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  1. Registriert seit
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    (Langzeit?)stillen

    Angeregt durch den Nachbarthread mit der Frühstücksflasche wollte ich mal etwas zur Diskussion stellen.

    Mich wundert immer wieder, dass Schnuller und Fläschchen gesellschaftlich bei uns durchaus mit ein oder zwei Jahren aktzeptiert sind, stillen aber nach dem ersten Lebensjahr total verpönt ist. Zumindest kommt mir das so vor. Woran mag das liegen und wie seht ihr das?

    Zu mir: meine Tochter ist 17 Monate alt und wir praktizieren BLW, d.h. wir haben keine Still-Mahlzeiten klassisch durch Breie "ersetzt" sondern immer ganz normales Essen angeboten und weiter gestillt. Die Idee dahinter ist ja, wie der Name sagt, das babygeführte Abstillen.

    Nun isst sie inzwischen schon recht gut mit, aber Milch braucht sie immer noch etwa drei Mal am Tag und nachts...
    Sie hatte nie einen Schnuller, weshalb sie wahrscheinlich einerseits die Milch noch als Nahrung braucht, andererseits aber auch ihr Saugbedürfnis so "stillt".

    Ich selbst finde es überhaupt nicht schlimm und fühle mich wohl, so wie es ist. Sie gedeiht prima und ich denke, dass sie das stillen irgendwann nicht mehr braucht und dann hören wir halt auf.

    Was mich wundert bis nervt ist aber das Verhalten einiger Mitmenschen, die ständig ungefragt ihre Kommentare dazu abgeben. Ihr wisst sicher, welcher Art (sie wird ewig stillen wollen, total verwöhnt, abartig, da kommt ja eh nur noch Wasser, etc).

    Was meint ihr, woher kommt diese Einstellung hier in Deutschland? In anderen Ländern ist langes stillen völlig normal, aber hier hat man immer fast Angst, es "zuzugeben", finde ich. Oder sehr ihr das vielleicht sogar ähnlich und findet es auch "unnormal"?

    Ich freue mich auf eine interessante Diskussion.


  2. Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen

    Mich wundert immer wieder, dass Schnuller und Fläschchen gesellschaftlich bei uns durchaus mit ein oder zwei Jahren aktzeptiert sind, stillen aber nach dem ersten Lebensjahr total verpönt ist. Zumindest kommt mir das so vor. Woran mag das liegen und wie seht ihr das?
    Hm, Schnuller und Fläschchen sind halt im Unterschied zur Brust kein Körperteil der Mutter.
    Ich persönlich hätte es nicht gewollt, aber verpöne es auch nicht, wenn andere das praktizieren.


  3. Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Also meinst Du, dass es daran liegt? Dass man seinen Körper dafür "hergibt"? Aber ganz platt gemacht sagt, ist es ja das, wofür eine Brust da ist, oder nicht?

    Ich versuche es nur zu verstehen, weil ich anscheinend völlig anders ticke als die meisten anderen Frauen hier. Für mich ist es praktisch, günstig und gesund und ich sehe keinen einzigen Nachteil darin. Aber wie gesagt, ich fühle mich mit meinem "Verhalten" hier recht allein...


  4. Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Mit "hier" meine ich übrigens mein Umfeld vor Ort...

  5. gesperrt
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen
    Also meinst Du, dass es daran liegt? Dass man seinen Körper dafür "hergibt"? Aber ganz platt gemacht sagt, ist es ja das, wofür eine Brust da ist, oder nicht?

    Ich versuche es nur zu verstehen, weil ich anscheinend völlig anders ticke als die meisten anderen Frauen hier. Für mich ist es praktisch, günstig und gesund und ich sehe keinen einzigen Nachteil darin. Aber wie gesagt, ich fühle mich mit meinem "Verhalten" hier recht allein...
    Ich habe eins meiner Kinder 13 Monate gestillt, die anderen beiden 6 Monate. Das nur vorausgeschickt...

    Es war für mich immer das günstigste, direkteste und einfachste.
    Mein Mann hat in meiner Abwesenheit aber auch mal alle Jubeljahre ein Prefläschchen gegeben.


    Langzeitstillen stellt sicher keinen Nachteil dar.
    Nach dem ersten Lebensjahr stellt es aber eben auch keinen Vorteil mehr dar.


  6. Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Viele kinder lieben ihre milch auch jenseits des 1. Lebensjahres.

    Ich (!) möchte keinesfalls länger als 10, 11 monate stillen. Dafür bin ich viel zu gerne auch mal ohne nachwuchs.


  7. Registriert seit
    17.02.2016
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Für mich schon, denn sonst müsste ich ja anfangen, mir Fläschchen und das ganze Equipment dazu zu kaufen. Und Pulvermilch.
    Denn brauchen tut sie die Milch noch...

  8. Avatar von ereS
    Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen

    Zu mir: meine Tochter ist 17 Monate alt und wir praktizieren BLW, d.h. wir haben keine Still-Mahlzeiten klassisch durch Breie "ersetzt" sondern immer ganz normales Essen angeboten und weiter gestillt. Die Idee dahinter ist ja, wie der Name sagt, das babygeführte Abstillen.
    was bedeutet das ?

  9. gesperrt
    Registriert seit
    03.11.2014
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen
    Für mich schon, denn sonst müsste ich ja anfangen, mir Fläschchen und das ganze Equipment dazu zu kaufen. Und Pulvermilch.
    Denn brauchen tut sie die Milch noch...
    Kuhmilch, Ziegenmilch, Reismilch, Hafermilch aus der Tasse

  10. Avatar von ereS
    Registriert seit
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    AW: (Langzeit?)stillen

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen
    Also meinst Du, dass es daran liegt? Dass man seinen Körper dafür "hergibt"? Aber ganz platt gemacht sagt, ist es ja das, wofür eine Brust da ist, oder nicht?

    Ich versuche es nur zu verstehen, weil ich anscheinend völlig anders ticke als die meisten anderen Frauen hier. Für mich ist es praktisch, günstig und gesund und ich sehe keinen einzigen Nachteil darin. Aber wie gesagt, ich fühle mich mit meinem "Verhalten" hier recht allein...
    nein, eine brust ist in erster linie ein sexsymbol fuer den mann, das ausreichend nachkommen gezeugt werden

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