auch schwierige Etappen hinter uns. Die Kinder sind 5 und fast 3.
    Ein Problem was wahrscheinlich sehr speziell ist, dass wir annähernd den selben Job haben und ich etwas mehr verdiene, er sich aber als es notwendig war dass einer TZ arbeite einfach strikt verweigerte und nicht diskussionsbereit war. Ich hatte das Gefühl er wollte sich so künstlich zum Hauptverdiener machen, schluckte die Krötearbeitete 25h und wurde beruflich degradiert.

    Richtig fies wurde es bei einem zweiten Kind und einem internen Jobwechsel seinerseits ( aus Unzufriedenheit nicht Karriere oder finanziellen Gründen ) den ich auszubaden hatte. Ich hatte plötzlich mit zwei Kindern wenige rUnterstützung als vorher mit einem.

    Als meine zweite Elternzeit endete wurde mir klar mit alle dieser Unzufriedenheit in mir steuern wir auf eine Katastrophe zu, auch weil er andere Lösung ( Umzuh um den Arbeitsweg zu verkürzen)
    Ich haben dann meine komplette Unzufriedenheit auf den Tisch geknallt udn signalisiert dass es so nicht läuft.
    Und das hat viel gebracht. Ihm war das gar nicht so bewusst.
    Was hilft sind klare Ansagen und nicht fragen.

    Nicht „ kannst du dich dann btte ums Kind kümmern“ Als wenn eine Nein eine Optien wäre. Sondern „ dann bsi du dran“
    Männer vertargen das und kapieren das viel besser als um den heißen Brei herumreden.

    Beispiel: Er hatte plötzlich an dem Tag wo er gehen muss einen berufllichen Termin.
    Ich arbeite an dem Tag lange, konnte auch nichts machen.
    Er „ kannst du dich um Ersatz kümmern“
    Ich „ nein du bist zuständeig, also guck wie du das oragnisierst“
    Geändert von Wolkenschaf3 (23.01.2019 um 19:56 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Aufgabenteilung Mann/Frau während der Elternzeit und danach

    Wichtig ist auch loszulassen.
    Zu den U Untersuchungen haben wir die Absprache , jeder geht mit einem Kind. Beim ersten Mal fühlte sich das konmisch an, nicht dabei zu sein und alle Infos aus erster Hand zu kriegen. Aber natürlich kann er das genauso gut

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