Solange das Mädchen gesund und munter ist, würde ich gar nichts tun. Was auch?
Meine Tochter war eine konsequente Brei- und Flaschenverweigerin. Richtig zu essen hat sie begonnen, als sie normales Essen gut kauen konnte. Ansonsten wurde gestillt. Vom Gewicht her ist sie immer noch an der unteren Gewichtskurve - aber gesund und fit.
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31.03.2016, 14:32Inaktiver User
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
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31.03.2016, 14:40
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Möchte ich ganz dick und fett unterschreiben!
Meine Tochter war mit als Baby auch mal zu leicht, mit 1 hat sie dann das grosse Interesse fürs Essen entdeckt und die Tendenz geht seither (inzwischen fast 11 Jahre) in die andere Richtung.
Aber selbst wenn das eher die Ausnahme ist, sehe ich bei Deiner Enkeltochter keinen Handlungsbedarf und den besten Satz, den ich ärztlicherseite dazu gehört habe, ist der von meinem eigenen Kinderarzt, den dieser zu meinen Eltern gesagt hat, weil ich so ein schlechter Esser war: "Die holen sich schon, was sie brauchen."
Versuche, das Kind zu mehr Essen zu bewegen, können den gegenteiligen Effekt haben: bei einer Freundin von mir ist das Essen zwischen ihr und ihrer Tochter immer (nun 12 Jahre lang) Thema geblieben und mein -laienhafter-Eindruck war oft, dass das Kind schon irgendwann essen würde, wenn sie nicht ständig mit Essen bedrängt würde.Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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31.03.2016, 15:50
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Da kann ich nur raten: ruhig bleiben! Meine Kinder waren auch so Heringe, meine Tochter kam mit 3050 g auf die Welt und wog mit 12 Monaten gerade mal 7 kg. Beide Kinder wurden mit 6 Jahren und 16 kg eingeschult. Das ist Gott sei Dank fast 25 Jahre her, da war alles noch etwas entspannter.
Eine Kinderärztin wollte mir bei meinem Erstgeborenen auch erzählen, ich hätte nicht genug Milch, das Kind sei untergewichtig usw. Dabei floss ich geradezu über, mein Sohn war bei allen U-Untersuchungen seiner Zeit weit voraus. Meine Tochter war einfach ein "Hungerleider", man war schon froh, wenn sie mal 100ml Milch trank.
Heute sind die Kinder 1,85m bzw. 1,70 m groß, mein Sohn wiegt 75 kg, meine Tochter 54 kg, sie sind völlig normal gewichtige, sportliche junge Menschen, und ganz ehrlich, ich war in der späteren Kindheit wirklich froh, dass ich nicht bremsen musste beim Essen. Beide Kinder wurden gute bis sehr gute Esser, die eigentlich ab dem Zeitpunkt, an dem sie richtiges Essen bekamen, ganz normale Portionen aßen.
Wenn ein Kind nicht in seiner Entwicklung zurück ist und einfach nur zart, dann ist das halt so. Bei uns sind auch mein Ex-Mann und ich beide schlank, ich wog selbst lange keine 50 kg. Wie soll denn bei 2 Windhunden ein Bernhardiner rauskommen?
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)
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31.03.2016, 16:10
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Ich möchte an Fels anknüpfen! Der letze Satz ist lustig, denn selbt unser Hund (eine Boxerdame) wird von allen als untergewichtig dargestellt. Passt in die Familie.
donnamobile:
Vielleicht kann ich auch ein bissle zur Beruhigung beitragen. Meine Tochter ist nun fast genau 2 Jahre älter als deine Enkelin. Aber zu dem Zeitpunkt standen wir vor dem selben Problem. Sie ist sehr sehr fein und hat auch nicht mehr gewogen als deine Enkelin in dem Alter. Als ganz kleines Baby war es sehr schwierig und sie hat kaum zugenommen. Trotz guter Milch und sehr hungrigem Baby. Das hat mich zu dem Zeitpunkt auch gestresst, bin ich erlich, man ist ja Erstlingsmutter.
Ich hatte einen Kinderarzt, der mich von Anfang an drängelte ich sie müsste so und so viel zunehmen, sonst MUSS ich extra Flasche geben (mein Kind wollte keine Flasche nehmen - aber das ist ein anderes Thema). Dann habe ich den Kinderarzt gewechselt und die Dame meinte: "Na schauen sie sich doch mal an! Und ihren Mann. Wie sieht es denn mit dem Rest der Familie aus?" Alle in meiner Familie sind eigentlich sehr fein gebaut. Ich war selbst bis Mitte 20 als untergewichtig eingestuft. Mit 14 war ich deswegen mal auf Kur. War eine schöne Zeit aber hat auch nichts gebracht.
Wenn du sagst, deine Tochter ist selbst zierlich und die Familie im allgemeinen auch, dann würde ich mal sagen, warum soll es bei deiner Enkelin den anders sein.
Wenn ich den Chart recht in Erinnerung habe ist sie auch noch auf der gelben Linie. Also so 15er Perzetille? Da bewegt sich meine Tochter auch. Längenmässig ist meine allerdings mehr an der 90er Linie, da müsste ich schauen wo deine liegt, das habe ich nicht in Erinnerung. Das macht das Bild vom zu dünnem Kind natürlich noch deutlicher. Aber beides ist nicht im ungesunden Bereich, sondern immernoch in der Norm eben nur nicht in der Mitte.
Was man schauen sollte ist, dass die Kinder nicht rapide abnehmen. Das die Kurve eben auf der Kurve bleibt und nicht 2 Kurven springt oder so. Also wenn sie Gewichtsmässig eben auf der 15er ist, dann sollte ihr gewicht mit der Linie ansteigen und nicht extrem schwanken.
Was das Essen angeht, da ist meine allerdings anders. Sie isst immer und viel. Und war schon als Baby sehr durstig. Das macht es natürlich extra koisch, warum sie so dünn ist. Gestern habe ich mit einer anderen Mama in der Kita gesprochen, die hat auch so eine Zarte. Und beide essen eigentlich wie die Weltmeister.
Was ich deiner Tochter als Tipp geben würde ist aber, dass mit dem Fingerfood beizubehalten. Wenn es der Kleinen so besser schmeckt. Meine wollte auch keine Breie (bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nichtmal Jogurt) und hat Fingerfood gegessen oder so, dass wenigstens noch Textur dabei ist. Da ist ja nichts schlimmes bei. Finde das sogar gut.
Wenn sie noch voll stillt, dann bekommt die Kleine ja ihre Nahrung eigentlich auch eher noch aus der Milch. In dem Alter ist das essen ja im allggemeinen auch eher lernen und erkunden.TROETSE MAMA VAN AAPSTERTJIE
I’m going to practice my Dads’s scary face. It’s partly genetic so shouldn’t be hard. I’m going to use my instincts and if things get heavy I’m getting pissed off.
Let’s see how far that gets me.
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31.03.2016, 16:37Inaktiver User
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Und bitte nicht dem Kind permanent mit Futter hinterher laufen. Zu den Mahlzeiten Essen anbieten und Geduld haben. OM!
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31.03.2016, 18:12
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Und warum seid ihr jetzt genau beunruhigt?
Ich bin der Meinung, dass gerade Babys sich holen, was sie brauchen - ordentliche Nahrungsangebote vorausgesetzt. Es sei denn, sie sind krank. Dann muss eine Diagnose gestellt und eine Therapie begonnen werden. "Leicht sein" ist keine Krankheit. Ein "schlechter Esser" ist sie auch nicht - weil sie ja offenbar gesund ist und alles hat, was sie braucht. Ich finde diesen Begriff eh völlig sinnlos und auch gefährlich, aber egal.
Eine Ernährungstherapie würde genauso wenig machen, wie sonstige Manipulationen in Sachen Essen. Stillen, Essen zu den gemeinsamen Mahlzeiten anbieten und gut ist.
Mein Kind hat sich auch so etwa in dem Gewichtsrahmen bewegt in dem Alter, evt. 0,5 bis max 1 kg mehr. Richtig gegessen hat sie erst mit 13 Monaten. Brei hat sie nie gegessen.
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31.03.2016, 18:40
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Hier noch eine Stimme fürs Abwarten. Eine meiner Töchter kratzte immer an der Grenze zum Untergewicht, aß als Baby und Kleinkind nur sehr wenig. Sie wirkte immer zerbrechlich, groß und dünn.
Heute ist sie 18, sehr groß und schlank. Sie isst mittlerweile Holzfällerportionen, nimmt aber nicht zu.
Der Kinderarzt sah das immer gelassen und prophezeite während ihrer Grundschulzeit, sie würde mal eine grosse schlanke Frauensperson werden, die eher nicht zu Gewichtsproblemen neigt. Ihre Schwestern überragt sie um 15 bzw 20 Zentimeter.
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31.03.2016, 19:53
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Warum sind wir beunruhigt?
Hm.. weil alle anderen Kinder in diesem Alter dicker und größer sind. Weil es gefährlich sein kann, wenn sie tatsächlich in ein richtiges Untergewicht abrutscht. Momentan ist sie ja so haarscharf an der Grenze. Weil Untergewicht auch auf eine sog. Gedeihstörung hinweisen kann. Weil sich jeder ein rundes, dickes Baby wünscht?
Ist das erste Kind meiner Tochter und mein erstes Enkelkind. Meine Tochter bemüht sich so sehr. Stillt immer noch, isst selbst gesund, trinkt null Alkohol, steht zigmal in der Nacht auf, wenn die Maus trinken will und irgendwie will nichts fruchten. Und immer wieder die sorgenvollen Blicke des Arztes und immer wieder die Gewichtskontrollen machen es nicht leichter.
Aber ich werde hier den Strang ausdrucken und ihr zeigen. Vllt. beruhigt sie das etwas. Das mit dem Mandelmus habe ich ihr schon gesagt. Wird gekauft und ausprobiert.
Vielen Dank schon mal an alle
bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

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31.03.2016, 20:01
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Ich würde das stillen nachts einschränken. Die zwillinge meiner freundin essen seit dem abschaffen des nacht stillens. Das kleine hat keinen hunger glaube ich.
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31.03.2016, 20:07
AW: Ernährungstherapie für zu dünnes Baby??
Nein, nicht jeder wünscht sich ein rundes, dickes Baby. Wenn ein mäkeliges Kind quasi mit dauerndem Bedrängen traktiert wird, kann es kein normales Essverhalten entwickeln.
Ich stamme aus einer Familie, in der alle Kinder ausser mir und meiner Brut echte Wonneproppen waren. Und alle anderen haben als Teenager und junge Erwachsene ein extremes Übergewicht, was nun mit aller Gewalt weg soll.Und ich rede hier von Teenagern, die bis zum Normalgewicht 20, 30 kg abnehmen müssen.


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