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  1. Registriert seit
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    Rezidive obstruktive Bronchitis

    Hat Jemand hier Erfahrungen damit? Unsere Tochter hatte jetzt innerhalb von knapp 5 Monaten viermal eine obstruktive Bronchitis. Wir inhalieren Salbutamol. (Evt. unabhängig davon?) bekommt sie in den letzten Wochen immer mal wieder einen heftigen Hustenanfall, der sie am Mittagsschlaf bei der Tagesmutter hindert. Ich frage mich, ob wir langsam mal einen Allergologen einschalten sollten. (Der Kinderarzt hielt das noch nicht für notwendig).

    Was mich irritiert, ist, dass

    1. ich immer selber abschätzen muss, ob ich bei Schnupfen und Erkältung zum Arzt gehen muss. (Das bedeutet bei uns stundenlanges Warten im Wartezimmer und frühes Wecken des Kindes, bei regulärer Erkältung also völlig überflüssig und sogar hinderlich für die Gesundung). Das erste mal hat die Kleine wirklich ganz schwer geatmet, gefiept, gerasselt und hatte selber richtig Ängste in der Nacht. Aber die späteren Male konnte ich den Unterschied zu verstopfter Nase und Husten eigentlich nicht erkennen, bin dann jedesmal trotzdem zum Arzt gegangen und hatte leider 3 von 4 Malen recht mit meiner Sorge. Gibt es da irgendeine Möglichkeit, sicherer zu wissen, wann der Arztbesuch angezeigt ist? Wie seid Ihr damit umgegangen? Ist es vielleicht auch schädlich, zu genau auf jede Kurzatmigkeit zu achten und so häufig Salbutamol zu geben? Oder hat es Auswirkungen, wenn man zu lange zögert, und man sollte lieber bei jedem Verdacht sofort zum Arzt?

    2. ich immer selbst abschätzen muss, wann die Salbutamolgabe endet. Wir waren bei zwei verschiedenen Kinderärzten, bei beiden hieß es, ich solle in "ein paar Tagen" seltener geben, warten bis das Atmen obstruktiv wird und erst dann das nächste mal inhalieren, bis man die Salbutamolgabe "ausgeschlichen" hat. Praktisch klappt das, irgendwann gab es kein Spray mehr und ich hatte das Gefühl, jetzt ist alles gut. Da ich aber sehr unsicher bin, was das Obstruktive betrifft, frage ich mich, ob es zwischendurch überhaupt weg war? Sind Eure Ärzte da auch so locker, oder wart ihr nochmal da, wenn ja nach wieviel Tagen?

    und 3., ob die Häufigkeit schädlich ist, ob man vorsorgen kann (Immunsystem stärken, Erkältung stärker zu vermeiden versuchen), nachsorgen muss, Grundsätzliches durchchecken...

    Würde mich freuen, von Euren Erfahrungen zu hören.
    LG, Madame

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Ich kann nur immer wieder sagen, geht zum Facharzt. Kinderärzte haben wirklich selten Ahnung von spezifischen Symptomen.
    Vor dem Allergologen würde ich den Pneumologen aufsuchen.
    Wie alt ist denn das Kind?


  3. Registriert seit
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Puuh, wir haben ein ähnliches Problem. Entweder Husten durch Schnupfen oder eben eine obstruktive Bronchitis. Beim Großen oder auch seiner gleichaltrigen Freundin hat sich das Gottseidank verwachsen, beim Zwerg fängt es leider auch wieder an. Wir hörten nächtelang dem japsenden, schlafenden Kind zu, dass nur wach wurde, wenn es sich vor lauter Husterei erbrochen hatte.

    Madame, so wie du tue ich mir sehr schwer damit ob es nun Bronchitis ist oder eben Husten durch Schnupfen. Mein Mann schickt mich dann immer direkt zum Arzt und in 50% der Fälle sitze ich ewig da um mir nur wieder anzuhören, dass die Lunge frei sei.

    Was mich aber mal total verunsichert hat, ist die Aussage einer Bekannten (Kinderärztin) "Obstruktive Bronchitis sagen wir, wenn wir wieder eine überbesorgte Mutter da sitzen haben die alles besser weiß und unbedingt ein Medikament haben will. Salbutamol kann helfen, muss es aber nicht. Warme Getränke und Zwiebelsaft sind da viel effektiver". Was soll man bitte mit so einer Aussage anfangen?

    Wenn es nun aber bei euch extrem häufig auftritt, würde ich auch mal zu einem Facharzt gehen und bei mir wäre die erste Wahl ein Pulmologe. Häufig sind die aber beides, Allergologe und Pulmologe. Aber aus meienr erfahrung kann ich dir raten Geduld mitzubringen. Wenn es keine allergische Ursache hat, kann die Suche nach Grpnden sehr langwierig sein, falls sich welche finden.

    Alles Gute

  4. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Salbutamol habe ich damals wieder abgesetzt. Gebracht hat es nichts,aber das Kind total aufgedreht.


  5. Registriert seit
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    1.001

    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Danke für Eure Antworten! Ja, dann gehe ich wirklich zum Facharzt. Das war auch mein Gefühl, aber da es immer heißt, daß o. B. so häufig ist und die Kinderärztin es zu früh fand, war ich unsicher und wollte nicht überreagieren.

    Pulmologe habe ich noch nie gehört, ich mache mich mal schlau. Hatte auf jeden Fall schon einige Ärzte gefunden, die auf Allerlogie und Pneumologie spezialisiert sind.

    Also, die erste obstruktive Bronchitis war so stark, ich glaube nicht, das Hustensaft was gebracht hätte. Salbutamol dagegen hat sehr direkt und schnell gewirkt (die späteren male auch). Aufgedreht ist sie nach dem Inhalieren nicht (bei den Tropfen soll das eine Nebenwirkung sein, aber da war sie so schwach, dass ich das nicht bemerkt habe). Aber es scheint ja trotzdem eine ziemliche Bombe zu sein. Und überbesorgt bin ich wirklich nicht, wenn mir ein Arzt sagen würde: warten sie mal zwei Tage, dann würde ich das gerne machen... finde die Bemerkung Deiner Bekannten merkwürdig! Und die Diagnose o. B. wäre doch auch eher noch beunruhigender, da würde ich ja den Müttern lieber sagen: es ist nichts, warme Getränke und Zwiebelsaft und ein paar Tage warten... als Salbutamol zu verschreiben.

  6. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Pulmologe habe ich noch nie gehört,.
    Pulmologie ist ein Teilgebiet der inneren Medizin.
    Ich finde auch, das Salbutamol ohne Diagnose schon ein Hammer ist. Wir sind 3,5 Jahre gelaufen, bis überhaupt eine Diagnose gestellt wurde.
    Beim KA hieß es immer, ist normal in dem Alter, die müssen erst Abwehrkräfte entwickeln....
    Ich drück dir die Daumen für einen schnellen Termin. Hier dauert es Monate.

  7. Avatar von LolloBionda
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Hallo Madame!

    Unser Großer ist auch sehr anfällig für obstruktive Bronchitis.
    Mein Mann ist wirklich gut darin, das „Giemen“ zu erkennen, ein leises, beengtes Pfeifen beim Ausatmen (nur beim Ausatmen), man hört es am besten, wenn man das Kind auf dem Arm und das Ohr auf Lungenhöhe hat. Verrotztes Rasseln, Schnurren, Gurgeln in den oberen Atemwegen ist was das betrifft unproblematisch.

    Salbutamol ist unser ständiger Begleiter. Die Ärzte (Kinderärztin und Fachärzte) raten zu „gleich feste drauf“ bei Verengung schnell mit hoher Dosis (4xtgl) einzusteigen, dann auf 3 zu reduzieren und dann auch schnell wieder aufzuhören, Ausschleichen bringe nichts. Die kurzfristigen Nebenwirkungen seien gering, langfristig gebe es keine.
    Das stimmt so für den Großen, die Kleine, die auch schon damit behandelt werden musste, wird davon völlig hyper (und steht total auf dieses High).
    Eine Verbesserung hat beim Großen tatsächlich das Alter gebracht und jeden Sommer 2-3 Wochen an der Nordsee.

    So, jetzt wird hier vehement Vorlesen gefordert...

    Gute Besserung!
    Lollo

    LolloBionda

  8. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Unser "Kleiner" (inzwischen auch über 4) hatte oder hat auch häufig mit obstruktiver Bronchitis zu tun, teils war sogar von infektbedingtem Asthma die Rede.
    Unsere Ärztin ist auch so, dass sie mir mit dem Salbutamol sehr freie Hand lässt und ich empfinde das als erleichternd und beruhigend und hätte mehr Probleme damit, wenn sie mir feste Regeln und Dosen an die Hand gäbe.



    Jedes Kind reagiert anders auf Salbutamol, das ist ja schon mal ein Kriterium bei der Anwendung. Wir haben das Glück, dass wir keine Nebenwirkungen feststellen können, sofern die Dosis nicht wirklich zu arg war - das ist mir nur einmal passiert und das war sehr am Anfang, ich glaube sogar, noch mit den Tropfen, die oral gegeben werden.
    Ich bin daher inzwischen auch sehr schnell mit Salbutamol, sobald ein Atemwegsinfekt da ist, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es besser ist, wir geben es, auch wenn noch gar keine Bronchitis da ist - damit kann ich inzwischen viel abfangen.
    Entgegen dem, was viele raten (und was ich auch verständlich finde, wenn das Kind mit Überreizung auf das Medikament reagiert), gebe ich Salbutamol vor allem abends vorm Schlafengehen und nachts, falls ein hustenanfall kommt. Ohne haben wir erkältet oft nächtliches Dauergehuste, manchmal bis zum erbrechen, mit Salbutamol ist das wesentlich besser. Tagsüber reagiere ich dagegen eher dann, wenn ich merke, der Husten wird zu stark oder die Atmung fängt an zu pfeifen/rasseln, da gebe ich aber eher wenig vorbeugend.

    Was bei unserem Kind wirklich sehr geholfen hat oder es immernoch tut, ist Flutide, also ein Kortisonspray, das wir dauerhaft geben - bei uns reicht ein Hub/Tag, um ständige Bronchitiden zu vermeiden. Ich dachte letztes Jahr im Sommer, dass wir das nun weglassen könnten, weil es so gut war. Ging genau 4 Wochen gut, dann fing es wieder an, alle 3-4 Wochen Bronchitis oder zumindest kurz davor.Dass obstruktive Bronchitis nur eine Diagnose für überbesorgte Eltern ist, halte ich für Quatsch. Ich bin nicht überbesorgt, aber Hausmittelchen helfen hier definitiv nicht, wenn ein Infekt mal wirklich auf den Brocnhien angekommen ist. Wir waren nie im KH deshalb, daher haben wir im vergleich zu anderen noch Glück, es gab aber zwei Situationen, wo wir knapp davor waren. Was neben frühzeitigem Salbutamol noch ganz gut klappt, ist hier ein warmer Bienenwachswickel um die Brust - aber ichs chreibe bewusst "neben Salbutamol" und nicht anstelle.

    Die gute Nachricht ist, dass es sich auch hier langsam auswächst, aber noch traue ich mich nicht, dass Flutide nochmal wegzulassen. Vielleicht, wenn unsere Urlaube durch sind...
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung

  9. Avatar von Kaktus
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich kann nur immer wieder sagen, geht zum Facharzt. Kinderärzte haben wirklich selten Ahnung von spezifischen Symptomen.
    Vor dem Allergologen würde ich den Pneumologen aufsuchen.
    Wie alt ist denn das Kind?
    Kann ich nur unterschreiben. Und am besten zu einem Kinderarzt mit der jeweiligen Spezialisierung, also pädiatrische Pneumologie zB in dem Fall. Die Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern sind manchmal doch sehr fein, aber eben wichtig, auch was die Therapie angeht.

    Allerdings muss man natürlich auch "eingestehen", dass solche spezialisierten Ärzte in einer Großstadt eher zu finden sind als auf dem Land. Man kann es sich am Ende also auch nicht immer aussuchen

    Gute Besserung!


  10. Registriert seit
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    AW: Rezidive obstruktive Bronchitis

    Bei einer meiner Töchter hat sich das tatsächlich verwachsen.
    Sie hatte als Kleinkind sehr viele Bronchitiden. Unterschieden habe ich das am Geräusch ( solange kein Giemen zu hören war sondern eher dieses " nasse Rasseln", der Husten sich also schon löst, hat sie kein Salbutamol bekommen. Viel Trinken, heisse Wickel und raus an die Luft ( wir wohnen direkt an der Nordsee).
    Hohes Fieber war auch ein Grund für einen Arztbesuch.

    Unser Kinderarzt war Allergologe. Tochter hat keinerlei Allergien. Bis heute nicht.
    Beim Facharzt waren wir nicht, erschien dem Arzt nicht nötig ( mir auch nicht).

    Einzige Ansage von ihm war- keinen Hustenblocker einsetzen. Die wirklich wirksamen ( mit Codein) lösen durch das Ausschalten des Hustenreizes eine Bronchitis oft erst aus.

    Besser geworden ist es ab dem Grundschulalter.

    Bis dahin war 4 bis 5 Mal Bronchitis recht gängig.

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