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    AW: Dezember- und Januarbabys 2016/17

    Tja, jetzt sitze ich hier im Homeoffice (und sollte vermutlich Bewerbungen schreiben) und langweile mich, weil beide Kinder betreut sind. Am Anfang war es zu viel Arbeit und zu wenig Zeit, inzwischen zu wenig Arbeit.

    Die Kleine war heute superhappy, wieder in den Kindergarten zu können. Zwar hatten sich die Kinder in den letzten gut 3 Monaten ganz gut als Team zusammengerauft (sehr eng waren sie schon vorher), so dass Arbeiten mit Kindern zu Hause erstaunlich gut ging. Allerdings war es nicht reibungsfrei. Und ich freue mich so, dass die Kleine wieder eine Dreijährige sein kann, ohne dass ihr gleich erzählt wird, dass sie doof ist. Gefühlt wurde der Große da im Laufe der Zeit auch immer aggressiver, sie tat mir da so leid. Trotzdem klebten die 2 wie Pech und Schwefel zusammen, da hat sich dann öfter die Frage gestellt, was mache ich, wenn ich denke, man sollte sie trennen, aber beide wollen nicht?

    Auf jeden Fall hat sie einen Riesensprung gemacht. Unser vorsichtiges Kind klettert jetzt fast alles hoch, mutig aber sicher, und selbst wenn sie mal fällt, steht sie wieder auf. Außerdem hat sie innerhalb von 2 Tagen Fahrradfahren gelernt, das fand ich erstaunlich. Also von "motorisch hintendran" ist da gar nichts mehr. Leider ist sie so klein, dass sie nicht auf das Einsteigermodell des Großen gepasst hat (und auch in absehbarer Zeit nicht passen wird - sonst hätten wir einfach noch 2 Monate gewartet). Immerhin haben wir eins bekommen, scheinbar gehören Kinderfahrräder zu den Dingen, die enorme Lieferschwierigkeiten haben derzeit (zumindest die von uns favorisierten Modelle), aber ein Laden hatten sie eins da, so dass die Farbauswahl dann auf "das, was da war" fiel.

    Und es ist so süß, wie stolz sie dabei auf sich ist. Und ich finde, das darf sie auch, auch wenn sie dann manchmal etwas übertreibt.

    Ansonsten lebt sie weiter gerne in alternativen Realitäten, aber das passt ja gut in die Zeit. Sie hat z.B. ein Kuscheltier Amsel. Sie sagt, es sei eine Blaumeise. Ich argumentiere "aber an dem Vogel ist doch nichts blau". Sie: Ja, deswegen heißt es ja Blaumeise, das Blau ist im Namen. Außerdem heißt es "Obsabobsa" und "Yokyok", aber Ihre Majestät gesteht dem niederen Volk nach langen Diskussionen zu, dazu auch "Obazda" und "Joghurt" sagen zu dürfen. Noch so was, wo ich versuche das große Kind dazu zu bringen die Diskussion irgendwann gut sein zu lassen, sonst brüllt man sich 30 Minuten gegenseitig dazu an.

    Ich weiß nicht, ob das bei anderen auch so ist, was ich sehr schade finde: Sie lässt vieles aus, was altersgerecht wäre. Z.B. ist sie kaum zu bewegen, mal mit Duplo zu spielen, sondern nimmt das Lego vom Großen, was aber einfach nicht so gut geht. Oder einfach Dinge, die der Große nicht versucht hat, weil sie noch nicht da waren. Sie will z.B. gerne Spiele spielen, die sie nicht oder zumindest unzureichend kapiert. Das macht es uns dann schwer. Und dabei hätten wir viel für "Ihr" Alter (also nicht strikt nach den Angaben, aber wo sie halt die Strategie schon überschauen kann), aber meist braucht man ihr mit sowas nicht zu kommen.

    Und gestern habe ich ihr einen sehnlichen Wunsch erfüllt: Sie hat jetzt ein Wendepaillettenoberteil. Auch so ein Problem, wenn man klein ist, in kleinen Größen gibt es die Dinger nämlich nicht, vermutlich wegen der Kleinteilgefahr. So wurde es jetzt ein T-Shirt in Größe 104, das ist zwar viel zu groß, aber immerhin ist die Ärmellänge egal...

    Ansonsten gibt es "Fortschritte" in Sachen Toilette: Sie setzt sich zwischen 2 Windeln drauf. Das ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, Höschenwindeln tragen zu dürfen (nicht ohne wiederkehrende lautstarke Diskussionen). Die Windeln hat sie bei einer Freundin gesehen und wollte sie unbedingt haben. Dann erzählt sie immer wie oft da ein bisschen Pipi gekommen sei und putzt sich ganz oft und wortreich ab. Ich glaube, da ist noch nie was gekommen, aber nun gut. Und die Idee, zwischen 2 Windeln die Höschenwindel mal im Unterhosensinn zu nutzen, findet sie völlig aus der Welt. Aber immerhin, beim Großen war das Thema sich RIchtung Toilette zu bewegen sehr angstbesetzt und daher nicht leicht, daher finde ich dieses fröhlich dort sitzende und plappernde Kind einen guten ersten Schritt. Aber weiter sind wir nicht, wobei ich im Augenblick auch nicht sicher bin, ob sie ein Gefühl dafür hat, auf die Toilette zu müssen.

    Ich hoffe, Euch geht es gut!

    Liebe Grüße
    Jenufa

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    AW: Dezember- und Januarbabys 2016/17

    Jenufa, schön von dir zu hören Ich hoffe, es geht euch allen gut.

    Die letzten Monate haben uns als Eltern und als Familie an unsere Grenzen gebracht. Ich hoffe, dass wir uns so nach und nach wiederfinden. Am schlimmsten fand ich, wie der Lockdown gerade unseren Großen beinflusst hat und wie wenig wir irgendwie tun konnten. Der eigentlich sonst so lebensfrohe Junge hat regelrecht depressive Züge entwickelt. Trotzdem ging/geht uns uns wahrscheinlich besser als vielen anderen: Der Job ist halbwegs sicher, wir haben ein Haus mit (kleinem) Garten. Die Situation zwischen den Jungs entspannte sich deutlich, als der Zwerg mit Beginn der Schule vormittags in die Kita-Notbetreuung ging. Naja, und jetzt haben wir auch schon wieder Schulferien. Für den Großen konnten wir immerhin eine Ferienbetreuung finden. Jetzt ist er jeden Tag mit seinen Freunden zusammen und kann zwei Wochen einfach mal wieder Kind sein. Da es sich um Outdoor-Aktivitäten handelt, ist das ganz gut machbar.

    Tja, und der Zwerg. Was soll ich sagen, der ist eine Nummer für sich. Aber wenn ich mich hier so umschaue, sind wir da bei den Zweitgeschwistern (Hallo Lollo und Jenufa) in guter Gesellschaft. Er ist ein ganz süßer, hilfsbereiter Kerl der gerade im Kindergarten total sozial ist. Aber wehe, wenn er wütend wird (z.B. weil das Tshirt nicht das richtige ist, er die Gummibärchen nicht selber aus der Tüte nehmen durfte, ich das Brot falsch geschnitten habe usw). Sowas hab ich echt noch nicht erlebt. Dann brüllt er sich in Rage, wütet und tobt. Danach ist er fix und fertig. Er ist, freundlich formuliert, willensstark.
    Sprachlich hat er sich über den Lockdown weiterhin gut entwickelt, aber es ist auch immer noch ausbaufähig. Das ist aber eher ein Problem der Aussprache als der Grammatik. Fahrrad fahren hatte er ja vor ein paar Monaten nach einem doofen Unfall komplett aufgegeben. Und jetzt von einem Tag auf den anderen fährt er wieder. Leider sind diese ganz kleinen Räder (12 Zoll) echt ätzend zu fahren. Unser geerbtes ist bleischwer (deutlich schwerer als das 24er des Bruders). Aber für das 16er ist er einfach noch viiiiiel zu klein. Er ist übrigens total lauffaul.
    Ansonsten ist er gerne einfach lautstark einfach mittendrin im Leben

    Lollo, ich hatte gerade nochmal deinen Beítrag über Pharaonen gesehen. Bei Spotify gibt es die ganzen "was ist was" bücher als Hörbücher falls du eure Tischgespräche etwas variieren möchtest.

    Liebe Grüße

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    AW: Dezember- und Januarbabys 2016/17

    Cayetana, es klingt heftig, was Du von Eurem Großen schreibst. V.a. weil man (zumindest ich) leicht dazu tendiert, Kinder für sehr robust zu halten.

    Bei uns waren es eher die Eltern, die regelmäßig aneinander geraten sind. Und das heftigst. Beim Großen hat sich der Streß durch die Isolation und wegfallende Hobbies mit der Freude der weitgehend freien Lebensgestaltung die Waage gehalten bzw. im Vergleich zur Zeit der Einschulung wirkte er deutlich weniger überfordert.

    Die Kleine hat das alles zum Glück kaum hinterfragt. Ihre beste Freundin wollte sie gerne sehen und die Kindergartendecke wurde durch die Gegend geschleppt, das war's.

    @Fahrradunfall: hier gab es nur am Anfang einen etwas schwereren Sturz, als sie auf Schotter eine Vollbremsung hingelegt hat. Vom Fahrradfahren hat sie das erst mal nicht abgehalten, aber leider vom Bremsen. Hat sie dann nur noch mit der Schuhsohle gemacht. Allmählich werden die Hände (haben nur Handbremsen) wieder mitgenutzt, ich hoffe sehr für die Schuhe, dass sie wieder mehr richtig bremst.

    Wir haben übrigens ein leichtes 14 Zoll Fahrrad. Relativ teuer, aber ich finde 10 kg Fahrrad bei 13 kg Kind zu heftig. Und da sie es jetzt auch nutzt, täglich mehrere km zum Kindergarten zu fahren, wird es auch stark genutzt.

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