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  1. Inaktiver User

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Problem ist hier, dass er eine - für ihn - einfache Lösung kennt. Sie hört auf zu arbeiten. Da hab ich ehrlich gesagt auch keine Idee, wie man einen Mann von diesem Brett runter bekommt, außer auf irgendein Aha-Erlebnis zu hoffen.
    Das kann ich mir nicht vorstellen. Das hätte ja auch finanzielle Folgen. Ich glaube eher, dass er es sich schön bequem eingerichtet hat und es läuft doch! Klar meckert die TE vermutlich ab und zu mal, aber er erträgt das, die Bequemlichkeit ist stärker ;)

  2. Inaktiver User

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann ich mir nicht vorstellen. Das hätte ja auch finanzielle Folgen.
    Hat sie doch selbst geschrieben.

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
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    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Dass es bei dir so sehr gut lief, stets so sehr gut läuft und weiterhin stets so sehr gut laufen wird, Mary, daran kann es stets keinerlei Zweifel geben.
    Wenn du wirklich umfassend meine Beiträge gelesen hättest (was ich dir nicht zumuten wollte &dich auch wohl kaum interessieren dürfte),;dann wüsstest du auch, dass ich es nicht immer leicht gehabt habe.

    Auch in bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe ich erst nicht gewusst, wie ich das hinkriegen soll, zumal ich keinen kinderfreundlichen Beruf habe.

    Aber tatsächlich haben mein Mann und ich da an einem Strang gezogen, als ich in Vollzeit ging nach Kind Nr. 3 ging er in Teilzeit, sonst wäre es nicht gegangen.

    Daher ist er übrigens auch kein "Karrieremann", da mußte er sich auch entscheiden. Da er gerne geregelte Arbeitzeiten und tatsächlich auch Zeit zum Nichtstun haben wollte (und will, und er hätte gerne mehr davon) und Zeit für die Familie, war keine steile Karriere drin. Wir mussten beide realistische Ziele anpeilen, wobei ich finde, dass sich das bei Zufriedenheit im Job und passablem Verdienst auf vergleichsweise hohem Niveau bewegt.


    Dafür sind wir auch fern der Heimat, denn zweimal Vollzeit und Familie hätten wir in Deutschlandnicht geschafft. Auch das habe ich nie verschwiegen.

    Eine Ramafamilie habe ich nie propagiert und auch, wenn man mich sorgfältig liest, nie beschrieben.

    Ich bin allerdings froh über mein Leben und es ist ausgefüllt genug, als dass ich Zeit und Lust hätte, mir hier fiktive Szenarien aus meiner Familie zu erfinden.

    Ich versuche zu leben, wie ich's verstehe und tatsächlich auch so, wie ich's meinen Patienten vermittel. "I live the things I'm singing about", wie Mike Scott es formuliert hat. Und wenn ich mal über ältere Beiträge von mir selbst stolpere, dann bin ich manchmal überrascht, wie präzise sie das ausdrücken, was ich wahrnehme und lebe. Ob mir das jemand anzweifelt, hat, glaube ich, nicht so viel mit mir zu tun.


  4. Registriert seit
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    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Haben eure Männer:

    - sich Gedanken gemacht, wie das Kind windelfrei oder trocken wird?
    - sich über Impfen, Vor- und Nachteile, informiert?
    - jemals von selbst (!) einen Termin zur U gemacht?
    - sich zu 50% aus dem gesegneten Bette erhoben (von selbst!), wenn das Kind geweint hat?
    - sich überlegt, wie man den Schnuller stressfrei wieder loswird?
    - ihre Kinder regelmäßig (!) und von selbst (!) gewickelt und angezogen, wenns zur Tante Emma ging?
    - die Koffer für die Kinder gepackt, wenns dann zu Oma Ursel ging?
    - sich überlegt, wie man den 3. Geburtstag vom Lütten feiern könnte, was man da in die Kita mitbringt und das mit den Erzieherinnen besprochen?
    - mit euch herumdiskutiert, ob man bei Trotzanfällen lieber Umarmt oder Wüten-lässt?
    - sich über das Förderangebot für 4jährige informiert und euch Flyer darüber gebracht?
    - sich freigenommen, als das Kind das 3. Mal in 4 Wochen Fieber hatte?
    - sich stundenlang mit dem kranken Kind im Wartezimmer des Kinderarztes aufgehalten?

    Das Thema "Grundzuständigkeit" deucht mir ein komplexes zu sein.
    Genau solche Fronten, wie Du sie hier aufmachst, machen es doch so schwierig. Ja das alles macht mein Mann (falls Du Schwimmkurse zu Förderangeboten zählst). Das heisst aber nicht, dass es keine "Verteilkämpfe" gab und gibt.
    Aber diese automatische Zusändigkeit gibt es nicht.

    Freiräume nehmen fällt mir leichter, seit ich nicht mehr auf Angebote oder Erlaubnis (auch die eigene innere) warte. Sondern nehme, was ich brauche. Also zB "Am Dienstag Abend gehe ich aus."

    Und dann warum nicht einfach gehen (wenn er zu Hause ist).

    Wir haben einen Familienkalender, in den wir alle Termine eintragen. Wenn da nichts eingetragen ist, kann man etwas planen.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  5. Avatar von Froeschle
    Registriert seit
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    14.655

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Nitinit,
    Hast du schon eine Idee, was du jetzt machen wirst? Setzst du dich mit deinem Mann zusammen und klärst diese Dinge ohne einzuknicken? Suchst du vielleicht tatsächlich professionelle Unterstützung?

    Blue zu dir wollte ich noch schreiben:
    Wir sind mit drei Kindern unter 3 gerade in der anstrengenden Kleinkindphase und es scheppert schon manchmal, aber meist lässt sich das auf den dadurch bedingten Stress zurück führen. Einer der Punkte warum ich meinen Mann liebe ist aber, dass er sich um die Kinder kümmern MÖCHTE, dass es ihm Spaß macht Zeit mit ihnen zu verbringen, mit ihnem Dinge zu unternehmen, aber sich auch um sie zu sorgen und sie zu versorgen (er bringt die Zwillinge abends immer ins Bett, kümmert sich nachts um sie, zieht vollgespuckte Betten ab, wechselt mindestens so viele Windeln wie ich, bringt sie morgens in die Kita, ist im Elternbeirat, und solche Dinge, auch wenn ich zur Zeit nicht arbeite.)
    Da ich zuhause bin, übernehme ich natürlich trotzdem einen Hauptteil der Aufgaben für die Kinderm, aber ich fühle mich nicht alleine zuständig. Ich bestehe aber auch auf gewisse Dinge. Freitag mussten alle 3 zum Kinderarzt -da musste er mit.
    Freiräume suche ich für mich auch, aber die hat mein Mann genau so wenig.
    Das größte Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
    Jeanne Julie de Lespinasse

  6. Avatar von ereS
    Registriert seit
    28.08.2012
    Beiträge
    15.940

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Haben eure Männer:

    - sich Gedanken gemacht, wie das Kind windelfrei oder trocken wird?ja
    - sich über Impfen, Vor- und Nachteile, informiert?nein
    - jemals von selbst (!) einen Termin zur U gemacht?nein, aber wahrgenommen
    - sich zu 50% aus dem gesegneten Bette erhoben (von selbst!), wenn das Kind geweint hat? mindestens 50 %
    - sich überlegt, wie man den Schnuller stressfrei wieder loswird?hatten wir bei keinem kind
    - ihre Kinder regelmäßig (!) und von selbst (!) gewickelt und angezogen, wenns zur Tante Emma ging?ja
    - die Koffer für die Kinder gepackt, wenns dann zu Oma Ursel ging?nein
    - sich überlegt, wie man den 3. Geburtstag vom Lütten feiern könnte, was man da in die Kita mitbringt und das mit den Erzieherinnen besprochen?nein aber das kind mit den sachen hingebracht und mich ausschlafen lassen
    - mit euch herumdiskutiert, ob man bei Trotzanfällen lieber Umarmt oder Wüten-lässt?ja
    - sich über das Förderangebot für 4jährige informiert und euch Flyer darüber gebracht?nein
    - sich freigenommen, als das Kind das 3. Mal in 4 Wochen Fieber hatte?wenn ich krank war hat er sich oft frei gemacht
    - sich stundenlang mit dem kranken Kind im Wartezimmer des Kinderarztes aufgehalten?ja er ist mit einem kranken kind zum arzt waehrend ich mit einem anderen zuhause war, wie es gerade gepasst hat

    Das Thema "Grundzuständigkeit" deucht mir ein komplexes zu sein.
    ich habe das mal hintendrangeschrieben ich hoffe das reicht dir
    verheiratet bin ich trotzdem mit ihm nicht mehr, aber das hat andere gruende


  7. Registriert seit
    03.07.2012
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    3.817

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    "Cool, dass ihr was Schönes unternommen habt." Nein, es ist nicht selbstverständlich. Also daher: Ab an die Wand mit den coolen Erinnerungen!
    Einen Mann, der das nicht selbstverständlich findet und der eine Kindergärtnerin/Animateurin/Mutti braucht, den bräuchte ich nicht (hatte ich als ich jünger war und weiß wie furchtbar das ist, weil ich einen Mann habe, der Gleichberechtigung meint und auch lebt).

    In vielen Strängen kann man Dein archaisch-manipulatives Beziehungsbild nachlesen, dennoch müssen andere Frauen es eben nicht normal finden, dass der Mann ständig geschubst werden muss. Und in meiner Weltanschauung könnte einer, der Kinder für primär Frauensache hält auch kein Guter sein. So unterschiedlich sind eben die Ansichten. Jedoch verwundert mich schon Deine Empfindlichkeit, da Du doch sonst sehr gerne mit dem Holzhammer auf TE's losgehst, wenn sie nicht Deinem Weltbild entsprechen.
    Geändert von NurZuGast (09.05.2017 um 01:36 Uhr)


  8. Registriert seit
    16.11.2010
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    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Einen Mann, der das nicht selbstverständlich findet und der eine Kindergärtnerin/Animateurin/Mutti braucht, den bräuchte ich nicht (hatte ich als ich jünger war und weiß wie furchtbar das ist, weil ich einen Mann habe, der Gleichberechtigung meint und auch lebt).
    .
    Sehe ich genauso.

    Frage ist "nur", was macht man wenn man an so jemanden geraten ist und ein Kind mit ihm hat? Das war vielleicht vorher so nicht absehbar. Ihn versuchen zu ändern? Sich irgendwie mit der Situation arrangieren? Oder doch lieber trennen (dann gäbe es wenigstens klare Absprachen und Freiräume)..

    Nitinit, liebst du deinen Mann denn (noch)?

  9. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
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    6.759

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Zitat Zitat von filterkaffee Beitrag anzeigen
    was macht man wenn man an so jemanden geraten ist und ein Kind mit ihm hat? Das war vielleicht vorher so nicht absehbar. Ihn versuchen zu ändern? Sich irgendwie mit der Situation arrangieren? Oder doch lieber trennen (dann gäbe es wenigstens klare Absprachen und Freiräume)..

    Für sowas gibt es keine fertige Antwort. Das muss jede selbst herausfinden. Es wird ja eine Zeit gegeben haben (wenngleich möglicherweise vor dem gemeinsamen Kind), in der die Beziehung inklusive Kommunikation und Konfliktlösung als ausreichend stimmig erlebt wurde.

    Nun ist das anders, also ändert sich etwas. Zunächst einmal in der TE, das kann sie kommunizieren, ihre Anliegen deutlich machen. Dann kann sie sehen, ob der Mann darauf konstruktiv erwidern und etwas verändern kann. Das ist ein offener Prozess.

    Ein Mann, der sich in der beschriebenen Weise durchsetzt, wird lernen müssen, dass es in einer Beziehung keinen Bestand hat, wenn einer mit seinen Bedürfnissen "gewinnt" -beide müssen mit ihren Bedürfnissen vorkommen, und nun auch das Kind.


    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Hier gilt nur als sexy: Fulltimejob (Logo) inkl. Karriere (beide natürlich! Beide!!!!), supertolles hochintelligentes Kind (ne, mind. 3, aber die haste ja!), Haushalt, ok, das macht aber die Putze (immerhin) plus inkl. Supermegaman: Hübsch anzusehen, Augenhöhe (ganz wichtig) plus Karrieremann PLUS "grundverantwortlich". Wow.
    Für mich war es immer stimulierend und aufmunternd, wenn ich gesehen habe, dass etwas, was ich mir wünsche, bei anderen bereits umgesetzt wird. Dann war es leichter, selbst auf meine Wünsche/Träume zu setzen.

    Du vertrittst eine andere Perspektive, die ich so verstehe, dass dich so wie oben beschriebene Familien (minus sarkastisches Zerrbild) eher irritieren und runterziehen. Bist du zu viele Kompromisse an deinen Wünschen/Träumen eingegangen, dass du diese Entwürfe nicht wahrhaben möchtest?

  10. Avatar von -Prinzessin-
    Registriert seit
    18.01.2007
    Beiträge
    1.088

    AW: Wie Freiräume schaffen?

    Liebe nitinit,

    auch ich sehe es als ganz und gar nicht normal an, dass du deinen Mann um alltägliche Familienaufgaben bitten musst, die euch beide gleichermaßen angehen. Es ist euer Kind und euer Haushalt. Die von ihm vorgeschlagene Lösung, dass du einfach aufhören sollst zu arbeiten, macht mich sprachlos.
    Fast noch mehr jedoch, dass euer Kind für deinen Mann offenbar ausschließlich eine lästige Pflicht zu sein scheint. Es tut mir umso mehr leid, weil ich auch mal mit so einem Typ Mann zusammen gelebt habe, allerdings keine Kinder mit ihm hatte. Sonst wäre das haargenau so gelaufen. Ich kenne es also, gegen Windmühlen anzureden, und damals ging es nur um Haushalt etc. Es tut mir leid und ich verstehe deine Situation sehr gut...
    Ich hoffe sehr für dich, dass du ihn aufrütteln kannst und er sich irgendwann seiner Verantwortung bewusst wird.

    Blue, ich muss auch sagen, dass du sehr verbittert klingst, offenbar umso mehr, wenn du liest, dass es auch anders geht, ohne gleich eine Rama-Idylle zu sein. Gerade ohne unterstützende Verwandtschaft vor Ort ist eine echte partnerschaftliche Aufteilung immens wichtig. Kenne ich nur zugut.
    Und auch mein Mann ist - ohne ein Superheld zu sein - schlicht sehr gern Vater und kann auf deiner Liste das allermeiste abhaken. Er würde sich nie freiwillig zum Laternenbasteln melden und kann auch keinen Kuchen backen, aber sonst teilen wir uns die Aufgaben, je nachdem wer gerade mehr Kapazitäten hat. z. B. steht er in den meisten Fällen mit dem Kleinen morgens auf und die beiden sind fertig und sitzen am gedeckten Frühstückstisch. Dafür mache ich U-Termine beim Kinderarzt, die wir abwechselnd wahrnehmen. Etc. Dass ein Familienleben mit nicht immer ohne Stress abläuft und wir uns auch mal ordentlich fetzen, ist selbstverständlich.
    Aber das Grundsätzliche sollte schon stimmig sein.
    Geändert von -Prinzessin- (09.05.2017 um 07:45 Uhr)

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