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    Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Hallo!

    Mein Sohn ist jetzt fast 15 Monate alt und das Essen zur Zeit eine einzige Katastrophe!

    Er isst seit einigen Wochen vom Tisch mit, was ihm soweit auch alles schmeckt. Allerdings will er jetzt immer selber essen. Das meiste Essen landet nicht in ihm, sondern auf ihm...

    Er sieht seinen Teller und verkündet lautstark "mamm mamm". Dann nimmt er den ersten Löffel von mir (ich fütter ihn), dann will er nicht mehr von seinem Löffel, sonder von meinem (oder meiner Gabel). Das geht dann 2 - 3 Bissen gut. Dann will er seinen Löffel selber in die Hand nehmen, auf den er noch so rein gar nichts draufschaufeln kann. Ich führe ihm also die Hand. Auch das geht 2 - 3x gut, dann will er mit der Hand essen.

    Und da hörts bei mir dann leider auf. Es interessiert dann kein eigener Löffel mehr, meine Gabel nicht, nichts mehr! Wenn er mit der Hand isst, landet eigentlich alles auf dem Boden, auf ihm und sonst wo, nur nicht in seinem Magen.

    Wenn ich ihm dann seinen Löffel wieder in die Hand drücken will, will er gar nichts mehr essen und bockelt. Zum Einschlafen braucht er nach wie vor noch seine Milchflasche. Wenn er tagsüber nicht viel gegessen hat, will er die dann auch nachts.

    Dieses Essens-Drama geht seit Wochen so und ich weiß nicht mehr, was ich noch anders machen könnte?! Als er noch nicht das Bedürfnis hatte, selbst zu essen, war er wirklich ein guter Esser und hat eben erst dann aufgehört, wenn er satt war. Jetzt hört er auf, wenn er keine Lust mehr hat oder wenn ihm was nicht passt.

    Er hat dann natürlich noch Hunger, sobald er was anderes sieht, will er das. Eben das, was er selbst essen kann. Zum Beispiel Wurst, Breze, Brot usw.

    Wenn es aber z. B. Spaghetti (die ihm eigentlich sehr gut schmecken), Suppe o. ä. gibt, was er eben nicht selbst mit der Hand essen kann, will er nach paar Bissen nicht mehr.

    Kennt ihr das? Habt ihr einen Tipp?

    LG
    Magnoona

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Meine Tochter wollte immer den Löffel haben, den ich hatte. Hab ihr den gefüllt in die Hand gedrückt und mit mehreren Löffeln gefüttert. Es ist trotzdem extrem viel daneben gegangen. Und wenn sie noch Hunger hatte wurden die Hände zum nachschieben benutzt. Nur ich musste stark sein und nicht andauernd pingelig alles abwischen. Übung macht den Meister. Und dann ißt dein Sohn eben noch ein Stück Brot hinterher. Und die Flasche zur Nacht sättigt sicher auch. Also er wird evt. nochmal ws haben wollen aber nicht gleich zu wenig essen, dass es zu Mangelerscheinungen kommt.
    Ach so, das Abendessen wurde bei uns besonders gern zum matschen genutzt da sie da scheinbar bereits sehr müde war, um 18 Uhr.So verrieb sie den Brei gern großflächig in ihrem Gesicht. Mit1,5 Jahren gab es allerdings abends ne Klappstulle in die Hand und die Trinklernflasche . Glaube da hab ich gar nicht mehr gefüttert. Weiß das aber nicht mehr so genau...ist lange her.

  3. Moderation

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Ich kenne das insofern, dass meine Tochter (9 Monate) schon immer lieber selbst essen wollte. Phasenweise klappt füttern ganz gut, aber oft will sie den Löffel dann selbst halten und matscht dann mit der Hand im Essen rum und verteilt es überall. Ich bin dann einfach dazu übergegangen, ihr hauptsächlich Fingerfood anzubieten, das sie selbst essen kann. Sie isst dabei nicht nur mehr als beim Füttern, sondern macht auch weniger Sauerei. Kannst du ihm nicht erstmal einfach Sachen anbieten, die er selbst essen kann und nebenbei mit ihm das Essen mit Besteck üben? Ist ja sicher nur eine Frage der Zeit, bis er das dann auch selbst kann.

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Hallo Magnoona,

    ich würde es pragmatisch sehen: er muss es lernen. Wenn du ihn fütterst, lernt er nicht, selbst mit Besteck zu essen. Also würde ich ihn von BEginn der Mahlzeit an selbst essen lassen. Vielleicht funktioniert auch eine Kombination: er bekommt gleich einen Löffel oder eine Gabel, mit dem er selbst isst, und parallel fütterst du ihn noch.
    Ich würde ihn auch mit den Fingern essen lassen, die entsprechende Feinmotorik dürfte er haben, es fehl tnur noch Übung.

    Unsere Familienmahlzeiten haben sich sehr entspannt, seitdem der Kleine (weitgehend) selbst isst, das hat er seit er ca. 10 Monate alt war ziemlich vehement eingefordert, wir haben ihn gelassen. Jetzt ist er 17 Monate alt, kann alles recht manierlich essen und wenn er Sauerei macht, dann ist das Absicht (also nicht böswillig "ich mache jetzt Dreck", sondern spielerisch-investigativ "wie kriege ich das hin, meinen Joghurt gleichmäßig über den Tisch zu verteilen") und er hat keinen Hunger mehr, dann räume ich seinen Teller weg. Natürlich geht immer was daneben, aber ich erwarte nicht, dass er klecker- und krümelfrei isst und daher wird nach dem Essen das Kind, der Tisch und der Boden kurz abgewischt und fertig.

    Es hat uns geholfen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sauerei im Rahmen zu halten bzw. sie schnell beseitigen zu können.

    • eine Wachstuchdecke auf den Tisch und eine unter den Hochstuhl, auf dem er sitzt
    • wasserfeste Ärmellätzchen (sind mittlerweile schon nicht mehr nötig)
    • das Essen mit der Gabel ist einfacher als mit dem Löffel (er kann selbst aufspießen und verliert auf dem Weg zum Mund nicht so viel), unser Kind isst mit normalen Kuchengabeln, mittlerweile auch ganz gern mit normalen Suppenlöffeln oder Gabeln, findet er extrem toll, mit kleinem Besteck geht es aber besser und schneller
    • am Anfang hatten wir einen Teller, den man mittels Saugnapf am Tisch befestigen konnte, so konnte er ihn weder umkippen noch runterwerfen
    • wie gesagt: mit den Händen essen lassen und die Speisen entsprechend hand- und mundgerecht auswählen oder zubereiten, hier gibt es z.B. jetzt meist kurze Nudeln (Spiralen, Hörnchen, Farfalle...) statt Spaghetti, die kann er entweder mit der Gabel oder mit der Hand gut handhaben, Gemüse auch entsprechend klein geschnitten, Fleisch/Fisch sowieso, wenig Sauce bzw. diese eher zum dippen als über die Speisen gegeben


    Viel Erfolg!
    Lollo

    LolloBionda

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Zitat Zitat von Taadah Beitrag anzeigen
    Meine Tochter wollte immer den Löffel haben, den ich hatte. Hab ihr den gefüllt in die Hand gedrückt und mit mehreren Löffeln gefüttert. Es ist trotzdem extrem viel daneben gegangen. Und wenn sie noch Hunger hatte wurden die Hände zum nachschieben benutzt. Nur ich musste stark sein und nicht andauernd pingelig alles abwischen. Übung macht den Meister. Und dann ißt dein Sohn eben noch ein Stück Brot hinterher. Und die Flasche zur Nacht sättigt sicher auch. Also er wird evt. nochmal ws haben wollen aber nicht gleich zu wenig essen, dass es zu Mangelerscheinungen kommt.
    Ach so, das Abendessen wurde bei uns besonders gern zum matschen genutzt da sie da scheinbar bereits sehr müde war, um 18 Uhr.So verrieb sie den Brei gern großflächig in ihrem Gesicht. Mit1,5 Jahren gab es allerdings abends ne Klappstulle in die Hand und die Trinklernflasche . Glaube da hab ich gar nicht mehr gefüttert. Weiß das aber nicht mehr so genau...ist lange her.
    Ja, genauso war es hier auch.

    Kind bekam einen Löffel in die Hand und ich versuchte, mit einem zweiten Löffel was "dazu zu mogeln". War immer eine große Schmiererei, aber nur Übung macht den Meister. Spaghetti waren übrigens so ein Drama und eine solche Schmiererei, dass ich längere Zeit nur "kurze, handliche" Nudeln gekocht habe ( ich habe drei Kinder, zwei davon in kurzem Abstand. Da war nach einer Spaghettimahlzeit mitunter eine Grundreinigung von Kindern und Küche notwendig)..

    Mit den Fingern essen war hier übrigens erlaubt. Trotz großelternlicher Kassandra-Rufe haben alle Töchter später normale Tischmanieren entwickelt....

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Ein Nachgedanke:

    Durch das Anfassen und erforschen der Speisen mit den Händen erfahren die Kinder das Essen gleichsam "mit allen Sinnen". Wie fült sich das an? Welche Temperatur hat es? Wie sind die Flugeigenschaften? Welches Geräusch macht es beim auf-den-Boden-pflatschen?
    Diese Erfahrungen muss man nicht unbegrenzt ermöglichen, aber in Maßen fand ich es ganz gut, dass er das Essen so untersucht hat.
    Wenn ich koche, arbeite ich auch gern und viel mit den Händen (sowohl die Zubereitung aber z.B. auch Reifegrad von Obst oder Garpunkt von Fleisch prüfen usw.), das ist ganz ähnlich, finde ich.

    Hier wird gerade gelernt, allein aus dem Becher zu trinken.
    Weil es so viel Spaß macht muss in etwa nach jedem zweiten Bissen ein Schluck genommen werden.
    Das finde ich stressig, denn da muss man den Kleinen tatsächlich umziehen, wenn er sich alles übergekippt hat, wohingegen ich finde, dass eigentlich alle Unfälle mit Essen bis zum Ende der Mahlzeit warten können, um sie zu beseitigen.
    Geändert von LolloBionda (15.02.2016 um 23:27 Uhr)

    LolloBionda

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Ich hatte in der Zeit Plastikschalen mit Auffangvorsprung im Einsatz, die wie ein Lätzchen um den Hals gehangen werden.

    Das verhindert schonmal die bekleckerten Anziehsachen.

    Zur Hand wird er greifen, weil es mit dem Löffel nicht klappt. Ich hab auch 2 Löffel gehabt, einen für mich, einen fürs Kind und hab dann mitgeholfen.

  8. VIP

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Klingt für mich ganz normal.
    Ich habe zusätzlich mit einem Löffel gefüttert, d.h. Immer angeboten wenn die Kinder selbst mit den Fingern oder Löffel gegessen haben. Mein Mann wünschte sich in der Zeit eine Waschanlage für Kind und Küche.

    Meine Kinder haben bis sie 5 waren noch abends eine Flasche getrunken. Noch heute ist das Glas Milch vor dem Schlafen gehen wichtig.
    Dein Sohn isst gerade nicht um satt zu werden, sondern um seine Motorik zu schulen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Ich finde, dass hoert sich auch ganz normal an. Ich muss aber zugeben, dass ich beim Essen superentspannt bin, was ich nicht von vielen anderen Dingen sagen kann.

    Ich wuerde vorschlagen ihn komplett alleine Essen zu lassen, wenn er will und eher dann nicht Spagettie, sondern Penne zu machen. Die kann man einfacher in die Hand nehmen ;-) Die Zeiten aendern sich auch wieder und sie wollen gefuettert werden. Aber das entdecken am Essen und Spass am essen wuerde ich nicht eintauschen wollen, weil mal ne Spagettie auf dem Boden landet. Du schreibst ja auch, dass er alles isst und das finde ich schonmal am allerwichtigsten.

    Ein Teller mit Cocktailtomaten, gekochter Penne, Wuersten usw. kann zum Beispiel sie Spagettie mit Tomatensauce ersetzen. Ist das gleiche eben nur einfacher mit den Haenden zu essen.

    Mit Messer und Gabel zu essen lernen die Kids noch frueh genug. Erstmal ist mir wichtiger, dass sie Freude am essen haben und verschiedenste Dinge probieren.
    TROETSE MAMA VAN AAPSTERTJIE

    I’m going to practice my Dads’s scary face. It’s partly genetic so shouldn’t be hard. I’m going to use my instincts and if things get heavy I’m getting pissed off.

    Let’s see how far that gets me.

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    AW: Sohn will selbst essen - klappt aber nicht

    Bei uns ist es ganz ähnlich. Wir haben aber zudem noch den Kampf mit dem Lätzchen, das immer wieder ausgezogen wird, runter gepfeffert wird oder dem nicht im Hochstuhl sitzen bleiben wollen, lieber auf normalen Stühlen oder im Hochstuhl hinstehen (funktioniert trotz anschnallen ).
    Ich gebe zu, ich beachte oft beim Kochen, was sie gut selbst essen können. Statt Spaghetti gibte s dann eher Penne oder andere Nudeln, die sie gut greifen können. Finde ich nervenschonender.
    Morgens gibt es eine Mischung aus Haferflocken und Kindermüsli mit Milch. Ich lasse das alles eine Weile stehen, dann hat es eine ganz gute Konsistenz zum selbst essen. Besser als der abendliche Milchgetreidebrei!
    Dann bekommt jedes Kind (Zwillinge) einen eigenen Löffel und ich habe auch einen Löffel und füttere parallel. Und das ganze funktioniert auch nur, wenn sie eine Schale vor sich haben. Sie müssen das Essen zumindest sehen und halbwegs auch selbst löffeln können, dann sind sie zufrieden und sperren nebenbei den Mund auf, damit ich füttern kann. Manchmal klappt es erstaunlich gut und ich bin fast überrascht wie gut sie manches in den Mund schaufeln. Allerdings kommt es da auch auf die Konsistenz an. Die Suppe gestern, war schon sehr anspruchsvoll.

    Gerne würde ich ihnen auch einfach nur Brot und Belag geben, aber davon wird dann nicht genug gegessen und da sie sowieso solche Fliegengewichte sind, ist mir das schon wichtig. Die eine knabbert auch mit Vorliebe nur die Butter vom Brot und lässt das Brot dann liegen. V.a. abends ist mir wichtig, dass sie satt sind. Sie sollen ja irgendwie über die Nacht kommen. Zur Zeit gibt es deshalb auch wieder 100 ml Milch im Fläschchen nach dem Essen. Gibt mir ein besseres Gefühl. Manchmal wollen sie das aber nicht mal leer trinken.

    Trinken lernen aus dem normalen Becher ist auch so ein Thema. Habe beschlossen, das aber erst in den wärmeren Monaten zu forcieren, ist mir gerade dauerhaft und mal 2 zu viel. Obwohl sie begeistert sind.
    Ich habe gemerkt, dass es mit dem Selbermachen schon einfacher geht, wenn sie einfach motorisch fitter sind. Von ganz alleine irgendwie. Ich finde sie löffeln z.T. schon ganz gut und wir haben lange Zeit auch gefüttert und nicht so wahnsinnig üben lasen.

    Außerdem bin ich abends entspannter, wenn ich weiß, Pulli und Co müssen sowieso gleich in die Wäsche.

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