Hallo,
also erst nochmal zum grundsätzlichen Verständnis: Ich traue es meinem Mann absolut zu, mit unserem Sohn etwas alleine zu machen und mische mich da auch nicht ein, wie das dann abläuft. Und: ich habe keine "Angst" vor der Auseinandersetzung mit meinem Mann, aber meist führt sie zu nichts. Bzw. blockt mein Mann dann ab. Und wenn dann eine entsprechende Situation da ist, in der sich jemand um unseren Sohn kümmern "muss" mache ich das dann, weil ich eben dann keine Machtprobe vor unserem Sohn möchte und auch kein großes Gestreite.
Wir machen durchaus auch was zu Dritt zusammen, nur hat mein Mann am Wochenende auch öfters noch ein paar andere Sachen, die er machen will, dann bin ich mit unserem Sohn alleine. Oder mein Mann hat ihn alleine, aber eben nur, wenn es grade bei ihm passt (das ist ja das Grundproblem).
Dann war die Frage nach sonstigem Haushalt: wir haben zum Glück eine Putzfrau, durch die die meiste Arbeit abgedeckt wird. Ich mache noch Einkaufen, Kochen und Waschen (ist aber alles ok für mich).
Manchmal denke ich auch, dass es ein grundsätzliches Problem in der Beziehung ist. Ich lerne für mich aus Euren Antworten, dass ich wahrscheinlich wirklich klarere Ansagen machen muss. Aber wie soll ich reagieren, wenn von ihm ein "nein" kommt? Zwingen kann ich ihn ja nicht und mit Argumenten (von wegen, was ich alles mache) laufen auch meist ins Leere...
Ich muss aber lobend bemerken, dass sie diese Wochenende einen halben Tag zusammen unterwegs waren (Männer-Aktivität, wie es Eichblatt nannte). Und nächsten Samstag darf ich eine Nacht in einem kleinen Hotel hier in Nähe übernachten, das mache ich ca. 3 Mal im Jahr und es ist immer mein absolutes Highlight. Also es geht auch anders, nur wie gesagt ist immer davon abhängig, ob mein Mann "mitmacht".
@Maggie74: doch ich habe Kontakte hier vor Ort und klar haben die sich durch das Kind vervielfacht. Aber es sind eben die typischen Mütter-Kontakte, mit denen man sich mit den Kindern verabredet oder zufällig trifft. Und dann ist meist nicht die Ruhe (und auch nicht das Vertrauen) über solche Beziehungsdinge zu sprechen. Leider habe ich niemand, bei dem ich mich mal richtig "auskotzen" kann. Ja, mein Mann will unbedingt ein zweites Kind, eigentlich noch viel mehr als ich...
Antworten
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Thema: Wie Freiräume schaffen?
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07.05.2017, 21:35
AW: Wie Freiräume schaffen?
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07.05.2017, 22:18
AW: Wie Freiräume schaffen?
nitinit
du klingst fuer mich, wie als bist du deinem mann untergeben, und wenn er dir etwas erlaubt, nimmst du es freudig an
kommt ihr aus einem anderen kulturkreis, wo dies so ueblich ist ?
thema "highlight" du darfst auswaerts uebernachten
erlaubt er es nicht, nimmst du es hin, oder erledigst gewisse dinge einfach selbst
stichwort
es soll aufstehen und schickt in SEINER NACHT das kind einfach zu dir
ich finde es ein riesenproblem, wie es in eurer beziehung laeuft
aber anscheinend hast du es schon immer so mitgemacht, das du dich anpsst und er machen kann
er lebt sein leben und zieht sein ding durch
lass mich raten, du hast auch noch steuerklasse 5 und zahlst die kinderbetreuungskosten von deinem gehalt ? und dein mann die 3 und wenn ihr geld vom finanzamt bekommt, gibt dir dein mann auch nichts davon ab...
klingt wie eine ehe in den fuenfziger jahren
was ist mit deinen beduerfnissen, wenn du am we mal irgend etwas machen willst ?
mußt du dann um "erlaubnis" fragen ?
und du erwaehnst lobend das er sich um euer kind kuemmert, das sind dinge die in einer gleichberechtigten partnerschaft eigentlich normal sind
du solltest dringend mal an deinem selbstbewußtsein arbeiten
fuer mich waere ein mann der so mit mir umspringen wuerde undenkbar
den haette ich nie geheiratet
fuer meinen mann war ich immer gleichberechtigt, er hat sich immer um die kinder gekuemmert und ist trotz berufstaetigkeit auch mal unter der woche nachts fuer ein baby oder kind aufgestanden um MICH zu entlasten
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07.05.2017, 23:27
AW: Wie Freiräume schaffen?
Das ist doch Deine Chance.
Mach ihm klar, dass ein zweites Kind für Dich nur in Betracht kommt, wenn er sich mehr einbringt und Du nicht mehr dieses Gefühl der Alleinzuständigkeit hast.
Dass Du den Alltag mit zwei Kindern nur leben kannst/möchtest, wenn Ihr die Aufgaben paritätisch aufteilt und er sich nicht nur so verhält, als wäre alles was Kinder betrifft, Deine Aufgabe, bei der er netterweise ab und zu hilft.
Kannst Du ihn dazu bewegen, einen Teil (idealerweise mehr als nur 2 Monate und nicht mit Dir gemeinsam) der Elternzeit zu übernehmen?
Damit ändert sich die Einstellung zum Kind und allem, was damit zu tun hat, meist-hat bei uns einen Riesenunterschied gemacht, obwohl mein Mann davor nicht besonders unengagiert war.Geändert von fritzi72 (07.05.2017 um 23:30 Uhr) Grund: Zitat gekürzt
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07.05.2017, 23:42
AW: Wie Freiräume schaffen?
Genau wie @fritzi72 sagt
Wenn 2. Kind dann vorher klare Absprache
Sonst kommst du vom Regen in die Traufe
Nix fragen oder erwarten
Festlegen
Zb Sonntag von x bis x Uhr ist Vater-Sohn Zeit
In dieser Zeit sind entweder die 2 weg oder du
Fang an mit festen teminen für dich
Geh in einen kus/Verein etc was immer dich interessiert
Er hat ja auch seine Termine für seine Hobbys
Und an diesem deinen Termin ist er zuständig
Und bleib dabei, mach dich nicht von einem Mann abhängig, der sich nicht zuständig fühlt, sondern nur macht wenn er will
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08.05.2017, 00:14
AW: Wie Freiräume schaffen?
@fritzi72 und maggie74
wenn ich diese klopfer lese, die der mann sich hier erlaubt, glaube ich nicht das er sein ruecksichtsloses verhalten aendert, oder gar elternzeit nimmt, weil dies hier vorgeschlagen wurde...
wir haben oefter hier userinnen die von ihren partnern versprochen bekommen haben das dieser elternzeit nimmt
wenn es dann soweit war haben etliche gekniffen und ganz viele argumente an der hand gehabt warum es ploetzlich nicht geht / ging...
ich an der stelle der te wuerde schleunigst etwas aendern, und nicht nur mir etwas versprechen lassen
in meinen augen ist dieser mann extrem ruecksichslos der te gegenueber
im schlimmsten fall hockt sie dann mit zwei kindern voellig alleine gelassen zuhause
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08.05.2017, 06:51
AW: Wie Freiräume schaffen?
Zu dem oben rot Hervorgehobenen:
Das ist nicht eigentlich ein Kinderbetreuungsproblem, sondern der Mann scheint zu glauben, er dürfe es sich herausnehmen seine Frau zu "erziehen", indem er unerwünschtes Verhalten sanktioniert und dafür auch bestehende Absprachen ignoriert.
Mir scheint das gegebene Beispiel ziemlich willkürlich (also von Seiten des Manns, es liest sich als würde da schlicht Macht demonstriert) und wenn das tatsächlich ein typisches Muster darstellt würde ich genau das ansprechen und da in der Kommunikations- und Konfliktbewältigungsstrategie ansetzen.
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08.05.2017, 09:22
AW: Wie Freiräume schaffen?
Liebe Nitinit,
gerade für deinen Sohn ist es umso wichtiger, den Vater als starkes Gegenüber wahrzunehmen.
Manchmal brauchen Männer eine kleine Motivationsspritze: Wenn ihr unterwegs seid, mach Fotos von deinem Mann und deinem Sohn: Wie sie zusammen eine Kletterwand erobern. Wie er seine schützenden Hände hält, während der Kleine beim Spielplatz eine Treppe hinaufwuchtet. Wie sie zusammen Eis essen und in die Kamera grinsen.
Die Fotos hängst du dann auf. Und lobst sie: "Mensch, guck mal, da hat er sich mit dir mal aufs Gerüst getraut! Klasse!"
Männer brauchen manchmal den praktischen Zugang. Klingt albern, bewährt sich aber (zumindest bei uns). Mein Mann brachte sich am Anfang auch viel zu wenig ein. Warum?! Na, weil ICH doch alles machte und zweitens: Er war einfach unsicher, wie. Also schieb deinen sexy Hintern zur Seite und lass mal deine Männer ran.
Ein Beispiel für die "Untätigkeit" der Männer: Ich hatte am Samstag Kotzeritis. Konnte nach Stunden des Erbrechens nichtmal mehr aufstehen ohne Kreislaufkollaps. Dann 23 Uhr. Ich liege im Bett, schlafe schon, wache auf, höre mein Kind (4) weinen. Laut weinen. Lange weinen. Mein Mann? Nichts....Ich rufe aus dem Schlafzimmer: "Schahatz?! Die Kleine weint!" Nichts passiert. Ich lauter: "Haaaaalloooooo???!!! Die Kleine wahaaaaiiint!" Wieder nichts. Und sie brüllt und brüllt. Ich also (sauer) mit Übelkeit und Kreislaufproblemen aufgestanden und nach meinem Mann gesucht. Er lag auf der Couch. Pennend. Zutiefst schnarchend. Ich: "HA-LL-OOO! Sie weint!!!!" Er schreckt hoch wie von nem Gespenst und rast die Treppen hoch. Fakt: Er hat es einfach nicht gehört - nicht ihr Schreien, nicht mein Gebrüll aus dem Schlafzimmer...Unfassbar...
Sorge dafür, dass dein Mann dich hört. Sollte er sich nicht kümmern wollen und wieder "nein" sagen, werde energisch. Setze dich durch. Lass auchmal zu, dass der Haussegen deswegen schief hängt. Sage ihm Sätze wie: "Es ist dein SOHN. Er BRAUCHT dich."
Sorge dafür, dass ihr gute Erlebnisse habt. Geht viel gemeinsam raus. Macht Fotos und Videos. Wenn dein Mann einen halben Tag (hey, das ist doch GUT!) mit dem Kind verbringt, spring ihm abends entgegen und frage begeistert nach: "Na? Was habt ihr gemacht? Wie wars? Haste Fotos gemacht?" Und dann: Die Fotos ausdrucken, aufhängen!
Gib ihm einen Schups. Männer kümmern sich gerne um ihre Lütten. Action, Event, rausgehen, rumsporteln, danach Burger, Pommes oder Eis - sorry, welcher Kerl fände das nicht gut?! Gib ihm das Gefühl, dass er auch "gemeinsame Sache" machen muss mit seinem Sohn. Das stärkt euch alle. Und vor allem deinen kleinen Sohn.
Viel Erfolg!
Blue (positiv, weil kritische Stimmen der unsäglichen Art gabs in diesem Strang nunja genug....)
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08.05.2017, 09:24
AW: Wie Freiräume schaffen?
Also ihr arbeitet beide fast gleich viel, und du betreust nicht nur das Kind hauptsächlich sondern kümmerst dich auch um die noch anfallenden Haushaltstätigkeiten?
Das klingt für mich schon nach starkem Ungleichgewicht.
Bei uns gibt es auch ab und zu Konflikte darüber, wer wann was macht. Das ist wohl normal.
Aber ich finde es selbstverständlich, dass die" Ausgangslage" für diese Konflikte die ist, dass wir beide gleichermaßen verantwortlich sind. Es ist unser Haushalt und unser Kind, für das wir uns gemeinsam entschieden haben. Das finde ich so wichtig, auf dieser Basis diksutiert man ganz anders, als wenn einer quasi als Bittsteller auftritt.
Du schreibst, dass du schon über Trennung nachdenkst. Weiß dein Mann das?
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08.05.2017, 09:30
AW: Wie Freiräume schaffen?
By the way:
Ich finds immer wieder sehr erheiternd, dass so gar keine Frau, die hier in der Bricom schreibt, auch nur iiiiiiiiiiirgendwelche Haushalts-Kümmer- oder Abspracheprobleme mit ihrem Menne in der Baby- und Kleinkinderheit hat. Respekt, was für tolle Superhechtinnen ihr alle seid! Heuchelei ist das.
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08.05.2017, 09:37
AW: Wie Freiräume schaffen?


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