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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Hat mich sehr berührt. Alles Liebe.
    Mich auch!! Wie schön und verrückt das Leben und die Liebe sind..! Passt gut auf euch auf.

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Wir haben uns gegen ein zweites Kind entschieden. Dann ist mein Kind zwar geschwisterlos, aber ich wäre mit einem zweiten Kind überfordert und das gestehe ich mir auch ehrlich ein. Es ist besser so, für uns alle drei. Nur über unsere Altersabsicherung müssen wir uns Gedanken machen. Ich möchte nicht, dass mein Sohn nachher alleine die ganze Verantwortung und die ganzen Kosten für die eventuelle Pflege ZWEIER Elternteile schultern muss. Da müssen wir noch eine Lösung finden.
    Vorsorgen ist ohnehin eine gute Idee, aber dass sich erwachsene Geschwister später gemeinsam um die altgewordenen und pflege- oder hilfsbedürftigen Eltern kümmern ist meiner Erfahrung nach eher die Ausnahme. Jedenfalls, dass das dann stressfrei abläuft. Meist seilen sich Geschwister ab (oder können tatsächlich aufgrund räumlicher Entfernung zum Wohnort der Eltern nicht so aktiv sein) und das Ende vom Lied ist, dass das Unterstützen und ggf. die Pflege an einer/einem hängenbleibt. Daher ist das für mich inzwischen kein Thema mehr, weswegen man sich meiner Meinung nach Vorwürfe machen sollte.

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Auch für mich war schnell klar, dass ich mich mit 2 oder mehr Kindern überfordert fühlen würde, bzw. mir an Zeit, Geduld und Muße für meinen Kind zu wenig übrigbliebe für meinen Geschmack. Zudem bin ich eine relativ "späte" Mutter (mit Ende 30) und die Geschwisterkinder hätten rein altersbedingt in so schneller Folge kommen müssen, die für uns nicht in Frage kam. 2 oder gar 3 Kinder im Vorschulalter hätte ich nicht stemmen mögen und darauf wäre es dann hinausgelaufen. Inzwischen ist meine Tochter Grundschulkind und einige ihrer Altergenossen haben mit 5 oder 6 noch das erste Geschwisterkind bekommen. Der Altersabstand wäre auch für mich "interessant" gewesen, aber wie gesagt: Dazu habe ich mich zu dem Zeitpunkt schon zu alt gefühlt.
    Wirkliches Bedauern habe ich nicht, ich habe als mein Kind ca. 4 war, gemerkt, dass sich gefühlsmässig das "Baby und Kleinkindzeitfenster" geschlossen hatte und ich diese (obwohl ich sie geliebt habe) nicht mehr wiederhaben wollte. Vielleicht spielt auch mit hinein, dass ich in Familie und weiterem Umfeld neben viel Freude an mehreren Kids auch viel Überforderung wahrnehme und Mütter, die auf dem Zahnfleisch gehen. Sicher ist das nicht überall der Fall, aber wenn ich das sehe, denke ich: Genauso wäre ich jetzt auch. Und mir wird wieder bewusst, wie zufrieden ich mit unserer Familie bin.

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Ich kann nur beitragen, dass ich mich eine Weile auch damit befassen musste, was ist, wenn unsere Tochter kein Geschwisterchen bekommt. Dabei war mir bzw uns schon seit sie knapp 3 war klar, dass wir noch ein Kind wollen. Nach drei Fehlgeburten hab ich mich dann schon sehr ernsthaft gefragt, ob es das war. Ein Jahr lang. Das kam mir ewig vor. Aber ich hab in der Zeit immer gewusst, ich will noch. Nur hab ich mich mit dem Gedanken an den „Plan B“ auch sehr langsam etwas abgefunden. Aus dem zweiten Kinderzimmer wäre dann mein Hobbyzimmer geworden. Hab mir dazu auch schon überlegt, wie ich die Möbel umstelle, was ich zusätzlich brauche usw. Das hat den Platz im Zimmer zumindest gedanklich gefüllt. Das hat mir irgendwie geholfen, auch wenn das Szenario natürlich nie den Herzenswunsch zweites Kind ersetzt hätte. Aber irgendwas brauchte ich, worauf ich mich freuen kann.
    Recht genau ein Jahr nach der 3. FG wurde ich schwanger. Ich hab meinen Plan B weiter im Hinterkopf gehabt, weil ich ja nicht wusste, was wird. Aber Plan A ist jetzt fast 3 Monate und das Kinderzimmer ist ein Kinderzimmer.

    Egal, ob erstes, zweites oder x-tes Kind: der Wunsch entsteht nicht im Kopf, dort trifft man eine Entscheidung. Und beides in Einklang kriegen, braucht Zeit. Vielleicht klappt es auch nie, aber ich denke, man kann bis zu einem gewissen Grad zumindest versuchen, die Lücke zu füllen. Ein Hobby oder was auch immer wird nie ein Kind ersetzen, aber ich kann mir selbst was Gutes tun. Etwas machen, was mich auf andere Art erfüllt.

    Ich hab mich auch ums zweite Kind betrogen gefühlt und ich war deshalb mit meinem Körper auch echt beleidigt, kann das gar nicht anders sagen. Inzwischen bin ich mit ihm im Reinen, wieder.

    Unsere Kinder sind jetzt 6 statt 4 oder 5 Jahre (die es bei den anderen Schwangerschaften eben gewesen wären) auseinander. Es ist gut, wie es ist, da die Grosse schon so viel allein kann. Der Kleine ist ein friedliches Kerlchen.

    Cytheria, ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest, damit umzugehen. Vielleicht kannst du auch ein paar Stunden Gesprächstherapie oder Coaching in Erwägung ziehen. Mir hat das sehr geholfen, mich zu sortieren.

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Danke für eure Antworten!
    Leider ist es bei uns nicht nur so, dass mein Mann nicht möchte, es gibt auch gesundheitliche Themen. (deswegen auch kein Pflegekind etc) Allerdings eben nicht bei mir und das macht es mir so schwer.
    Ich bin "leider" gar nicht "überfordert", sondern Mama sein fällt mir sehr leicht und unser Zwerg ist super einfach und sehr selbstständig, so dass ich locker Zeit etc für ein zweites hätte.
    Ich denke jeden Tag xmal an das Thema und sehe gerade auch nichts anderes, was die Lücke füllen kann. Und die Lücke sehe ich überall... (auch weil jetzt die Zeit wäre, in der ich nach dem letzten Versuch schwanger wäre). Ich denke, ich werde im Herbst auf jeden Fall ein Coaching machen... Sonst endet das nie 😓


    Cytheria

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Zitat Zitat von Cytheria Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten!
    Leider ist es bei uns nicht nur so, dass mein Mann nicht möchte, es gibt auch gesundheitliche Themen. (deswegen auch kein Pflegekind etc) Allerdings eben nicht bei mir und das macht es mir so schwer.
    Ich bin "leider" gar nicht "überfordert", sondern Mama sein fällt mir sehr leicht und unser Zwerg ist super einfach und sehr selbstständig, so dass ich locker Zeit etc für ein zweites hätte.
    Ich denke jeden Tag xmal an das Thema und sehe gerade auch nichts anderes, was die Lücke füllen kann. Und die Lücke sehe ich überall... (auch weil jetzt die Zeit wäre, in der ich nach dem letzten Versuch schwanger wäre). Ich denke, ich werde im Herbst auf jeden Fall ein Coaching machen... Sonst endet das nie 😓
    Liebe Cytheria,

    auch ich kann dich gut verstehen, nachfühlen, wie es dir geht.
    Ich finde es auch verdammt schwer, eine Lücke des Herzenswunsches mit etwas anderem als diesem zu füllen. Bei mir habe ich jedoch manchmal den Eindruck, ich muss mich dazu zwingen, mir mit anderen Dingen Gutes zu tun. Oder auch mal das Gedankenkarussell zu unterbrechen, bewusst Nachdenkverbot über dies eine Thema erteilen.
    Die Idee mit dem Coaching klingt gut, finde ich auch.
    Die Thematik ist halt so vielschichtig, gerade auch mit der Partnerschaft macht es doch viel. Aber ich finde, auch mit dem Kind, das man hat. Ich habe z.B. irgendwie ein schlechtes Gewissen, z.B. weil wir ihm (bisher) kein Geschwister ermöglichen könnten. Total unsinnig eigentlich. Aber all die Gefühle muss man ja erstmal aufdröseln.
    Alles Gute dir!

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Hallo zusammen

    Ich bin neu hier und habe mich tatsächlich nur wegen dieser Frage hier angemeldet.
    Mein Beitrag wird sehr lange und ich hoffe er sprengt nicht den Rahmen.

    Ich selbst wollte erst bewusst "spät" Mama werden. Ab 35 haben wir daran aktiv gearbeitet. Schwanger werden war dann glücklicherweise kein Problem und es klappte nach ein paar Monaten.
    Leider hatte ich dann in der 6. ssw einen Abgang. Darauf hin warteten wir 1 Zyklus und versuchten es erneut. Wieder klappte es nach ein paar Monaten. Diesmal musste leider in der 8. ssw eine Ausschabung gemacht werden. Das war für mich und ist bis heute mit sehr viel Trauer verbunden und ich habe es noch nicht überwunden.
    Beim dritten Ansatz klappte es dann und ich wurde mit 36 Mutter von einer gesunden Tochter. Ich war überglücklich. Die ssw lief gut.
    Ich muss aber dazu erwähnen dass ich zum einen regelmäßig Medikamente gegen eine leichte Form von Epilepsie nehme, seid Jugendtagen (und das wird mich auch mein Leben lang begleiten) und zum anderen leide ich unter dem genfaktor 5 Leiden.
    Während der ssw musste ich deswegen regelmäßig zum Arzt damit die Medikamente entsprechend immer angepasst werden und ich musste Blutverdünner spritzen.

    Zum Glück lief wirklich alles gut und ich konnte spontan entbinden.

    Die ersten 2 Jahre hatte ich noch nicht den Wunsch wieder schwanger zu werden. Zwischenzeitlich war meine Tochter aber 2,5 und ich wollte unbedingt ein zweites Kind.
    Wir versuchten es und ich wurde schwanger. Dann wieder ein früher Abgang, dann noch einer und noch einer.
    Nach den 3 Abgängen war ich sehr enttäuscht und frustriert. Ich versuchte einige Zeit mir das ganze "schön" zu reden. So auf die Art es war Schicksal/Vorsehung oder ähnliches.
    Ebenfalls versuchte ich die Strategie alle inzwischen erwachsenen Einzelkinder im Bekanntenkreis zu befragen, wie es für sie war. Und zudem versuchte ich mir ein Bild von Familien zu machen, die bisher auch "nur" ein Einzelkind haben.
    Das ganze mit verschiedenen Ergebnissen. Positiv und negativ.
    aber letztendlich für mich persönlich mit dem Ergebnis, dass ich auch nach den vielen Tiefschlägen das Thema noch einmal angehen werde.
    Ich hatte jetzt Zeit zum verarbeiten und möchte es diesmal über die kiwu Klinik versuchen.

    Ich hatte einmal einen Beitrag gelesen, in dem es hieß

    "Möchtest du nur ein Kind haben oder nicht das ist die Frage. Und wenn du diese Frage beantworten kannst, kannst du dich auch -auf das Abenteuer wie auch immer es läuft - einlassen"

    Dieser Kommentar machte mir Mut es wieder zu versuchen.

    Denn auch ich hatte einige "Gegengründe" weil mich zwischendurch der Mut verlassen hatte.
    1. Der Altersabstand ist dann zu groß
    2. Ich hab inzwischen wieder viel mehr Freiheit für mich weil meine Tochter schon selbstständig ist.
    3. Wieder von vorne beginnen mit wickeln, Kinderkrankheiten und co.
    4. .... und und und

    Man kann damit ewig so weitermachen. Aber letztendlich muss man sich dann für einen Weg entscheiden.

    Und für mich steht fest, sollte ich mich eines Tages von meinem Wunsch verabschieden müssen. Dann wird dieser Abschied sehr schwierig und traurig werden und ich werde lange brauchen, um das zu verarbeiten.

    Dann bleibt vielleicht noch die Hoffnung, dass ich schnell Oma werde und wenigstens mein Kind wiederum eine Familie Gründen kann mit Geschwistern.

    Inzwischen bin ich 40. Mir ist innerlich bewusst, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen könnte, an dem ich mich vielleicht von diesem Wunsch nach einem Geschwisterchen endgültig verabschieden muss. Denn zwischen den Abgängen hatte ich mich genau mit dieser Art Konstellation intensiv auseinandergesetzt. Aber jetzt eben noch nicht.

    Ich kann abschließend nur sagen. Egal wie es ausgeht. Auch wenn es zur bewussten Entscheidung "nur 1 Kind" kommt, aus welchen Gründen auch immer....

    Versuche du für dich einfach alle schlechten und traurigen Gedanken ebenfalls ziehen zu lassen. Und genieße jeden schönen Augenblick mit deinem ersten Kind doppelt intensiv. Es ist ein Geschenk Mutter zu sein. Und da ist es letztlich egal ob von einem oder mehreren Kindern. Du bist Mutter und du bist eine gute. Sonst würdest du dir diese ganzen Gedanken nicht machen.

    Alles liebe

  8. Moderation

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    AW: Kein zweites Kind - wie kommt ihr damit klar?

    Anotherday, vielen Dank für deinen Beitrag und für deine Geschichte.

    Ich mache dich allerdings darauf aufmerksam, dass der Strang, in dem du geantwortet hast, drei Jahre alt ist.

    Die betreffende Userin ist möglicherweise gar nicht mehr im Forum oder aber hat mit dem Thema inzwischen längst abgeschlossen.
    Moderation "Kinderwunsch und Babyjahre"
    und "Unterstützter Kinderwunsch"

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